Schmale Straßen, dichter Verkehr und intelligente Lösungen
Er kennt die Eigenheiten der Mobilität in Indien: Dhananjay Gaikwad reist viel vom ZF-Standort in Pune zu den Entwicklungszentren der Automobilhersteller im gut 150 Kilometer entfernten Mumbai. Als FutureStarter fühlt sich der ZF Sales Manager, weil er praktisch für alle lokalen Ausprägungen der Next Generation Mobility eine Lösung hat.
„Enge Straßen, dichter Verkehr in Indiens Großstädten und eine belastete Umwelt stellen uns für die Zukunft vor eine besondere Herausforderung. Die damit verbundenen Aufgaben nehmen durch den zu erwartenden Anstieg des Fahrzeugbestands auf den Straßen zu“, sagt Dhananjay Gaikwad, der seit fünf Jahren bei ZF tätig ist. Das jährliche Absatzvolumen in Indien soll von 4,3 Millionen Neufahrzeugen im Jahr 2022 auf rund sieben Millionen im Jahr 2030 steigen. „Die Regierung plant, den Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge bis zum Ende des Jahrzehnts auf 30 Prozent der Gesamtmenge zu erhöhen“, beschreibt Dhananjay die Mobilitätspläne. Ein Ziel, das in Anbetracht der wachsenden Sorgen um den weltweiten Klimawandel und die Umwelt in Indien dringend notwendig erscheint.
Dhananjay Gaikwad, Senior Sales Manager bei ZF
Minimaler Wendekreis: EasyTurn von ZF
Dieses Ziel ebnet darüber hinaus den Weg für eine Technologie, die sich für die Verkehrsbedingungen in den Metropolen Indiens ideal eignet: „Unsere EasyTurn-Lenkung für Elektroautos verdoppelt nahezu den möglichen Einschlagwinkel im Vergleich zu herkömmlichen Vorderachse-Lenkungen: Bis zu 80 Grad sind nun möglich“, erläutert Dhananjay die ZF-Entwicklung. „Dadurch lässt sich der Wendekreis eines Fahrzeugs um bis zu 40 Prozent reduzieren. “ Mit EasyTurn werden Manöver am Lenkrad auf schmalen Fahrbahnen für die Fahrer viel einfacher. Ein Argument, das in den engen und verkehrsreichen Ballungsräumen Indiens zunehmend Bedeutung gewinnt – vor allem, wenn sich bald noch mehr Fahrzeuge den Verkehrsraum teilen müssen. Die EasyTurn-Lenkung funktioniert am besten bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb. Bei ihnen ist die Vorderachse von Antriebsaufgaben befreit – und damit auch von den Antriebswellen, die sonst den Einschlag der Lenkung begrenzen würden. „Die EasyTurn-Lenkung passt perfekt, um anhand praktischer Zusatzfunktionen Werbung für Elektrofahrzeuge und die nachhaltige Elektromobilität in Indien zu machen“, ist der Maschinenbauingenieur überzeugt.
Der FutureStarter kombiniert seine Expertise aus den Bereichen Mobilität und Technical Solutions.
Von individuell gesteuerten und abgestimmten Aktoren bis zum zentralen Software-System
Dhananjay steht voll und ganz hinter der Strategie der Marke. Die Fokussierung von ZF auf die vier Geschäftsfelder Vehicle Motion Control, Nachhaltigkeit, Elektromobilität und automatisiertes Fahren, verbunden mit einer starken Digitalisierungskompetenz, lässt ihn optimistisch in die Zukunft blicken: „Es gibt kaum einen anderen Konzern, der überall auf der Welt so viele Felder der Mobilität der Zukunft abdeckt und dafür nachhaltige Lösungen entwickelt“, beschreibt er die Vorteile. „Wir sind mit unseren Entwicklungen in vielen Themen tiefer drin, als es die Hersteller sein können.“ Der Vertriebsleiter war zuvor in einem Unternehmen tätig, das hauptsächlich technische Komponenten, aber keine Komplettlösungen herstellte. Jetzt schätzt er die große Bandbreite an Technologien, insbesondere in seinem Verantwortungsbereich Vehicle Motion Control and Chassis Solutions: „Die Technologie-Themen, die ich mit meinen Kunden bespreche, reichen von der rein mechanischen EasyTurn-Lenkung bis hin zur Software cubiX, der zentralen Steuerung für alle Aktoren im Fahrzeug.“
Dhananjay erklärt weiter: „EasyTurn und cubiX lassen sich perfekt mit allen anderen Technologien des Unternehmens kombinieren: zum Beispiel mit By-Wire-Systemen für Lenkung und Bremsen oder anderen Technologien aus dem Fahrwerkslösungsportfolio von ZF.“
Um in seinem Job erfolgreich zu sein, benötigt Dhananjay Gaikwad ein umfassendes Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden.
Vertrauensvolle Beziehung zu indischen OEMs
Ihm gefällt das Vertrauen, das Ansprechpartner bei den lokalen Fahrzeugherstellern ZF entgegenbringen, und nennt ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür: „Ein indischer Hersteller hat 2023 die Entwicklung seines ersten Elektroautos vorgestellt und unsere Ingenieure um eine ehrliche Einschätzung im Vergleich zu Modellen etablierter Fahrzeughersteller gebeten. Das Auto kommt zwar erst in einigen Jahren auf den Markt, aber dass der Kunde unsere Meinung und Beurteilung geschätzt hat, hat sicherlich dazu beigetragen, ZF für die Serienproduktion bei diesen Elektrofahrzeugen ins Spiel zu bringen. Während ZF in Indien weiter daran arbeitet, seine Position bei den Fahrzeugherstellern zu stärken und deren Bedarf an maßgeschneiderten Produkten für den lokalen Markt zu unterstützen, kann ich mir kaum einen besseren Beweis für den Wert vorstellen, den ZF als Technologieunternehmen für unsere Kunden in Indien hat.“
Was genau macht eigentlich ZF?
Wir gestalten das Fahrzeug der Zukunft. Dabei steht unser Team im Fokus, unsere #FutureStarter. Sie entwickeln täglich Technologien – von Nachhaltigkeit, Elektromobilität und autonomem Fahren bis Software, Digitalisierung und Vehicle Motion Control.