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GlobalNachhaltigkeit
GlobalNachhaltigkeit
Acting now. Acting now.
Nachhaltigkeit

Acting now.

Sustainability@ZF

Wie ZF nachhaltig denkt und handelt

Klare Ziele, konkrete Umsetzung

Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der ZF-Konzernstrategie. Zu den Zielen gehört die vollständige Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 und die Reduktion der CO2-Emissionen an den ZF-Standorten um 80 Prozent bis 2030 (verglichen mit dem Jahr 2019). Dies wollen wir ohne CO2-Kompensation erreichen.

Unter Nachhaltigkeit verstehen wir aber mehr als Klimaschutz. Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) definiert. Politische Zielsetzungen, die weltweit nachhaltigen Entwicklungen auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene dienen.

ZF hat acht dieser Ziele identifiziert, zu denen das Unternehmen einen relevanten Beitrag leisten kann. Entweder, indem wir Auswirkungen minimieren, oder, indem wir neue, technische Lösungen mit positiven Effekten entwickeln. Dabei konzentrieren wir uns auf die Dimensionen Klima und Natur, Menschen sowie beständige Werte.

Klima und Natur

  • Reduktion von Emissionen entlang der Wertschöpfungskette
  • Einsatz und Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen

Klima und Natur

  • Einsatz recycelter Materialien für ZF-Produkte
  • Elektrifizierung des ZF-Produktportfolios

Menschen

  • Verantwortung für die ZF-Gemeinschaft
  • Höchste Standards bei Gesundheits- und Arbeitsschutz

Menschen

  • Respekt und Bekennen zu Vielfalt und gleichen Rechten
  • Befähigen und Entwickeln unserer Beschäftigten

Menschen

  • Achtung der Menschenrechte
  • Faire Arbeitsbedingungen, gleiche Rechte und faire Bezahlung entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Beständige Werte

  • Transparentes und ethisches Geschäftsverhalten
  • Verlässliche Partnerschaften

Beständige Werte

  • Beständige Werte durch Orientierung an Nachhaltigkeit
  • Leistungsfähige Strukturen und kontinuierliche Verbesserungen

Nachhaltig handeln und Verantwortung übernehmen

„Was wir jetzt tun, ist entscheidend“

Nachhaltig zu handeln, bedeutet vor allem, Verantwortung zu übernehmen. Wie ZF das Thema als Alleinstellungsmerkmal etablieren wird, erklärt Personalvorständin Sabine Jaskula im Interview.

Frau Jaskula, Nachhaltigkeit als Alleinstellungsmerkmal ist ein hoher Anspruch, immerhin steht das Thema auf praktisch jeder Agenda. Kann sich ZF so deutlich abheben?
"Auf jeden Fall – mit unseren klaren Zielsetzungen, dem ambitionierten Zeitplan und entschlossenem Handeln. ZF engagiert sich schon über viele Jahre in sehr vielen Bereichen für Nachhaltigkeit. Für uns steht fest: Was wir jetzt tun und wie entschlossen wir dabei vorgehen, ist entscheidend für künftige Generationen, für unseren Planeten und natürlich auch für unseren Erfolg als Unternehmen. Die ZF-Mitarbeiter, unsere Kunden und Partner sowie die Öffentlichkeit und die Politik haben eine klare Erwartung an uns, jetzt zu handeln. Darum haben wir unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten unter einen Titel gestellt, der unsere Entschlossenheit ausdrückt: Acting now. Sustainability@ZF.
Um das Thema noch besser im Unternehmen zu verankern, hat ZF unter diesem Titel eine Nachhaltigkeitskampagne gestartet, mit der alle Mitarbeiter inspiriert werden, ebenfalls einen Beitrag zur Nachhaltigkeit bei ZF zu leisten. Grundlegend unterstützt wird all dies durch die Prinzipien aus dem ZF Way."
Sabine Jaskula, ZF-Vorstandsmitglied; verantwortlich für Personal, Recht und Compliance
Lesen Sie das vollständige Interview

Wie sieht es bei den Nachhaltigkeitsaktivitäten mit dem Bereich „Menschen“ und der sozialen Verantwortung von ZF aus?
"Die Achtung der Menschenrechte ist für uns seit jeher enorm wichtig. Übrigens auch einer der Gründe, warum wir bereits 2012 dem UN Global Compact beigetreten sind. Wir respektieren alle im Wertschöpfungsprozess beteiligten Menschen, und in unserem Verständnis sind Vielfalt, Chancengleichheit, Inklusion und gleiche Rechte fest verankerte Werte, die wir gemäß dem ZF-Way leidenschaftlich leben. Ebenso wie die Einbindung und Entwicklung der ZF-Mitarbeitenden. Bei ZF gelten die höchsten Standards für Gesundheits- und Arbeitsschutz, und es geht uns um gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung – und das nicht nur bei ZF selbst, sondern auch entlang der Wertschöpfungskette. Mit anderen Worten: Wir übernehmen aktiv Verantwortung für die Menschen in der gesamten ZF-Gemeinschaft. Unserer Erfahrung nach ist diese Facette der Nachhaltigkeit, der Umgang mit Menschen, auch für die Attraktivität von ZF als Arbeitgeber zunehmend von Bedeutung."
Als dritte Dimension steht in Ihrer Nachhaltigkeitsstrateige „Handeln für beständige Werte“ – wie wichtig ist dieses Thema für die Positionierung von ZF am Markt?
"Sehr wichtig. Nachhaltigkeit bedeutet für ZF nicht nur die Einhaltung von Standards und Regularien. Für uns heißt Nachhaltigkeit eben auch, dass wir ein verlässlicher, ethisch handelnder Geschäftspartner sind und auch zukünftig bleiben werden.
Es bedeutet zugleich, dass wir dort, wo wir aktuell noch nicht gut genug sind, leistungs- und widerstandsfähige Strukturen schaffen und uns kontinuierlich verbessern werden. Darüber hinaus arbeiten wir stetig daran, die Transparenz zu erhöhen und uns regelmäßig mit unseren Stakeholdern auszutauschen. Beständige Werte, die wir durch unsere Orientierung an Nachhaltigkeit schaffen, sind essenziell für kommende Generationen, und wir gestalten die Mobilität der Zukunft."
"Wir übernehmen aktiv Verantwortung für die Menschen in der gesamten ZF-Gemeinschaft."
Sabine Jaskula, Personalvorständin / Arbeitsdirektorin

Nachhaltigkeit weltweit

Als global aktives Technologieunternehmen übernimmt ZF Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette: für unsere Mitarbeiter und Standorte ebenso wie in unserer Lieferkette und für unsere Produkte. Eine ausgewogene Betrachtung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten ist für ZF gelebtes Selbstverständnis.

Geschäftsbericht 2021: Nachhaltigkeit

Daten und Fakten zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie im aktuellen ZF-Geschäftsbericht.Nachdem der ZF-Nachhaltigkeitsbericht in den vergangenen Jahren als separater Bericht veröffentlicht wurde, ist er nun Teil des ZF-Geschäftsberichts für das Berichtsjahr 2021. Der Bericht wurde in Anlehnung an die GRI-Standards gem. der Option „Kern“ erstellt. Der GRI Inhaltsindex steht hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit

ZF-Klimaneutralitätsstrategie

Der Klimaschutz ist zu einem der drängendsten Themen unserer Zeit geworden. ZF hat eine entsprechend ambitionierte Klimastrategie und sich das Ziel gesetzt, bis 2040 über alle Emissionskategorien hinweg klimaneutral zu werden. Bereits bis 2030 sollen die produktionsbedingten Emissionen um 80 % im Vergleich zu 2019 gesenkt werden. Im Berichtsjahr wurde das Basisjahr im Zuge der Sustainability Ambition Initiative einheitlich als 2019 bestimmt. Gleichzeitig arbeitet ZF daran, die Emissionen seiner gesamten Lieferkette zu reduzieren und die Umweltauswirkungen seiner Produkte zu minimieren.

Der Konzern hat für den Zielpfad zur Klimaneutralität die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie Anforderungen der Science Based Targets Initiative (SBTi), des CDP (ehemals Carbon Disclosure Program) und der Taskforce on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) berücksichtigt. Die SBTi-Validierung der ZF-Klimaziele stellt sicher, dass diese konsistent und robust sind – und dem Greenhouse Gas Protocol (GHG) sowie den Zielen des Pariser Klimaabkommens entsprechen.

Klimastrategie und deren Umsetzung (Scope 1, 2 und 3)

Partnerschaft für Klimaschutz

Die gesamte Branche hat noch einen langen Weg vor sich, um die vielen ökologischen und sozialen Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Aufgrund der Komplexität dieser Herausforderungen können sie nicht allein, sondern nur in Zusammenarbeit und Partnerschaft gelöst werden. Um sein Engagement zu unterstreichen, hat sich ZF der Initiative der CEO Climate Leaders des Weltwirtschaftsforums angeschlossen. Diese vertritt die Position, dass der Privatsektor eine Verantwortung dafür trägt, sich aktiv an den weltweiten Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu beteiligen und den globalen Übergang zu einer kohlenstoffarmen, klimaresistenten Wirtschaft mitzugestalten. Die Mitglieder der Alliance of CEO Climate Leaders verpflichten sich,

  • ihre Emissionsdaten zu veröffentlichen, idealerweise über CDP,
  • öffentlich ein Netto-Null-Ziel für spätestens 2050 festzulegen, das beinhaltet, sich auf einen 1,5°C bis 2,0°C-konformen Reduktionspfad für alle Bereiche des Treibhausgasprotokolls (Scope 1, 2, 3), einschließlich eines Emissionsreduktionsziels für 2030 in Übereinstimmung mit diesem Pfad zu verpflichten sowie
  • über die Fortschritte hinsichtlich der Emissionsreduktionsziele zu berichten.

Darüber hinaus setzt das Bündnis die TCFD-Empfehlungen zur Offenlegung klimabezogener Daten um und befolgt die Leitlinien für eine wirksame Steuerung der Klimarisiken durch die Unternehmensführung.

Leitlinien, Grundsätze und Managementsysteme

Bei ZF sind Fragen nachhaltiger Unternehmensführung fest in den Unternehmensleitlinien verankert. Sie sind nicht nur Teil individuellen Verhaltens, sondern ein zentraler Aspekt des unternehmerischen Handelns in den täglichen Entscheidungsprozessen. Doch Nachhaltigkeit kann nicht einfach von oben verordnet, sondern muss in der gesamten Organisation gelebt werden. Als Grundlage dient ZF das seit langem weltweit etablierte EHS-Management, in das alle Standorte mit mehr als 50 Mitarbeitern integriert sind.

Leitlinien wie die Grundsätze sozialer Verantwortung, die Umweltpolitik, die Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte und der Code of Conduct für Mitarbeiter sowie die Business Partner Principles geben weltweit Orientierung. In den vergangenen zwei Jahren hat der Konzern sein ZF Enterprise Risk Management schrittweise weiterentwickelt. Dazu gehören die Definition und Regelung klarer Rollen und Verantwortlichkeiten sowie ein konzernweit standardisierter Risikomanagementprozess. Eine weitere wesentliche Neuerung des überarbeiteten Enterprise Risk Management (ERM) ist ein integrierter Governance, Risk & Compliance (GRC)-Ansatz, der sich durch verbesserte Schnittstellen zwischen internem Kontrollsystem, Compliance, Corporate Audit und Corporate Risk Management auszeichnet. Als Teil des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 werden die jeweiligen Risiken und Chancen auf Standort- und Konzernebene bewertet und im Rahmen der Managementprüfung berichtet.

Organisatorische Verankerung der Nachhaltigkeit

Die Abteilung Nachhaltigkeit berichtet an den Bereich Nachhaltigkeit, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, der dem Vorstandsressort Personal, Recht und Compliance zugeordnet ist. Im Berichtsjahr wurde die Implementierung einer abgestuften Nachhaltigkeitsorganisation über alle Divisionen, Regionen und wesentliche Zentralfunktionen hinweg fortgeführt. Die Nachhaltigkeitsabteilung ist für die Entwicklung der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie und für die nichtfinanzielle Berichterstattung verantwortlich. Sie ist Anlaufstelle für alle Fragen zu Themen der Nachhaltigkeit und steuert den Stakeholder-Dialog. Daneben trägt die Abteilung auch die Verantwortung für einzelne Themen wie die Klimastrategie oder die Wahrnehmung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Bei der Koordination von Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen wird die Nachhaltigkeitsabteilung durch einen funktionsübergreifenden Lenkungskreis unterstützt.

Cleaner Mobility

Um eine sauberere Mobilität zu erreichen, verfolgt ZF mit der Strategie „Next Generation Mobility“ einen globalen Ansatz. Mit diesem strebt ZF mittelfristig eine deutliche Reduzierung der mobilitätsbedingten CO₂-Emissionen und der spezifischen produktbezogenen Emissionen an. Das Ziel ist eine 40 %ige Reduktion sogenannter Scope-3-Emissionen (in CO2-Äquivalenten pro Umsatz) im Jahr 2030 gegenüber 2019.

Für dieses produktbezogene Ziel sind sowohl die Abteilungen Produktentwicklung/Engineering als auch Einkauf/Lieferkette gemeinsam verantwortlich. Zu den wichtigsten Leistungsindikatoren (KPIs) gehören:

  • produktbezogene CO2e-Reduzierung
  • Produkt-Kohlenstoff-Fußabdrücke

Dabei konzentriert sich ZF auf die folgenden drei Schlüsselbereiche:

  • Verringerung des Ressourcenverbrauchs durch Fokussierung auf Prozesseffizienz bei Zulieferern und in den eigenen Betrieben
  • verstärkter Einsatz von Recyclingmaterial
  • Ausweitung des ZF-Angebots an wiederaufbereiteten Produkten

Ein Schwerpunkt zur Reduzierung produktbezogener Emissionen ist der genannte verstärkte Einsatz von Materialien mit höherem Recyclinganteil. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft und des langfristigen Ziels klimaneutraler Produkte wurden 2021 alle Werkstoffklassen mit Blick auf die Gesamtvolumina und die Rezyklatanteile betrachtet. Darauf aufbauend wurden technologische Maßnahmen zur Erhöhung des Rezyklatanteils erarbeitet und hinsichtlich der Anwendbarkeit auf ZF-Produkte bewertet. Im Ergebnis verfügt ZF nun über eine Materialmaßnahmen-Roadmap – inklusive der Ergebnisrelevanz.

Darüber hinaus beteiligt sich ZF an verschiedenen Projekten zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. So wurden unter anderem Studien zum Einsatz von Polymer-Rezyklaten auf die Leistungsfähigkeit von Ölwannen durchgeführt. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse wurde im Jahr 2021 ein umfangreiches Grundlagenentwicklungsprojekt gestartet, das die Einsatzfähigkeit von verschiedensten Polymeren aus verschiedensten Recyclingrouten für ZF-Produkte untersuchen soll. Dabei werden Stoffe aus der eigenen Produktion wie Produktionsschrott und auch Post-Consumer-Materialien berücksichtigt. Auch die weitere Erhöhung der Rezyklatanteile in Metalllegierungen wurde als umfangreiches Entwicklungsprojekt zum Ende des Jahres 2021 gestartet. Beide Projekte werden unter hohem Kapazitätseinsatz und in intensiver Zusammenarbeit mit den Lieferanten mindestens zwei Jahre andauern.

Weitere Informationen

EU OSHA Health Workplaces

ZF Friedrichshafen AG ist offizieller Partner der Kampagne Gesunde Arbeitplätze - “Gesunde Arbeitsplätze – Entlasten Dich!“ - der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU OSHA).

Sicherheitsinformationen

Gemeinsam mit den Behörden arbeiten wird daran, Gefahren auszuschließen.

Menschenrechte in der Lieferkette

Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte: Die Achtung der Würde und der Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen hat für ZF höchste Priorität.