Dekarbonisierung

Mit Technik und Prozessen den CO2-Ausstoß senken

Dekarbonisierung beginnt mit intelligenter Technologie

ZF entwickelt Technologien zur Elektrifizierung unterschiedlicher Mobilitätsanwendungen – vom Pkw über Nutzfahrzeuge bis hin zu Off-Highway-Anwendungen, Fähren und Schienenfahrzeugen. Gleichzeitig entwickelt und produziert ZF Getriebe für Windenergieanlagen und unterstützt damit den Ausbau der Stromerzeugung aus Windenergie. ZF setzt in den beschriebenen Anwendungsbereichen auf Elektrifizierung, energieeffiziente Prozesse und Technologien für erneuerbare Energien.

Wie trägt ZF zur CO2-Reduktion bei?

ZF hat von der SBTi validierte Reduktionsziele und strebt an, bis zum Jahr 2040 über die Scopes 1, 2 und 3 hinweg Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen.

CO2-Reduktion durch Verändern des Geschäftsbetriebs

Unternehmen spielen bei der Dekarbonisierung eine wichtige Rolle, indem sie die Emissionen senken: durch verbesserte Energieeffizienz, durch den Einsatz erneuerbarer Energien und durch Prozessoptimierungen. Dekarbonisierung gelingt nur, wenn die Emissionen in der ganzen Wertschöpfungskette sinken. Zentrale Ansatzpunkte sind Forschung und Entwicklung (FuE) sowie die Produktion.

Forschung und Entwicklung

Dekarbonisierung bereits bei der Produktentwicklung

ZF arbeitet daran, dieTreibhausgasemissionen zu senken. Dies gilt nicht nur für ZF selbst und dessen Produktion (Scope 1 und 2), sondern umfasst auch die Emissionen der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3). Details und Fortschritte enthält der Nachhaltigkeitsbericht.

ZF arbeitet daran, in ausgewählten Produktbereichen den Übergang von linearen Wertschöpfungsmodellen zu stärker kreislauforientierten Ansätzen voranzutreiben. Bereits bei der Produktentwicklung werden hierfür Möglichkeiten zur Reparatur, Wiederverwendung, Aufarbeitung und zum Recycling berücksichtigt.

Vergleichsweise jung ist noch der Einsatz von digitalen Zwillingen in der Produktentwicklung. Digitale Zwillinge können Entwicklungsprozesse durch virtuelle Tests und Optimierungen beschleunigen. Dadurch lässt sich der Bedarf an physischen Prototypen und Versuchen reduzieren, was zu einem geringeren Materialverbrauch führen kann sowie zu einem niedrigeren Energieverbrauch und zu weniger Abfällen.

„Digitale Zwillinge senken den Ressourceneinsatz und sorgen für optimierte Abläufe. Dazu erhöhen sie die Flexibilität durch eine beschleunigte Anpassung von Produkten oder Fertigungsprozessen an veränderte Anforderungen.“
Dr. Rolf Reinema, bei ZF verantwortlich für die IT-Infrastruktur und die IT in Entwicklung und Produktion

Virtuelle Reise in die Realität

Untrennbar verbunden mit der Transformation unserer Mobilität ist die virtuelle Entwicklung. Nur wenn dieser wichtige Prozessschritt stärker digitalisiert wird, können Zulieferer wie ZF die Kundenanforderungen an hohe Geschwindigkeit und Qualität auch weiterhin erfüllen.

Erfolgreich im virtuellen Sprint

Zunehmender Wettbewerb sowie verkürzte Entwicklungszeiten beeinflussen stark die Erprobung neuer Komponenten und Systeme. Entwickler bei ZF reagieren vermehrt mit dem Einsatz digitaler Zwillinge, die noch weitere Vorteile bieten.

Verantwortungsvolle Forschung und Entwicklung macht den Unterschied

Die ZF-Konzernstrategie umfasst Ziele zu Klima und Ressourcen, sowie zu Menschen und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Diese Ziele sollen schrittweise in den relevanten Unternehmensbereichen und Prozessen berücksichtigt werden. Forschung und Entwicklung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Produktion

Die Produktion dekarbonisieren

Um den Schadstoffausstoß in Fertigung und Montage zu senken, geht ZF mehrere Wege: Das Unternehmen setzt auf Materialien mit einem nachgewiesenen geringeren CO₂e-Fußabdruck, Energie aus erneuerbaren Quellen sowie auf energieeffiziente Produktionsgebäude und -anlagen.

Beim Energieeinsatz hat der Konzern bereits ein wichtiges Etappenziel erreicht: Seit dem Jahr 2025 nutzen alle ZF-Standorte weltweit ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen. Ebenso gelang es bis Ende 2025, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2019 um 85 Prozent reduzieren – fünf Jahre früher als geplant.

Reduktion von CO2e-Emissionen Scope 1 & 2
im Vergleich zu 2019
85
%
Elektrizität aus erneuerbaren Quellen
an allen ZF-Standorten weltweit
100
%
Reduktion von CO2e-Emissionen Scope 1 & 2
im Vergleich zu 2019
85
%
Elektrizität aus erneuerbaren Quellen
an allen ZF-Standorten weltweit
100
%

In seinen Produktionsprozessen arbeitet ZF daran, den Einsatz von Materialien mit einem geringeren Product Carbon Footprint (PCF) als den definierten Referenzmaterialien zu erhöhen und den Anteil recycelter Materialien auszubauen. Dazu gehört beispielsweise Stahl, der mit Hilfe von Verfahren hergestellt wird, bei denen Wasserstoff einen Teil der fossilen Reduktionsmittel ersetzt. Der Vorstand von ZF hat die Ziele des Unternehmens zum Einsatz von Recyclingmaterialien bekräftigt. Die von diesen Zielen erfassten Materialkategorien machen mehr als 95 Prozent des Produktionsmaterialvolumens von ZF aus. Dieser Prozentsatz beschreibt den Geltungsbereich der Ziele, nicht den aktuellen Anteil an Recyclingmaterialien. Eine stärkere Nutzung von Recyclingmaterialien kann die Nachfrage nach Primärrohstoffen verringern, wenn recycelte Materialien funktional gleichwertige Primärmaterialien ersetzen.

Abschied vom linearen Modell: Kreislaufwirtschaft

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist ein fester Bestandteil, um die Klimaziele zu erreichen und um den Ressourcenverbrauch vom Wachstum zu entkoppeln. Maßnahmen zur längeren Nutzung, Wiederverwendung, Aufarbeitung und zum Recycling von Produkten und Materialien sind ein Baustein des ZF-Circularity-Framework.

Dies sind einige Beispiele für die Aktivitäten von ZF, den Ausstoß von Treibhausgasen durch das eigene Wirtschaften zu senken.

Acting Now. Sustainability@ZF

Das Nachhaltigkeitsprinzip ist ein integraler Bestandteil der ZF-Konzernstrategie. Zu den Zielen gehört, bis zum Jahr 2040 in allen Emissionsbereichen (Scopes) Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir aber mehr als Klimaschutz. Neben Klima und Natur konzentrieren wir uns auf die Dimensionen Menschen und beständige Werte.

Lösungen zum Reduzieren von CO₂-Emissionen im Verkehr

ZF entwickelt elektrische und elektrifizierte Antriebstechnik für ein breites Spektrum von Mobilitätsanwendungen, darunter Pkw, Nutzfahrzeuge sowie ausgewählte Anwendungen bei Off-Highway, Schifffahrt und Schienenverkehr. Je nach Anwendung und eingesetzter Energiequelle können diese technischen Lösungen dazu beitragen, betriebsbedingte Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Darüber hinaus liefert ZF Getriebe für Windkraftanlagen.
Elektrifizierung beim Pkw

Der Wunsch nach individueller Mobilität ist so alt wie das Automobil. ZF entwickelt technische Lösungen, um die Energieeffizienz in unterschiedlichen Mobilitätsanwendungen zu steigern.

Das 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF ist darauf ausgelegt, im Gesamtsystem des Fahrzeugantriebsstrangs einen kraftstoffeffizienten Betrieb zu unterstützen. In einer Plug-in-Hybrid-Konfiguration integriert, ermöglicht es auf bestimmten Fahrten rein elektrisches Fahren. Die ZF eDrive Platform SELECT bietet ein modulares System für vollelektrische Antriebsstränge. Darüber hinaus entwickelt ZF Range-Extender. Sie verlängern die Reichweite eines Fahrzeugs über die allein durch die Batterie verfügbare Reichweite hinaus. Das Thermomanagementsystem TherMas steuert die Batterie- und Innenraumtemperatur. TherMas kann insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen dazu beitragen, die elektrische Reichweite zu erhalten. Die tatsächlichen Ergebnisse hängen von der jeweiligen Fahrzeugkonfiguration und dem konkreten Einsatzszenario ab.

„Mit der Kombination aus leistungsfähigen Einzelkomponenten und attraktiven Funktionen auf der Systemebene lassen sich E-Antriebe für sehr viele verschiedene Anwendungen konfigurieren – und das bei deutlich kürzeren Entwicklungszeiten.“
Dr. Otmar Scharrer, Entwicklungsleiter für E-Antriebstechnologien bei ZF, über die SELECT-Plattform

ZF eDrive Platform SELECT

Der E-Antrieb ist das Herz eines batteriebetriebenen Fahrzeugs. Dank SELECT schlägt es ohne Emissionen.

Automatikgetriebe: Effizienz in vierter Generation

Seit dem Jahr 2022 fertigt ZF ein neues 8-Gang-Automatikgetriebe für Pkw mit Mildhybrid- und Plug-in-Hybrid-Antrieb sowie für reine Verbrenner. Nie zuvor war elektrische Top-Leistung so kompakt verpackt.

Range Extender: Mehr als nur mehr Reichweite

ZF hat das technische Prinzip des Range Extenders weiterentwickelt. Der Reichweitenverlängerer erfüllt die Bedürfnisse vor allem chinesischer E-Autobauer, könnte aber auch in Europa und Nordamerika der Elektromobilität neuen Schwung verleihen.

Thermomanagement neu gedacht

ZF ist bekannt für seine vielfältige Antriebstechnik in elektrifizierten Fahrzeugen. Sein außergewöhnliches Thermomanagement-System TherMaS ist ein weiterer Ansatzpunkt, um bei rein elektrischen Fahrzeugen mehr Reichweite pro Batterieladung zu erzielen.

Mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort für Pkw

Das Produktportfolio von ZF enthält innovative Antriebs- und Fahrwerktechnik für Pkw mit konventionellem Antrieb sowie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Zusätzlich bietet ZF sowohl Komponenten als auch Systeme für die passive Sicherheitstechnik. ZF gestaltet die Zukunft der Mobilität mit seiner einzigartigen Kompetenz.

Elektrifizierung bei Nutzfahrzeugen

Aktuell zeigt die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen eine klare Zweiteilung: Während E-Busse – und hier besonders elektrische Stadtbusse – bereits hohe Marktanteile erreichen, stehen schwere elektrische Lastwagen erst am Beginn ihres kommerziellen Durchbruchs.

Technische Entwicklung bei Lastwagen

Der Markt für Elektro-Lkw wird im Jahr 2026 an Fahrt aufnehmen. Treiber sind vielfach die Gesetzgeber weltweit. Nach EU-Recht etwa müssen Lkw-Hersteller in Europa die Emissionen neuer Trucks bis zum Jahr 2030 um 45 Prozent senken, bis 2040 um 90 Prozent. Als Referenz gelten die CO2-Emissionen des Jahres 2019. Auch die Hersteller von Lkw-Anhängern haben die Emissionswerte bis 2030 um zehn Prozent zu verbessern.

Für Herausforderungen sorgt die Elektrifizierung der Lkw-Flotten im Fernverkehr mit batterie-elektrischen Fahrzeugen, bei der China mit deutlichem Abstand der Vorreiter ist. Ein erst lückenhaft vorhandenes Schnellladesystem (Megawatt Charging System, MCS) für schwere Lkw begünstigt den Einsatz von Alternativlösungen wie Wasserstoffverbrennungsmotoren und Brennstoffzellen- sowie Hybrid-Technik.

Um die Dekarbonisierung bei Trucks durch Elektrifizierung voranzutreiben, hat ZF einen modularen Baukasten mit unterschiedlichen E-Antriebssträngen entwickelt: effizient, robust und kostengünstig. Für Lkw mit konventionell ausgelegtem Antriebsstrang interessant ist der elektrische Zentralantrieb CeTrax 2. Dessen Varianten für leichte bis schwere Lkw bilden inzwischen eine eigene Familie. Ergänzt werden die CeTrax-Lösungen durch drei Systeme der elektrischen Achse AxTrax 2. Während der Zentralantrieb CeTrax 2 über eine Kardanwelle eine konventionelle Hinterachse antreibt, sind bei AxTrax 2 die E-Motoren und Getriebe direkt in die Achse integriert.

Neben vollelektrischen Antriebssystemen für Lkw verschiedener Gewichtsklassen bietet ZF das automatisierte Schaltgetriebe TraXon 2 auch in der elektrifizierten Variante Traxon 2 Hybrid an. Abhängig von der Fahrzeugkonfiguration und dem jeweiligen Einsatzprofil kann das Hybridsystem dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch und die damit verbundenen betrieblichen CO₂-Emissionen zu reduzieren.

TraXon 2 Hybrid als PHEV
47
%
maximal beträgt die CO₂-Reduktion durch das Nutzfahrzeuggetriebe TraXon 2 Hybrid als PHEV im Fernverkehr und bis zu 73 Prozent im Verteilerverkehr, so das Ergebnis einer VECTO-Simulation. Voraussetzung: konsequentes Zwischenladen.

Dynamisch und emissionsarm in die Zukunft

Durch den zunehmenden Güterverkehr auf den Straßen weltweit gewinnt die Dekarbonisierung schwerer Lkw massiv an Bedeutung. Mit TraXon 2 Hybrid entwickelt ZF eine Antriebslösung, die im Vergleich zum reinen Dieselantrieb den Treibhausgasausstoß senkt und kommende verschärfte Abgasnormen erfüllt.

Dezentral zum Zentralantrieb

Schwierige Begleitumstände kennzeichneten die Vorbereitungen zum Serienstart von CeTrax lite, dem E-Antriebssystem für leichte Nutzfahrzeuge. Der Schlüssel zum Erfolg: das europäisch-japanische ZF-Team.

Kraftpaket für E-Trucks: CeTrax 2

CeTrax 2 ist der integrierte und modulare elektrische Zentralantrieb von ZF für schwere Nutzfahrzeuge. Er fügt sich auch nahtlos in den Raum des Getriebes eines Lkw mit Verbrennungsmotor ein.

Mehr dazu im ProduktFinder

Technik für Langstrecken- und Schwertransporte

ZF bietet für Lkw ein breit gefächertes Portfolio an ausgereiften Komplettlösungen für Antrieb, Lenkung und Sicherheit.

Technische Entwicklung bei Bussen

Elektrische Busse spielen eine zentrale Rolle in der globalen Verkehrswende. Sie sind lokal emissionsfrei und leiser als Dieselbusse. Nach einer internationalen Studie des „Institute for Transportation and Development Policy (ITDP)“ aus dem Jahr 2025 entfallen weltweit mehr als 50 Prozent der Fahrten im öffentlichen Nahverkehr auf Busse. Auf Grundlage der festgelegten Betriebs- und Energieversorgungsannahmen kann ein Elektrobus im jährlichen Betrieb geringere Treibhausgasemissionen verursachen als ein funktional vergleichbarer Dieselbus. Im untersuchten Best-Case-Szenario betrug die berechnete Differenz bis zu 60 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Das Ergebnis hängt insbesondere von der jährlichen Fahrleistung ab sowie vom Energieverbrauch des Fahrzeugs, dem Streckenprofil und der Treibhausgasintensität des eingesetzten Stroms.
Vor allem Stadtbusse sind die Vorreiter bei der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen. Entsprechend hoch ist inzwischen ihr Anteil in den Städten weltweit. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wurden im Jahr 2024 weltweit mehr als 70.000 Elektrobusse verkauft, insbesondere getrieben durch China und durch einen deutlichen Anstieg in Europa.

Auch bei der Elektrifizierung von Bussen bedient sich ZF aus seinem modularen Baukasten für elektrische Nutzfahrzeugantriebe. Bei ihnen blickt der Konzern auf eine drei Jahrzehnte lange Erfahrung zurück. Bereits im Jahr 1994 präsentierte ZF seine erste Niederflur-E-Achse für Busse, deren mehrfache Weiterentwicklung heute in die Elektroportalachse AxTrax 2 LF mündete. Je nach Anforderung und Fahrzeugtyp können Kunden bei Bussen aus mehreren Varianten der elektrische AxTrax 2-Achsantriebe oder CeTrax 2-Zentralantriebe wählen. Von allen Nutzfahrzeugtypen ist die Elektrifizierung bei Stadtbussen und deren Dekarbonisierung am weitesten fortgeschritten. Eine Herausforderung sind noch die Intercity- und Reisebusse mit ihren deutlich längeren Fahrstrecken. Sind Stadtbusse vorwiegend vollelektrisch unterwegs, spielt vor allem der Plug-in-Hybridantrieb für Intercity- und Reisebusse eine wichtige Rolle als Übergangstechnologie. Antriebe wie das TraXon 2 Hybrid von ZF bieten im Vergleich zum reinen Verbrennerantrieb merkliche Vorteile wie reduzierte Emissionen, geringere Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer gerechnet sowie die Möglichkeit, emissionsfreie Zonen zu befahren.

Technik für eine emissionsarme Personenbeförderung

ZF bietet ein breites Portfolio an Antriebs-, Fahrwerk-, Sicherheits- und Automatisierungstechnik für Stadt- und Reisebusse. Die Lösungen können Fahrzeughersteller dabei unterstützen, Sicherheit, Vernetzung und Energieeffizienz weiterzuentwickeln.

E-Mobilität abseits der Straße

Elektrisch unterwegs auf Baustelle, Meer und anderswo

Natürlich genügt es nicht, nur den Verkehr auf den Straßen bei Pkw, Lkw und Bussen zu dekarbonisieren. Genauso wichtig ist, den Schadstoffausstoß bei Bau- und Landmaschinen sowie im Schiffsverkehr durch Elektrifizierung rasch zu reduzieren. Emissionsfrei arbeiten diese Maschinen in den genannten Fahrzeugen jedoch nur, wenn der von ihnen benötigte Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Auch hierzu trägt ZF durch sein weltweites Engagement im Windkraftgeschäft bei. Seine Geschäftsaktivitäten abseits der Straße hat der ZF-Konzern in der Division Industrietechnik organisiert.

Elektrische Baumaschinen für lokal emissionsfreien Betrieb

Schätzungen zufolge werden bis zum Jahr 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Metropolen leben. Die Elektrifizierung von Baumaschinen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung, indem sie CO₂-Emissionen direkt am Einsatzort eliminiert. Ebenso reduziert sie den Verbrauch fossiler Energieträger wie Diesel und verbessert die Luftqualität auf Baustellen. Auch sinkt die Lärmbelastung für die dort Beschäftigten und für die Anwohner. E-Antriebe senken zudem den Wartungsaufwand. Obwohl die Anschaffungskosten oft höher sind, sprechen die Gesamtbetriebskosten (TCO) aufgrund geringerer Wartungs- und Energiekosten oft für die elektrischen Maschinen.

Verschärfte Emissionsvorschriften, aber auch Einzelinitiativen treiben die Elektrifizierung voran. So waren etwa die städtischen Baustellen in Norwegens Hauptstadt Oslo im Jahr 2025 bereits zu 85 Prozent emissionsfrei. ZF hat sich auf diese Entwicklungen eingestellt. Die Arbeitsmaschinensysteme von ZF mit ihrer zunehmenden Elektrifizierung profitieren dabei von der langjährigen Erfahrung des Unternehmens bei Elektrostaplern sowie von der Kompetenz innerhalb der ZF-Division Electrified Powertrain Technology.

Durch Elektrifizierung zu weniger Emissionen in der Landwirtschaft

Zwar ist der Anteil von Landmaschinen am weltweiten CO2-Ausstoß im Vergleich zu anderen Sektoren wie der Energieerzeugung oder dem Verkehr relativ gering, aber natürlich beeinflussen auch sie die Gesamtbilanz der Treibhausgase. Landwirtschaftliche Maschinen tragen schätzungsweise zu etwa 1 bis 1,5 Prozent der gesamten globalen Treibhausgasemissionen bei. Einen Beitrag zur Dekarbonisierung in Landwirtschaft und Forstwirtschaft leistet das Produktportfolio von ZF. Darin enthalten sind beispielsweise das elektrifizierte Stufenlosgetriebe eTERRAMATIC eCVT, die vollelektrische Antriebslösung eTERRADRIVE für Traktoren oder der elektrische Zentral- und Einzelradantrieb eTRAC.

Schienenverkehr noch emissionsärmer machen

Der Schienenverkehr zählt zu den energieeffizientesten Verkehrsträgern im Personen- und Güterverkehr. Er kann dazu beitragen, verkehrsbedingte Treibhausgasemissionen zu reduzieren, insbesondere wenn er emissionsintensivere Straßen- oder Luftverkehrsangebote ersetzt. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) entfallen auf den Schienenverkehr etwa acht Prozent des weltweiten Personenverkehrs und sieben Prozent des Güterverkehrs, während er lediglich etwa zwei Prozent des gesamten Energiebedarfs des Verkehrssektors verursacht.

Seit mehr als einem Jahrhundert ist ZF in der Bahntechnik zuhause. Damals, im Jahr 1924 entwickelte das Unternehmen erstmals ein Antriebssystem für Triebwagen. Es war ein langer Weg von den Anfängen bis zu den modernen ZF-Getrieben wie EcoLife Rail 2, EcoMet oder EcoWorld 2. Sie verbessern in Diesel- und Elektrotriebwagen, in Metros, Straßenbahnen und in Lokomotiven sowie in Hochgeschwindigkeitszügen den Komfort und die Effizienz.

Dekarbonisierung des kommerziellen Schiffsverkehrs

Nach Expertenschätzungen ist die Schifffahrt für 2,5 bis 3 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Innerhalb des gesamten Transportsektors verursachen Schiffe etwa elf Prozent der CO2-Emissionen, Tendenz steigend. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat dort für die Jahre 2019-2024 einen Anstieg in Höhe von neun Prozent ermittelt. Ursache ist vor allem der zunehmende Güterverkehr auf den Weltmeeren. Dabei hat die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) im Jahr 2023 das ehrgeizige Ziel formuliert, die internationale Schifffahrt bis etwa zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Dies bedeutet, die Treibhausgase durch den Einsatz klimaneutraler Kraftstoffe signifikant zu reduzieren, die nicht auf Erdöl oder Erdgas basieren.

Innovative Lösungen in der Marine-Antriebstechnik wie Hybridgetriebe, ENC-Getriebe oder hybride und elektrische Ruderpropeller können, abhängig von Schiffstyp, Antriebskonfiguration und Betriebsprofil, den Energie- beziehungsweise Kraftstoffverbrauch reduzieren. Elektrische Antriebslösungen verursachen im rein elektrischen Betrieb im Schiff keine verbrennungsbedingten Abgasemissionen.

CO2-arme und leise Baustelle

Nun erreicht die Elektrifizierung auch die Baustellen. Ein E-Kompaktlader mit ZF eTRAC ist der Erste seiner Art. ZF bietet ein ganzes System leistungsstarker E-Antriebe für unterschiedlichste Fahrzeuggrößen.

Weniger Energieverbrauch und Betriebsemissionen

Wegen häufig kürzerer Fahrstrecken eignen sich Fähren sehr gut für die Elektrifizierung. Über die Vorteile maritimer elektrischer Antriebe und was ZF dazu beiträgt.

E-Fähre auf dem Meer mit Bergen im Hintegrund.

ZF-Produkte abseits der Straße

Ob zu Wasser oder auf dem Land - auch abseits der Straße sorgt ZF für Bewegung. Für viele Anwendungen innerhalb der Industrietechnik liefert ZF die passenden Antriebs- und Getriebelösungen.

Energiegewinnung

ZF Wind Power: ZF-Getriebe für Windkraftanlagen

Die Windenergie leistet einen entscheidenden Beitrag zur weltweiten Dekarbonisierung und damit zum Klimaschutz. Schließlich ersetzt sie in der Stromerzeugung fossile Energieträger und verringert so die Menge an freigesetzten Treibhausgasemissionen maßgeblich.

Die Verpflichtung zur Dekarbonisierung ergibt sich unter anderem aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015. Darin erklären die Unterzeichner, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, möglichst aber auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter.

Nach Angaben der Europäischen Kommission kann eine Onshore-Windkraftanlage bereits innerhalb von weniger als einem Jahr Betriebszeit eine Menge an Treibhausgasemissionen vermeiden, die den über ihren gesamten Lebenszyklus verursachten Emissionen entspricht.

Sowohl die Konstruktion und Produktion als auch den Service rund um Windturbinen hat der ZF-Konzern in seiner Geschäftseinheit ZF Wind Power gepoolt. Fast ein halbes Jahrhundert im Windgeschäft aktiv, verschafft dies ZF bei Technik und Märkten ein riesiges Wissen. Davon profitieren die Kunden weltweit. Egal, ob für den Onshore- oder den Offshore-Einsatz, der Konzern liefert heute Getriebelösungen und Services für Windturbinen mit einer Leistung von bis zu 15 Megawatt.

Innovation und Faszination im XXL-Format

ZF Wind Power steht für höchste Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen und große Kundennähe auf der ganzen Welt.