Die ZF-Historie in Kürze
110 Jahre ZF
Vom Zahnradspezialisten zum Technologiekonzern
Wie die Zeit vergeht! Vor mehr als einem Jahrhundert gründeten drei Visionäre am Bodensee ein Unternehmen, das den schlichten Namen „Zahnradfabrik“ trug. Im Laufe vieler Jahrzehnte entwickelte sich dieser kleine Getriebespezialist zu einem Mobilitätskonzern weiter, der seit 1992 „ZF Friedrichshafen AG“ heißt. So sehr sich auch die Welt und ZF verändert haben, gleich geblieben ist unser Anspruch an die eigenen Produkte: immer innovativ, immer von höchster Qualität.
Verfolgen Sie hier den Aufstieg von ZF im Laufe der letzten 110 Jahre. Wir haben die wichtigsten Stationen als „Meilensteine der ZF-Geschichte“ dargestellt. Weiter unten auf dieser Seite erfahren Sie, weshalb der ZF-Standort im fränkischen Schweinfurt in diesem Jahr sogar auf sein 130-jähriges Bestehen zurückblicken kann.
Begleiten Sie uns auf einer ereignisreichen Zeitreise und lassen Sie sich von unserer Begeisterung für Mobilität anstecken.
Meilensteine der ZF-Geschichte
2024
ZF LIFETEC
ZF LIFETEC ermöglicht durch e.Locking das elektrische Sperren des Sicherheitsgurts. Dies erleichtert die Integration des Gurtes in den Sitz und bietet Design- und Produktionsvorteile. Bei starken Verzögerungen blockiert die Gurtspule mechanisch, wodurch der Gurt nicht mehr oder nur gegen einen Kraftbegrenzer ausgezogen werden kann. In aufrechter Sitzposition werden so die Folgen starker Bremsungen oder Unfälle reduziert.
2024
100 Jahre Bahntechnik
Auf der InnoTrans 2024 feiert ZF 100 Jahre Bahntechnik. Im Frühsommer 1924 entwickelte ZF erstmals ein Antriebssystem für Triebwagen, das „Soden-Getriebe TS18.5“. Seitdem hat ZF seine Position durch Erweiterungen, Zukäufe und internationale Präsenz ausgebaut. Heute bietet ZF ein umfangreiches Portfolio und digitale Lösungen für Schienenfahrzeughersteller und -betreiber weltweit.
2024
Emissionsfrei im XL-Format
Seit 2010 bietet ZF die elektrische Niederflurachse „AxTrax AVE“ für Stadtbusse an, heute AxTrax 2 LF. Ab 2020 kamen Zentralantriebe hinzu. 2024 vereinte ZF sein Antriebsstrang-Portfolio in einem modularen Baukasten, um verschiedene Nutzfahrzeuge zu elektrifizieren, von Lieferfahrzeugen bis zu 44-Tonnen-Lkw, Trailern sowie Stadt- und Reisebussen.
2024
ZF Foxconn
Die ZF Friedrichshafen AG und die Hon Hai Technology Group haben am 30. April ihr Joint Venture im Bereich Pkw-Fahrwerksysteme gegründet. Hon Hai erwarb 50 % der ZF Chassis Modules GmbH, wodurch die 50:50-Partnerschaft entstand. Das Joint Venture, ZF Foxconn Chassis Modules, ist ein zentraler Bestandteil der Zukunftsstrategie beider Unternehmen.
2024
Neue Division C
Im Rahmen der „Next Generation Mobility“-Strategie fusioniert ZF die Divisionen für Pkw-Fahrwerktechnik und Aktive Sicherheitstechnik zur neuen Division Chassis Solutions. Diese bietet Hardware, Software und Elektronik zur Steuerung der Fahrzeugdynamik und wird mit über 14 Milliarden Euro Umsatz ein starker Partner für ZF-Kunden sein.
2023
connect@rail
connect@rail kombiniert digitales Know-how und intelligente Konnektivitätslösungen für den Schienenverkehr. Es unterstützt Bahn-Betreiber bei der Überwachung, Wartungsplanung und prädiktiven Instandhaltung ihrer Flotten. Das System umfasst das Infrastructure and Driveline Monitoring System und das Smart Identification System für effizientes Flottenmanagement.
2023
1 Million TraXon
Die ZF-Division Commercial Vehicle Solutions (CVS) hat die millionste Einheit ihres TraXon-Getriebesystems produziert. Seit seiner Einführung 2014 ist TraXon für seine Effizienz, Leistung und Zuverlässigkeit bekannt und hilft, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen zu senken.
2023
X-By-Wire
Auf der IAA Mobility ab 5. September 2023 in München wird der Technologiekonzern ZF sein Angebot an By-Wire-Technologien in den Mittelpunkt seines Messeauftritts stellen. ZF hat eines der umfassendsten Portfolios von rein elektronisch gesteuerten Lenkungen, Bremsen oder Dämpfungen für software-definierte Fahrzeuge.
2023
Vorstandswechsel
Dr. Holger Klein übernimmt den Vorstandsvorsitz der ZF.
2022
CeTrax 2
ZF stellt mit dem neuen elektrischen Zentralantrieb CeTrax 2 einen wichtigen Beitrag zur E-Mobility der nächsten Generation für Nutzfahrzeuge vor: Als integrierter, modularer E-Antriebsstrang für schwere Nutzfahrzeuge verfügt das System über zwei leistungskräftige E-Motoren, einen Wechselrichter auf Siliziumcarbid-Basis und ein Mehrgang-Getriebe, das Lastschaltungen ausführen kann.
2022
Vernetztes Rettungswesen
ZF Rescue Connect vernetzt und digitalisiert alle Notdienste in Europa mit den neuesten Konnektivitätslösungen. Es integriert Daten von Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Organisationen, um das Notfallmanagement zu unterstützen. Dieses System hilft bei alltäglichen Rettungseinsätzen und sorgt für strukturierte, hocheffiziente Reaktionen bei Katastrophen.
2022
Acting Now
ZF's Engagement für Klima, Natur, Menschen und beständige Werte wird unter dem Motto „Acting now“ zusammengefasst. Dazu gehören serienreife Lösungen wie hocheffiziente Elektromotoren, die fast vollständig ohne Seltene Erden auskommen, wie der 800-Volt-Motor „EVmore“. Außerdem konzentriert sich ZF auf Kerntechnologien für softwaredefinierte Fahrzeuge und neue elektrisch-elektronische Architekturen.
2021
cubiX
Der Fahrwerk-Controller cubiX nutzt Sensor-Informationen des gesamten Fahrzeugs zur optimierten Steuerung aktiver Systeme in Fahrwerk, Lenkung, Bremse und Antriebsstrang. Das System geht bei zwei großen OEMs in China in Serie. Die zentrale Software-Komponente optimiert das Fahrverhalten durch die Verarbeitung von Sensor-Daten.
2021
Zweite Generation
Auf der Auto Shanghai stellt ZF die nächste Generation seines Supercomputers ZF ProAI vor. Er ist für die Anforderungen Software-definierter Fahrzeuge und deren neue Elektronikarchitekturen ausgelegt, die auf Domänen- oder Zonen-Steuerungen basieren.
2021
ZF Way Prinzipien
ZF hat mit dem „ZF Way“ eine einzigartige Unternehmenskultur entwickelt, die Zusammenarbeit und Führung durch fünf Prinzipien beschreibt: Leidenschaft, vorausschauendes Handeln, Vielfalt, Befähigung und Verantwortung. Die Strategie „Next Generation Mobility“ zielt darauf ab, eine saubere, sichere, komfortable und bezahlbare Mobilität für alle zu ermöglichen.
2021
Grüne Anleihe von ZF
Erstmals hat die ZF Friedrichshafen AG eine grüne Anleihe platziert. Mit den Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Euro finanziert der Technologiekonzern die Windkraft-Sparte und die Elektromobilität. ZF ist der einzige Technologiekonzern, der beide Technologiefelder beherrscht und so ganzheitlich den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren kann, denn eine das Klima schützende E-Mobilität ist auf nachhaltig erzeugten Strom angewiesen.
2020
CeTrax geht in Serie
Der Serienstart des elektrischen Zentralantriebs CeTrax für Busse zeigt ZF’s Vorreiterrolle bei der Elektrifizierung. CeTrax unterstützt emissionsfreien Nahverkehr und folgt dem „Plug-and-Drive“-Prinzip. Er lässt sich problemlos in Fahrzeuge mit konventionellem Antriebsstrang installieren, ideal für Neufahrzeuge und Umrüstungen bestehender Plattformen.
2020
Die WABCO-Integration
Im Mai wurde die Übernahme von WABCO abgeschlossen, wodurch ZF die neue Division Commercial Vehicle Control Systems gründete. Dies stärkt ZF als Systemanbieter im Nutzfahrzeugbereich. Der Fokus liegt auf Fahrerassistenzsystemen und autonomen Funktionen. Trotz Marktschwäche trägt die neue Division positiv zum Ergebnis bei.
2020
Vorstellung Middleware
ZF's neue Middleware-Plattform fungiert als Vermittler zwischen dem Betriebssystem eines Fahrzeugrechners und seinen Software-Anwendungen. Sie beschleunigt Entwicklungsprozesse und reduziert die Komplexität. Ab 2024 soll sie in Serienfahrzeugen verfügbar sein und die Abstraktion der Hardware von Software-Anwendungen sowie die Kommunikation zwischen diesen Anwendungen regeln.
2020
ZF ProAI
Der Zentralrechner ZF ProAI RoboThink bietet branchenführende Rechenleistung und unterstützt NVIDIA's DRIVE Autopilot L2+. Die modulare und skalierbare ZF ProAI Produktfamilie lässt sich für verschiedene Einsatzzwecke konfigurieren. Er verarbeitet Sensordaten in Echtzeit, berechnet optimale Fahrzeugreaktionen und lernt kontinuierlich für automatisiertes Fahren im Alltag.
2019
Die Mobilität vorantreiben
ZF erhöht seit Jahren mit strategischen Partnerschaften und Übernahmen seine Entwicklungsanstrengungen für die Mobilität der Zukunft. ZF übernimmt die Mehrheit an 2getthere B.V., einem Anbieter fahrerloser Systeme. Beispiele sind die ZF ProAI, der Serienstart des elektrischen Achsantriebs im Mercedes-Benz EQC und das hybridisierte 8-Gang-Getriebe 8HP. Ein Vorstand mit Amtssitz in China zeigt, welche Bedeutung dieser Markt für ZF hat.
2018
Vorstandswechsel
Wolf-Henning Scheider wird zum sechsten CEO gewählt.
2018
New Direktion
Um schneller auf Marktveränderungen und technischen Umbruch zu reagieren, hat ZF im Sommer seine Strategie „Next Generation Mobility“ nachgeschärft. Organisationsstruktur und Prozesse werden verändert, um Innovationen zu beschleunigen. Zahlreiche Transformationsprojekte sollen die Strategieziele erreichen. Durch Digitalisierung und Elektrifizierung soll die gesamte Lieferkette intelligenter und umweltfreundlicher gestaltet werden.
2017
„One Company“ im neuen Look
Um die Integration von TRW zu signalisieren, hat ZF sein Corporate Design überarbeitet. Premiere war auf der IAA im September. Entwicklungen wie Digitalisierung und autonomes Fahren verändern das Unternehmen. Der neue Marken-Claim „see. think. act.“ ersetzt „Motion and Mobility“. Ziel ist „Vision Zero“: Keine Unfälle und keine Emissionen durch intelligente Fahrzeuge und Maschinen.
2016
Neue Division E-Mobility
Die Elektrifizierung des Antriebs ist ein Schlüssel für die Mobilität der Zukunft – und ZF spielt eine führende Rolle. Seit 2008 betreibt ZF in Schweinfurt die Produktionsstätte für Pkw-Hybridmodule und erweitert kontinuierlich sein Portfolio, indem Lösungen für elektrische Antriebe und Leistungselektroniken angeboten werden. 2016 bündelt ZF seine Kompetenzen in der Division E-Mobility, die weltweit alle Aktivitäten koordiniert.
2015
Ein historischer Meilenstein
Durch die Integration von TRW als neue ZF-Division “Aktive & Passive Sicherheitstechnik” bündeln zwei Marktführer unter dem Slogan „THE POWER OF2“ ihre Stärken. ZF bringt Lösungen für Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie E-Mobility und Elektronik-Knowhow ein. TRW steuert Sicherheits-, Lenkungs- und Bremstechnik sowie Fahrerassistenzsysteme bei. Damit ZF bietet Lösungen für autonome Mobilität, mehr Sicherheit und höhere Effizienz.
2015
100 Jahre ZF
Unter dem Motto „One global ZF“ feierte der Konzern 2015 sein 100-jähriges Jubiläum. Der weltweite Austausch unter den Mitarbeitern stand im Mittelpunkt. Ausgewählte Beschäftigte bereisten ZF-Standorte weltweit und kamen mit Kollegen in Kontakt. Teilnehmer von Aktionen wie „Mein Foto mit der 100“ gewannen zusätzliche Reisen. Familientage boten eine weitere Austauschmöglichkeit. Ein spezielles Intranet ermöglichte den virtuellen Dialog.
2014
Der Innovation Truck
Der IAA-Star 2014 von ZF beeindruckt mit über 25 Metern Länge, 2,5 Metern Breite und bis zu 40 Tonnen Gewicht. Doch seine wahre Innovation zeigt sich beim Rangieren: Der Lkw kann per Tablet ferngesteuert und rein elektrisch bewegt werden, ohne dass jemand am Steuer sitzt oder der Dieselmotor genutzt wird. Dies gelingt dank fortschrittlicher ZF-Technologiekomponenten, die zu einem Rangier-Assistenten vernetzt sind.
2013
Serieneinführung 9HP
Nach der Finanzkrise 2007-2009 stieg die Nachfrage nach kleineren, effizienten Fahrzeugen. ZF-Ingenieure entwickelten ab 2009 das weltweit erste 9-Gang-Automatgetriebe (9HP) für Front-quer-Einbau, ideal für kompakte Fahrzeuge. Erstmals kam eine von ZF Electronics entwickelte Steuerungselektronik zum Einsatz. 2011 wurde das Getriebe vorgestellt, 2013 begann die Produktion in den USA und die Markteinführung bei Chrysler und Land Rover.
2012
Ein 7-Gang Schaltgetriebe
Nachdem 2008 die Fertigung des ZF-Doppelkupplungsgetriebes 7DT begann, entwickelte ZF bis 2012 das weltweit erste 7-Gang-Schaltgetriebe. Die technische Basis des 7DT stellte eine Herausforderung dar, da die Zahnräder nicht in gewohnter Reihenfolge lagen. ZF entwickelte einen Mechanismus, der die Bewegung des Handschalthebels so konvertiert, dass der richtige Gang eingelegt wird. Diese Entwicklung, „MEKOSA“ genannt, wurde patentiert.
2012
Weltweite Investitionen
Während die deutschen Standorte durch „Go4ZF!“ näher zusammenrückten, expandierte ZF im Ausland. 2012 begann der Bau eines Pkw-Achsen-Werks in Peking, das 2013 die Produktion aufnahm. ZF intensivierte die Kooperation mit LiuGong und gründete ein Joint Venture zur Achsenproduktion in Liuzhou. In den USA wurden Aktivitäten mit neuen Werken und Produktionslinien erweitert, darunter eine Fabrik für 8- und 9-Gang-Getriebe in Gray Court.
2012
Vorstandswechsel
Auf H.-G. Härter folgt Dr. Stefan Sommer als neuer CEO.
2011
Windkraftgetriebe
2010 entschied ZF, in Gainesville (USA) ein Werk für Windkraftgetriebe zu errichten, beginnend mit einem Getriebe für Vestas’ 2-Megawatt-Plattform, das erforderte neue Logistik und Bearbeitungsmethoden. 2011 kaufte ZF Hansen Transmissions und stieg zur Nummer 3 im Windkraftgetriebemarkt auf. 2014 wurde das Getriebe „Atlas 1“ vorgestellt und Service-Center in Dortmund und Vernon Hills eröffnet. ZF war bereit, die Zukunft der Energieversorgung mitzugestalten.
2011
Auf dem Weg zum 9HP
Die hohe Nachfrage nach 8HP-Getrieben führte 2010 zur Kapazitätserweiterung in Saarbrücken. Entwicklungschef Michael Paul betonte die Wichtigkeit effizienter Technik für kleine, kostengünstige Modelle. ZF-Ingenieure entwickelten das weltweit erste 9-Gang-Automatgetriebe (9HP) für Front-quer-Einbau, ideal für kompakte Fahrzeuge. 2011 wurde es vorgestellt, 2013 begann die Produktion in Gray Court, USA.
2010
Restrukturierung Go4ZF!
Das Spannungsverhältnis zwischen regionalen Identitäten und globaler Strategie prägte ZF. Die „Einheit in Vielfalt“ gewährte großen Werken Autonomie, führte aber zu Schwierigkeiten. 2010 wurde ZF in vier Divisionen reorganisiert, um klare Kompetenzverteilung zu schaffen. 2011 firmierten fast alle deutschen ZF-Gesellschaften einheitlich als ZF Friedrichshafen AG.
2009
Ingenieure von morgen
2009 öffnete der Verein Wissenswerkstatt in Friedrichshafen, um bei Kindern frühzeitig Interesse für Technik zu wecken. Eine 450 qm große Lernwerkstatt zog jährlich 4000 junge Besucher an. ZF unterstützte mit 2 Millionen Euro. Das erfolgreiche Konzept wurde auf andere deutsche Standorte ausgeweitet. 2015 zog der Verein in eine „gläserne Werkstatt“ auf dem neuen ZF-Gelände.
2009
Markteinführung des 8HP
Bereits 2007 präsentierte ZF das 8-Gang-Automatgetriebe (8HP), das etwa sechs Prozent Kraftstoffeinsparung ermöglichte. 2009 begann die Serienproduktion. Trotz der Finanzkrise 2008, die die Automobilbranche hart traf, blieb die Nachfrage hoch. Das 8HP-Getriebe wurde standort- und bereichsübergreifend entwickelt und umfasste auch eine Hybridvariante. Bis 2014 wurden rund 7,5 Millionen Einheiten produziert.
2008
Hybride Antriebstechnologie
Um sich im Bereich Hybridantriebe zu etablieren, ging ZF 2005 eine strategische Allianz mit Continental ein. 2006 beauftragte Volkswagen diese Allianz mit dem Bau eines Hybridantriebsmoduls. 2007 wurde ein Prototyp im VW Golf V vorgestellt, Serienstart war 2010 im VW Touareg. 2008 führte ZF die eigene Hybridtechnologie im Mercedes S 400 Hybrid ein. ZF glaubte an ein Nebeneinander verschiedener Antriebsarten.
2007
ZF Engineering Pilsen
Im Juli 2007 gründete ZF zur Erweiterung des internationalen Entwicklungsnetzwerks die ZF Engineering in Pilsen (Tschechien) und übernahm damit zugleich das tschechische Unternehmen Value Engineering Services. Damit sollte ein Teil des stetigen Wachstums innerhalb der Entwicklungsbereiche im Ausland realisiert werden. Die neue Gesellschaft widmete sich mit zunächst 150 Mitarbeitern den Bereichen Software und Mechatronik.
2007
Der vierte CEO
Hans-Georg Härter wird der vierte CEO in der ZF-Geschichte.
2006
6HP in neuer Generation
2006 überarbeitete ZF das 6HP-Automatgetriebe, verbesserte die elektrohydraulische Steuerung und Software, um den Verbrauch, die Schaltdynamik und die Präzision zu optimieren. Das neue Getriebe sparte 3 % mehr Kraftstoff, bei Dieselmotoren 6 %. Neue Dämpfungstechnologie und Anpassungen erhöhten die Schaltgeschwindigkeit und den Komfort.
2006
EcoLife
Auf der IAA 2006 präsentierte ZF das neue Busgetriebe EcoLife, eine Weiterentwicklung des Ecosplit-Getriebes. „Life“ weist auf höhere Lebensdauer und Temperatur-Standfestigkeit hin. Das 6-Gang-Automatgetriebe hat ein zweigeteiltes Kühlsystem, was niedrigere Öltemperaturen und bis zu 40 Prozent höhere Retarder-Bremsleistung ermöglicht. Weitere Verbesserungen senkten den Kraftstoffverbrauch um 5 Prozent.
2005
Alternative Antriebe
2005 überstieg der Umsatz von ZF erstmals zehn Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie 1995. Die Automobilindustrie blieb die wichtigste Branche. Zu Beginn des Jahrtausends verlagerte sich das Wachstum nach Asien, besonders China und Indien. Intelligente, effiziente Fahrzeuge wurden wichtiger. ZF profitierte von Erfahrungen mit alternativen Antrieben, wie dem 1994 vorgestellten EE-Drive.
2004
Continuous Damping Control
Noch vor dem Zusammenschluss mit ZF entwickelte Sachs die kontinuierliche Dämpfer-Verstellung CDC. Ein elektrisch verstellbares Proportionalventil regelte das Ölvolumen und damit die Dämpfung an jedem Rad. Sensoren lieferten die notwendigen Daten. Der erste Serieneinsatz erfolgte in sportlichen Opel-Modellen. Ab 2006 wurde CDC auch für Nutzfahrzeuge angeboten.
2004
ZF hilft weltweit
Der Verein „ZF hilft“ zeigt das aktive soziale Engagement vieler ZF-Mitarbeiter: Gegründet im April 2005 nach dem verheerenden Tsunami im Dezember 2004, wurden zunächst rund 477.000 Euro gesammelt, die ZF auf eine Million Euro aufstockte. Es folgten Projekte unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Um 100 Bildungseinrichtungen in den ärmsten Regionen der Welt zu finanzieren, startete 2015 das größte Projekt: „100 Jahre – 100 Schulen“.
13.5.2003
Neue Eigentümerstruktur
2003 änderte ZF die Eigentümerstruktur: Am 13. Mai übernahm ZF die Lemförder Metallwaren AG zu 100 Prozent, während die Dr.-Jürgen-Ulderup-Stiftung ihre 24,4 Prozent Beteiligung gegen 6,2 Prozent am Gesamtunternehmen eintauschte. Die restlichen 93,8 Prozent verblieben bei der Zeppelin-Stiftung. Dies schuf klarere Strukturen im Wachstumssegment Pkw-Fahrwerktechnik und erleichterte bereichsübergreifende Entwicklungen.
2002
Große Synergiepotenziale
Der Geschäftsbericht 2001 verkündete, ZF und Sachs passten zusammen „wie Schraube und Mutter“. Sachs’ Kupplungen, Drehmomentwandler und Stoßdämpfer korrespondierten mit ZFs Antriebsaggregaten, Getrieben, Lenkungen, Achssystemen und Fahrwerkkomponenten. Ihr volles technologisches Potenzial konnte die Akquisition von Sachs jedoch erst durch abgestimmte Produktentwicklungen entfalten.
2001
Sachs wird ein Teil von ZF
Im Februar 2000 wurde die Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch Vodafone besiegelt, der Industriebereich von Mannesmann einschließlich der späteren ZF-Tochter Sachs wurde in die Atecs Mannesmann AG eingebracht. Nach dem Kauf durch Vodafone wurde Atecs an ein von Siemens und Bosch geführten Konsortium verkauft. ZF übernahm schließlich das komplette Unternehmen Mannesmann Sachs im Oktober 2001 nach mehr als einjähriger Vorbereitung.
2001
Quo Vadis Sachs?
Bei der Übernahme durch ZF 2001 beschäftigte Sachs rund 18.000 Menschen, was die ZF-Belegschaft um 50 % vergrößerte. Die Umbenennung in ZF Sachs AG erfolgte sofort. Die kulturelle Integration war die größte Herausforderung. Der Austausch zwischen den Unternehmen verlief gut. ZF setzte auf Föderalismus, und die Marke SACHS blieb erhalten. Die beiden Unternehmen verschmolzen allmählich.
2001
Vorstandswechsel
Dr. Siegfried Goll übernimmt nach elf Jahren den Vorstandsvorsitz von Dr. Bleyer.
2000
ZF ist Systemlieferant
Der neue X5 von BMW ist ausgerüstet mit dem ZF-Automatgetriebe 5 HP 24, ZF-Servotronic und Vorder- und Hinterachse von ZF. Das automatische Getriebesystem ZF-AS Tronic, das Einzelradaufhängungskonzept und das neue Achssystem RL 75 E und A 132 sind für Reisebusse verfügbar.
1999
Leichter. Effizienter. Leiser.
ZF gründet die ZF-Achsgetriebe GmbH und errichtet ein Werk in Thyrnau. ZF Hurth Bahntechnik wird zur ZF Bahntechnik GmbH mit Standorten in Passau und Gotha. Auf der IAA Hannover stellt ZF das Sechsgang-Automatgetriebe 6 HP 26 vor – leichter, effizienter und leiser.
1998
Gründung ZF Bouthéon S.A.
ZF übernimmt die Getriebefertigung von Renault V.I. und gründet ZF Bouthéon S.A. für Lkw-Ecomid-Getriebe. Die weiterentwickelte Ecomat 2-Baureihe mit ECD-Motoren bietet hohen Schaltkomfort und einen stufenlos steuerbaren ZF-Intarder. Das neue Sechsganggetriebe 6 S 300 macht ZF zum Marktführer in der Van-/Pick-up-Antriebstechnik. Die kompakte Servotronic 2-Zahnstangenlenkung etabliert sich in der mittleren Pkw-Klasse.
1998
ZF wird Systemlieferant
1998 überschritt ZF erstmals 10 Milliarden D-Mark Umsatz. Dies lag an der Internationalisierung und einem Strategiewechsel der Automobilhersteller, die komplette Systeme von Partnern beziehen wollten. ZF erhielt den Auftrag für die Achsenfertigung der Mercedes M-Klasse und baute einen Standort in Tuscaloosa (Alabama). Bereits 1994 hatte ZF Werke in Spartanburg und Duncan (South Carolina) für den BMW Z3 Roadster aufgebaut.
1997
Neue Euro-Normvorschriften
Im Berichtsjahr startet die Produktion des Busgetriebes S 6-1600 für Linien- und Reisebusse. Es ist angepasst an die neuen Busmotoren, die den Euro II und Euro III Vorschriften entsprechen. Die Kugelmutter-Hydrolenkung Servocom-Tronic für Nkw findet Eingang auf dem Markt. Sie bietet den Bedienungskomfort der Pkw-Lenkung Servotronic.
1997
Das US-Geschäft wächst
Trotz des Wachstums in China blieben die USA der wichtigste Auslandsmarkt für deutsche Automobilhersteller. ZF hatte mehrere Standorte, aber geringe Wertschöpfung. Elizabeth Umberson, 1999 erste Werkleiterin bei ZF, erinnert sich: „1994 war ZF in den USA fast unbekannt.“ ZF regionalisierte die Fertigung, was zu jährlichen Einsparungen führte. Der Umsatz stieg zwischen 1994 und 1999 um 62 Prozent, die Belegschaft um 6,4 Prozent.
1997
AS Tronic
In den 1990er Jahren betrat ZF mit der AS Tronic, dem ersten vollautomatisierten Lkw-Getriebe, technisches Neuland. Die junge Mechatronik stellte die Entwickler vor große Aufgaben. Effizienz wurde immer wichtiger. Die elektronische Steuerung nutzte immer den optimalen Gang. 1997 ging die AS Tronic in Serie. 2007 wurde das 250.000. Getriebe ausgeliefert, 2011 die Marke von einer halben Million überschritten.
1996
Produktionsstart des Automatgetriebes 4 HP 20
In Saarbrücken startet die Produktion des Automatgetriebes 4 HP 20 für quergestellte Frontantriebsmotoren, verbaut im Mercedes Vito und Peugeot 605. Die Serienfertigung des Hauptgetriebes FS 108 für den Eurocopter EC 135 beginnt. In Schwäbisch Gmünd wird die 50-millionste Lenkung seit 1945 ausgeliefert.
1995
Qualität neu definiert
Bis Ende 1995 war die Gruppenarbeit bei ZF fast überall eingeführt. Gleichzeitig reduzierte das Unternehmen mit TQM Verschwendung und Reibungsverluste. Hubertus Christ beschrieb 1992 die neue Unternehmensqualität als umfassend. TQM befreite das betriebliche Vorschlagwesen, das durch Dezentralisierung und Patenschaften zwischen Einreichern und Führungskräften verbessert wurde.
1995
Übernahme von Hurth
Durch die Übernahme der Geschäftsfelder, Bahntechnik, Flurförderfahrzeuge und Marine der Hurth Gruppe mit Werken in Gotha und Arco in Nord Italien erweitert ZF ihr Produktprogramm. Das erste Fünfgang-Automatgetriebe für Frontantrieb 5 HP 19 FL sowie die Allradversion FLA in Längsanordnung gehen in Serie.
1995
Joint Ventures in China
ZF gründet zwei Joint Ventures in China: Liuzhou ZF Machinery mit Guangxi Liugong und Shanghai Lemförder Automotive. Der Bau eines Werks für Spurstangen und Radgelenke startet 1996. Zudem eröffnet der Geschäftsbereich Lenkungstechnik eine neue Produktionsstätte der ZF Steering Gear in Poona, Indien.
1995
Erweiterung in Europa
1994 übernahm ZF die restlichen 50Prozent der Henschel Flugzeug-Werke GmbH. 1995 kaufte ZF HURTH Marine Gear S.p.A. und erwarb die Bereiche Bahntechnik und Flurförderzeuge. In Gotha entstand ein Kompetenzzentrum für Staplersysteme. ZF verlagerte Teile der Produktion nach Ungarn und kaufte 1995 ein Getriebewerk in Eger. 1997 entstand ein Joint Venture mit Renault in Bouthéon.
1994
Gründung ZF Luftfahrttechnik GmbH
ZF gründet die ZF Luftfahrttechnik GmbH durch die Fusion der HFW Kassel mit eigenen Aktivitäten. Das elektrische Antriebskonzept ZF-EE Drive für Stadtbusse senkt Einstiegshöhe, Emissionen und Verbrauch. Zudem entwickelt ZF mit der Autoshift-Familie neue Systeme, darunter die ZF-AS Tronic für schwere Nutzfahrzeuge, die 1997 in Serie geht.
1994
Achsenmontage in den USA
Trotz des Wachstums in China blieben die USA in den späten 1990er Jahren der wichtigste Auslandsmarkt für deutsche Automobilhersteller. ZF baute ab 1994 Werke in Spartanburg und Duncan (South Carolina) zur Achsenfertigung für den BMW Z3 Roadster. 1996 begann die Serienfertigung. In Tuscaloosa (Alabama) entstand ein Werk zur Achsenproduktion für die Mercedes M-Klasse. ZF wurde zum Systemlieferanten.
1993
ZF im Airbus
Für den Airbus A 340 und für die zweistrahlige Version A 330 liefert ZF das Getriebe für die Hilfsturbine und die Landeklappenstellantriebe.
1993
Pioniere im Reich der Mitte
China war früh ein Schwerpunkt für ZF, betont Siegfried Goll, dem Leiter des Geschäftsbereichs Pkw-Antriebstechnik. Bereits in den 1980er Jahren begann der Aufbau von Geschäftsbeziehungen. 1993 entstand ein Joint Venture mit Beijing North Vehicle Works. 1994 folgte die ZF Shanghai Steering Co. Ltd. 1995 investierte ZF stark in China, gründete zwei neue Joint Ventures und 1998 die 100-prozentige Tochter ZF Drivetech Co. Ltd. in Suzhou.
1992
ZF-Intarder
ZF Passau stellt die neue Baureihe AP-R-700 ZF-Multisteer und ZF-Multitrac vor. Die sieben Achsen umfassende Baureihe ist für Radlader, Baggerlader, Mehrzweckgeräte, Teleskopstapler und Kommunalfahrzeuge geeignet. Die neu entwickelte, integrierte, verschleißfreie Getriebebremse, der ZF-Intarder, wird der Öffentlichkeit präsentiert und kommt mit dem ZF-Ecosplit-Getriebe der dritten Generation erfolgreich auf den Markt.
1992
Ein neuer Name
ZF firmiert seit Jahresbeginn unter neuem Namen: ZF Friedrichshafen AG. Damit wird der Vergrößerung des Produktprogramms und der Erweiterung der Geschäftstätigkeit in außereuropäischen Märkten Rechnung getragen. Zu Jahresanfang erfolgt der Serienanlauf des Fünfgang-Pkw-Automatgetriebes 5 HP 30 für Motordrehmomente bis zu 560 Nm. Die Schaltvorgänge unterliegen größtenteils Regelungsprozessen.
1991
Gründung ZF Service GmbH
ZF gründet die ZF Service GmbH zur Straffung der Außenorganisation. Die Pkw-Automatgetriebe 4 HP 18 FLE und 4 HP 18 FLA für Frontantrieb mit längs eingebautem Motor gehen in Serie, das FLE wird u. a. im Porsche 968 verbaut. Die Produktion des Nkw-Ecosplit 16 S 151 startet mit Aluminium-Druckgussgehäuse, bei dem Kupplungs- und Getriebegehäuse ein Bauteil bilden.
3.1991
Einstieg in Brandenburg
Obwohl ZF keine Großinvestitionen in den neuen Bundesländern plante, fanden vor der Wiedervereinigung Sondierungen statt. Eine Zusammenarbeit mit dem Getriebewerk Brandenburg zeichnete sich ab. Der Erwerb wurde im März 1991 abgeschlossen, und die Schlüsselübergabe erfolgte im Juli 1991. Das Werk musste saniert werden, und die Produktion des S5-24-Getriebes wurde von Schwäbisch Gmünd nach Brandenburg verlagert.
1990
ZF Kunststiftung
1990 gründete ZF die Kunststiftung, um Kulturförderung unabhängig von der Geschäftsentwicklung zu ermöglichen. Ziel war es, Anfragen aus der Bodenseeregion zu bündeln und die Fördertätigkeit zu verbessern. Ab Mitte der 1990er Jahre konzentrierte sich die Stiftung auf Institutionen und Veranstaltungsformate. Seit 1999 unterstützt sie das Internationale Klavierfestival junger Meister in Lindau und vergibt seit 2001 den ZF-Musikpreis.
1990
Vorstandswechsel
Dr. Klaus Bleyer wird als neuer CEO berufen. Das erste ZF-Pkw-Fünfgang-Automatgetriebe 5 HP 18 überzeugt die Fachwelt. Es zeichnet sich durch hohe Leistungausnützung aus und reduziert den Kraftstoffverbrauch.
1989
Schalten mit Tiptronic
Den Porsche 911 Carrera 2 gibt es wahlweise mit dem 4 HP 22 HL und Tiptronic-Schaltung. Diese Schalttechnologie ermöglicht sowohl ein manuelles als auch ein automatisches Schalten der einzelnen Gänge ohne Kraftflussunterbrechung.Auf besonderes Interesse stößt der neue BMW 850i, ausgerüstet mit einer ZF-Kugelmutter-Hydrolenkung und auf Wunsch Servotronic sowie Automatgetriebe.
1989
Umverteilung
Die Zeppelin-Stiftung erhöht ihren ZF-Anteil auf 92,5 Prozent, die Zeppelin-Erbengemeinschaft hält 7,5 Prozent. Der Umsatz überschreitet erstmals sechs Milliarden Mark, die Belegschaft wächst auf 34.500. ZF übernimmt weitere 25 Prozent der Lemförder Metallwaren AG und hält nun 76 Prozent.
1988
Neue Maßstäbe
Das Pkw-Automatgetriebe 4 HP 24 A für den Audi V8 setzt neue Maßstäbe. Die neue GM Corvette erhält das Sechsgang-Getriebe S 6-40 mit kurzen, präzisen Schaltwegen. Die Ecosplit 2-Reihe optimiert die Fertigung, während ZF-Kurzweg- und Doppelkonus-Synchronisierungen in den 16 S 150 und 16 S 220 das Schalten in schweren Lkw erleichtern. Der dänische Hochgeschwindigkeitszug IC 3 fährt mit ZF-Ecomatgetriebe.
1987
Weitere Viergang-Automatikgetriebe
ZF gründet die eigene Vertriebs- und Kundendienstgesellschaft, ZF Australia in Sydney. Das elektronisch gesteuerte Pkw-Automatikgetriebe 4 HP 24 für den 12-Zylinder-BMW und das Pkw-Automatikgetriebe 4 HP 18 FL für Frontantrieb mit längsgestelltem Motor für Chrysler, USA, gehen in Serie.
1986
Erweiterung des Portfolios
ZF eröffnet zwei US-Standorte: In Gainesville, Georgia, startet ZF Transmissions Inc. die Produktion des Ecolite S5-42. In Brewer, Maine, fertigt ZF Steering Gear die Hydraulikpumpe FP4 für Chrysler. In Padua wird das Portfolio um Schiffsgetriebe für Sport- und Arbeitsschiffe ergänzt. In Saarbrücken produziert ZF das Pkw-Automatgetriebe 4 HP 18 für Fiat, Lancia, Alfa, Saab, Peugeot, Citroën und BMW.
1986
Servotronic
Mitte der 1980er Jahre eroberte die Mikroelektronik den Automobilbau. 1982 präsentierte ZF mit der Servotronic die erste geschwindigkeitsabhängige Servolenkung. Beim Parken arbeitete die Lenkhilfe mit voller Kraft, bei höheren Geschwindigkeiten nahm die Unterstützung ab. 1986 ging die Servotronic im BMW 7er in Serie. 1998 folgte die kompaktere und günstigere Servotronic 2. Bis 2011 wurden zwölf Millionen Systeme ausgeliefert.
1986
Transatlantische Expansion
In den 1980er Jahren wollte ZF die Fertigung international ausweiten. Große Freude herrschte, als Ford ZF 1986 beauftragte, 500.000 5-Gang-Getriebe für Pick-ups zu bauen. In Friedrichshafen wurde in sechs Monaten eine neue Halle gebaut. Doch der Dollarkursverfall führte zu Verlusten. ZF gründete 1986 drei US-Gesellschaften und verlagerte die Getriebefertigung zunehmend nach Gainesville.
1985
ZF Ecomid
In Friedrichshafen startet die Serienfertigung der ZF-Ecomid-Baureihe mit den Getrieben 9 S 109 und 16 S 109. Ein Vertrag mit Ford USA sichert die jährliche Lieferung von über 100.000 S 5-42 Getrieben aus der Ecolite-Familie. ZF gründet in Penang/Malaysia die ZF Steerings für Lenkungen in Südostasien.
1984
Mit vier Gängen voran
Im indischen Poona wird die ZF Steering Gear India Ltd. eingeweiht. Das neue automatische Pkw-Getriebe 4 HP 14 für Kompaktfahrzeuge mit Frontantrieb und quergestelltem Motor geht in die Produktion. Zu den Kunden gehören Citroën und Daewoo. Die Stückzahl des 4 HP 22 wird beträchtlich erhöht. Die Lkw-Kugelmutter-Hydrolenkung ZF-Servocom geht in Serie. Sie ist kompakter und leichter als die bisherige Baureihe.
2.1.1984
Übernahme von Lemförder
Anfang der 1980er-Jahre traf ZF auf Jürgen Ulderup, der über den Verkauf seiner 1947 gegründeten Lemförder Metallwaren AG nachdachte. Im Dezember 1983 schlug der ZF-Vorstand eine Mehrheitsbeteiligung vor. Lemförders Produkte ergänzten das ZF-Portfolio ideal. Der Übernahmevertrag wurde am 28. Dezember 1983 unterzeichnet und trat am 2. Januar 1984 in Kraft. ZF verzeichnete einen sofortigen Zuwachs von rund 22 Prozent.
1983
Niederflurtechnologie
Anfang der 1980er Jahre kam aus Frankreich der Impuls, den öffentlichen Nahverkehr für Gehbehinderte zugänglicher zu machen. ZF entwickelte eine invertierte Portalachse, die den Fahrzeugboden absenkte. 1980 wurde das Patent angemeldet, 1983 begann die Serienfertigung mit dem Modell AV130. Der erste Kunde war „Cars & Bus Le Mans“, später Renault. 1985 ging die Niederflurachse bei Kässbohrer in Serie.
1982
Neue Führungsstruktur
Im Juni 1982 wurde Friedrich Baur Vorstandsvorsitzender von ZF. Unter ihm begann ZF, sich nach Nordamerika und Asien zu orientieren. Zunächst stand die innere Reorganisation des auf über 22.000 Beschäftigte angewachsenen Konzerns im Mittelpunkt. Die Führungsstrukturen wurden angepasst, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Das operative Geschäft wurde in zwei regionale Bereiche aufgeteilt.
1981
Erweiterung in Indien
1981 gründete ZF mit Bajaj Tempo Ltd. die Tochtergesellschaft ZF Steering Gear (India) Pvt. Ltd. in Poona. Bajaj Tempo nutzte seit 1965 das ZF-Getriebe 4 DS 10. Die neue Gesellschaft sollte Lenkungen für den indischen Markt fertigen. Die Serienfertigung begann im Dezember 1983, das Werk wurde Anfang 1984 eingeweiht. Premier Automobiles in Bombay wurde 1984 als weiterer Kunde gewonnen.
7.5.1980
Gründung in Japan
Am 7. Mai 1980 gründete ZF die Vertriebsgesellschaft ZF Japan Co. Ltd. in Tokio. Japan war ein wichtiger Fahrzeugmarkt, und ZF wollte dort präsent sein. Zum 1. Juli nimmt ZF of South Africa in Johannesburg ihre Tätigkeit als Vertriebs-und Kundendienstgesellschaft auf.
1980
Ecosplit in Serie
1980 ging das langlebige Ecosplit-Getriebe für schwere Lkw in Serie. ZF optimierte die Wartungsfreundlichkeit durch unkonventionelle Ansätze, wie Ingenieur Heinz Hässle 1980 erklärte: „Es sollte ein einfaches, unkompliziertes Getriebe entstehen.“ Seit der Präsentation 1979 ist das Getriebe im Programm. 2008 wurde die zweimillionste Einheit ausgeliefert. Die überragende Zuverlässigkeit war der Schlüssel zum Erfolg.
1979
ZF-Ecolite
In Friedrichshafen startet die Serie der ZF-Ecolite-Getriebebaureihe mit fünf und sechs Gängen. Das S6-36 ist das erste Getriebe dieser Reihe.
1979
ZF in Nordamerika
Am 8. März 1979 wurde ZF of North America, Inc. in Northbrook nahe Chicago gegründet. Mit 11 Beschäftigten begann am 1. Mai 1979 die Geschäftstätigkeit. ZF wollte sich auf dem US-Markt als Erstausrüster etablieren und den Kundendienst in Nordamerika verbessern. Anfang der 1980er Jahre erhielt ZF von Ford den Auftrag, 500.000 5-Gang-Getriebe zu bauen. Eine neue Produktionshalle in Friedrichshafen wurde 1986 in Rekordzeit fertiggestellt.
1978
Neuer Stützpunkt in Argentinien
Fábrica Argentina de Engranajes, Buenos Aires, heißt der neueste Stützpunkt von ZF in Übersee. Durch diese Beteiligung soll der argentinische Markt für Getriebe, Lenkungen und Pumpen erschlossen werden. Das Hubschrauber Getriebe FS 110 für die stärkere Variante des BO 105 von MBB geht in Friedrichshafen in Serie. In Schwäbisch Gmünd startet die Serienfertigung der Viergang-Synchrongetriebe 4 DS 18 für Transporter und Kleinbusse.
1977
ZF-Ecomat
ZF startet die Serienproduktion des HP 500, einem Automatgetriebe für Busse und Nutzfahrzeuge. Unter dem Namen ZF-Ecomat wird es stetig weiterentwickelt und prägt den Unternehmenserfolg. Zudem geht die Schlepperlenkachse APL 1552 in Serie – sie ist in Planetenbauweise gefertigt und ermöglicht einen Lenkeinschlag bis 40 Grad.
1976
Bootswendegetriebe expandieren
Auf der Hannover-Messe präsentiert ZF das Getriebe BW 2010 für schnelle Schiffe. Neben dem BW 6 wird das kompaktere BW 7 produziert. Die Modelle BW 800, BW 900 und BW 1200 kommen weltweit in Marineschiffen, Tragflügelbooten, Yachten und Seenotrettungskreuzern zum Einsatz. Der Rekordwagen „Dieselstar“ von Fritz Busch mit dem ZF-Getriebe 5 DS 25/1 beschleunigt in 5,6 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 256 km/h Spitze.
1975
Das Geschäft boomt
Die Zahl der produzierten ZF-Getriebe übersteigt 1,5 Millionen Einheiten. In Schwäbisch Gmünd sind 500.000 Sperrdifferenziale produziert worden. Das Wendegetriebe in Vorgelegebauweise WG 120 geht in Passau in Serie. Die Gänge 3 bis 6 sind unter Last schaltbar.
1974
Großauftrag von Peugeot
ZF Saarbrücken schließt mit Peugeot einen Siebenjahresvertrag über 400.000 Automatgetriebe des Typs 3 HP 22 ab – ein wichtiger Meilenstein für das Werk. Auch BMW gehört zu den Kunden. ZF-Transmatic, eine Kombination aus Wandlerschaltkupplung mit automatischer Überbrückung und ZF-Synchrongetriebe, ermöglicht weiches Anfahren unter schwierigen Bedingungen.
1973
Neues Entwicklungszentrum
Im August 1971 begannen die Bauarbeiten für ein neues Entwicklungs- und Versuchszentrum in Friedrichshafen, um die Verteilung der Versuchsabteilungen und Prüfstände zu beenden. Die Einweihung fand im November 1973 statt. Parallel setzte ZF bei der Konstruktion des Ecosplit-Getriebes erstmals auf ein teamorientiertes Modell, das Kundendienst und Qualitätssicherung einbezog.
1973
Ölpreisschock und Ecosplit
Die Ölkrise 1973 führte zu steigenden Kraftstoffpreisen und Benzinhortung. Das „Energiesicherungsgesetz“ verbot an vier Sonntagen die Nutzung von Motorfahrzeugen, was die Nachfrage nach Autos einbrechen ließ. Positiv war die Entwicklung kraftstoffsparender Antriebe. ZF brachte das zuverlässige Ecosplit-Getriebe für Lkw auf den Markt, das bis heute im Programm ist. 2008 wurde die zweimillionste Einheit ausgeliefert.
1973
ZF auf Weltreisen
1972 erreichte die Exportquote 35 Prozent des Gesamtumsatzes. Indirekt war der Anteil höher, da auch inländisch verkaufte Getriebe und Lenkungen ins Ausland gingen. Im Inland litt ZF unter steigenden Kosten. Die Bereitschaft zur Internationalisierung wuchs: 1973 erwarb ZF 50 Prozent an ISA in Spanien und 1979 49 Prozent an FAE in Argentinien. Dies waren wichtige Schritte zur Internationalisierung, besonders in Südamerika.
1972
Expansion in Wien
In Wien-Inzersdorf gründet ZF im Oktober eine Werksniederlassung, die Zahnradfabrik Friedrichshafen GmbH. Eine neue Baureihe von Schleppergetrieben unter der Bezeichnung T 3000 geht in Passau in Serie.
1972
Das Automatgetriebe-Geschäft
Kurz vor Weihnachten 1970 lieferte ZF das 100.000. Pkw-Automatgetriebe vom Typ 3HP aus. Um das Geschäft auszubauen, gründete ZF im März 1970 die ZF-Borg-Warner GmbH zur Produktion von Automatgetrieben in Saarbrücken. BorgWarner stieg kurz vor Produktionsbeginn aus dem Joint Venture aus, und im März 1972 übernahm ZF alle Anteile. Die Tochtergesellschaft hieß nun ZF Getriebe GmbH.
1971
Reform im Kundendienst
Ein dezentraler technischer Kundendienst entstand: Dr. Ernst Braun wollte die Struktur reformieren, indem er Auslandsvertretungen übernahm oder neu gründete. Das ZF-Netzwerk wuchs in Europa, Südafrika und den USA. Ziel war es, Profite zu steigern und ein Warnsystem für Qualitätsmängel aufzubauen. Der Kundendienst half, Absatzchancen zu erhöhen. Ab den 1980er Jahren erweiterte sich das Aufgabenspektrum, und die Mitarbeiterzahl stieg.
1971
100.000 Automatikgetriebe
Das 150.000ste Lastwagengetriebe vom Typ AK 6-80 läuft in Friedrichshafen vom Band. Ebenfalls Ebenfalls am Stammsitz Friedrichshafen verlässt das 100.000ste Pkw-Automatikgetriebe das Band. Die ZF-Kugelmutter-Hydrolenkung 8045 wird in Kurzbauweise für Fahrzeuge mit Lenkachslasten bis zu 7500 Kilogramm gebaut. Das voll synchronisierte Schaltgetriebe S 5-24/3 für Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und Sonderfahrzeuge geht in Serie.
1970
Werk in Saarbrücken entsteht
ZF gründet gemeinsam mit Borg-Warner die ZF Borg-Warner GmbH zur Produktion von Automatgetrieben für den europäischen Markt. Das neue Werk entsteht in Saarbrücken. Die ZF-Belegschaft wächst auf 19.000 Mitarbeiter. Auf der Luftfahrtshow in Hannover präsentiert ZF die Getriebeanlage FS-72 für den ersten in Deutschland entwickelten Serienhubschrauber BO 105 von MBB.
1969
Weltklasse setzt auf ZF
Formel-1-Rennwagen von Cooper und der legendäre Ford GT 40 nutzen das ZF-Fünfgang-Getriebe 5 DS 25 bzw. 5 DS 25/1, ein speziell für den Rennsport entwickeltes Synchroma-Getriebe. Zahlreiche Top-Konstrukteure und Weltklassefahrer setzen auf ZF-Technik. Auch der Mercedes-Benz C 111 ist mit dem 5 DS 25/1 ausgestattet.
1969
Antriebe für die Luftfahrt
1957 bildete sich bei ZF eine Arbeitsgruppe für Luftfahrt - 1969 entstand daraus eine eigenständige Luftfahrtabteilung. Gleichzeitig stand das Hochleistungsgetriebe FS72 für den Bo 105 kurz vor der Markteinführung. Bis 1970 wurde dafür die Zuladung von 1.600 kg auf 2.100 kg erhöht. Der Bo 105 wurde der weltweit einzige Hubschrauber mit Kunstflugzulassung. Die Produktion lief über 30 Jahre bis 1.404 Exemplare gebaut wurden.
1968
Neues Sportgetriebe
Das ZF-Synchroma-Getriebe S 5-18/3 für Pkw und Sportfahrzeuge ergänzt das Gmünder Programm und wird mit Anpassungen auch in leichten Nutzfahrzeugen eingesetzt. Das AK 6-80 erweist sich als äußerst erfolgreich und eignet sich für Baufahrzeuge, Allrad-Lkw und Omnibusse. Ebenso läuft das 50.000ste schwere Nkw-Getriebe vom Band, ein Jahr später sind es bereits 100.000. Kunden sind u. a. Daimler-Benz, Krupp, Henschel, DAF.
1967
ZF-Antriebe zu Wasser
Der neue ZF-Außenbordtrieb Z 14 aus Passau eignet sich für Sport- und Tourenboote zum Anbau an Benzinmotoren bis 130 PS. In Schwäbisch Gmünd wird das Pkw-Schaltgetriebe S 4-18/3 produziert, Hauptabnehmer ist BMW.
1966
Neue Baureihe
Auf dem Gelände des Werks 2 in Friedrichshafen wird der Neubau des ZF-Kundendienstes bezogen. Mit der Aufnahme des neuen ZF-Planetenwendegetriebes 3/4 PW 45 für Arbeitsmaschinen und Schwertransporter in das Passauer Produktprogramm beginnt der Erfolg einer neuen Baureihe.
29.10.1965
50 Jahre ZF
Am 29. Oktober 1965 feierte ZF sein 50-jähriges Bestehen mit über 700 Gästen, darunter Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger. ZF verkörperte den wirtschaftlichen Aufstieg der Bundesrepublik und war 1965 das größte europäische Spezialunternehmen für Zahnräder, Getriebe und Lenkungen. Kiesinger wies jedoch auf das Ende des Wirtschaftswunders hin. ZF brauchte internationale Perspektiven und innovative Produkte.
1965
Erste Pkw-Automatgetriebe
Der Einstieg in den Bau von Pkw-Automatgetrieben ab den 1960er Jahren war bei ZF umstritten, rückblickend war die Entscheidung jedoch entscheidend für den Erfolg von ZF. Hansjörg Dach entwickelte das erste vollautomatisierte Pkw-Getriebe 2HP14 mit zwei Gängen. Bis 1961 entstand das 3-Gang-Getriebe 3HP12, das BMW und Peugeot einsetzten. Die Serienfertigung begann 1965, jedoch blieben die Absatzzahlen anfangs bescheiden.
1964
Kundendienst in Australien
Die Firma Transport Specialties übernimmt in Melbourne, Sydney und Adelaide den ZF-Kundendienst und ermöglicht Getriebeüberholungen in 24 Stunden. Für schwere Lkw gehen die Sechsganggetriebe AK 6-80 und das vollsynchronisierte S 6-80 in Serie. Im Bölkow-Hubschrauber BO 46 kommen das Rotorgetriebe FLT 71 und der Heckrotorantrieb von ZF zum Einsatz. Das Pkw-Schaltgetriebe S 4-18 mit ZF-B-Synchronisierung geht in Serie.
1963
Im Rennsportfieber
Am 8. September 1963 gewann Jim Clark den Großen Preis von Italien und seinen ersten Formel-1-WM-Titel. Unter der Haube des rund 450 kg leichten Lotus 25 steckte ein 5DS10 - das Getriebe war von ZF 1961 im Auftrag des Lotus-Gründers Colin Chapman speziell konstruiert worden. 1965 gewann er seinen zweiten WM-Titel und die 500 Meilen von Indianapolis. 1968 verunglückte Clark tödlich auf dem Hockenheimring, was bei ZF einen Schock auslöste.
1963
Erste Lizenz für Japan
Für Stadtbusse entwickelt ZF das Hydromedia-Getriebe 2 HP 45 mit zwei Fahrgängen und Schaltautomatik unter der Bezeichnung „Busmatic“. Zwei Jahre später vergibt ZF nach Japan die erste Nachbaulizenz.
1962
Großauftrag von DKW
Für die Fertigung des DKW Junior-Getriebes, 4 DS 6-3 erweitert ZF in Friedrichshafen mit dem Kauf eines Teils des ehemaligen Zeppelin-Werftgeländes die Kapazitäten. In der Werkshalle im neuen Werk 2 laufen 1962, nach eineinhalbjähriger Bauzeit, bereits 200 000 Getriebe dieses Typs vom Band.
1961
Einstieg in die Formel 1
Das ZF-Synchroma-Getriebe 4 DS 10 für Frontantrieb und Heckmotor geht in Serie – Motor, Getriebe und Achsantrieb bilden einen geschlossenen Block. ZF steigt in die Formel 1 ein und stattet Lotus-Rennwagen mit dem Fünfganggetriebe 5 DS 10 aus. Ab 1967 fährt Jim Clark den Lotus mit Ford-V8-Motor und dem ZF-Getriebe 5 DS 12.
1960
Das Baumaschinengeschäft
Das Werk Passau beginnt mit der Fertigung neuer Produkte, der Planeten-Lenkachse PLA 5000 und der Planeten-Starrachse PSA 7000 für den Einsatz in Arbeitsmaschinen. Der rückläufige Trend beim Verkauf von Schlepper Triebwerken wird durch die Neuaufnahme von Planetenachsen im Fertigungsprogramm kompensiert.
1959
Über 10 000 Mitarbeiter
ZF beschäftigt erstmals in allen Werken über 10 000 Mitarbeiter. Im März wird das 100 000ste Nutzfahrzeugschaltgetriebe der Typen AK 5-33 sowie das S 5-33 montiert. Das S 5-33 ist die Weiterentwicklung bei der die Vorwärtsgänge sperrsynchronisiert sind. Dieses Getriebe mit Druckluftschalthilfe vervollständigt die Baureihe.
1959
Aufbruch nach Brasilien
Am 13. April 1959 versammelten sich neun ZF-Mitarbeiter mit ihren Familien und Kollegen vor der Verladerampe der Friedrichshafener Gehäusefertigung. Ihr Ziel: São Caetano do Sul in Brasilien, wo ZF seinen ersten Fertigungsstandort im Ausland gründete. Diese Entscheidung basierte auf der Geschäftsbeziehung zu Daimler-Benz, die bereits ein Werk in Brasilien betrieben und ZF-Getriebe wegen ihrer Robustheit bevorzugten.
1959
Großauftrag von DKW
In den 1950er Jahren blieben die Absatzzahlen für Pkw-Schaltgetriebe hinter den Erwartungen zurück, bis ZF 1959 von Auto-Union einen Großauftrag erhielt. ZF lieferte das 4DS6-3-Getriebe für den DKW Junior. 1960 wurden über 65.000 Getriebe produziert. Eine geschlossene Fertigungsstraße wurde errichtet, aber die Kapazitäten waren schnell erschöpft, sodass ZF in „Werk 2“ investierte. Bis 1965 wurden über 340.000 Einheiten gefertigt.
1958
Es geht aufwärts
ZF nimmt die Entwicklung von Luftfahrzeugantrieben wieder auf und kooperiert mit Flugzeugherstellern. In Passau startet die Baureihe A 200. Unter „ZF-Leichtschaltung“ werden die klauengeschalteten Schleppertriebwerke A 208, A 216 I und A 216 II vorgestellt. Das Allklauengetriebe AK/S 5-35 für Arbeitsmaschinen, Busse und Lkw geht in Produktion – bis 1990 werden rund 550.000 Einheiten verkauft.
1957
Neues Synchromagetriebe
Im Werk Passau beginnt die Serienproduktion der ZF-Mähdreschergetriebe 3 MD 7 und 3 MD 10, ein Jahr später geht das 3 MD 9 in Serie. Es handelt sich um Dreigang-Schaltgetriebe mit Schubradschaltung. Auf der IAA in Frankfurt erfreut sich das neu entwickelte Synchroma-Getriebe S 4-17 großen Interesses. Neu eingeführt wird die Druckluft-Schalthilfe im Synchromatgetriebe S 6-55 zur Reduzierung der Schaltkräfte für den Fahrer.
1956
Ausbildung im Umbruch
Wegen anhaltendem Fachkräftemangel rückten Aus- und Weiterbildung in den Fokus. Die Ausbildung bei ZF hatte einen guten Ruf und wurde stets verbessert, dennoch war es schwierig, genügend junge Menschen zu gewinnen. Mit der Wiedereröffnung der Lehrwerkstatt ab Mitte der 1950er Jahre setzte ein Kulturwandel ein: Mit dem Generationswechsel gingen viele Führungspositionen an höherqualifizierte Mitarbeiter über.
1956
Das Programm wird erweitert
Mit der ZF-Spindel-Hydrolenkung, einer hydraulischen Hilfskraft-Lenkanlage, erweitert ZF ihr Programm. Sie eignet sich besonders für Gelände- und Lastkraftwagen, Omnibusse, Baumaschinen und landwirtschaftliche Maschinen. Sie wird von nahezu allen namhaften Herstellern eingebaut.
1955
Neue Arbeitsplätze
ZF schafft 1600 neue Arbeitsplätze. Die Zahnradfabrik Passau liefert das 100 000ste Schleppergetriebe aus. Die 50 000ste ZF-Elektro-Lamellenkupplung verlässt das Band. Über 1000 Schienenbusse der Bundesbahn fahren mit dem Sechsgang-Magnetkupplungsgetriebe.
1954
3 HM 60 für Stadtbusse
ZF integriert beim Hydromedia-Getriebe 3 HM 60 für Stadtbusse einen Strömungswandler und bietet optional eine elektrische Vollautomatik. Das Bootswendegetriebe BW 800 geht in Serie und leitet eine neue Ära im Schiffsgetriebebau ein. Das Nachschaltgruppengetriebe VG 500 kommt in Spezialfahrzeugen mit ZF-Sechsgang-Getrieben zum Einsatz. Mit A 20/18 und A 20/23 beginnt eine neue Generation klauengeschalteter Schleppertriebwerke.
1953
Fachkräftemangel
Im Jahresbericht 1953 beklagten die ZF-Vorstände den Kampf um die besten Köpfe in der deutschen Automobilindustrie. Konkurrenzfirmen versuchten, Spezialisten abzuwerben und gute Kräfte wurden anderswo besser bezahlt. ZF bot freiwillige soziale Leistungen als Ausgleich. 1953 wurde eine Abschluss-Gratifikation eingeführt, die die Belegschaft am Erfolg beteiligte. Die wiedereröffnete Betriebskrankenkasse war ebenfalls bedeutend.
1953
Lizenz für Gemmer-Lenkung
ZF erwirbt von der Gemmer Manufacturing Company in Detroit die Lizenz für die Gemmer-Lenkung. Das erste vollsynchronisierte Nkw-Getriebe der Welt, das S 6-55 mit der ZF-A-Synchronisierung, kommt auf den Markt.
1952
Neue A-Synchronisierung für Pkw
Um für alle Lkw- und Omnibustypen passende Getriebe anzubieten, gehen weitere Baureihen der Allklauengetriebe in Serie. Vom AKS 25 bis zum AK 6-75 wird der Bereich bis zu 10 Tonnen Nutzlast abgedeckt. Die neue ZF-Sperrriegelsynchronisierung, ZF-A-Synchronisierung, kommt im Pkw-Getriebe S 4-15 zum Einsatz.
1951
Von Ross zu Gemmer
In den 50er Jahren ging der Anteil der nach dem System Ross gefertigten Lenkungen bei ZF stetig zurück. ZF knüpfte Verbindungen zu Gemmer Manufacturing in Detroit. Die Gemmer-Lenkung, robuster und mit größerem Lenkeinschlag, ersetzte nach und nach die Ross-Lenkung. Die Produktionszahlen der Lenkungssparte stiegen stark an. 1956 wurde die Spindel-Hydrolenkung vorgestellt, was den Lenkungsbau als wichtige Säule bei ZF verankerte.
1951
Das Media-Getriebe
ZF stellt ein neues Sechsgang-Media-Getriebe vor, ausgerüstet mit Stahllamellenkupplung und elektrischer Fernschaltung. Der Fahrer braucht bei dem mit Media-Getriebe ausgestatteten Fahrzeug nur noch den Schalthebel jeweils zum aufwärts schalten nach oben, zum Herunterschalten nach unten zu drücken: damit ist das Schalten erheblich erleichtert worden.
17.8.1950
Neue Eigentümerstruktur
Nachdem ZF die Gründung einer französischen Zahnradfabrik unterstützt hatte und sich nach deren Scheitern konstruktiv verhielt, waren die französischen Besatzungsbehörden bereit, stabile Eigentumsverhältnisse zu schaffen. Am 17. August 1950 wurden die ZF-Aktien mit 89,8 % Prozent auf die Stadt Friedrichshafen (in Gestalt der Zeppelin-Stiftung), die Familie Brandenstein-Zeppelin (6,2 %) und die Firma Maag (4,0 %) übertragen.
1950
Mit Sechsgang zum Durchbruch
Die ZF-Sechsgang-Getriebe AK 6-50, später AK 6-55 und AK 6-75 sowie das AK 5-33 gehen in Serie und verhelfen ZF zum Durchbruch auf dem Nachkriegsmarkt.
1949
Die Lamellenkupplung kommt
In kleinen Serien beginnt der Bau von Lamellenkupplungen, die bei kleinsten Abmessungen große Drehmomente übertragen und unter Last schaltbar sind.
1948
Der ZF-Champion
Die Produktion des neu entwickelten Schleppertriebwerks A-15 läuft an. ZF vergibt die Lizenz für den Bau des Champion an den ehemaligen Rennfahrer und BMW-Ingenieur Hohlbein in Herrlingen bei Ulm. Seine Firma baut bis Mai 1950, stark angelegt an die Grundkonzeption der ZF, insgesamt 284 Fahrzeuge.
1947
Die Stiftung zieht um
Nach zahlreichen Verwirrungen um die Zukunft der Zeppelin-Stiftung und deren Vermögen löste Graf Zeppelin den Konflikt fast 30 Jahre nach seinem Tod: Die Stiftungsurkunde von 1908 bestimmte, dass das Vermögen an die Stadt Friedrichshafen fällt, wenn der ursprüngliche Zweck nicht mehr erfüllt werden kann. Dies geschah am 1. März 1947. Im Juli 1947 geriet auch ZF unter die Kontrolle der französischen Besatzungsbehörden.
1947
Lastwagen für den Wiederaufbau
Auf der Basis langjähriger Erfahrungen werden Getriebe für Lastwagen mit fünf und sechs Allklauengängen, AK 6-50 und AK 5-33, entwickelt. Die Sperrsynchronisierung findet nur in der Pkw-Getriebeentwicklung Eingang.
1946
Ungewisse Zukunft für ZF
Die Lage war ernst für ZF: Der LZ-Konzern unterlag dem Stilllegungsbescheid. Weitere Hilfe konnte nur erwartet werden, wenn ZF sich vom Konzern trennen würde. Vorgeschlagen wurden radikale Maßnahmen wie die Neugründung durch die Belegschaft und die Beschränkung der Fertigung auf landwirtschaftliche Maschinen. Am 23. Juli 1946 trat Hans Cappus zurück; einen Tag später erklärte Hugo Eckener seinen Rückzug als Konzernchef.
1946
Der Kleinwagen Champion
Zwischen Seifenkiste und klassischem Rennwagen: Im Juli 1946 zeichnete Albert Maier, Leiter des Technischen Büros, als „CHAMPION“ einen Kleinstwagen mit: 1,4 Metern Radstand, tropfenförmiger, offener Karosserie, freistehenden Rädern, zwei ungepolsterten Sitzen sowie außenliegendem Heckmotor mit Tank darüber. Das Ziel war, Pendlern eine günstige Mobilität zu bieten. Der Wagen sollte 40-45 km/h erreichen, einfach und sparsam sein. Trotz des vielversprechenden Konzepts ging der Champion aber nie in Serie, da ZF mit der ansteigenden Nachfrage nach Getrieben und Lenkungen ausgelastet war.
1945
ZF produziert wieder
Da ZF nicht als reines Rüstungsunternehmen galt, konnte die Arbeit wieder aufgenommen werden. Am 14. Mai 1945 wurden Aufräumarbeiten auf dem Werksgelände genehmigt sowie ab 6. Juni die Herstellung von Schleppergetrieben. Unter primitiven Bedingungen im Keller der Halle V begann die Fertigung von Haushaltsgeräten. Der Neubeginn im Werk Schwäbisch Gmünd verlief reibungslos, und die Lenkungsfertigung wurde dorthin verlagert.
1945
Kriegsende und Besatzung
Am 29. April 1945, dem Tag des Kriegsendes, standen die Ruinen des ZF-Werks fast leer. Nur ein Mitarbeiter war zur Bewachung geblieben. Die Produktion und Verwaltung befanden sich in Außenwerken. Nach dem Abzug der Wehrmacht erreichten Soldaten der „Première Armée Française“ das Werk und ZF wurde mit der Entwicklung eines Panzerantriebs beauftragt. Wichtiger jedoch war die Wiederbelebung des zivilen Produktportfolios.
1944
Zerstörung
Das Stammwerk in Friedrichshafen wird in der Nacht des 28. April bei einem Luftangriff der Alliierten zu 80 Prozent zerstört. Die Bombenanschläge werden in einem Lageplan dokumentiert.
1943
Die Waldwerke in Passau
Um den Produktionsanforderungen gerecht zu werden, suchten Vorstand und Aufsichtsrat von ZF seit 1941 nach neuen Standorten, es wurde die Gründung der Tochtergesellschaft Waldwerke GmbH zum 13. Mai 1943 in Passau entschieden. Zwischen März und Oktober 1944 wurden mehrere hundert Häftlinge aus dem KZ Mauthausen neben fast 2.000 zivilen Mitarbeitern eingesetzt. Die höchste Zahl für diese Gruppe beträgt 334 (Stichtag 23.09.1944).
1942
Spezielle Herausforderungen
Bereits 1937 entschied der LZ-Konzern, dass die bei Maybach entwickelten Panzergetriebe in den Werken der Zahnradfabrik hergestellt werden sollten. 1942 musste ZF die Massenfertigung des Olvar-Getriebes realisieren. ZF entwickelte das 7-Gang-Handschaltgetriebe AK7-200 für den „Panther“. Bis Kriegsende wurden über 6200 dieser Getriebe gebaut, die auch im „Tiger“ eingesetzt wurden.
1942
Erweiterung im Elsass
ZF hat in Schlettstadt (Séléstat) im Elsass Grundstücke gekauft, um die Lenkungsproduktion dorthin zu verlegen.
1941
Zwangsarbeit
Das NS-Regime benötigte dringend Arbeitskräfte, da immer mehr deutsche Männer zur Wehrmacht einberufen wurden. Man ließ daher Menschen in Europa zwangsrekrutieren. Die ersten ausländischen Arbeitskräfte bei ZF kamen sogar freiwillig, 1940 wurden 83 gezählt. Zwischen 1941 und 1942 stieg die Zahl der Zwangsarbeiter bei ZF von 311 auf 1456. Insgesamt waren mehr als 2.800 Zwangsarbeiter bei ZF beschäftigt.
1940
25 Jahre ZF
ZF begeht das 25-jährige Betriebsjubiläum und beteiligt die Belegschaft mit einer Jubiläumsgabe an den Erträgen des Unternehmens. In Wien-Inzersdorf wird eine neue Kundendienststelle gegründet, sie besteht bis 1945.
1939
Das Inferno beginnt
Mit dem Überfall auf Polen am 1. September und den nachfolgenden Kriegserklärungen beginnt der Zweite Weltkrieg – ein Inferno, dass Millionen Menschen das Leben kosten wird. ZF liefert an das deutsche Reich die Sechsgang-Panzeraphongetriebe SSG 45, 46, 76 und 77. Für Räderfahrzeuge werden Fünfgang-FAK-Getriebe in zwei Größen hergestellt.
1938
Kundendienst in Dortmund
ZF eröffnet eine Kundendienststelle in Dortmund und gründet die Zeppelin-Altersversorgung zur finanziellen Absicherung der Mitarbeiter. Zudem entwickelt ZF Pkw- und Lkw-Getriebe mit Elektromagnetkupplungen die ersten unter Last schaltbaren Getriebe, die jedoch nie im Fahrzeugbau genutzt werden. In Schwäbisch Gmünd startet die Produktion von Sperrdifferenzialen.
1937
Schleppergetriebe A12
Im Jahr 1937 brachte ZF das A12, ein 4-Gang-Getriebe für Ackerschlepper, auf den Markt. In der Blockbauweise bildeten Motor, Getriebe und Hinterachse eine tragende Einheit. Zum Lieferumfang gehörte auch das Achsdifferenzial mit Sperre und weitere Komponenten. Die Produktion begann in Friedrichshafen und wurde 1946 nach Passau verlagert, wo 3052 Exemplare gebaut wurden. Ab 1948 folgte das A15 mit zusätzlichen Gängen.
1936
Das Fertigungsprogramm wächst
Anton Ryba aus Innsbruck patentiert eine elektromagnetisch betätigte Lamellenkupplung, die durch vervielfachte Reibfläche das Bauvolumen reduziert. ZF sichert sich die Lizenz. Zudem wird das Sechsganggetriebe SSG, eine Variante des Aphon-Getriebes, verstärkt ins Fertigungsprogramm aufgenommen – vorgesehen für den Einsatz im Panzer.
1935
Der Ferngang kommt
Erstmals werden Versuche mit einem Bootswendegetriebe unternommen.
Um den Pkw auch autobahntüchtig zu machen, entwickelt ZF den Autobahnferngang FE 15/20/30. Durch eine Planetenkonstruktion kann ein fünfter Gang angebaut werden, der bei hohen Geschwindigkeiten ökonomisches und sicheres Fahren gewährleistet.
1934
Allsynchrongetriebe
1934 präsentierte ZF ein Getriebe mit schrägverzahnten Rädern für alle Vorwärtsgänge. Das Zahnradpaar für den ersten Gang befand sich dabei im Dauereingriff. Die schmaleren Zahnräder sparten Kosten und Gewicht. Das „Allsynchron“-Getriebe synchronisierte alle Gänge und nutzte Synchronkegel. Es wurde als 4-Gang-Getriebe für Pkw ausgeführt, mit einem optionalen fünften Gang für ökonomisches Fahren bei hohen Geschwindigkeiten.
1933
Politische Prioritäten
Die Machtübernahme der Nationalsozialisten erzwang die Anpassung bestehender Technologien an neue politische Prioritäten. Basierend auf Aphongetrieben, passte ZF zivile Getriebekonstruktionen für militärische Nutzung an. 1935 wurde mit Maybach eine leistungsstärkere Version entwickelt, das FG31. Den Großteil der Umsätze ZF erzielte weiterhin mit zivilen Produkten und entwickelte einen „Autobahn-Ferngang“ für höhere Geschwindigkeiten.
1932
Komfort wächst
Die Spiralgetriebe AKS 15 und AKS 20 sind für Pkw entwickelte Vierganggetriebe mit Konussynchronisierung und Schrägverzahnung in den oberen Gängen. Die Fünfganggetriebe FAK und FAKS für Lkw weisen dieselben Merkmale auf, sind geräuscharm und leicht schaltbar. ZF liefert rund 80.000 Getriebe allein für den Daimler-Pkw 170 V.
1932
Beginn im Lenkungsbau
Da ZF fast ausschließlich mit der Entwicklung und dem Bau von Getrieben befasst war, konnte eine Fehlentscheidung leicht den Ruin bedeuten, besonders während der Weltwirtschaftskrise. Alfred von Soden wollte daher auch Lenkungen herstellen und fand in der Ross Gear and Tool Company einen Partner. 1932 erhielt ZF eine exklusive Lizenz für die Ross-Lenkungen und Europa. 1964 wurde Ross von TRW gekauft und 2015 übernahm ZF wiederum TRW.
1931
Das Freilauf-Patent
ZF meldet das erste Freilauf-Patent an. Konstruktives Ziel ist es, alle Gänge ohne Zwischengas und ohne Doppelkuppeln zu schalten. Statt mehrerer Synchronisierungen soll ein Freilauf fungieren, der benzinsparender und billiger herzustellen ist.
1930
Synchron mit Aphon
Mit der Einführung der Lamellensynchronisierung für das Aphon-Getriebe gelingt ZF ein weiterer Durchbruch. Das neue Aphon-Viergang-Getriebe mit Rückwärtsgang schaltet im ersten Gang und Rückwärtsgang mit Schubrad. Es ist die erste Synchronisierungseinrichtung in einem ZF–Getriebe.
1929
Rezepte gegen die Krise
1929 erlebte die Weltwirtschaft mit dem Börsencrash an der New Yorker Wall Street einen dramatischen Einbruch. ZF besaß Zugang zu den damals besten Fertigungstechnologien für gerad- und schrägverzahnte Räder und hatte bedeutende Erfinder im Hause. Das Einheitsgetriebe und das neu herausgebrachte Aphongetriebe, ein Vierganggetriebe mit drei ruhigen Gängen brachten ZF kommerziellen Erfolg und die Belegschaft konnte stabil gehalten werden.
1929
Ein lautloses Getriebe
Vor allem die Anbieter von Luxuswagen waren an geräuscharmen Alternativen zu den damals allgemein lauten Getrieben interessiert. 1925 begannen ZF-Ingenieure, Minerva- Schrägverzahnungen für leisere Getriebe zu verwenden. Das erste serienreife Getriebe, das diese Technik im zweiten, dritten und vierten Gang nutzte, wurde im Juni 1929 fertiggestellt, per Mitarbeiterwettbewerb erhielt es den Namen ‘Aphongetriebe’ (griech.: „ohne Ton“).
1929
Schalten wird einfacher
Um Geräusche bei ungeschicktem Schalten zu vermeiden, war eine Synchronisierung nötig, um die Drehzahlanpassung beim Schalten automatisch vorzunehmen. ZF entwickelte daher eine platzsparende Lamellenkupplung, die zur Konstruktion des Aphongetriebes passte. Dabei wurden zunächst „nur“ die oberen drei Gänge durch Synchronisierung leicht schaltbar gemacht. Teilweise geräuscharme Getriebe konnten jedoch nur eine Zwischenlösung sein.
1928
Planetengetriebe für LZ127
Bei den Getrieben im LZ127, die bei der Luftschiffbau Zeppelin GmbH konstruiert und bei ZF produziert werden, handelt es sich um Planetengetriebe, die die volle Kraft eines Maybach-12-Zylinder-Motors mit 542 PS von 1600 auf 800 Umdrehungen pro Minute reduzieren.
1927
Großauftrag von MAN
Der gute Kunde der ZF, MAN in Nürnberg, sichert mit einem Auftragsvolumen von über 500 000 RM sowie mit weiteren größeren Aufträgen die Beschäftigung bei ZF. Die Dreiganggetriebe DKb, DKb 20 und DKb 35, sowie das Vierganggetriebe K 35 erweitern das Bauprogramm. Die Außenabtriebe AC und AS verbessern die Einsatzmöglichkeiten der Einheitsgetriebe.
1926
Großserie läuft an
Mit dem Einheitsgetriebe kann endlich in Großserie gefertigt werden. Getriebetypen und Baureihen des Einheitsgetriebes werden weiter verbessert und erweitert. Sie sind lange Zeit die Hauptprodukte der ZF. Insgesamt werden rund 300 000 Stück verkauft.
1925
Einheit statt Vielfalt
Unter dem Motto „Einheit statt Vielfalt“ entwirft eine kleine Gruppe von Konstrukteuren das Seriengetriebe einfacher Bauart: das Einheitsgetriebe - zunächst für Lastwagen mittlerer Größe. Basis der Idee ist, verschiedene Anwendungen fertigungsreif zu konstruieren und die Varianten auf verschiedene Aufgabenstellungen und Motorleistung auszulegen. Dies geschieht nach amerikanischen Vorbild.
1924
Neue Maag-Messuhr
Die Überführung des Reparationsluftschiffs ZR III (LZ 126) in die USA lenkt weltweite Aufmerksamkeit auf Friedrichshafen. Der Zeppelin-Konzern haftet mit seinem gesamten Vermögen für die sichere Auslieferung. ZF investiert stark in Präzisionsmessinstrumente. Mit einer neuen Maag-Messuhr und einem Zeiss-Mikroskop sammelt die Zahnradschleiferei gute Erfahrungen, die Qualitätskontrolle gewinnt an Bedeutung.
1923
Lizenz zum Geldrucken
1923 geriet die Inflation in Deutschland nach dem Krieg völlig außer Kontrolle. ZF begann, in der Druckerei Gessler eigenes Notgeld zu drucken, Lohn und Gehalt wurde täglich ausbezahlt. Die Bilanz von 1923 zeigte einen Überschuss von 81,2 Billiarden Papiermark, was jedoch rein nominal war. Die Lage stabilisierte sich mit der Einführung der Rentenmark am 15. November 1923. Bis 1924 konnte ZF wieder eine geordnete Bilanz vorlegen.
1922
Kostensenken ist Devise
ZF beschäftigt mehr als 550 Mitarbeiter. Die sechs Mitarbeiter der Konstruktionsabteilung erhalten den Auftrag, ein Einheitsgetriebe zu entwickeln. Es soll den Zweck der Kraftübertragung einwandfrei erfüllen und, nach den Ideen Henry Fords, so weit wie möglich dem Kostendenken Rechnung tragen.
1921
Das Soden-Getriebe
Mit der AG-Gründung im Mai 1921 übertrug Alfred von Soden alle auf seinen Namen laufenden Patente an einem von ihm entwickelten halbautomatischen Getriebe auf ZF. Das sogenannte Soden-Getriebe war seiner Zeit weit voraus: Die Gänge konnten zu einem beliebigen Zeitpunkt per Schalter am Lenkrad oder Armaturenbrett vorgewählt und anschließend durch Treten des Kupplungspedals eingelegt werden - der erste Schritt in Richtung Automatgetriebe.
1921
Umwandlung in eine AG
Kaum sechs Jahre nach Gründung stand ZF vor der Liquidation. Die Gesellschafterin Maag-Gruppe war nicht bereit, weitere Mittel bereitzustellen. Der Vertreter der Mehrheitsgesellschafterin Luftschiffbau Zeppelin GmbH (LZ), Alfred Colsman, schlug daher die Umbildung zur AG vor. So wurde am 27. Mai 1921 die Zahnradfabrik Friedrichshafen AG gegründet, die Kapitalanteile zwischen LZ und Maag wurden im Verhältnis 80:20 verteilt.
1920
Die Knüppelgetriebe
Die so genannten Knüppelgetriebe für Personenkraftwagen wurden zur Baureife entwickelt und ins Fertigungsprogramm aufgenommen. Knüppelgetriebe sind konstruktives Vorbild für die später erfolgreichen Einheitsgetriebe. Diese neuen Dreigang-Getriebe mit dem Schalthebel auf der Getriebemitte werden unter der Typenbezeichnung „K“ gefertigt.
1919
Erstes Dreigang-Getriebe
Trotz der geringen Chance, Komplettgetriebe zu verkaufen, hat ZF ein einfaches Dreigang-Getriebe entwickelt, das unter dem Namen 8-PS-Autogetriebe am Markt eingeführt wird.
1918
Allgemeiner Umbruch
Mit dem Ende des ersten Weltkriegs beginnt ein politischer und gesellschaftlicher Umbruch. Die Belegschaft sinkt von 444 auf 261 Mitarbeiter zum Jahresende. Zur sozialen Absicherung der Mitarbeiter wird eine selbstständige Betriebskrankenkasse eingerichtet. Die notwendige Neuorientierung nach dem Krieg hin zu Kraftfahrzeugen bringt eine Umstrukturierung der Produktion mit sich.
1916
Die ersten Patente
Die ZF meldet bereits 10 Patente an, darunter das bis zur Baureife entwickelte Soden-Getriebe für Automobile. Das Flugzeug gewinnt im Verlauf des Krieges zunehmend an Bedeutung, der Bedarf an Untersetzungsgetrieben für Flugzeugmotoren wächst. Die Versuchsbau GmbH Gotha-Ost bestellt 40 Sammelgetriebe für zweimal 260 PS-Motoren bei ZF für die im Auftrag des Grafen Zeppelin entwickelten Riesen–Flugzeuge.
1915
Die besten Zahnräder
Am 20. August 1915 sicherten sich Alfred Colsman und Alfred Graf von Soden-Fraunhofen mit der Gründung von ZF unter dem Namen „Zahnradfabrik, GmbH“ mit Sitz in Friedrichshafen, die exklusive Lizenz für den Vertrieb von Zahnrädern und Getrieben nach dem Maag’schen System in Deutschland. Bereits der erste Gesellschaftsvertrag von ZF sah den Einsatz solcher Getriebe auch in Motorwagen und Motorbooten vor.
130 Jahre Innovationsgeschichte
Standort Schweinfurt feiert Jubiläum
Von den Anfängen als Fichtel & Sachs im Jahr 1895 bis heute als bedeutender ZF-Standort: Schweinfurt blickt zurück auf 130 Jahre Innovation und Wandel. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die mit ihrem Können, ihrer Leidenschaft und ihren Ideen den Standort geprägt haben.
Hier erzählen sie ihre Geschichten – von Herausforderungen, Erfolgen und technischen Durchbrüchen.
Video: Von der Zahnradfabrik zum Weltkonzern
Wie sich das Friedrichshafener Unternehmen seither zum globalen Technologieführer entwickelt hat, zeigt der History-Film.
Biografien
Geschichten über Oldtimer und Heritage
ZF hat eine über 110-jährige Geschichte. In dieser Zeit wurden unzählige Fahrzeuge unterschiedlicher Kunden mit innovativen Produkten von ZF ausgestattet. Diese Internetseiten informieren und unterhalten Sie rund um das historisch-mobile Erbe von ZF: mit Geschichten über Oldtimer, Youngtimer und über Wissenswertes zu den Produkten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und interessante Informationen mit ZF!
125 Jahre Opel: Trendsetter mit Tradition
Opel feiert 125 Jahre Automobilbau – voller Innovationen für jeden Kunden. Die Marke steht für die Tradition, technische Errungenschaften besonders intelligent auf die richtige Spur und schnell in Serie zu bringen. ZF-Produkte durften dabei nicht fehlen…
Ausstellungen
Ausstellung im ZF Forum Friedrichshafen
Bitte beachten Sie: Die Ausstellung im ZF Forum ist bis auf Weiteres geschlossen.