Acting for all People Acting for all People

Handeln für alle Menschen

Sustainability@ZF

Gemeinsam für mehr Fairness, Respekt und Sicherheit

Wir treten für Gleichberechtigung, Inklusion und Vielfalt ein und lehnen jede Form von Diskriminierung ab. Die Achtung der Menschenrechte ist für ZF unabdingbar, bei uns und bei unseren Geschäftspartnern. Wir stellen die Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns und fühlen uns als Unternehmen für unsere eigenen Mitarbeiter verantwortlich, aber auch für die Menschen, die entlang der Wertschöpfungskette mit uns arbeiten. Für den Schutz von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz gelten bei ZF die höchsten Standards. Weltweit setzen wir die individuellen Stärken und die Vielfalt unserer Mitarbeiter bestmöglich ein. Darüber hinaus nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung sehr ernst und engagieren uns in verschiedenen sozialen Projekten rund um die Welt.

Personalentwicklung und Vielfalt

Förderung und Weiterbildung von Mitarbeitern

Die Weiterentwicklung und Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wesentliche Faktoren für die Innovationsfähigkeit und den Erfolg von ZF. Wir bieten eine Vielzahl an Programmen und Werkzeugen, um das persönliche und berufliche Vorankommen unserer Beschäftigten zu fördern.

Den Rahmen für die Personalentwicklungsmaßnahmen bildet – neben ähnlich lokalen Prozessen – vor allem unser „Performance, Potential and Succession“(PPS)-Prozess. Bestandteil dieses Prozesses ist es, die Leistungen zu beurteilen, mögliche Entwicklungsmaßnahmen zu diskutieren und das Potenzial einer Kandidatin oder eines Kandidaten für verantwortungsvollere Positionen einzuschätzen. In sogenannten Strategic Talent Reviews werden die Fortschritte regelmäßig besprochen und Entwicklungsmaßnahmen beschlossen. Innerhalb dieser Konferenzen wird zudem die Nachfolgeplanung adressiert, indem kritischen Positionen Nachfolger zugeordnet werden.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Zugriff auf eine große Auswahl an E-Learnings und Trainer-geführten Kursen zu Themen wie E-Mobilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und zu vielen weiteren Bereichen. Viele Unternehmensfunktionen verfügen über eine eigene Akademie mit spezifischen Trainings, beispielsweise für Qualität, Forschung & Entwicklung oder Sales. Darüber hinaus eröffnen „Essentials Academies“ die Möglichkeit, soziale Kompetenzen, Führungswissen oder Sprachen zu erlernen. Zudem haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, über unser weltweit vorhandenes Mentoring-Programm einen Mentor oder eine Mentorin zu finden. Mitarbeiterumfragen (Engagement Surveys) erfassen regelmäßig die Zufriedenheit der Beschäftigten. Daraus abgeleitet und umgesetzt werden Verbesserungsmaßnahmen.

Um spezielle Talentgruppen zu fördern, bietet ZF für Talente sogenannte „Global Strategic Talent Pools“ an. Diese Programme bieten den Teilnehmern Sichtbarkeit, Netzwerk und verschiedene Arten von Weiterbildungen. Unterschieden wird zwischen Talent Pools für bestimmte Funktionen wie Finanzwesen oder Programm-Management, divisionalen Talent Pools sowie globalen Talent Pools für alle Bereiche. Ein Beispiel hierfür stellt unser Talent Pool zum Thema Digitalisierung dar. Mithilfe der Internal Placement Policy, die interne Rekrutierung und Karriereschritte innerhalb das Unternehmens erleichtert, möchte ZF die Weiterentwicklung dieser Talente fördern.

Speziell für Führungskräfte bieten wir gesonderte Programme an, etwa „readytolead“ für neu ernannte Vorgesetzte. Ein weiteres Beispiel ist das „ZF Inclusive Leadership Programm“. Es zeigt Führungskräften auf, wie sie ein inklusives Arbeitsumfeld schaffen können. Unser Organisationsentwicklungsteam unterstützt Führungskräfte mit Beratung und Coaching zu Themen wie Restrukturierung oder Führen eines interkulturellen Teams.

ZF engagiert sich zudem in der Ausbildung und beim Dualen Studium. So investiert der Konzern auf allen Ebenen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Zukunft. Wir sind überzeugt, dass die kontinuierliche Förderung unserer Beschäftigten diese nicht nur persönlich weiterentwickelt, sondern auch einen positiven Einfluss auf unser Unternehmen sowie auf die Gesellschaft hat.

Vielfalt und Inklusion

Als Global Player sieht ZF sich in der Verantwortung für Vielfalt und Toleranz im eigenen Geschäftsbereich und der Wertschöpfungskette einzusetzen. Dort wo nationale Rechtsprechung von unseren Grundprinzipien abweicht, gehen wir mit einem guten Beispiel voran und übernehmen Verantwortung.

ZF toleriert keine Form der Diskriminierung. In unserem ZF-Verhaltenskodex, der in 27 Sprachen vorliegt, wenden wir uns gegen Ausgrenzung oder Ungleichbehandlungen aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Alter, Staatsangehörigkeit, sozialer und ethnischer Herkunft, Schwangerschaft, Behinderung, Weltanschauung, sexueller Orientierung sowie politischer und gewerkschaftlicher Betätigung.

Vielfalt & Inklusion

Vielfalt und Inklusion fördern unsere Kreativität, steigern unsere Innovationskraft und sind der Schlüssel zum Geschäftserfolg. Wir bieten gleiche Chancen in einem vielfältigen Arbeitsumfeld.

Menschen schützen

Unfallfreiheit und ein bestmöglicher Gesundheitsschutz für alle Beschäftigten innerhalb des Unternehmens haben höchste Priorität. Bei der Unfallrate wollen wir zu den Unternehmen mit den besten Kennzahlen in unserer Branche gehören. Ein gut ausgestattetes EHS-Managementsystem mit unterschiedlichsten Programmen reduziert Risiken und sichert das Einhalten von Vorschriften für Menschen und für die Umwelt. Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden aller Beschäftigten sind zentrale Werte und oberste Prioritäten der Unternehmenskultur von ZF.

Gesundheitsschutz und Unfallprävention

Als Unternehmen, das sich mit der Vision von Null Unfällen ganz besonders der Sicherheit im Straßenverkehr verschrieben hat, steht bei uns die Sicherheit im eigenen Unternehmen ebenfalls an oberster Stelle. Daher ist unser Anspruch an Arbeitssicherheit: Null Unfälle.

Wirksamer Gesundheitsschutz und effektive Unfallprävention können Mitarbeiter vor vielfältigen Gefahren und gesundheitlichen Schäden am Arbeitsplatz bewahren. Bei ZF sind Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden aller Beschäftigten integrale Werte der Unternehmenskultur. Dies gilt unabhängig davon, ob sie direkt angestellt oder als Leihkräfte für das Unternehmen tätig sind.

Kontinuierliche Verbesserung durch standardisierte Programme

Zahlreiche Programme und Exzellenzzentren wurden implementiert, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz weiter zu verbessern. So umfasst das EHS-Managementsystem verpflichtende Anforderungen sowie Leitfäden, die sich mit Fragen des Umwelt-, Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagements für alle ZF-Standorte weltweit befassen. Fortschritte werden durch Selbstbeurteilungen und im Rahmen des EHS Corporate Audit Programmes bewertet.

Das Safety Excellence-Programm beinhaltet drei Schlüsselbereiche: Führungsverhalten in der Arbeitssicherheit (Safety Leadership), Einbeziehen der Mitarbeiter (Behavior Based Safety) und die kontinuierliche Verbesserung des EHS-Managementsystems, zu dem auch weitere Programme gehören, wie z.B. Ergonomie und Maschinensicherheit.

Safety Leadership ist ein globales Programm, das zum Ziel hat, das Bewusstsein von Führungskräften für die Arbeitssicherheit zu verbessern. Wir fördern so eine nachhaltige Sicherheitskultur, indem wir im Programm den Führungskräften Einflussmöglichkeiten zur Verbesserung des Arbeitsschutzes aufzeigen und vermitteln, wie sie ihre Vorbildfunktion erfüllen können.

Behavior Based Safety (BBS) ist ein Programm zu verhaltensbasierter Sicherheit. Es zielt darauf ab, Mitarbeiter stärker in die Sicherheit einzubeziehen, indem diese sich gegenseitig coachen und sich bewusst machen, dass das Verhalten jedes Einzelnen bei der Arbeit eine große Rolle für die Sicherheit insgesamt spielt.

Das softwarebasierte Ergonomieprogramm umfasst E-Learning, ergonomische Gefährdungsbeurteilung und Best-Practice-Lösungen sowie ein Videoanalysewerkzeug. Ziel ist es, dass der Konzern bis zu Jahr 2025 keine Arbeitsplätze mit hohem ergonomischem Risiko mehr hat und Arbeitsplätze mit mittlerem Risiko auf einen Anteil unter 10 Prozent reduziert werden.

Unsere Sicherheitsstandards an Maschinen sind hoch, Unfälle finden meist aufgrund von Fehlbedienung statt. Ein globales Expertenteam prüft nicht nur die Einhaltung von Sicherheitsstandards, sondern wirkt darauf hin, die Bedienung von Maschinen über gesetzliche Anforderungen hinaus zu verbessern.

Vermeidung von Unfällen

Als Konzern haben wir konkrete Ziele definiert, um die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter zu erhalten, zu schützen und zu fördern. Hinsichtlich der Unfallrate wollen wir zu den Unternehmen mit den besten Unfallkennzahlen in unserer Branche gehören.

Arbeitsbedingte Unfälle werden erfasst und gründlich auf ihre Ursachen untersucht. Um zukünftige Unfälle im gesamten Konzern zu verhindern, werden Sicherheitswarnungen über das EHS-Intranet mit einer Zusammenfassung des Ereignisses, seiner Ursachen und der ergriffenen Präventivmaßnahmen weitergegeben.

Arbeitssicherheit hört für ZF nicht bei der eigenen Belegschaft auf. Auch entlang der Lieferkette wollen wir unsere EHS-Leistung auf sehr gutem Niveau halten. Das gilt vor allem für Lieferanten, die Dienstleistungen an den Standorten erbringen. Die Auftragnehmer werden auf der Basis ihrer nachgewiesenen Fähigkeit ausgewählt, sicherheitskritische Tätigkeiten ausführen zu können.

Einbeziehung der Arbeitnehmer

Das EHS-Managementsystem sieht vor, dass Mitarbeiter und ihre Vertretungen an EHS-Initiativen und Entscheidungsprozessen aktiv beteiligt werden und in die kontinuierliche Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit am Arbeitsplatz einbezogen werden. Beschäftigte werden ermutigt, Beinaheunfälle und unsichere Situationen zu melden und sich an Aktivitäten wie Risikobewertungen, Kaizen-Workshops und Vorschlagswesen zu beteiligen. Ihnen steht außerdem die allgemeine ZF Trustline zur Verfügung, um Beschwerden zum Gesundheitsschutz und zu Sicherheitsfragen zu melden. Diese Meldungen werden streng vertraulich behandelt.

Menschenrechte und Arbeitsbedingungen

Fairness und Transparenz sind seit langem wichtige Grundsätze für ZF. Dazu gehört auch das klare Bekenntnis zu den international anerkannten Menschenrechten. Unser Handeln orientiert sich dabei an internationalen Standards und Rahmenwerken, die die Rechteinhabenden in den Mittelpunkt stellen und uns dabei helfen, unseren Sorgfaltspflichten systematisch nachzukommen.

Menschenrechte professionell managen

Zum nachhaltigen Wirtschaften gehört das Einhalten der Menschenrechte. ZF haftet hier auch für seine Lieferanten – und das weltweit. Jasmina Brancazio, Human Rights Officer bei ZF, über Schutzmaßnahmen und Herausforderungen.

Unsere „ Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte (PDF: 6 MB)“ ist unser Bekenntnis gegenüber Gesellschaft und Umwelt.

Am 26. März 2020 haben wir unsere erste Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte (PDF: 6 MB) unterzeichnet. Diese wird regelmäßig aktualisiert. Sie verdeutlicht den strategischen Ansatz und gibt einen Einblick in Verantwortlichkeiten und Prozesse, mit denen wir den Schutz und die Förderung der Menschenrechte in all unseren Geschäftsaktivitäten vorantreiben. 

Auch unsere seit 2012 bestehende Mitgliedschaft am Global Compact der Vereinten Nationen unterstreicht, dass das Anerkennen von Menschenrechten für ein globales Technologieunternehmen wie ZF selbstverständlich ist. Sie verdeutlicht den strategischen Ansatz und gibt einen Einblick in Verantwortlichkeiten und Prozesse, mit denen wir den Schutz und die Förderung der Menschenrechte in all unseren Geschäftsaktivitäten vorantreiben.

Sowohl im Umgang untereinander als auch mit unseren Geschäftspartnern legen wir großen Wert auf gegenseitigen Respekt und Vertrauen. Wir respektieren die Würde, die Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen. Dies spiegelt sich in unserem für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geltenden Verhaltenskodex (PDF: 11 MB) wider sowie in unserem Verhaltenskodex für Geschäftspartner (PDF: 7 MB).

Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex untermauert die ZF-Geschäftsgrundsätze.

Verhaltenskodex für Geschäftspartner

Gemeinsam mit Geschäftspartnern Risiken vorbeugen und das Vertrauen von Kunden bewahren.

Diese sowie weitere zentrale Dokumente wie Richtlinien entsprechen geltenden Prinzipien wie denen des UN Global Compact, der OECD Leitsätzen für multinationale Unternehmen, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den UN-Leitsätzen für Wirtschaft und Menschenrechte und den einschlägigen Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Unsere Fortschritte berichten wir im Bericht zum LkSG (PDF: 198 kB), UK Modern Slavery Act (PDF: 3 MB), California Transparency Act (PDF: 64 kB), Canadian Modern Slavery Report Bill (S-211 Report) (PDF: 4 MB) sowie im Nachhaltigkeitsbericht.

Um das Erreichte ständig zu überprüfen und Ziele anzupassen, hat ZF eine Human Rights Working Group gegründet. Diese crossfunktionale Arbeitsgruppe ist wichtig, um die Strategie weiterzuentwickeln und umzusetzen. Auch ist die Gruppe beratend tätig und wirkt als Multiplikator im Konzern.

ZF steht für faire Arbeitsbedingungen, gleiche Rechte und eine faire Bezahlung entlang der Wertschöpfungskette. Wir setzen uns für die Abschaffung von moderner Sklaverei, Zwangsarbeit und ausbeuterische Kinderarbeit ein. Durch interne und externe Kommunikation, aber auch durch die Teilnahme an Stakeholder-Dialogen tragen wir dazu bei, das Thema Menschenrechte weiter in die Gesellschaft zu tragen.

Due-Diligence

Viele Länder, darunter die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Mexiko und Deutschland, haben zusätzliche Gesetze erlassen, um ihre vorhandenen Menschenrechtsgesetze zu verschärfen und den Import von Waren zu verhindern, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden. Diese Gesetze haben Einfluss auf die Lieferketten. Deshalb verlangen sie von jedem Partner in der Lieferkette entsprechende Aufmerksamkeit und Transparenz.

Im Rahmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nutzt ZF ihren Risikomanagementprozess. Damit werden die Risiken negativer Auswirkungen auf Menschenrechte ermittelt und anhand verschiedener Angemessenheitskriterien priorisiert.

  • Identifizierung von Risiken anhand von länderspezifischen Menschenrechtsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit verschiedenen Rohstoffen.
  • Risikobewertung und Priorisierung nach Angemessenheitskriterien (z. B. auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit, der Schwere und unseres möglichen Verursachungsbeitrages).

ZF hat dazu ein Risikoanalyse-Tool eingeführt, mit dem das Unternehmen rechtliche Risiken in globalen Lieferketten identifizieren kann: automatisiert und effizient. Dazu verwendet das Analysetool öffentlich zugängliche Daten aus lokalen Medien, Social Media und anderen Quellen. Intern verfügbare Lieferanteninformationen ergänzen diese Informationen. Auf diese Weise entsteht eine ganzheitliche Risikoanalyse, die der Identifizierung risikobehafteter Lieferanten dient. Risikobasierte Kontrollmaßnahmen durch z. B. die Einholung von Selbstauskünften und Vor-Ort- Überprüfungen werden als Präventionsmaßnahmen bei Zulieferern mit erhöhtem Risiko eingesetzt.

ZF ist der Responsible Supply Chain Initiative e.V. (RSCI) beigetreten, eine Initiative für nachhaltige Lieferketten in der Automobilindustrie. RSCI hat einen Standard definiert und eine zentrale Plattform für eine standardisierte Nachhaltigkeitsbewertung von Produktionsstandorten entwickelt. Die Initiative führt auch Vor-Ort-Überprüfungen durch. Durch die Anerkennung der Ergebnisse bereits durchgeführter Audits anderer Unternehmen, hilft der RSCI-Standard mehrfache Überprüfungen zu vermeiden.

Außerdem ist ZF ein Gründungsmitglied des „Mecanismo de Reclamación de Derechos Humanos“ (MRDH). Dies ist ein Pilotprojekt für einen unternehmensübergreifenden Beschwerdemechanismus in Mexiko. Entwickelt wurde MRDH gemeinsam von Regierungsinstitutionen, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft, Unternehmen und Menschenrechtsinstitutionen - sowohl aus Deutschland als auch aus Mexiko. Das MRDH bietet eine gemeinsame und standardisierte Beschwerdeplattform für die gesamte Lieferkette seiner Mitgliedsunternehmen. Dies wird den Zugang zu Abhilfemaßnahmen und die Ermittlung systemischer Risiken verbessern.

Andere kritische Probleme in der Lieferkette wie Kinderarbeit, Verstöße gegen die Menschenrechte oder gegen den Umweltschutz müssen über die ZF Trustline gemeldet werden. Wir weisen unsere Lieferanten auf dieses Hinweisgebersystem unter anderem in unserem Verhaltenskodex für Geschäftspartner (PDF: 7 MB) hin.

Verantwortung in der Wertschöpfungskette

Um sicherzustellen, dass die zentralen Anforderungen von ZF an eine wertorientierte Zusammenarbeit erfüllt werden, müssen alle Lieferanten den ZF-Verhaltenskodex für Geschäftspartner akzeptieren. Er enthält Themen wie Menschenrechte, Arbeitsnormen, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Geschäftsethik und Compliance. Seine Grundsätze stehen im Einklang mit nationalen und internationalen Gesetzen, Konventionen und Richtlinien, wie dem UN Global Compact, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Alle Lieferanten sind verpflichtet, den Verhaltenskodex für Geschäftspartner von ZF anzuerkennen. Insbesondere erwarten wir von unseren Geschäftspartnern, dass sie jede Form von Sklaverei, Zwangsarbeit und Kinderarbeit ablehnen. Ebenso erwartet ZF, dass sie die Vereinigungsfreiheit und das Recht zur Bildung von Interessengruppen respektieren, Arbeit fair und angemessen vergüten, sich an Arbeitszeiten nach geltendem Recht halten und die Qualifikation ihrer Mitarbeiter fördern. Gemäß ZF-Verhaltenskodex haben sich Lieferanten an alle geltenden Gesetze zu halten und dafür zu sorgen, dass dies auch in deren Lieferketten passiert.

Um Lieferant der ZF zu bleiben oder neuer Lieferant zu werden, müssen sich die Geschäftspartner an den ZF-Verhaltenskodex halten. ZF behält sich das Recht vor, Geschäftsbeziehungen zu überprüfen und bei festgestellten Abweichungen sowie Verstößen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Die Richtlinie zur Lieferantenqualität (QD83) und die Globale Logistikrichtlinie (GLD) regeln die Umweltverantwortung in der Wertschöpfungskette sowie produktbezogene Umweltschutzaspekte. Sie decken ebenfalls Richtlinien wie die EU-Chemikalienverordnung (REACH) sowie Logistik- und Verpackungs-Spezifikationen ab. Die genannten Richtlinien gelten auch für Sublieferanten.

Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Lieferkette ist der Schlüssel für unseren Erfolg. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen und unterstützen sie bei Umbau und Schaffen einer neuen Nachhaltigkeitskultur. Um die bestmögliche Leistung bei der Nachhaltigkeit zu erzielen, verbessern wir die Zusammenarbeit, etwa mit Pilotprojekten, fördern und prämieren Best Practices, entwickeln Lieferantenleitfäden und bieten Unterstützung durch Fortbildung an.

Die Nachhaltigkeitsleistung ihrer Lieferanten ist für ZF von entscheidender Bedeutung. Wir fördern Klimaneutralitätsziele und soziale Themen wie die Achtung der Menschenrechte. ZF verfolgt hierbei ehrgeizige Ziele für das eigene Unternehmen sowie für seine Lieferanten und hat bereits zahlreiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen umgesetzt.

Um die Nachhaltigkeitsleistung von Lieferanten zu bewerten, führte ZF den ZF Sustainability Score ein. Diese vollständig digitale Lösung erfordert das Einhalten der Mindestanforderungen an Nachhaltigkeit. Dazu misst der ZF Sustainability Score die Nachhaltigkeitsleistung anhand verschiedener wichtiger Inputfaktoren.

Der Sustainability Score verschafft uns Transparenz in den Themen Dekarbonisierung sowie soziale Verantwortung und setzt für Lieferanten neue Nachhaltigkeitsmaßstäbe.

Um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die von uns gestellten Erwartungen an Nachhaltigkeit erfüllen, haben wir „ZF Sustainability Bid Conditions" - vertragliche Mindestanforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit eingeführt. Dies schließt spezifische Anforderungen an Klima und Umwelt ebenso ein wie Anforderungen an soziale Verantwortung und eine verantwortliche Beschaffung. Lieferanten von Produktionsmaterial sind verpflichtet, die Ausschreibungsbedingungen zu akzeptieren.

Umgang mit kritischen Rohstoffen - eine zentrale Aufgabe von ZF

Critical Raw Materials (CRM) sind Rohstoffe von hoher strategischer Bedeutung, die mit hohen Versorgungsrisiken verbunden sind. Dazu zählen auch ökologische und soziale Belange. Innerhalb der Wertschöpfungskette stellen die Phasen der Rohstoffgewinnung und Rohstoffproduktion das höchste Risiko dar für Menschenrechtsverletzungen, Umweltverschmutzung oder schlechte Arbeitsbedingungen. Um derartige Risiken zu vermeiden oder wenigstens zu mindern, arbeitet ZF mit seinen Geschäftspartnern daran, eine verantwortungsvolle Beschaffung von kritischen Rohstoffen sicherzustellen. Dies geschieht durch mehr Transparenz in der Lieferkette, durch die Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe und durch Zirkularität; all dies im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen von ZF und der geltenden internationalen Gesetzgebung.

Als eine der effektivsten Maßnahmen zur Risikominderung arbeitet ZF daran, ESG-Risiken schon in der Produktentwicklung zu berücksichtigen. Ziel ist, den Anteil von kritischen Rohstoffen in ZF-Produkten zu reduzieren oder zu eliminieren.

Um die höchsten Standards für eine verantwortungsbewusste Beschaffung sicherzustellen, beteiligt sich ZF auch an Multi-Stakeholder-Initiativen wie SUSMAGPRO oder am Branchendialog Automobilindustrie. Das Projekt SUSMAGPRO konzentriert sich auf das Recycling von Magneten, die seltene Erden enthalten. Die Aktivitäten des Branchendialogs Automobilindustrie umfassen u.a. die Entwicklung von Leitlinien für die Integration freiwilliger Nachhaltigkeitsstandards in CRM-Lieferketten.

Darüber hinaus hat ZF ein spezielles Due-Diligence-Verfahren für Konfliktmineralien, Kobalt und Glimmer eingerichtet. Schließlich können der Abbau und der Handel mit diesen Mineralien zur Finanzierung bewaffneter Konflikte und zu schweren Menschenrechtsverletzungen beitragen. Da sich ZF dieser Risiken bewusst ist, ist das Unternehmen bestrebt, entlang der gesamten Wertschöpfungskette Umwelt- und Menschenrechtsstandards einzuhalten. Alle relevanten Lieferanten müssen die Herkunft von Konfliktmineralien, Kobalt und Glimmer jährlich mit dem Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) und dem Extended Minerals Reporting Template (EMRT) der Responsible Minerals Initiative (RMI) offenlegen. Der Due-Diligence-Prozess folgt der OECD-Due-Diligence-Leitlinie für Mineralien. Diese zielt darauf ab, Hochrisikoquellen von Rohstoffen zu identifizieren, zu bewerten und zu beseitigen - das heißt Hüttenwerke und Raffinerien, die nicht mit dem Responsible Minerals Assurance Process (RMAP) von RMI-konform sind. Weitere Details zum Due-Diligence-Prozess für Konfliktmineralien sind dem Conflict Minerals Due Diligence Report 2024 zu entnehmen.

Handeln für alle Menschen

Geschäftsbericht 2024: Nachhaltigkeit

Mehr über unsere Fortschritte beim Thema Nachhaltigkeit finden Sie im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist Teil des ZF-Geschäftsberichts.
Bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts 2024 orientierten wir uns freiwillig an den Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) gemäß Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die künftig verpflichtend sein wird.

Der Nachhaltigkeitsbericht wurde in Anlehnung an die TCFD-Standards erstellt.

Weitere Informationen

EU OSHA Health Workplaces

ZF ist Partner der Kampagne “Sicher und gesund arbeiten in Zeiten der Digitalisierung“ – der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU OSHA).

Sicherheitsinformationen

Gemeinsam mit den Behörden arbeiten wird daran, Gefahren auszuschließen.

Menschenrechte in der Lieferkette

Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte: Die Achtung der Würde und der Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen hat für ZF höchste Priorität.