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Next Generation Sustainability
Unternehmen Nachhaltigkeit

Next Generation Sustainability

Eine ausgewogene Betrachtung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten ist für ZF als Stiftungsunternehmen gelebtes Selbstverständnis. So wurden wir einer der weltweit führenden Automobilzulieferer mit über 100 Jahren Erfahrung, der die Mobilität der Zukunft aktiv gestaltet

Als global aktives Technologieunternehmen übernehmen wir Verantwortung entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette: für unsere Mitarbeiter und Standorte ebenso wie in unserer Lieferkette und für unsere Produkte. Durch intensive und fokussierte Investitionen in Forschung & Entwicklung bringt ZF das Thema nachhaltige Mobilität insgesamt voran.

Seit 2012 ist ZF Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen. Im Rahmen dieser Initiative arbeiten mehr als 13.000 Organisationen an einer nachhaltigeren Zukunft – für die sie Ideen sowie Strategien austauschen und sich an gemeinsamen Maßnahmen beteiligen. In den vergangenen Jahren haben wir kontinuierlich an unserem Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung gearbeitet. Allerdings sind von allen Akteuren enorme Anstrengungen notwendig, um die vielen ökologischen und sozialen Herausforderungen auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung zu bewältigen.

Heute ist Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der Konzernstrategie. Mit „Next Generation Mobility“ verfolgt ZF einen agilen und integrierten Ansatz, um die sich grundlegend verändernden Mobilitätsanforderungen von morgen zu gestalten. Das übergreifende Ziel ist es, die Mobilitätsbedürfnisse der Gesellschaft mit den Voraussetzungen eines gesunden Ökosystems in Einklang zu bringen. Wir müssen sicherstellen, dass alle unsere Aktivitäten dessen Grenzen respektieren und gleichzeitig zu nachhaltigen und zukunftsfähigen Lösungen führen. Der klaren Vision folgend, Teil der Lösung zu sein, verstärkt ZF seine Anstrengungen und nimmt die ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen an.

Deshalb hat ZF eine Klimastrategie erarbeitet: Bis 2040 soll ZF klimaneutral sein - und zwar für alle drei Scopes des Greenhouse Gas Protocols. Das heißt, dass bis dahin alle rund 270 ZF-Standorte weder durch Eigenerzeugung noch durch den Bezug von Strom CO2-Emissionen verursachen (Scope 1 und 2). Gleichzeitig werden wir die Emissionen in unserer gesamten Lieferkette reduzieren und die Umweltauswirkungen unserer Produkte minimieren (Scope 3). Über weitere Ziele und unsere Fortschritte berichten wir im aktuellen ZF Nachhaltigkeitsbericht 2020 (EN).

Sustainability

„Bereits bis 2030 wollen wir unsere CO2-Emissionen auf 80 Prozent gegenüber dem Jahr 2018 senken – und sind zuversichtlich, dass wir diese Ziele auch erreichen können.“

Wolf-Henning Scheider

Hat der Green Deal der EU vom Dezember 2019 das Geschäft für ZF verändert?
"Eine grundsätzliche Richtungsänderung sehe ich nicht, wohl aber eine Beschleunigung mit noch ambitionierteren Zielvorgaben. Klimaverträgliche Lösungen für einen nachhaltigen Verkehr bestimmen schon lange unser Handeln. Wünschenswert aus unserer Sicht ist, dass die Zielvorgaben in den Märkten langfristig definiert werden, durch die Wissenschaft bestätigt und damit planbar und transparent sind."
— Wolf-Henning Scheider, Vorstandsvorsitzender (CEO)
Lesen Sie das vollständige Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden

Können Sie von Nachhaltigkeitsaktivitäten bereits im Wettbewerb profitieren?

„Wir beobachten eine deutliche Zunahme an Nachhaltigkeitskriterien bei den Kundenanforderungen. Außerdem hat die Pandemie gezeigt: Rasche und effektive Lösungen sind möglich, wenn sie notwendig sind. Das muss auch für den Verkehr gelten, wenn wir die Pariser Klimaschutzziele einhalten wollen. Uns spielt diese Erkenntnis in die Karten, denn Lösungen für einen elektrifizierten Verkehr bieten wir in allen Bereichen der Mobilität an und sind damit auch erfolgreich."

Wie weit sind Sie auf dem Weg zur Klimaneutralität?

„Wir können zu Klimaneutralität zweifach beitragen: Zum einen über unsere Produkte, die Emissionen im Straßenverkehr reduzieren, zum anderen über unsere Produktion. In unserer Strategie ist das Ziel verankert, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden – zehn Jahre früher als es die Ziele des Pariser Klimaabkommens anstreben. In diesem Jahr werden wir den Maßnahmenplan weiter verfeinern und konkrete Zwischenschritte auf dem Weg zur CO2-Neutralität verbindlich festlegen."

Wie wichtig ist die Lieferkette zur Umsetzung Ihrer Nachhaltigkeitsziele?

„Die Lieferkette ist traditionell ein wichtiges Element einer Nachhaltigkeitsstrategie. Für ein Unternehmen unserer Größe ist die Einhaltung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten sowie die Klimaneutralität auf allen Stufen der Wertschöpfung ein unverzichtbarer Baustein, wenn es um die weltweite Akzeptanz und Reputation geht. Für ZF haben diese Aspekte schon immer eine große Rolle gespielt. Auch deswegen stehen wir voll und ganz hinter dem UN Global Compact, dem wir 2012 beigetreten sind, und unterstützen die 2015 verabschiedeten UN Sustainable Development Goals.“

Bei welchen Nachhaltigkeitsthemen besteht noch Nachholbedarf?

„Nachhaltigkeit ist ein Prozess mit vielen Aspekten. Deshalb besteht kein Nachhol-, sondern vielmehr ein kontinuierlicher Handlungsbedarf. Für 2021 legen wir einen großen Schwerpunkt auf Diversity, wo wir bereits im vergangenen Jahr mit verschiedenen Projekten gestartet sind. Aber auch beim Thema Kreislaufwirtschaft sehen wir noch große Potenziale. Große Hoffnungen verbinden wir in punkto Nachhaltigkeit auch mit der Digitalisierung, die wir als wichtigen Treiber der grünen Transformation sehen. Da hängen wir allerdings in hohem Maße von einer modernen und zukunftsorientierten Infrastruktur ab."

Nachhaltigkeitsstrategie

Mitarbeiter

Schulung und Ausbildung: Ziel ist es, einen kontinuierlichen Beitrag zur Verbesserung der Organisation zu leisten, um eine globale Lernkultur des innovativen Lernens und der Entwicklung zu gestalten
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: Verbesserung der Sicherheitsleistung durch professionelles Störfallmanagement, Safety Leadership (Führung in der Arbeitssicherheit) und verhaltensbasierte Sicherheitsmaßnahmen sowie die Verbesserung funktionaler Sicherheitsbereiche

Produkte

Nachhaltiges Produktportfolio: Schrittweise Erhöhung des Umsatzanteils nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen
Produktsicherheit: Keine Unfälle und keine Todesopfer dank intelligenter Produktlösungen und höchster Qualitätssicherung
Materialeffizienz der Produkte: Reduzierung des Rohstoffeinsatzes und Realisierung einer Kreislaufwirtschaft

Produktion

Emissionen des Anlagenbetriebs: Reduzierung der CO2-Emissionen des Anlagenbetriebs
Wasser: Wasserressourcen einsparen und saubere Wasserqualität unterstützen
Abfall: Unterstützung der Kreislaufwirtschaft und Reduzierung von Gefahrstoffabfällen

Lieferkette

Standards in der Lieferkette: Anstreben eines implementierten Nachhaltigkeitsmanagements in der Lieferkette
Vorgelagerte und nachgelagerte Emissionen: Verlangsamung des Klimawandels und Einsatz für eine gesündere Umwelt

Bei Nachhaltigkeit geht es nicht um Sympathie oder gesellschaftliche Akzeptanz. Sie wird eine entscheidende Größe für die Existenzgrundlage von Unternehmen.

Wie ist das Ziel der Nachhaltigkeit im Unternehmen verankert?
„Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Faktor für unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit und damit für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir sehen Nachhaltigkeit nicht mehr als „soft skill“, sondern als Kernkompetenz. Deshalb haben wir 2020 die Klimaneutralität auch als zentrale Kennzahl sichtbar in unsere Unternehmenssteuerung und -strategie aufgenommen. Damit unterstreichen wir sehr deutlich unser Commitment für diese ehrgeizigen Ambitionen und können auch die Fortschritte jederzeit nachhalten."
— Sabine Jaskula, Mitglied des Vorstands, verantwortlich für Nachhaltigkeit
Lesen Sie das vollständige Interview

Wie nützt die definierte Nachhaltigkeitsstrategie Ihren Kunden?

„Viele unserer Kunden verfolgen ähnliche Ziele wie wir und sind damit genauso anspruchsvoll in ihrer Nachhaltigkeitsorientierung. Außerdem verpflichten wir nicht nur uns auf höchste Nachhaltigkeitsstandards, sondern auch unsere Partner in der Lieferkette. So hat ZF schon frühzeitig wesentliche Ziele in der Lieferkette gesetzt. Auch die Auswahl unserer Lieferanten hängt zunehmend davon ab, ob sie CO2-Ziele erfüllen und auch den anderen Dimensionen der Nachhaltigkeit das nötige Augenmerk beimessen."

Warum sind ZFs Nachhaltigkeitsziele auch für Investoren wichtig?

„Auch Investoren fokussieren immer mehr auf Nachhaltigkeitskennzahlen. Diese Kriterien zu erfüllen, ist auch eine Voraussetzung für beste Refinanzierungskonditionen. Ebenso wie unsere Kunden verlangen auch Investoren immer mehr Informationen und Details zu Nachhaltigkeitsleistungen. Auf Basis dieser Informationen werden Portfolios an den Märkten umstrukturiert und Konditionen festgelegt. Somit wird Nachhaltigkeit zum wesentlichen Erfolgsfaktor für unsere finanzielle Unabhängigkeit. Auch deshalb legen wir großen Wert auf eine ausführliche Berichterstattung über unsere Standards, Maßnahmen und Ziele im Kontext der Nachhaltigkeit."

Wie sehen die konkreten Ziele bezüglich Treibhausgasemissionen für 2030 und 2040 aus?

„Wir haben einen stringenten Fahrplan definiert. Die direkten CO2-Emissionen reduzieren wir zum einen, indem wir die Energieeffizienz unserer Standorte jedes Jahr um zwei Prozent steigern. Außerdem werden wir mehr Strom aus regenerativen Quellen beziehen oder direkt an unseren Standorten erzeugen, um bis 2030 ZF auf 100% Grünstrom umzustellen. In Summe werden wir 2030 unsere Scope-1-und-2-Emissionen – also die direkten Emissionen aus der Produktion einschließlich eingekaufter Energie – um 80% im Vergleich zu 2018 senken. Bis 2040 soll ZF dann vollständig klimaneutral werden, das heißt inklusive der Scope-3-Emissionen, die in der vorgelagerten Lieferkette und in der Nutzungsphase anfallen. Diese Bereiche sind von uns nicht direkt beeinflussbar, deshalb ist die Erreichung der vollständigen Klimaneutralität eine enorme Herausforderung. Sie hängt von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit unseren Lieferkettenpartnern und auch von technologischen Paradigmenwechseln, wie etwa der CO2-neutralen Herstellung von Stahl und Aluminium, ab."

Was bedeuten die ZF-Ziele für die Wettbewerbsfähigkeit?

„Emissionsarme Produkte sind ein klarer Wettbewerbsvorteil. Die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele wird zur entscheidenden Größe für die Existenzgrundlage von Unternehmen."

Was unterscheidet ZF in Sachen Nachhaltigkeit von anderen Unternehmen der Branche?

„ZF unterscheidet sich zum einen durch sein einzigartiges Produktportfolio. Wir bieten nicht nur hocheffiziente Systeme für den elektrifizierten Antriebsstrang im Fahrzeug an, sondern auch Produkte, die einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung leisten, wie zum Beispiel unsere Windkraftgetriebe. Zum anderen halten wir Nachhaltigkeitsstandards nicht nur intern auf höchstem Niveau, sondern verpflichten auch unsere Partner in der Lieferkette zu deren Einhaltung. Die UN Sustainable Development Goals dienen uns dafür als Maßgabe.“

Auf welche Themen richten Sie aktuell Ihren Fokus?

„Aktuell steht das Thema Klimaschutz in besonderem Fokus. Mit der Klimaneutralität bis 2040 haben wir uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Dabei verfolgen wir bewusst einen glaubwürdigen, auf technischen Maßnahmen beruhenden Ansatz. Dafür schärfen wir derzeit unsere Klimastrategie nach und richten die Aktivitäten der einzelnen Fachbereiche konzernweit einheitlich aus. Das erfordert die Einbettung von Nachhaltigkeitszielen in alle operativen Geschäftsprozesse. Damit ist Nachhaltigkeit nicht die Aufgabe von Expertenabteilungen, sondern umfasst unser gesamtes Geschäftsmodell.“

Welche Chancen verknüpfen Sie mit Nachhaltigkeitsmanagement?

„Unseren Beitrag zur gesellschaftlichen Verantwortung möchten wir weiter steigern und stärker nach außen tragen. Erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement ist für mich die Grundlage für gesellschaftliche, aber auch wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Die Vergabe von Kundenaufträgen ist bereits heute an die Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen gebunden. Durch immer restriktivere Emissionsgesetze und die CO2-Besteuerung bieten emissionsreduzierte Produkte klare Wettbewerbsvorteile. Dieser Trend wird sich in Zukunft verstärken. Nicht zuletzt fällt mir persönlich auf, dass ein konsequenter Fokus auf Nachhaltigkeit auch die Attraktivität von ZF als Arbeitgeber erhöht. So erlebe ich vielfach, dass sich Menschen mit der Motivation, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, bei uns bewerben.“

Verantwortung in der Lieferkette

Ein großer Teil der Wertschöpfung entstammt der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, darunter Großkonzerne, aber auch kleine Familienbetriebe. Deshalb setzt ZF auf weltweit einheitliche Standards, um eine gleichbleibend hohe Qualität und Liefersicherheit der Produkte gewährleisten zu können. Gleichzeitig erwarten wir von unseren Geschäftspartnern, dass sie unsere Werte respektieren und fördern.

Bei der Auswahl von Rohstoffen und Komponenten nutzt ZF vielfältige Lösungen, die Menschenrechte, Klimaschutz, sichere Mobilität und Wirtschaftlichkeit vereinen.

Umweltschutz als Selbstverständnis

Schonend mit natürlichen Ressourcen umzugehen, ist die Grundlage unserer weltweit geltenden Umweltpolitik. Wesentliche Handlungsfelder sind neben dem Klimaschutz, die Auswirkungen unserer Produktion auf die Umwelt zu reduzieren und eine umweltverträgliche Produktgestaltung. Um diese konsequent zu verfolgen, sind alle Standorte nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert.

ZF nutzt zudem neueste Techniken und Technologien, um belastende Einflüsse auf Mensch und Natur zu verringern. In der Produktentwicklung setzt ZF auf die sorgfältige Auswahl von Materialien und nutzt Lebenszyklusanalysen, um ökologische Produktaspekte mit jeder Generation zu verbessern.

Da eine verlängerte Lebensdauer wesentlich dazu beträgt, weniger Ressourcen zu verbrauchen, setzt ZF seit vielen Jahren auf die industrielle Aufarbeitung von Altteilen. Dass die Wiederaufbereitung von Produkten viel Energie und Material einsparen kann, hat ZF schon früh erkannt und entsprechende Kapazitäten ausgebaut. Inzwischen tragen weltweit 15 ZF-Standorte im industriellen Maßstab dazu bei, ein breites Spektrum an Fahrzeugkomponenten wie Bremsen, Getriebe, Lenksysteme oder Drehmomentwandler aufzubereiten und in Erstausrüsterqualität bereitzustellen. Dies verlängert die Lebensdauer der Produkte und senkt damit den Energie- und Ressourceneinsatz im Vergleich zur Fertigung eines Neuteils um bis zu 90 Prozent.

Produktverantwortung

Um nachhaltige Antworten auf dringliche Umwelt- und Verkehrsprobleme zu finden, beschreitet ZF dank seiner Innovationskraft die unterschiedlichsten Wege. In der Produktentwicklung achtet ZF auf die sorgfältige Auswahl von Materialien und nutzt Lebenszyklusanalysen, um das Design von Produkten mit jeder Generation zu verbessern.

Im Dreiklang „see – think – act“ bringt ZF seine einzigartige technologische Kompetenz auf den Punkt. Bei diesem Wirkprinzip der intelligenten Vernetzung sind Sensoren („Sehen“) mit Steuergeräten („Denken“) verbunden, deren Signale schließlich an zuverlässige Aktuatoren in Antrieb, Bremse, Lenkung und Sicherheitssysteme gehen („Handeln“). Dieses intelligente Zusammenspiel aller Komponenten und Systeme verhilft Fahrzeugen nicht nur zu einem Sicherheitsplus, sondern ist auch die Voraussetzung für automatisiertes Fahren.

Die bestehende Produktpalette trägt bereits zu ökologischer Nachhaltigkeit bei, indem beispielsweise der Kraftstoffverbrauch und damit der Ausstoß von Emissionen reduziert wird. Dazu verfolgt ZF weiterhin den Ansatz integrierter Systemlösungen, treibt die Elektrifizierung von Fahrzeugen konsequent voran, erhöht den Wirkungsgrad konventioneller Getriebe und setzt auf modulare, hybridfähige Getriebebaukästen. Mit dem EVplus zeigt ZF, dass Plug-in-Hybride (PHEV) als echte Elektrofahrzeuge betrachtet werden können. Denn es fährt rein elektrisch unter realen Bedingungen über 100 Kilometer weit. Mit einer Batterieladung können die meisten Autofahrer ihre Pendelstrecken und täglichen Fahrten zurücklegen. Das Konzeptfahrzeug EVplus basiert auf einem Serien-Pkw mit einem 8-Gang-Plug-in-Hybridgetriebe von ZF. Außerdem bietet der Technologiekonzern weitere vielfältige Hybrid- und rein elektrische Antriebslösungen für nahezu jedes Fahrzeugsegment in Serie. Dazu gehören auch Mobilitätslösungen, wie autonome elektrische Shuttles für Innenstädte.

Mitarbeiter – bereit für die Zukunft

Weltweit möchte ZF als attraktiver Arbeitgeber begeistern. Dass dies gelingt, beweist die Tatsache, dass jährlich allein in Deutschland mehrere hundert junge Menschen eine Ausbildung bei ZF beginnen. Das Unternehmen legt seit Jahren Wert auf eine innovative und zukunftsgerichtete Ausbildung. Viele Studierende bringen sich über zahlreiche internationale Hochschulkooperationen und Programme bei ZF ein.

Um ausreichend Fachkräfte für den digitalen Wandel zu haben, bildet ZF Führungskräfte und Mitarbeiter aller Unternehmensfunktionen kontinuierlich weiter. ZF fördert Mitarbeiter dabei, ergebnisorientiert zu denken, ihre berufliche Entwicklung mitzugestalten und ihre persönlichen Fähigkeiten weiter auszubauen. Dabei unterstützt sie ZF beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten, aktives Gesundheitsmanagement sowie durch wettbewerbsfähige Vergütung.

Im täglichen Miteinander ist uns die Zusammenarbeit in vertrauensvoller Atmosphäre wichtig. Wir sind davon überzeugt, dass sich gelebte Vielfalt positiv auf die Gesellschaft auswirkt sowie auf die Art, wie Menschen zusammenarbeiten. Als Mitglied der Charta der Vielfalt fördern wir bei unseren Mitarbeitern ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis, die Internationalität der Beschäftigten, weitreichende Erfahrungen oder auch Fachwissen. Um Vielfalt und Chancengleichheit zu verwirklichen, bietet ZF vielfältige Mentoring-Programme und Karrierebausteine.

Menschen fördern und helfen

Für ZF ist gesellschaftliche Verantwortung ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Der Konzern und seine Mitarbeiter engagieren sich in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten mit den Schwerpunkten Bildung, Soziales sowie Kunst und Kultur. Auch die Eigentümer – die Zeppelin-Stiftung und die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung – fördern Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Kinder- und Jugendprojekte, die Aus- und Weiterbildung junger Menschen sowie den Natur- und Landschaftsschutz.

Neben internationalen Corporate-Volunteering-Aktivitäten unter dem Dach der Initiative „we>care“ leistet die Spendenbereitschaft der ZF-Mitarbeiter in Deutschland einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Um die Spendengelder der Mitarbeiter mit größtmöglichem Nutzen einzusetzen, gründete das Unternehmen im Jahr 2005 den gemeinnützigen Verein „ZF hilft.".

Weitere Informationen

Klimastrategie

Anfang 2020 hat ZF eine ambitionierte Klimastrategie beschlossen. Ziel ist es, bis spätestens 2040 von Scope 1 bis Scope 3 klimaneutral zu werden. Die produktionsbedingten Emissionen sollen bereits bis 2030 im Vergleich zu 2018 um 80% reduziert werden. Gleichzeitig arbeitet ZF daran, die Emissionen in seiner gesamten Lieferkette zu verringern und die Umweltauswirkungen seiner Produkte zu minimieren. Damit unterstützt ZF die Ziele des Pariser Klimaabkommens aktiv, das die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen soll. Zugleich leistet das Unternehmen damit einen Beitrag zur Umsetzung des europäischen Green Deals. Dieser zielt darauf, Europa führend in Sachen nachhaltiger Technologien und bis 2050 als ersten Kontinent der Welt klimaneutral zu machen. Die Ziele, die ZF sich gesteckt hat, sind in Übereinstimmung mit den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs), der Science Based Targets-Initiative (SBTi), den Anforderungen von CDP Klima und den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD).

Um die vielfältigen Initiativen, Maßnahmen und Auswirkungen für das gesamte Unternehmen zu steuern, hat ZF einen Lenkungskreis Klimaneutralität eingerichtet. Dieser legt strategische Eckpunkte fest, gibt Orientierung und sichert die erforderlichen Ressourcen und Investitionen. Der Lenkungskreis besteht aus Vertretern der Fachbereiche Sales & Customer Development und Innovation & Technology sowie den zuständigen Vorständen für Nachhaltigkeit, Materialwirtschaft, Produktion und Finanzen.

Partnerschaft für Klimaschutz

Die gesamte Branche hat noch einen langen Weg vor sich, um die vielen ökologischen und sozialen Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Aufgrund der Komplexität dieser Herausforderungen können sie nicht allein, sondern nur in Zusammenarbeit und Partnerschaft gelöst werden. Um sein Engagement zu unterstreichen, hat sich ZF der Initiative der CEO Climate Leaders des Weltwirtschaftsforums angeschlossen. Diese vertritt die Position, dass der Privatsektor eine Verantwortung dafür trägt, sich aktiv an den weltweiten Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu beteiligen und den globalen Übergang zu einer kohlenstoffarmen, klimaresistenten Wirtschaft mitzugestalten. Die Mitglieder der Alliance of CEO Climate Leaders verpflichten sich,

  • ihre Emissionsdaten zu veröffentlichen, idealerweise über CDP,
  • öffentlich ein Netto-Null-Ziel für spätestens 2050 festzulegen, das beinhaltet, sich auf einen 1,5°C bis 2,0°C-konformen Reduktionspfad für alle Bereiche des Treibhausgasprotokolls (Scope 1, 2, 3), einschließlich eines Emissionsreduktionsziels für 2030 in Übereinstimmung mit diesem Pfad zu verpflichten sowie
  • über die Fortschritte hinsichtlich der Emissionsreduktionsziele zu berichten.

Darüber hinaus setzt das Bündnis die TCFD-Empfehlungen zur Offenlegung klimabezogener Daten um und befolgt die Leitlinien für eine wirksame Steuerung der Klimarisiken durch die Unternehmensführung.

Leitlinien, Grundsätze und Managementsysteme

Bei ZF sind Fragen nachhaltiger Unternehmensführung fest in den Unternehmensleitlinien verankert. Sie sind nicht nur Teil individuellen Verhaltens, sondern ein zentraler Aspekt des unternehmerischen Handelns in den täglichen Entscheidungsprozessen. Doch Nachhaltigkeit kann nicht einfach von oben verordnet, sondern muss in der gesamten Organisation gelebt werden. Als Grundlage dient ZF das seit langem weltweit etablierte EHS-Management, in das alle Standorte mit mehr als 50 Mitarbeitern integriert sind.

Leitlinien wie die Grundsätze sozialer Verantwortung, die Umweltpolitik, die Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte und der Code of Conduct für Mitarbeiter sowie die Business Partner Principles geben weltweit Orientierung. In den vergangenen zwei Jahren hat der Konzern sein ZF Enterprise Risk Management schrittweise weiterentwickelt. Dazu gehören die Definition und Regelung klarer Rollen und Verantwortlichkeiten sowie ein konzernweit standardisierter Risikomanagementprozess. Eine weitere wesentliche Neuerung des überarbeiteten Enterprise Risk Management (ERM) ist ein integrierter Governance, Risk & Compliance (GRC)-Ansatz, der sich durch verbesserte Schnittstellen zwischen internem Kontrollsystem, Compliance, Corporate Audit und Corporate Risk Management auszeichnet. Als Teil des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 werden die jeweiligen Risiken und Chancen auf Standort- und Konzernebene bewertet und im Rahmen der Managementprüfung berichtet. Dieses Verfahren wurde im Jahr 2020 an die neue Unternehmens-Risikomanagementnorm angepasst.

Organisatorische Verankerung der Nachhaltigkeit

Die Abteilung Nachhaltigkeit berichtet an den Leiter der Nachhaltigkeit & EHS. Dieser steht in direkter Berichtslinie zur Vorständin für Personal und Recht. Die Nachhaltigkeitsabteilung verantwortet die Nachhaltigkeitsberichterstattung, ist interner Ansprechpartner für alle Nachhaltigkeitsfragen, berät den Vorstand und managt den Stakeholderdialog. Sie wird bei der Koordination von Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen durch den fünfzehnköpfigen Lenkungskreis unterstützt. Er setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller relevanten Fachabteilungen zusammen und trifft sich mindestens vierteljährlich.

Um sich bei neu aufkommenden Themen für das Unternehmen einen Überblick zu verschaffen und erste Ansatzpunkte für den Umgang damit ausarbeiten zu lassen, kann der Lenkungskreis auch Arbeitskreise einrichten, die sich dann mit einer spezifischen Aufgabe eingehend beschäftigen.

Aktuelle Veröffentlichungen

Geschäftsbericht 2020

Im Geschäftsbericht finden Sie alle wichtigen Daten und Fakten aus dem Geschäftsjahr 2020.

Nachhaltigkeitsbericht 2020

Was bedeutet Nachhaltigkeit für ZF? Die Antwort auf diese Frage finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.

Weitere Informationen

Dreifachnutzen durch Nachhaltigkeit

Im Geschäftsmodell von ZF spielt Nachhaltigkeit eine extrem wichtige Rolle. Schließlich tragen die Produkte und Innovationen des Unternehmens dazu bei, Mobilität sicherer und umweltverträglicher zu gestalten.

EU OSHA Health Workplaces

ZF Friedrichshafen AG ist offizieller Partner der Kampagne Gesunde Arbeitplätze - “Gesunde Arbeitsplätze – Entlasten Dich!“ - der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU OSHA).

Sicherheitsinformationen

Gemeinsam mit den Behörden arbeiten wird daran, Gefahren auszuschließen.

Menschenrechte in der Lieferkette

Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte: Die Achtung der Würde und der Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen hat für ZF höchste Priorität.