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Geschäftsbericht 2023 - Focus Forward
UnternehmenGeschäftsbericht 2023

Geschäftsbericht 2023

Die Transformation voranbringen

Focus Forward – das heißt für uns: die Transformation von ZF mit noch mehr Tempo und noch fokussierter voranzubringen. Dabei stehen die zunehmende Präsenz auf globalen Wachstumsmärkten, Investitionen zugunsten von ertragsstarken Produkten und Technologien sowie eine effizientere Organisationsstruktur ganz oben auf der Agenda. Die Grundlage für diese einzigartige Position haben wir in den vergangenen Jahren mit der Strategie „Next Generation Mobility“ erarbeitet: indem wir ZF konsequent auf zukunftsweisende, nachhaltige Technologien und wachsende Märkte ausgerichtet und das Unternehmen insgesamt kontinuierlich weiterentwickelt haben. Nicht zuletzt durch einen verbesserten Transfer von Innovationen und Technologien über Segmentgrenzen hinweg.

Geschwindigkeit und Fokus

Für Dr. Holger Klein, Vorsitzender des Vorstands von ZF, ist die Sache klar: Geschwindigkeit und Fokus sind die Richtschnur für alle wichtigen Entscheidungen. ZF hat das Tempo, mit dem das Unternehmen die Transformation angeht, erhöht, und sich dabei noch mehr auf seine Stärken konzentriert. Damit soll der Wandel in der Branche erfolgreich bewältigt werden.

Foto von Dr. Holger Klein, Vorsitzender des Vorstands, ZF Friedrichshafen AG
„Wir gehen gestärkt aus dem Jahr 2023 hervor, denn wir haben gemeinsam die richtigen strategischen Weichen gestellt, Prioritäten gesetzt und das Tempo erhöht.“
Dr. Holger Klein, Vorsitzender des Vorstands

Orientierung auf Ertragsstärke

Trotz eines nach wie vor schwierigen Umfelds hat sich vor allem im letzten Drittel des vergangenen Jahres gezeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen wirken und sich die Finanzsituation des Unternehmens nachhaltig verbessert. ZF hat konsequent auf ertragstarke Produkte und Technologien gesetzt, um sich unabhängiger von Marktschwankungen in einzelnen Geschäftsbereichen – vor allem dem Pkw-Segment – zu machen. Das gleiche Ziel verfolgt das Unternehmen mit Investitionsentscheidungen für den Industrie- und Nutzfahrzeugbereich sowie für den Aftermarket. Umgekehrt trennt sich ZF von investitions-intensiven Geschäftsbereichen, die langfristig keine positiven Erträge versprechen – wie etwa dem Plan, eigene Shuttles zu bauen.

Wachstum durch Kooperationen

Ausgliedern möchte ZF auch die Pkw-Achsmontage – aber mit dem Ziel, dieses Geschäft noch effizienter und kundenorientierter mit einem externen Partner zu betreiben. Die finale Entscheidung darüber soll noch Mitte 2024 fallen. Wie das Unternehmen weitere Synergien durch Kooperationen schaffen will, wird am Beispiel der weltweit größten Fabrik für Siliziumkarbid-Halbleiter deutlich, die gemeinsam mit dem Branchenführer Wolfspeed im Saarland entstehen soll – und ergänzt wird mit einem neuen Forschungszentrum im Großraum Nürnberg.

Auch intern Synergien schaffen

Für Fokussierung steht auch die Zusammenlegung zweier Divisionen zur neuen Einheit Chassis Solutions. ZF-Kunden haben damit für Lenkung, Bremse und Dämpfung nur noch einen Ansprechpartner und bekommen alle Systeme der Fahrdynamik aus einer Hand. Weil die Innovationen der neuen Division – mit weltweit mehr als 30.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 14 Mrd. Euro – auch in die Industrie- und Nutzfahrzeugtechnik fließen, können alle Kunden von Skaleneffekten profitieren.

Hohe Priorität: Sicherung der deutschen Standorte

Für den Vorstandsvorsitzenden von ZF hat auch die Zukunft der deutschen Standorte eine hohe Priorität. Um deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Beschäftigung langfristig zu sichern, sind Zielbildprozesse eingeleitet worden.

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Geschäftsbericht 2023 als PDF

Mit mehr Tempo und noch fokussierter bringt ZF die Transformation voran. Mehr Präsenz auf den globalen Wachstumsmärkten, Investitionen zugunsten von ertragsstarken Produkten sowie eine effizientere Organisationsstruktur stehen ganz oben auf der Agenda. Details dazu sowie Daten und Fakten zum Jahresabschluss 2023 gibt es hier zum Herunterladen im PDF-Format.

Download Geschäftsbericht 2022 als PDF

Die wichtigsten Kennzahlen des Geschäftsjahres 2023 auf einen Blick

Im Geschäftsjahr 2023 erreichte ZF einen Konzernumsatz von 46,6 (2022: 43,8) Milliarden Euro, ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Wert des Vorjahres. Organisch betrug das Wachstum neun Prozent, die Differenz ist im Wesentlichen auf Währungseffekte zurückzuführen. Das bereinigte EBIT des ZF-Konzerns lag bei 2.367 (2022: 2.038) Millionen Euro, was einer bereinigten EBIT-Marge von 5,1 (2022: 4,7) Prozent entspricht.

Im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) hat ZF seine Aktivitäten ausgeweitet: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen mit 3,5 Milliarden Euro leicht über dem Wert des Vorjahres von 3,4 Milliarden Euro. Die F&E-Quote erreichte 7,6 (2022: 7,8) Prozent. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 2,2 (2022: 1,9) Milliarden Euro, was einer Investitionsquote von 4,8 (2022: 4,3) Prozent entspricht.

Umsatzverteilung nach Regionen

Europa blieb mit 43,5 % (Vorjahr: 42,7 %) die umsatzstärkste Region. Der Umsatzanteil Nordamerikas verringerte sich leicht von 28,5 % auf 28,1 %. Der Anteil der Region Asien-Pazifik am Umsatz betrug nahezu unverändert 24,2 % (Vorjahr: 24,4 %). Die Region Südamerika weist einen Umsatzanteil von 3,0 % und die Region Afrika von 1,2 % auf.

Jahre:
2022 - 2023
Berühren Sie die Segmente im Schaubild, um mehr über die Umsatzverteilung zu erfahren. Oder filtern Sie nach Regionen.
Investitionen nach Regionen

Die Investitionen in Höhe von 2.235 Mio. €, dies entspricht einem Anstieg um 18 % gegenüber dem Vorjahr, flossen sowohl in neue Technologiefelder wie E-Mobilität und autonomes Fahren als auch in etablierte Technologiefelder der Getriebeanwendungen (einschließlich Hybridisierungen), Achssysteme, Elektronik, Dämpfermodule, Bremsen, Lenkungen und weitere Sicherheitstechnik.

Jahre:
2022 - 2023
Berühren Sie die Segmente im Schaubild, um mehr über die Umsatzverteilung zu erfahren. Oder filtern Sie nach Regionen.

Fokussieren, fördern, wachsen

Die Strategie ist klar: ZF will in jenen Bereichen wachsen, in denen das Unternehmen besonders stark und erfolgreich positioniert ist. Die Grundlagen dazu wurden bereits mit weitreichenden Investitionsentscheidungen gelegt.

Die ZF-Unternehmensstrategie

Der Konzern hat seine Strategie weiterentwickelt, indem er deren Fokus schärft und die Schlagzahl erhöht. Wir bauen unsere Stärken kontinuierlich aus. Dazu zählt auch unsere im Markt einzigartige Fähigkeit, Innovationen und Technologien über Segmentgrenzen hinweg zu transferieren.

Viel erreicht, doch wir legen nach

2023 hat gezeigt, dass wir mit unseren technologischen Entwicklungen die Entwicklungen der Märkte richtig antizipiert haben. Heute ist ZF ein starkes Technologieunternehmen mit ausgezeichneter Marktpositionierung und einem attraktiven Produktportfolio.

Konzentrierter Blick voraus

Mit zukunftsfähigen Technologien sichern wir unseren Vorsprung und erreichen unsere ambitionierten Nachhaltigkeitsziele. ZF hat vorgelegt: Mit Projekten, die unsere Lieferketten und unser Produkt- und Service-Portfolio auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.