Dekarbonisierung

Mit effizienter Technik und nachhaltigen Prozessen den CO2-Ausstoß senken

Dekarbonisierung beginnt mit intelligenter Technologie

ZF treibt die Dekarbonisierung voran, indem der Konzern Mobilität konsequent elektrifiziert – vom Pkw über Nutzfahrzeuge bis hin zu Off-Highway-Anwendungen, Fähren und Schienenfahrzeugen. Gleichzeitig leistet der Technologiekonzern mit seinen Windkraftgetrieben einen starken Beitrag zur sauberen und nachhaltigen Energieerzeugung. Doch klar ist: Die Industrie muss Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren. Effiziente Prozesse, erneuerbare Energien und innovative Technologien sind dafür entscheidend. Genau hier setzt ZF an.

Wie trägt ZF zur CO2-Reduktion bei?

ZF verpflichtet sich zu einer wissenschaftlich fundierten Emissionsreduktion und Klimaneutralität in allen Bereichen bis zum Jahr 2040.

CO2-Reduktion durch nachhaltigen Geschäftsbetrieb

Unternehmen spielen bei der Dekarbonisierung eine wichtige Rolle, indem sie die Emissionen senken: durch Energieeffizienz, durch den Einsatz erneuerbarer Energien und durch Prozessoptimierungen. Dekarbonisierung gelingt nur, wenn die Emissionen in der ganzen Wertschöpfungskette sinken. Zentrale Ansatzpunkte sind Forschung und Entwicklung (FuE) sowie die Produktion.

Forschung und Entwicklung

Dekarbonisierung bereits bei der Produktentwicklung

Beim Zukunftsthema Nachhaltigkeit hat sich ZF das große Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Die Klimaneutralität gilt jedoch nicht nur für ZF selbst und dessen Produktion (Scope 1 und 2), sondern umfasst auch die Emissionen der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3).

Generell treibt ZF seine Bemühungen massiv voran, von der einst üblichen linearen Wirtschaft zur ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft zu wechseln. Das Entstehen kreislaufwirtschaftsfähiger Produkte beginnt bereits bei der Produktentwicklung.

Vergleichsweise jung ist noch der Einsatz von digitalen Zwillingen in der Produktentwicklung. Sie sorgen nicht nur für mehr Tempo und Effizienz im Entwicklungsprozess, sondern senken auch Energieverbrauch und Abfallmengen.

„Digitale Zwillinge senken den Ressourceneinsatz und sorgen für optimierte Abläufe. Dazu erhöhen sie die Flexibilität durch eine beschleunigte Anpassung von Produkten oder Fertigungsprozessen an veränderte Anforderungen.“
Dr. Rolf Reinema, bei ZF verantwortlich für die IT-Infrastruktur und die IT in Entwicklung und Produktion

Virtuelle Reise in die Realität

Untrennbar verbunden mit der Transformation unserer Mobilität ist die virtuelle Entwicklung. Nur wenn dieser wichtige Prozessschritt stärker digitalisiert wird, können Zulieferer wie ZF die Kundenanforderungen an hohe Geschwindigkeit und Qualität auch weiterhin erfüllen.

Erfolgreich im virtuellen Sprint

Zunehmender Wettbewerb sowie verkürzte Entwicklungszeiten beeinflussen stark die Erprobung neuer Komponenten und Systeme. Entwickler bei ZF reagieren vermehrt mit dem Einsatz digitaler Zwillinge, die noch weitere Vorteile bieten.

Nachhaltige Forschung und Entwicklung macht den Unterschied

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der ZF-Konzernstrategie. ZF legt großen Wert darauf, dieses Prinzip in allen Unternehmensbereichen zu verankern. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Forschung und Entwicklung (FuE) zu.

Produktion

Die Produktion dekarbonisieren

Um den Schadstoffausstoß in Fertigung und Montage zu senken, geht ZF zwei Wege: Zum einen setzt das Unternehmen nachhaltige Materialien sowie saubere Energie aus erneuerbaren Quellen ein, zum anderen investiert ZF in moderne Produktionsgebäude und -anlagen mit geringstmöglichem Energieverbrauch.

Beim Energieeinsatz hat der Konzern bereits ein wichtiges Etappenziel erreicht: Seit dem Jahr 2025 nutzen alle ZF-Standorte weltweit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen. Ebenso gelang es, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2019 um 85 Prozent reduzieren – fünf Jahre früher als geplant.

Reduktion von CO2e-Emissionen Scope 1 & 2
im Vergleich zu 2019
85
%
Elektrizität aus erneuerbaren Quellen
an allen ZF-Standorten weltweit
100
%
Reduktion von CO2e-Emissionen Scope 1 & 2
im Vergleich zu 2019
85
%
Elektrizität aus erneuerbaren Quellen
an allen ZF-Standorten weltweit
100
%

In der Produktion arbeitet ZF daran, noch mehr nachhaltig erzeugte Materialien zu verwenden – etwa grünen Stahl – und den Anteil von Recycling-Material konsequent zu erhöhen. Jüngst bestätigte der ZF-Vorstand die Ziele für den Einsatz recycelter Materialien, die mehr als 95 Prozent des Volumens der Produktionsmaterialien von ZF abdecken. Das schont Rohstoffe und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft.

Kreislaufwirtschaft: Nachhaltige Werke und Produkte

Eine funktionierende, nachhaltige Kreislaufwirtschaft ein fester Bestandteil, um die Klimaziele zu erreichen und um den Ressourcenverbrauch vom Wachstum zu entkoppeln. Kreislaufwirtschaft ist ein systematischer Ansatz, bei dem wir weniger Ressourcen länger und mehrfach verwenden.

Dies sind nur wenige Beispiele für die Aktivitäten von ZF, den Ausstoß von Treibhausgasen durch das eigene Wirtschaften massiv zu senken mit dem Ziel der vollständigen Klimaneutralität.

Acting Now. Sustainability@ZF

Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der ZF-Konzernstrategie. Zu den Zielen gehört die vollständige Klimaneutralität bis zum Jahr 2040. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir aber mehr als Klimaschutz. Neben Klima und Natur konzentrieren wir uns auf die Dimensionen Menschen sowie beständige Werte.

Weniger CO2 dank effizientem Mobilitäts- und Transportmix

Für ZF liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Mobilität in der Elektrifizierung der Fahrzeuge aller Gattungen. So elektrifiziert der Konzern Pkw ebenso wie Lkw und Busse sowie Land- und Baumaschinen. Selbst in Fähren und in Schienenfahrzeugen jeder Art findet sich elektrische Antriebstechnik von ZF. Gleichzeitig leistet der Technologiekonzern mit seinen Windkraftgetrieben einen starken Beitrag für eine saubere und nachhaltige Energieerzeugung.
Elektrifizierung beim Pkw

Der Wunsch nach individueller Mobilität ist so alt wie das Automobil. Technik von ZF sorgt dafür, dass dieser Wunsch nicht zu Lasten der Umwelt geht. Für ZF liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Mobilität in der Elektrifizierung.

Eine klassische Lösung auf dem Weg zu stark verringerten CO2-Emissionen ist das ultra-effiziente 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF, intern 8HP genannt. Eingesetzt in Plug-in-Hybridfahrzeugen lassen sich die meisten Strecken im Alltag rein elektrisch zurückzulegen. Ergänzt wird dieser Klassiker fürs hybride Fahren von der ZF eDrive Plattform SELECT, ein fein abgestufter Baukasten für den rein elektrischen Antriebsstrang. Ebenfalls für eine vergrößerte elektrische Reichweite sorgen die von ZF neu konzipierten Range Extender. Auch das neuartige Thermomanagementsystem TherMas erhöht gerade im Winter die Anzahl der zurückgelegten Kilometer, wenn die Kälte an der Batterie des E-Autos zehrt.

„Mit der Kombination aus leistungsfähigen Einzelkomponenten und attraktiven Funktionen auf der Systemebene lassen sich E-Antriebe für sehr viele verschiedene Anwendungen konfigurieren – und das bei deutlich kürzeren Entwicklungszeiten.“
Dr. Otmar Scharrer, Entwicklungsleiter für E-Antriebstechnologien bei ZF, über die SELECT-Plattform

ZF eDrive Platform SELECT

Der E-Antrieb ist das Herz eines batteriebetriebenen Fahrzeugs. Dank SELECT schlägt es ultra-effizient.

Automatikgetriebe: Effizienz in vierter Generation

Seit dem Jahr 2022 fertigt ZF ein neues 8-Gang-Automatikgetriebe für Pkw mit Mildhybrid- und Plug-in-Hybrid-Antrieb sowie für reine Verbrenner. Nie zuvor war elektrische Top-Leistung so kompakt verpackt.

Range Extender: Mehr als nur mehr Reichweite

ZF hat das technische Prinzip des Range Extenders weiterentwickelt. Der Reichweitenverlängerer erfüllt die Bedürfnisse vor allem chinesischer E-Autobauer, könnte aber auch in Europa und Nordamerika der Elektromobilität neuen Schwung verleihen.

Thermomanagement neu gedacht

ZF ist bekannt für seine effiziente Antriebstechnik in elektrifizierten Fahrzeugen. Sein außergewöhnliches Thermomanagement-System TherMaS ist ein weiterer Ansatzpunkt, um mehr Reichweite pro Batterieladung zu erzielen.

Mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort für Pkw

Das Produktportfolio von ZF enthält innovative Antriebs- und Fahrwerktechnik für Pkw mit konventionellem Antrieb sowie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Zusätzlich bietet ZF sowohl Komponenten als auch Systeme für die passive Sicherheitstechnik. ZF gestaltet die Zukunft der Mobilität mit seiner einzigartigen Kompetenz.

Elektrifizierung bei Nutzfahrzeugen

Aktuell zeigt die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen eine klare Zweiteilung: Während E-Busse – und hier besonders elektrische Stadtbusse – bereits hohe Marktanteile erreichen, stehen schwere elektrische Lastwagen erst am Beginn ihres kommerziellen Durchbruchs.

Technische Entwicklung bei Lastwagen

Der Markt für Elektro-Lkw wird im Jahr 2026 an Fahrt aufnehmen. Treiber sind vielfach die Gesetzgeber weltweit. Nach EU-Recht etwa müssen Lkw-Hersteller in Europa die Emissionen neuer Trucks bis zum Jahr 2030 um 45 Prozent senken, bis 2040 um 90 Prozent. Als Referenz gelten die CO2-Emissionen des Jahres 2019. Auch die Hersteller von Lkw-Anhängern haben die Emissionswerte bis 2030 um zehn Prozent zu verbessern.

Für Herausforderungen sorgt die Elektrifizierung der Lkw-Flotten im Fernverkehr mit batterie-elektrischen Fahrzeugen, bei der China mit deutlichem Abstand der Vorreiter ist. Ein erst lückenhaft vorhandenes Schnellladesystem (Megawatt Charging System, MCS) für schwere Lkw begünstigt den Einsatz von Alternativlösungen wie Wasserstoffverbrennungsmotoren und Brennstoffzellen- sowie Hybrid-Technik.

Um die Dekarbonisierung bei Trucks durch Elektrifizierung voranzutreiben, hat ZF einen modularen Baukasten mit unterschiedlichen E-Antriebssträngen entwickelt: effizient, robust und kostengünstig. Für Lkw mit konventionell ausgelegtem Antriebsstrang interessant ist der elektrische Zentralantrieb CeTrax 2. Dessen Varianten für leichte bis schwere Lkw bilden inzwischen eine eigene Familie. Ergänzt werden die CeTrax-Lösungen durch drei Systeme der elektrischen Achse AxTrax 2. Während der Zentralantrieb CeTrax 2 über eine Kardanwelle eine konventionelle Hinterachse antreibt, sind bei AxTrax 2 die E-Motoren und Getriebe direkt in die Achse integriert.

Neben den rein elektrischen Antriebssträngen für Lkw aller Gewichtsklassen bietet ZF sein bewährtes automatisches Schaltgetriebe TraXon 2 auch in der elektrifizierten Variante TraXon 2 Hybrid an. Es senkt den CO2-Ausstoß merklich.

TraXon 2 Hybrid als PHEV
47
%
maximal beträgt die CO₂-Reduktion durch das Nutzfahrzeuggetriebe TraXon 2 Hybrid als PHEV im Fernverkehr und bis zu 73 Prozent im Verteilerverkehr, so das Ergebnis einer VECTO-Simulation. Voraussetzung: konsequentes Zwischenladen.

Dezentral zum Zentralantrieb

Schwierige Begleitumstände kennzeichneten die Vorbereitungen zum Serienstart von CeTrax lite, dem E-Antriebssystem für leichte Nutzfahrzeuge. Der Schlüssel zum Erfolg: das europäisch-japanische ZF-Team.

Kraftpaket für E-Trucks: CeTrax 2

CeTrax 2 ist der integrierte und modulare elektrische Zentralantrieb von ZF für schwere Nutzfahrzeuge. Er fügt sich auch nahtlos in den Raum des Getriebes eines Lkw mit Verbrennungsmotor ein.

Mehr dazu im ProduktFinder

Technologien für Langstrecken- und Schwertransporte

ZF bietet für Lkw ein breit gefächertes Portfolio an ausgereiften Komplettlösungen für Antrieb, Lenkung und Sicherheit. Damit sorgen wir für sicherere Straßen und eine verbesserte Effizienz im Fuhrparkbetrieb.

Technische Entwicklung bei Bussen

Elektrische Busse spielen eine zentrale Rolle in der globalen Verkehrswende. Sie sind lokal emissionsfrei und leiser als Dieselbusse. Nach einer internationalen Studie des „Institute for Transportation and Development Policy (ITDP)“ aus dem Jahr 2025 entfallen weltweit mehr als 50 Prozent der Fahrten im öffentlichen Nahverkehr auf Busse. Verglichen mit einem Dieselbus kann ein einzelner Elektrobus im Jahr bis zu 60 Tonnen an Treibhausgasen einsparen; ein großer Hebel für die Dekarbonisierung der Mobilität und das Erreichen der Klimaziele. Vor allem Stadtbusse sind die Vorreiter bei der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen. Entsprechend hoch ist inzwischen ihr Anteil in den Städten weltweit. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wurden im Jahr 2024 weltweit mehr als 70.000 Elektrobusse verkauft, insbesondere getrieben durch China und durch einen deutlichen Anstieg in Europa.

Auch bei der Elektrifizierung von Bussen bedient sich ZF aus seinem modularen Baukasten für elektrische Nutzfahrzeugantriebe. Bei ihnen blickt der Konzern auf eine drei Jahrzehnte lange Erfahrung zurück. Bereits im Jahr 1994 präsentierte ZF seine erste Niederflur-E-Achse für Busse, deren mehrfache Weiterentwicklung heute in die Elektroportalachse AxTrax 2 LF mündete. Je nach Anforderung und Fahrzeugtyp können Kunden bei Bussen aus mehreren Varianten der elektrische AxTrax 2-Achsantriebe oder CeTrax 2-Zentralantriebe wählen. Von allen Nutzfahrzeugtypen ist die Elektrifizierung bei Stadtbussen und deren Dekarbonisierung am weitesten fortgeschritten. Eine Herausforderung sind noch die Intercity- und Reisebusse mit ihren deutlich längeren Fahrstrecken. Sind Stadtbusse vorwiegend vollelektrisch unterwegs, spielt vor allem der Plug-in-Hybridantrieb für Intercity- und Reisebusse eine wichtige Rolle als Übergangstechnologie. Antriebe wie das TraXon 2 Hybrid von ZF bieten sofort große Vorteile wie reduzierte Emissionen, geringere Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer gerechnet sowie die Möglichkeit, emissionsfreie Zonen zu befahren.

Technologien für eine nachhaltige Personenbeförderung

Mit dem branchenweit umfangreichsten Technologieportfolio für Nutzfahrzeuge hilft ZF dabei, Stadtbusse und Reisebusse sicherer, intelligenter und nachhaltiger zu machen.

E-Mobilität abseits der Straße

Elektrisch unterwegs auf Baustelle, Meer und anderswo

Natürlich genügt es nicht, nur den Verkehr auf den Straßen bei Pkw, Lkw und Bussen zu dekarbonisieren. Genauso wichtig ist, den Schadstoffausstoß bei Bau- und Landmaschinen sowie im Schiffsverkehr durch Elektrifizierung rasch zu reduzieren. Emissionsfrei arbeiten diese Maschinen in den genannten Fahrzeugen jedoch nur, wenn der von ihnen benötigte Strom nachhaltig produziert wird. Auch hierzu trägt ZF durch sein weltweites Engagement im Windkraftgeschäft bei. Seine Geschäftsaktivitäten abseits der Straße hat der ZF-Konzern in der Division Industrietechnik organisiert.

Auf dem Weg zur emissionsfreien Baustelle

Schätzungen zufolge werden bis zum Jahr 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Metropolen leben. Die Elektrifizierung von Baumaschinen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung, indem sie CO₂-Emissionen direkt am Einsatzort eliminiert. Ebenso reduziert sie den Verbrauch fossiler Energieträger wie Diesel und verbessert die Luftqualität auf Baustellen. Zudem sinkt die Lärmbelastung für die dort Beschäftigten und für die Anwohner. E-Antriebe senken zudem den Wartungsaufwand. Obwohl die Anschaffungskosten oft höher sind, sprechen die Gesamtbetriebskosten (TCO) aufgrund geringerer Wartungs- und Energiekosten oft für die elektrischen Maschinen.

Verschärfte Emissionsvorschriften, aber auch Einzelinitiativen treiben die Elektrifizierung voran. So waren etwa die städtischen Baustellen in Norwegens Hauptstadt Oslo im Jahr 2025 bereits zu 85 Prozent emissionsfrei. ZF hat sich auf diese Entwicklungen eingestellt. Die Arbeitsmaschinensysteme von ZF mit ihrer zunehmenden Elektrifizierung profitieren dabei von der langjährigen Erfahrung des Unternehmens bei Elektrostaplern sowie von der Kompetenz innerhalb der ZF-Division Electrified Powertrain Technology.

Mehr Produktivität und weniger Emissionen in der Landwirtschaft

Zwar ist der Anteil von Landmaschinen am weltweiten CO2-Ausstoß im Vergleich zu anderen Sektoren wie der Energieerzeugung oder dem Verkehr relativ gering, aber natürlich beeinflussen auch sie die Gesamtbilanz der Treibhausgase. Landwirtschaftliche Maschinen.tragen schätzungsweise zu etwa 1 bis 1,5 Prozent der gesamten globalen Treibhausgasemissionen bei. Einen Beitrag zur Dekarbonisierung in Landwirtschaft und Forstwirtschaft leistet das Produktportfolio von ZF. Darin enthalten sind beispielsweise das elektrifizierte Stufenlosgetriebe eTERRAMATIC eCVT, die vollelektrische Antriebslösung eTERRADRIVE für Traktoren oder der elektrische Zentral- und Einzelradantrieb eTRAC.

Schienenverkehr noch umweltfreundlicher machen

Der Schienenverkehr spielt international eine zentrale Rolle bei der Dekarbonisierung des Transportsektors. Schließlich weist er im Vergleich zu Straße und Luftfahrt die niedrigsten Treibhausgasemissionen pro Personen- oder Tonnenkilometer auf. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) verursacht die Schiene weltweit nur etwa ein Prozent der gesamten verkehrsbedingten CO2-Emissionen, obwohl sie einen großen Anteil am Personen- und Gütertransport trägt. Vor allem in den rasch wachsenden Städten, aber auch im Fernverkehr mit Hochgeschwindigkeitszügen ist die Elektrifizierung wichtig, um den CO2-Ausstoß weiter zu senken.

Seit mehr als einem Jahrhundert ist ZF in der Bahntechnik zuhause. Damals, im Jahr 1924 entwickelte das Unternehmen erstmals ein Antriebssystem für Triebwagen. Es war ein langer Weg von den Anfängen bis zu den modernen ZF-Getrieben wie EcoLife Rail 2, EcoMet oder EcoWorld 2. Sie erhöhen in Diesel- und Elektrotriebwagen, in Metros, Straßenbahnen und in Lokomotiven sowie in Hochgeschwindigkeitszügen den Komfort und die Effizienz. Kurz, die Technik von ZF sorgt dafür, dass diese ohnehin umweltfreundlichen Verkehrsmittel noch sauberer werden.

Ziel: Klimaschonende kommerzielle Schiffe

Nach Expertenschätzungen ist die Schifffahrt für 2,5 bis 3 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Innerhalb des gesamten Transportsektors verursachen Schiffe etwa elf Prozent der CO2-Emissionen, Tendenz steigend. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat dort für die Jahre 2019-2024 einen Anstieg in Höhe von neun Prozent ermittelt. Ursache ist vor allem der zunehmende Güterverkehr auf den Weltmeeren. Dabei hat die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) im Jahr 2023 das ehrgeizige Ziel formuliert, die internationale Schifffahrt bis etwa zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Dies bedeutet, die Treibhausgase durch den Einsatz grüner Kraftstoffe und neuer Technologien signifikant zu reduzieren.

Bereits seit Jahrzehnten leistet ZF Marine auch hierzu in gewerblich genutzten Schiffen wie Schleppern, Fähren oder Forschungsschiffen eine Beitrag. Innovative Lösungen in der Marine-Antriebstechnik wie Hybridgetriebe, ENC-Getriebe oder hybride und elektrische Ruderpropeller sorgen für hohe Effizienz bei minimiertem Schadstoffausstoß. Neben dem breiten Portfolio an Hybridgetrieben im konventionellen Leistungsbereich zwischen etwa 600 kW und 11.500 kW liefert ZF komplette Systeme mit elektrischen Antrieben, Leistungselektronik und Steuerungssystemen. Vor allem Schiffe, die kürzere Strecken zurücklegen – darunter viele Fähren – eignen sich auch für den rein elektrischen Betrieb mit ENC-Getrieben und Ruderpropellern.

Saubere und leise Baustelle

Nun erreicht die Elektrifizierung auch die Baustellen. Ein E-Kompaktlader mit ZF eTRAC ist der Erste seiner Art. ZF bietet ein ganzes System leistungsstarker E-Antriebe für unterschiedlichste Fahrzeuggrößen.

E-Fähren: Den ökologischen Fußabdruck verkleinern

Wegen häufig kürzerer Fahrstrecken eignen sich Fähren sehr gut für die Elektrifizierung. Über die Vorteile maritimer elektrischer Antriebe und was ZF dazu beiträgt.

E-Fähre auf dem Meer mit Bergen im Hintegrund.

ZF-Produkte abseits der Straße

Ob zu Wasser oder auf dem Land - auch abseits der Straße sorgt ZF für Bewegung. Für viele Anwendungen innerhalb der Industrietechnik liefert ZF die passenden Antriebs- und Getriebelösungen.

Nachhaltige Energiegewinnung

ZF Wind Power: Beitrag zur sauberen Energieproduktion

Die Windenergie leistet einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Dekarbonisierung und damit zum Klimaschutz. Schließlich ersetzt sie in der Stromerzeugung fossile Energieträger und verringert so die Menge an freigesetzten Treibhausgasemissionen maßgeblich.

Die Verpflichtung zur Dekarbonisierung ergibt sich unter anderem aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015. Darin erklären die Unterzeichner, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, möglichst aber auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter.

Windstrom ist auch die Voraussetzung zum Erzeugen von "Grünem Wasserstoff", beispielsweise, um die Stahlindustrie zu dekarbonisieren. Strom aus der erneuerbaren Quelle Wind ist aber auch wichtig für den Ausbau der Elektromobilität, soll sie nicht nur lokal emissionsfrei sein. Nach Angaben der Europäischen Kommission hat eine moderne Onshore-Windkraftanlage ihre gesamte CO₂-Bilanz bereits nach weniger als einem Jahr ausgeglichen. Von diesem Zeitpunkt an produziert sie für den Rest ihrer Lebensdauer – im Schnitt rund 25 Jahre – nahezu emissionsfrei Strom.

Sowohl die Konstruktion und Produktion als auch den Service rund um Windturbinen hat der ZF-Konzern in seiner Geschäftseinheit ZF Wind Power gepoolt. Fast ein halbes Jahrhundert im Windgeschäft aktiv, verschafft dies ZF bei Technik und Märkten ein riesiges Wissen. Davon profitieren die Kunden weltweit. Egal, ob für den Onshore- oder den Offshore-Einsatz, der Konzern liefert heute Getriebelösungen und Services für Windturbinen mit einer Leistung von bis zu 15 Megawatt.

Innovation und Faszination im XXL-Format

ZF Wind Power steht für höchste Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen und große Kundennähe auf der ganzen Welt.