Deutschland

Standort Schweinfurt

Hier entsteht Zukunft: Smarte Mobilitäts- und intelligente Factory-Lösungen vereint in einem Ort voller Innovationskraft.

ZF in Schweinfurt

Aus Tradition innovativ

Der Standort Schweinfurt steht für technologische Stärke und operative Exzellenz. Innovationen sind dabei die Grundlage für nachhaltigen Erfolg – kombiniert mit effizienten Prozessen, hoher Qualitätsorientierung und digitaler Umsetzungskompetenz.

Ein Standort, vielfältige Kompetenzen

In Schweinfurt gestalten wir täglich die Mobilität von morgen – mit Know-how, Leidenschaft und Innovationskraft als Teil unserer DNA. Hier sind nicht nur vier starke Divisionen - Chassis Solutions, Commercial Vehicle Solutions, Electrified Powertrain Technology und Aftermarket – vertreten, sondern alle relevante Kompetenzen von einem Entwicklungs- und Testcenter über Maschinenbau und Zentrallabor bis hin zur Fertigung.

Electrified Powertrain Solutions

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch – und in Schweinfurt hat sie früh begonnen: Bereits 1988 erkannte man hier das Potenzial elektrischer Antriebe. Mit technologischer Weitsicht und kundenorientierten Lösungen entwickelte sich das Werk zum globalen Leitstandort für E-Motoren innerhalb der ZF.

Chassis Solutions

Das Fahrwerk bildet die Basis für Mobilität auf Rädern. Der Standort leistet hier seit 1929 Pionierarbeit. So trägt er zu mehr Sicherheit und Komfort bei. Als Leitwerk für Schlüsseltechnologien bei semi-aktiven Dämpfungsmodulen spielt Schweinfurt eine zentrale Rolle im globalen ZF-Netzwerk.

Commercial Vehicle Solutions

ZF gestaltet die Mobilität im Nutzfahrzeugsektor sicherer, effizienter und nachhaltiger. Der Standort Schweinfurt steht dabei seit 1929 für wegweisende Antriebs- und Dämpfungstechnologie für Straße und Schiene.

ZF Aftermarket

ZF Aftermarket begleitet Fahrzeuge über ihren gesamten Lebenszyklus – mit Ersatzteilen, digitalen Services und innovativen Lösungen für Werkstätten, Flotten und Händler. Der Standort Schweinfurt prägt diesen Bereich mit fundiertem Know-how und gelebter Servicekompetenz.

Innovationstreiber

Dank eines modernen Tech Centers und eines voll ausgestatteten Entwicklungs- und Testzentrums entstehen in Schweinfurt innovative Lösungen für Produkte, Prozesse, Werkzeuge und Messsysteme. Der Standort ist damit ein zentraler Impulsgeber im globalen ZF-Netzwerk.

Nachhaltigkeit

In Schweinfurt setzte man früh auf nachhaltige Produkte und Remanufacturing. Die Erzeugung und Nutzung grüner Energie, 99 Prozent Recyclingquote und emissionsarme Produkte tragen zum Erreichen des ZF-Ziels bei, bis 2040 klimaneutral zu sein.

Menschen bei ZF

Wir gestalten die Zukunft

Die Gesichter hinter den Innovationen

Von den Anfängen als Fichtel & Sachs im Jahr 1895 bis heute als bedeutender ZF-Standort – Schweinfurt blickt auf über 130 Jahre Innovation und Wandel zurück. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die mit ihrem Know-how, ihrer Leidenschaft und ihren Ideen den Standort geprägt haben.

"Ich wollte eigentlich schon immer bei ZF arbeiten."

Franziska Scheuring arbeitet seit 2022 bei ZF in Schweinfurt und ist heute als HR-Expertin tätig. Sie führt damit eine Familientradition fort, die bereits vier Generationen umfasst. In ihrem Video erzählt sie, wie eng ihre Familie mit dem Standort Schweinfurt verbunden ist – vom Urgroßvater bei Fichtel & Sachs bis zu ihr selbst.

Elektromobilität: Vision trifft auf Entschlossenheit

Während an Universitäten noch theoretisch geplant wurde, baute Marcus Mitte der 1990er Jahre mit einem kleinen Team in Schweinfurt bereits rund 30 funktionierende Elektromotoren auf. Entscheidend ist nicht die Theorie, sondern der Mut, Neues einfach zu machen.

Vom jungen Ingenieur zum Visionär der Fahrwerktechnik

36 Jahre voller Leidenschaft, Innovation und Teamgeist: Thomas Kutsche hat nicht nur Stoßdämpfer entwickelt, sondern Mobilität geprägt. Eine Geschichte von Mut, Vision und dem festen Glauben daran, dass Technik Menschen bewegt.

„Ich möchte die Zukunft der Mobilität hier mitgestalten.“

Daniel Trost arbeitet seit 2011 bei ZF in Schweinfurt – bereits in dritter Generation. Sein Großvater begann 1967 bei Fichtel & Sachs, sein Vater absolvierte hier seine Ausbildung. Für Daniel war früh klar, dass er diesen Weg fortsetzen möchte. In seinem Video erzählt er, warum er gerne bei ZF Race arbeitet, was ihn an seiner Arbeit begeistert und weshalb er jeden Tag gerne auf die Arbeit kommt.

„Gute Ideen entstehen manchmal ganz nebenbei.“

Monika Rößner arbeitet seit 33 Jahren am Standort Schweinfurt und macht unsere Produkte jeden Tag ein Stückchen besser. Sie hat das Konzept für die vierte Generation des Wandler-Hybridgetriebes entworfen – eine Idee, die in der Mittagspause entstand. In ihrem Video erzählt sie, warum sie gerne bei ZF arbeitet, was sie an neuen Konstruktionen begeistert und weshalb Innovation für sie das Markenzeichen des Standorts ist.

„Man darf nie aufhören, sich weiterzuentwickeln.“

Karl-Josef Johanni – für alle einfach Charly – war 51 Jahre bei ZF in Schweinfurt tätig und hat die Entwicklung vom mechanischen Arbeiten bis zur Digitalisierung miterlebt. Seine Laufbahn führte ihn vom Elektriker über die Instandhaltung und ein Studium bis in den Maschinenbau – und in ZF-Werke auf der ganzen Welt. In seinem Video erzählt er, warum er immer gern zur Arbeit ging und weshalb jede neue Aufgabe für ihn vor allem eines war: eine Chance, sich weiterzuentwickeln.

"Wer sich einbringt, kann bei ZF Großes bewegen"

Andreas steht für Engagement, Bodenständigkeit und Verantwortung. Seit über 40 Jahren prägt er die Nutzfahrzeugtechnik in Schweinfurt – heute als Werksleiter mit Fokus auf smarte Produktion, technologische Meilensteine und die Zukunft schwerer Mobilität.

Historie

Aus Tradition innovativ

Auszüge aus über 130 Jahren Geschichte

In Schweinfurt, wo einst die Freilaufnabe erfunden wurde, treibt man heute die Mobilität der Zukunft voran.

Wie alles begann

Die Geschichte des Standorts reicht ins Jahr 1894 zurück, als der Werkzeugmacher und leidenschaftliche Radrennfahrer Ernst Sachs sein erstes Fahrradnaben-Patent anmeldete – ein technisches Detail mit enormer Tragweite. Nur ein Jahr später, 1895, gründete er gemeinsam mit dem Kaufmann Karl Fichtel die „Schweinfurter Präzisions-Kugellagerwerke Fichtel & Sachs“.

Die Idee: Mechanik auf höchstem Präzisionsniveau, verbunden mit praktischem Nutzen. Aus dieser Verbindung entstand mehr als ein Produkt, das die Mobilität aller Bevölkerungsschichten ermöglichte – es entstand eine Denkweise, die den Standort über Generationen prägen sollte.

Ernst Sachs und Karl Fichtel

Innovation, die Mobilität neu erfand

Mit der Einführung der Torpedo-Freilaufnabe im Jahr 1903 veränderte Fichtel & Sachs die Welt des Fahrradfahrens grundlegend. Erstmals vereinte ein kompaktes Bauteil Freilauf und Rücktrittbremse in einem geschlossenen System – einfach zu bedienen, sicher im Alltag, millionenfach bewährt.

Was heute selbstverständlich erscheint, war damals eine Sensation: Die Torpedo-Nabe machte das Fahrrad komfortabler, sicherer und wartungsärmer – und wurde in kürzester Zeit zum Weltbestseller.

Diese erste große Produktinnovation war nicht nur ein Verkaufserfolg. Sie machte Fichtel & Sachs zu einem führenden Unternehmen in der Fahrradtechnik – und legte den Grundstein für die weitere Diversifizierung.

Torpedo Freilaufnabe

Aufbruch zu Zukunftstechnologien

Nach dem plötzlichen Tod von Karl Fichtel im Jahr 1911 übernahm Ernst Sachs die alleinige Führung des Unternehmens. Der Betrieb war zu diesem Zeitpunkt bereits auf rund 2.600 Beschäftigte angewachsen – ein Zeichen für seine wirtschaftliche Bedeutung in der Region und darüber hinaus.

1929 verkaufte er die profitable Kugellagerfertigung an SKF. Das freiwerdende Kapital investierte er konsequent in Zukunftstechnologien: Kupplungen, Stoßdämpfer und kleine Zweitaktmotoren wurden die neuen Kerngeschäfte – Komponenten, die den Aufbruch in eine neue Form der Mobilität ermöglichten.

So wandelte sich Fichtel & Sachs vom Fahrradkomponenten-Hersteller zum Anbieter von Fahrzeugtechnik – und wurde damit zu einem der wichtigsten Impulsgeber für die Motorisierung in Deutschland und darüber hinaus.

Motorsport gehört zur Identität

Schon in den 1930er-Jahren zeigte sich, wie sehr Sachs-Technik unter Extrembedingungen überzeugen konnte: Die berühmten Mercedes-Silberpfeile setzten auf Sachs-Stoßdämpfer – Komponenten aus Schweinfurt, die im Rennsport ebenso wie in der Serie höchste Anforderungen erfüllten.

Diese Verbindung zwischen Serienentwicklung und Spitzenleistung prägte die weitere Unternehmensentwicklung. Die Fähigkeit, technologische Präzision und Zuverlässigkeit unter härtesten Bedingungen bereitzustellen, wurde zum Markenkern – im Motorsport wie im Alltagsfahrzeug.

Ob in der DTM, der Rallye Dakar, im Truck Racing oder in der Formel 1: Komponenten aus Schweinfurt sind seit vielen Jahrzehnten dort im Einsatz, wo Sieg und Sicherheit von Technik abhängig sind.

Wiederaufbau mit Weitblick

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag ein Großteil der Werksanlagen in Trümmern. Doch der Standort bewies erneut Pioniergeist: Bereits 1952 war das Werk zu 90 Prozent wieder aufgebaut – leistungsfähiger und zukunftsgerichteter als zuvor.

Die folgenden Jahre nutzte Fichtel & Sachs gezielt zur Erweiterung der Produktpalette. Neben Kupplungen und Stoßdämpfern wurde weiter an innovativen Anwendungen entwickelt, etwa in der Zweiradtechnik und bei industriellen Antrieben.

Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft in Brasilien (1959) begann die globale Expansion. Die Nachfrage wuchs – nicht zuletzt durch innovative Produkte wie hydraulische Teleskopstoßdämpfer oder neue Kupplungssysteme für Pkw und Nutzfahrzeuge.

1969 begann mit dem Bau des Werks Süd die größte Standorterweiterung in der Geschichte von Fichtel & Sachs - ein Meilenstein, der das Werk perspektivisch verdoppelte.

Werk Nord 1970

Die Erfinder-AG – wenn Innovationen Kultur werden

Im Laufe der Jahrzehnte gewann die Innovationskultur bei Fichtel & Sachs immer mehr an Gewicht: Technische Verbesserungen kamen nicht nur aus der Entwicklungsabteilung, sondern aus der gesamten Belegschaft.

Verbesserungsvorschläge wurden gefördert und prämiert – eine gelebte Idee der „Erfinder-AG“. So entstanden unter anderem ein klappbares Leitersystem, ein Gartenhäcksler mit Sicherheitsstopp sowie optimierte Motorradstoßdämpfer.

Ein besonders visionäres Projekt war der Sachs 1: ein kompakter Stadtwagen mit Wankelmotor und Porsche-Karosserie, der 1973 entwickelt wurde. Das Fahrzeug wurde jedoch nie vermarktet, um bestehende OEM-Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.

Wandlerbau 1970er Jahre

Globale Ausrichtung – Technik für die Welt

Mit der Übernahme durch die Mannesmann AG im Jahr 1987 wurde Sachs Teil eines großen Konzerns und richtete sich strategisch neu aus: Die Automobiltechnik wurde zum Kerngeschäft, neue Märkte wurden erschlossen, internationale Tochtergesellschaften gegründet.

Diese Phase war nicht nur durch Expansion geprägt, sondern auch durch technologischen Aufbruch: In Schweinfurt entstand beispielsweise 1995 das CDC-Ventil (Continuous Damping Control) – eine Schlüsselkomponente für elektronisch geregelte Stoßdämpfer, die bis heute in Millionen Fahrzeugen weltweit verbaut wird.

Frühe CDC-Stoßdämpferfertigung

Elektromobilität – ein Vorgriff auf morgen

Schon 1992 entwickelte man in Schweinfurt mit dem Sachs Electric Superdrive ein frühes Hybridantriebskonzept. Dabei trieb ein Verbrennungsmotor einen Kurbelwellengenerator an, der eine Hinterachse mit zwei E-Motoren mit elektrischer Energie versorgte. Kabel ersetzten Zahnräder.

Das Konzept ging zwar nie in Serie, markierte jedoch den Startpunkt einer kontinuierlichen Entwicklung: Die dafür entwickelten Elektromotoren ebneten den Weg zur ersten europäischen Serienfertigung von Hybridmodulen in Schweinfurt – und legten den Grundstein für die heutige führende Rolle der ZF Group in der Mobilität der Zukunft.

SACHS Electric Superdrive in einem Audi 100

Integration in ZF – und ein neuer Impuls

Mit der Übernahme durch die ZF Friedrichshafen AG im Jahr 2001 begann ein neues Kapitel. SACHS blieb im Aftermarket als etablierte Produktmarke erhalten, der ZF-Standort Schweinfurt wurde wichtiger Teil eines weltweit agierenden Technologiekonzerns und mit einem neuen Entwicklungszentrum weiter ausgebaut.

2008 wurde in Schweinfurt ein weiterer Meilenstein gesetzt: Die erste Serienfertigung von Hybridmodulen in Europa lief an - unter anderem für den Mercedes-Benz S400.

Neben dem Werk Süd wurde 2001 die Erweiterung des Entwicklungszentrums eingeweiht.

Heute: Vielfältig und zukunftsgerichtet

Heute ist der Standort Schweinfurt ein Multidivisionsstandort mit hoher strategischer Relevanz im globalen ZF-Konzern. Vier starke Divisionen sind hier vertreten: Chassis Solutions, Commercial Vehicle Solutions, Electrified Powertrain Technology und Aftermarket.

Der Standort vereint zentrale Technologiebereiche unter einem Dach: ein modernes Entwicklungs- und Testzentrum, ein Tech Center mit Werkzeugbau, Maschinenbau, Zentrallabor sowie Muster- und Prototypenbau - ebenso wie ZF Engineering Solutions.

In den Schweinfurter Produktionswerken der Divisionen wird die Smart Factory Realität, bei der digitale Vernetzung, künstliche Intelligenz und smarte Cloud-Lösungen die Produktivität deutlich optimieren.

E-Motorenproduktion

Die Marke SACHS heute

Die Marke SACHS lebt weiter – als feste Größe im Aftermarket-Geschäft von ZF. Die Stoßdämpfer und Kupplungen stehen bis heute für das, was das Unternehmen und diese Marke groß gemacht hat: Erstausrüsterqualität, Verlässlichkeit und technische Kompetenz.

Zudem wird die Geschichte der Marke und des Standorts auf über 850 m² in der SACHS-Ausstellung in Schweinfurt eindrucksvoll dargestellt – als Ort der Erinnerung, Technikbegeisterung und Identifikation mit einem besonderen Stück Industriekultur.

Sachs Performance