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Level 2+: Intelligente Fahrerassistenzsysteme

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Teilautomatisierte Level 2+ Lösungen können dabei helfen, die Sicherheit und den Komfort von Pkw zu erhöhen. ZF bietet eine Bandbreite an intelligenten Fahrerassistenzsystemen, die hinsichtlich Kosten und Funktionen skalierbar sind.
Achim Neuwirth,
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Achim Neuwirth ist seit 2011 als Autor für ZF tätig. Der Publizistiker schreibt bereits seit rund 20 Jahren über Mobilitätsthemen in allen Facetten.
Das komplett selbstfahrende eigene Auto in der heimischen Garage als Inbegriff der sicheren und bequemen Mobilität von morgen? Diese Zukunftsvision lässt manche geradezu euphorisch werden, andere eher skeptisch. Auch international betrachtet gehen die Meinungen auseinander.

Das unterstreicht eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos (im Auftrag von Audi): Die Befragten in China zeigen sich demnach zu 98 Prozent am autonomen Fahren interessiert, jene in den USA dagegen nur zu 72 Prozent. Auch die „Auto-Nation“ Deutschland befindet sich mit 77 Prozent deutlich unter dem internationalen Durchschnitt, der bei 82 Prozent liegt.
Eines aber haben die Befragten aller untersuchten Länder gemeinsam: Je mehr Kilometer sie mit dem Auto abspulen und je stärker sie Mobilitätsdienste nutzen, umso eher können sie sich vorstellen, das Steuer ihrem Fahrzeug zu überlassen. Generell am höchsten ist die Bereitschaft dafür bei Autobahnfahrten, in Staus oder beim Einparken. Auch smarte Assistenzsysteme können das Kommando über den Pkw zuerst in diesen Situationen übernehmen. Noch fern sind dagegen Fahrzeuge, die immer und überall völlig selbständig von A nach B finden – weil technisch hochkomplex, sehr teuer und mit vielen offenen (Rechts-)Fragen verbunden.
„Nach unserer Einschätzung wird sich autonomes Fahren nach Level 4 oder 5 zuerst im Nutzfahrzeugsegment und im städtischen Personentransport durchsetzen“, sagt der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider. Selbstfahrende Shuttles etwa können in Städten den ÖPNV ergänzen und dazu beitragen, stadtnahe Regionen besser anzubinden.
Sicherheits- und Komfortvorteile zu einem erschwinglichen Preis: ZF hat den coASSIST mit Dongfeng Motor in China auf den Markt gebracht

Den Mehrwert von Level 2+ können sich viele Autos leisten

Den Mehrwert von Level 2+ können sich viele Autos leisten

Beim Pkw setzt ZF auf intelligente Teilautomatisierung, sogenannte Level 2+-Systeme. Für den Fahrer kann Level 2+ eine spürbare Entlastung bedeuten: Spurhalteassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung und Co. werden intelligent miteinander verknüpft und erlauben dem Fahrer, in bestimmten Situationen auch mal kurz die Hände vom Steuer und die Füße vom Pedal zu nehmen. Das System von ZF geht über die Funktionalität eines regulären Level 2-Systems hinaus, wobei der Fahrer jederzeit eingreifen kann und immer für die Überwachung des Umfelds verantwortlich bleibt.

ZF bietet eine ganze Bandbreite an Level 2+-Systemen an, unter anderem ZF coASSIST, ZF coDRIVE und ZF coPILOT, mit jeweils wachsenden Funktionsinhalten (siehe Videos unten). coASSIST, das erschwinglichste System, wurde bereit in China mit Dongfeng eingeführt. Bei coDRIVE arbeitet ZF mit Kunden zusammen, um dieses verbesserte System der Stufe 2+ auf den Markt zu bringen. coPILOT, ein bis zu Stufe 4 skalierbares System, soll in einer Partnerschaft mit dem schnell wachsenden vietnamesischen Elektrofahrzeughersteller VinFast eingeführt werden.