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Die Zukunft der autonomen Mobilität beginnt jetzt

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Tags: NullUnfälle, NullEmissionen, AutonomesFahren, KünstlicheIntelligenz
Autonomes Fahren – das ewige Zukunftsthema? Wenn es nach ZF geht, hat diese Zukunft jetzt begonnen: Der Konzern bietet Lösungen für alle Level des automatisierten Fahrens.
Andreas Neemann, 12. August 2021
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Andreas Neemann hat seinen ersten ZF-Magazintext im Jahr 2001 zum 6HP-Automatgetriebe geschrieben. Seither begleitet der Automotive-Autor mit Faible für komplexe Themen den Konzern in vielen Publikationen für interne wie externe Leser.
Die weltweite Pandemie war für viele Menschen Auslöser für einen Perspektivwechsel. Wir messen den Themen Sicherheit und Nachhaltigkeit mehr Bedeutung bei. Und wir haben unser Mobilitätsverhalten verändert und sind offener gegenüber Themen wie Digitalisierung, Konnektivität, ADAS und autonomes Fahren geworden. Kurz gesagt: Die Mobilitätswende ist in vollem Gange und das automatisierte und autonomen Fahren ist ein wesentlicher Teil davon.

Teilautonome Pkw, vollautonome Shuttles

Teilautonome Pkw, vollautonome Shuttles

Eine Schlüsselrolle für sicherere, effizientere und komfortablere Verkehrs- und Mobilitätskonzepte nimmt das autonome Fahren ein. Autonomes Fahren kann Unfälle vermeiden helfen, denn nach wie vor sind menschliche Fahrfehler die Hauptursache von Crashs. Autonomes Fahren kann aber auch dazu beitragen, individuell zugeschnittene und bequem verfügbare Mobilitätskonzepte zu realisieren, mit denen sich Staus und Emissionen reduzieren lassen. ZF hat all diese Marktentwicklungen im Blick und entwickelt Lösungen für Pkw wie auch für Nutzfahrzeuge und autonome Transportsysteme.
Mehrere Stufen definieren dabei, wie viel Eingriff der Fahrer in die selbststeuernden Fahrzeuge oder Transportsysteme hat – vom assistierten Fahren nach Level 1 bis zum vollautomatisierten Fahren ohne menschliche Überwachung nach Level 4 und 5.

Je nach Applikation verlangt der Markt aktuell unterschiedliche Lösungen. Im Pkw-Bereich bieten intelligente Fahrerassistenzsysteme, sogenannte Level 2+-Systeme, auf absehbare Zeit das größte Potenzial. „Bei ZF sind wir davon überzeugt, dass Level 2+ Systeme moderne Sicherheitstestprotokolle erfüllen und den Fahrer entlasten werden – ein wesentlicher Aspekt, der in Zukunft bei Pkw eine Rolle spielen wird“, sagt Christophe Marnat, Executive Vice President der ZF-Division Electronics and Advanced Driver Assist Systems.
Bei Level 2+-Systemen werden Funktionen wie adaptive Geschwindigkeitsregelung, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel- und Spurhalteassistent, Autobahn- und Stauassistent intelligent miteinander verknüpft und erlauben dem Fahrer, in bestimmten Situationen auch mal kurz die Hände vom Steuer und die Füße vom Pedal zu nehmen, wenngleich der Fahrer immer in der Verantwortung bleibt. Der Komfort- und Sicherheitsgewinn, insbesondere bei längeren und eher monotonen Autobahnfahrten oder im Stau ist groß und geht deutlich über den eines Level-2-System hinaus. Von der kostengünstigen Basisvariante coASSIST über den coDRIVE bis hin zum coPILOT bietet ZF aktuell drei verschiedene Level 2+-Systeme an.
“Unsere Vision ist es, dass autonome Mobilität die Verkehrsbedingungen in den Städten verbessert und dazu beiträgt, Staus und Emissionen zu reduzieren."
Torsten Gollewski, Executive Vice President Autonomous Mobility Systems bei ZF

Autonome Shuttles: Starke Hebelwirkung für künftige Mobilität

Autonome Shuttles: Starke Hebelwirkung für künftige Mobilität

Im Nutzfahrzeugbereich wie auch im städtischen Personenverkehr wird sich autonomes Fahren aller Voraussicht nach als Erstes durchsetzen. Im Nutzfahrzeugbereich kann ZF leichte und schwere Fahrzeuge mit seinem AD-System ausstatten und so in automatisierte Maschinen transformieren. Und auch im noch jungen Markt der People Mover ist ZF aktiv. ZF hat 100 Prozent an dem niederländischen Unternehmen 2getthere übernommen, das viele Jahre Erfahrungen mit autonomen Fahrsystemen mitbringt – wie 14 Millionen transportierte Passagiere und über 100 Millionen autonom zurückgelegte Kilometer eindrucksvoll belegen. Aktuell ist ZF dabei, im Rahmen des RABus-Projektes, autonome Shuttles für die deutschen Städte Friedrichshafen und Mannheim zu entwickeln. Und im Rivium Business-Park bei Rotterdam, wo die autonomen Shuttles von 2getthere seit Jahren in Betrieb sind, werden diese gerade mit der neuesten Version aktualisiert.
“Unsere Vision ist es, dass autonome Mobilität die Verkehrsbedingungen in den Städten verbessert und dazu beiträgt, Staus und Emissionen zu reduzieren“, sagt Torsten Gollewski, Executive Vice President Autonomous Mobility Systems bei ZF. Ein Netzwerk von autonom und elektrisch fahrenden Shuttles kann in den Städten das vorhandene ÖPNV-Angebot sinnvoll ergänzen und den ländlichen Raum besser an die Städte anbinden.
Autonome Shuttles bieten einen großen Hebel für die künftige Mobilität: Sie könnten in Städten den ÖPNV ergänzen und in stadtnahen Regionen die Anbindung des ländlichen Raumes optimieren.

Skalierbare Technik für alle Level des automatisierten Fahrens

Skalierbare Technik für alle Level des automatisierten Fahrens

„ZF verfügt bereits heute über alle notwendigen Technologien für künftige Fahrzeug- und Mobilitätskonzepte“, sagt Gollewski. Dies umfasst Hochleistungsrechner, Software, Sensoren und Aktuatoren der Fahrzeuge sowie die Konnektivität der Fahrzeuge für Mobilitätsdienste. Den Kern neuer Elektrik/Elektronik-Fahrzeugarchitekturen bilden Hochleistungsrechner, die wahlweise als Zentralrechner oder Domänen- bzw. Zonen-Steuergeräte eingesetzt werden können. Hier setzt ZF mit der jüngsten Generation seines Supercomputers ZF ProAI an. „Unsere ProAI deckt eine enorme Breite von möglichen Anwendungsfeldern für jeden Fahrzeugtyp ab und ist für alle Stufen des automatisierten oder autonomen Fahrens geeignet“, erklärt Gollewski. Die ZF ProAI bietet maßgeschneiderte Rechenpower für jede Fahrzeugplattform und jeden Automatisierungsgrad und ist der flexibelste, skalierbarste und leistungsstärkste Supercomputer für die Automobilindustrie.
Die ZF ProAI ist der flexibelste, skalierbarste und leistungsfähigste Supercomputer der Automobilindustrie. Er ist KI-fähig und für alle Stufen des automatisierten Fahrens von Level 2 bis 5 geeignet.

Die Zukunft des autonomen Fahrens beginnt jetzt

Die Zukunft des autonomen Fahrens beginnt jetzt

ZF hat sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeugsegment die ersten Großaufträge für die ZF ProAI gewonnen und wird den Zentralrechner ab 2024 in Großserie produzieren. Das kostengünstige Level2+ Fahrsystem „coASSIST“ hat das Unternehmen im Dongfeng Aeolus Yixuan in Serie gebracht. Und die autonomen Shuttles von 2getthere sind seit Jahren in Betrieb. Das alles zeigt: Die autonome Mobilität ist längst keine Zukunftsmusik mehr – mit den Technologien von ZF hat die „Next Generation Mobility“ bereits jetzt begonnen.
Sicherheits- und Komfortvorteile zu einem erschwinglichen Preis: ZF hat sein erstes Level2+ System coASSIST mit Dongfeng Motor in China auf den Markt gebracht.

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