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Die ZF-Unternehmensstrategie

Stärken stärken - Potenziale entfalten

Unser strategischer Ansatz „Stärken stärken – Potenziale entfalten“ ist der Schlüssel, um ZF auch künftig leistungsstark und nachhaltig auf profitables Wachstum auszurichten. In einer sich wandelnden Branche und globalen Wirtschaft wollen wir gestärkt aus der Transformation hervorgehen – und dies weltweit. Dafür setzen wir konsequent auf vier Hebel: Wettbewerbsfähigkeit steigern, Portfolio optimieren, auf ertragsstarke Technologiefelder fokusieren sowie Unternehmensstruktur und -kultur anpassen.
Verbesserung von Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität

Wir müssen unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Einflüssen erhöhen, um die Transformation erfolgreich zu meistern. Dazu werden wir die Verschuldung weiter abbauen und unsere operative Leistungsfähigkeit verbessern. Ziel ist es, unsere strukturelle Profitabilität und den Cashflow zu erhöhen und gleichzeitig die Investitionen für die Zukunft abzusichern. Entsprechende Maßnahmen haben wir auf den Weg gebracht.

Bereits 2023 haben wir die Performance-Programme für das Pkw-Geschäft, das Nutzfahrzeuggeschäft und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer deutschen Standorte gestartet. Insbesondere in unserem Heimatmarkt sehen wir aufgrund einer zu geringen Profitabilität einzelner Werke deutliche Verbesserungspotenziale. Durch die großen Zukäufe von TRW und WABCO in den vergangenen Jahren hat sich die Standortstruktur hier sukzessive vergrößert und zu erheblichen Ineffizienzen geführt. Daher werden wir die Produktions- und Entwicklungsstandorte in Deutschland so verändern, dass sie mittel- bis langfristig wettbewerbsfähig sind. Sie werden konsolidiert und in einen zukunftsfähigen und schlankeren Standortverbund überführt. In dieser neuen Struktur werden sie deutlich agiler und effektiver und können schneller auf veränderte Kundenanforderungen und Marktbedingungen reagieren.

Strategische Partnerschaften und Optimierung unseres Portfolios

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Stärkung unserer finanziellen Basis sind Ausgründungen und Verkäufe von Unternehmensteilen, in denen wir nicht zu den stärksten Spielern am Markt gehören oder wenig Synergien mit den anderen Bereichen haben. Unabhängiger aufgestellt haben die jeweiligen Geschäftsbereiche mehr Handlungsspielräume für weitere Wachstumsperspektiven und zielgerichtete Investitionen. 2024 haben wir erfolgreich unsere Division Passive Safety Systems unter dem Namen ZF Lifetec in die Eigenständigkeit geführt und das Joint Venture ZF Foxconn Chassis Modules GmbH für unser Achsmontagegeschäft ins Leben gerufen. Beide neu gegründeten Unternehmen haben sich in ihrem ersten Geschäftsjahr bereits sehr gut entwickelt.

In Teilbereichen der Elektromobilität für Pkw und bei Komponenten für das automatisierte Fahren belegen wir ebenfalls führende Positionen. Um diese zu stärken und weiter auszubauen, müssen wir jedoch noch schneller und flexibler auf die Marktgegebenheiten und Trends reagieren. Vor diesem Hintergrund öffnen wir uns bei diesen beiden Geschäften auch für Partnerschaften und bilden sogenannte Ecosystems.

Wenn es hingegen keine Perspektiven auf Erträge, nachhaltiges Wachstum und erfolgreiche Partnerschaften gibt, handeln wir konsequent und steigen aus Technologien aus oder veräußern Beteiligungen. Entsprechend haben wir im vergangenen Jahr zum Beispiel die Entwicklung eines autonom fahrenden Shuttle-Fahrzeugs beendet.

Fokus auf ertragsstarke Technologiefelder und Marktsegmente

Stärken stärken bedeutet für ZF, in jenen Marktsegmenten weiter zu wachsen, in denen wir eine starke Marktposition haben und weiteres Potenzial sehen. Daher konzentrieren wir unsere Ressourcen und Ausgaben auf die Kern-Geschäftsbereiche, in denen wir global bereits zu den Top-3-Playern gehören. So haben wir 2024 erneut weitreichende Entwicklungs- und Investitionsentscheidungen für die Bereiche Nutzfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Pkw-Chassis-Technik und das Aftermarket-Geschäft getroffen. Mit innovativen, nachhaltigen Produkt- und Technologielösungen konnten wir zusätzliche Wachstumspotenziale entfalten. In der Konsequenz werden wir in diesen Segmenten deutlich stärker wachsen als die jeweiligen Märkte.

Im Nutzfahrzeugsegment stehen wir als Zulieferer weltweit an der Spitze. Unser Schlüssel zum Erfolg ist das breiteste Produkt- und Technologieportfolio im Markt sowie die Fähigkeit, Produkte nicht nur zu liefern, sondern auch in Systemlandschaften und das Fahrzeugumfeld unserer Kunden zu integrieren. In der Industrietechnik sind wir ebenfalls unter den führenden Anbietern und zählen zu den Top 3 in den wichtigsten Segmenten – wie etwa bei Bau- und Landmaschinen, Sonderfahrzeugen und Marineanwendungen. Unsere Division Aftermarket ist global die Nummer 2 im Ersatzteil- und Servicegeschäft für Pkw, Lkw, Busse sowie Bau- und Landmaschinen. Auf dem Ersatzteilmarkt für Nutzfahrzeuge sind wir sogar die Nummer 1.

Neben dem Nutzfahrzeugsegment sind wir auch bei Pkw-Fahrwerkkomponenten die globale Nummer 1 und führend mit „By-Wire“-Technologien. Das Pkw-Geschäft wird für ZF auch in Zukunft ein wichtiger Unternehmensbereich mit guten Entwicklungschancen und Innovationstreiber für den Technologietransfer in andere Segmente bleiben. Gleichwohl gehen wir davon aus, dass der Pkw-Anteil an unserem Gesamtumsatz von aktuell rund 75 Prozent im nächsten Jahrzehnt sinken wird. Daher legen wir unseren Fokus noch stärker auf ertragsstarke Zukunftstechnologien.

Anpassung der Unternehmensstruktur und -kultur

Wir wollen, dass sich unsere Geschäftsbereiche bestmöglich weiterentwickeln und eine führende Wettbewerbsposition erreichen. Daher prüfen wir die Entwicklungspotenziale aller einzelnen Divisionen dahingehend, in welcher Konstellation sie die besten Zukunftsperspektiven haben. Dies umfasst auch einen Wandel in der Unternehmenskultur. Wir brauchen agilere Divisionen mit flacheren Hierarchien, die eigenverantwortlich Entscheidungen treffen – und damit näher an den Anforderungen ihrer Marktsegmente und Kunden agieren können.

Dazu gehört auch unser strategischer Ansatz „local for local“. In Wachstumsregionen wie Asien-Pazifik, Indien und Nordamerika bauen wir unsere lokalen Produktions-, aber auch Entwicklungs-Aktivitäten weiter aus, um schnell und effizient auf die dortigen Markttrends und Kundenanforderungen eingehen zu können. Wir wollen die einzelnen Regionen noch unabhängiger machen. Ziel ist, deren Umsatzanteile weiter zu steigern und nachhaltig zu wachsen. Verschiedene Projekte sind bereits gestartet. China ist zum Beispiel inzwischen eine besonders starke und unabhängige Region mit insgesamt rund 20 Standorten sowie eigenen Rohstofflieferanten.

Was zeichnet die ZF-Kultur in Zeiten der Transformation aus?

Dr. Lea Corzilius, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin, spricht im Interview über die Rolle des Standort Deutschlands, unternehmerische Verantwortung und den ZF Way.

Erfolgskriterien 2030+

Wir sehen die Transformation als Chance. Unser Ziel ist es, ein Unternehmen zu schaffen, das ab den 2030er-Jahren sein Portfolio nach drei Schlüsselkriterien managt:

Online Geschäftsbericht

ZF Geschäftsbericht 2024

Wir veröffentlichen unseren Geschäftsbericht in einer Online-Version: Steigen Sie ein über Themen, die ZF strategisch bewegen oder laden Sie das PDF herunter.

Mit Technologie Zukunft gestalten

Technologische Innovationen liefern Antworten auf die Herausforderungen von heute und morgen. ZF hat diese Antworten: Als globaler Technologiekonzern ist ZF nicht nur Wegbereiter der Mobilitäts- und Transportwende, sondern ermöglicht auch im Bereich Industrietechnik innovative Anwendungen abseits der Straße. Dabei nutzt ZF gezielt aktuelle Technologietrends, um zukunftsfähige Lösungen für globale Marktanforderungen zu entwickeln.

Die Konzern-DNA

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Gemeinsam das Rennen um die Mobilität von Morgen gewinnen – so lautet das Credo des Transformationsprogramms „ZF Way“. Er dient uns als Orientierung für die Zukunft.

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