125 Jahre Opel: Trendsetter mit Tradition
Opel feiert 125 Jahre Automobilbau – voller Innovationen für jeden Kunden. Die Marke steht für die Tradition, technische Errungenschaften besonders intelligent auf die richtige Spur und schnell in Serie zu bringen. ZF-Produkte durften dabei nicht fehlen…
Der hessische Hersteller Opel feiert 125 Jahre Automobilbau. Der technische Pionier Adam Opel aus Rüsselsheim war anfangs jedoch noch nicht mit Autos, sondern mit Nähmaschinen und Fahrrädern erfolgreich. Dieser Trend stellte das erfolgreiche Kerngeschäft des späteren Herstellers vieler Erfolgsmodelle dar. Als Adam Opel 1895 starb, führten seine Söhne das Unternehmen fort und stiegen 1899 in den jungen Automobilmarkt ein.
Opel feiert 125 Jahre – hier mit Kapitän.
1899: Opel-Start in die Ära des Automobils
Mit dem "Patent-Motorwagen System Friedrich Lutzmann" begann 1899 die Automobil-Ära für Opel. Es war das erste Opel-Auto mit 25 Stundenkilometern und 3,5 PS und war zunächst nur für betuchte Kunden erschwinglich. Die ersten Wagen waren damals echte Handarbeit. 1923 stellte Opel als erster deutscher Autobauer auf das damals neuartige Fließband um und wurde damit zum Pionier der modernen Autoproduktion. Das Fließband brachte mit größeren Stückzahlen und billigeren Produktion einen enormen Wettbewerbsvorteil.
Mit Beginn der "goldenen Zwanziger" kam so der Opel 4 PS "Laubfrosch" unters Volk. Das war eine Sensation auf vier Rädern: Er war der erste deutsche Wagen vom Fließband und wurde mit seiner Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern zum Kultauto. Mehr als 100.000 Stück wurden hergestellt.
Mit der anschließenden Weltwirtschaftskrise jedoch sah sich die Familie Opel genötigt, ihren Konzern gegen Ende der 1920er-Jahre an den US-amerikanischen Autohersteller General Motors (GM) zu verkaufen. Der Autobauer bekam von da an im Design einen amerikanischen Touch. Über die Jahrzehnte hinweg setzte Opel mit neuen Modellen und Fahrzeugvarianten immer wieder Trends und schaffte wahre Bestseller. Auf ZF-Technik wurde dabei schon seit Beginn der 30er Jahre, zuerst im 1,2-Liter-Wagen, vertraut. Auch nach dem zweiten Weltkrieg erholte sich Opel schnell und bewies ein großes Gespür für Trends. Deutschland fuhr Olympia, Rekord oder Kapitän. Ab 1962 brachte Opel mit dem Kadett eines seiner größten Erfolgsmodelle auf den Markt - mit dem ZF-Getriebe S5-18/3.
Doch auch auf einer andere Ebene gab es eine starke Verbindung zwischen Opel und ZF: Von 1925 bis 1935 war Willy Sachs mit Elinor von Opel, der Tochter von Wilhelm von Opel und Enkelin des Opel-Gründers Adam Opel, verheiratet.
Das Credo: Mobilität erschwinglich machen
Die Marke mit dem Blitz entwickelte sich kontinuierlich weiter, ohne ihren Markenkern zu vergessen: Stets unter dem Motto verankert, Mobilität für alle erschwinglich zu machen, wurde Komfort und Sicherheit mit modernsten Technologien immer großgeschrieben - um das Produktangebot sicherer, bequemer, praktischer und auch langlebiger zu machen.
Auch aus dem Rallyesport ist Opel nicht mehr wegzudenken. In den 1970er Jahren waren die meisten Pkw standardmäßig mit einem Vierganggetriebe ausgestattet. Die Fünfgang-Variante wurde damals sehr oft als Option angeboten und kam beispielsweise als S 5-18/3 von ZF. Das ZF S 5-18/3 wurde im Rallyesport in vielen Opel-Anwendungen wie Commodore, Ascona GTE, Manta und Kadett eingesetzt - auch im historischen Rallyesport in England. 1966 präsentierte Opel die Rallye-Version des Kadett und schon Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre war der Kadett B das meistgefahrene Auto im Zuverlässigkeitssport.
Das Synchromagetriebe S5-18/3 von ZF.
ZF-Nachfertigung für Rallyesport
Das S 5-18/3 von ZF ist heute beliebter denn je - das Schaltgetriebe gab es in unzähligen Ausführungen. Auch auf dem europäischen Festland kam es wie Opel Kadett C zur Anwendung. Der Verschleiß und damit ein konkreter Ersatzteilbedarf sind bei harten Rallye-Einsätzen immer vorprogrammiert. Aus diesem Grund fertigt ZF auch Wellen, Räder und Synchronteile für die im Rallye-Einsatz sehr oft verwendete Getriebeübersetzung 2,3 bis 1,0 nach. Diese Übersetzung wird als Reparaturkit von ZF komplett angeboten. Aktuell sind Wellen, Räder, Synchronpakete mit Schiebemuffen, Lager und Dichtringe als Varianten erhältlich. Sie wurden bei ersten Rallyes in England bereits erfolgreich eingesetzt. Auch weitere Übersetzungsanwendungen und Teile können auf Anfrage nachgefertigt werden.
Ein echte Innovation bietet seit den 90er Jahren auch die „Continuous Damping Control“ von ZF: Das System liefert in jeder Lage die passende Dämpfkraft. Fahrspaß, Komfort und Sicherheit - denn alles, was man sich von einem Auto erhofft, ist maßgeblich Aufgabe der Dämpfung. Wer gerne oder viel fährt, bemerkt sofort die Vorteile, die ein System wie CDC bietet. Als elektronisch geregeltes System kann CDC die Dämpfung variieren und so das Handling des Fahrzeugs optimal auf die jeweilige Situation anpassen – und zwar in Sekundenbruchteilen und für jedes Rad einzeln. Das CDC war bei Opel zuerst im Opel Astra, Signum und Insignia verbaut. Unterhalb des Premiumsegments ist es meist als optionale Zusatzfunktion erhältlich und versteckt sich hinter Namen wie „adaptives Fahrwerk“.
Ein CDC-Dämpfer auf dem Prüfstand.
ZF und Opel verbindet seit fast 100 Jahren bis heute mehr als eine gewöhnliche Kundenbeziehung. Immer auf der Suche nach innovativen, technischen Lösungen - mit dem Auftrag, die Mobilität für Kunden immer sicherer, komfortabler und zuletzt auch erschwinglich zu machen.