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Integrierte Sicherheit bei ZF Integrierte Sicherheit bei ZF

Integrierte Sicherheit: Ein Überblick

Ein Straßenverkehr ohne Schwerverletzte und Tote ist das Ziel von Vision Zero. Einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Fahrzeuginsassen und anderer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Rad- oder Motorradfahrer kann die kontinuierliche Verbesserung der Fahrzeugsicherheit leisten.

DEFINITION: WAS IST INTEGRIERTE SICHERHEIT?

Integrierte Fahrzeugsicherheit: Aktive und Passive Sicherheit

Die integrierte Fahrzeugsicherheit verknüpft die aktive mit der passiven Sicherheitstechnik. Damit lässt sich weit mehr erreichen, als dies jede der beiden Disziplinen einzeln kann. Die Verbesserung der integrierten Fahrzeugsicherheit geht Hand in Hand mit der Entwicklung des autonomen und automatisierten Fahrens. Fortschritte in der Sicherheitstechnik mit immer leistungsfähigeren elektronischen Steuergeräten sowie mit Sensorik zur Überwachung der Fahrzeugumgebung und des Fahrzeuginnenraums bilden die Grundlage für immer mehr halb- und vollautomatische Fahrfunktionen.

Integrierte Sicherheit erhöht den Komfort und unterstützt den Fahrer mit einfach zu bedienenden Assistenzsystemen sowie Funktionen wie der Gesundheitsüberwachung der Fahrzeuginsassen. In kritischen Fahrsituationen kann die Technik assistieren und die Insassen schützen.

Der Insassenschutz kommt dem Aufprall zuvor

Airbags, die schon früher bei einem unvermeidbaren Aufprall auslösen? ZF und BMW arbeiten daran. Das neue prädiktive Sicherheitssystem kann Insassen deutlich besser schützen.

Bei ZF werden Fahrer und elektronische Piloten zu besten Freunden

Fährst du oder ich? Statt die Autoschlüssel einfach dem Partner zu reichen, stellt sich diese Frage zunehmend auch zwischen Mensch und Maschine.

Aktive Sicherheitstechnik

Unfälle vermeiden

Den größten Beitrag zur Verkehrssicherheit mag in Zukunft autonomes und automatisiertes Fahren leisten. Studien belegen, dass bislang menschliche Fehler für knapp 90 Prozent der Unfälle verantwortlich sind. Schon heute können Assistenzsysteme den Fahrer beim Notbremsen oder Notausweichen unterstützen und Unfälle vermeiden helfen. Damit gehören sie zur aktiven Sicherheitstechnik.

Leistungsfähigere Sensoren können weltweit auf Fahrbahnen noch früher potenzielle Gefahren erkennen und die aktive Sicherheit in kritischen Fahrsituationen durch Brems- oder Lenkeingriffe effektiver gestalten.


Die Assistenzfunktion „Automated Front Collision Avoidance“ ist in der Lage, die Fahrzeugumgebung zu erfassen. So kann das System entscheiden, ob es automatisch einen Spurwechsel einleiten muss, um einen Unfall zu vermeiden, sollte der Fahrer nicht rechtzeitig reagieren.

Notbrems- und Ausweichassistenten: Unterstützung im Ernstfall

Ein Fußgänger tritt plötzlich von der Seite in die Fahrspur – Vollbremsung oder Ausweichen? Jetzt kommt es auf das richtige Manöver an. ZF entwickelt Notbrems- und Ausweichassistenten, die den Fahrer in gefährlichen Situationen unterstützen können.

Passive Sicherheitstechnik

Reduzierung von Unfallfolgen

Ist ein Unfall unvermeidlich, trägt die passive Sicherheitstechnik dazu bei, die Unfallfolgen für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer zu mindern. Sicherheitsgurte und Airbags agieren in modernen Fahrzeugen als ein aufeinander abgestimmtes System: Die Gurte helfen mit, den Insassen in der richtigen Sitzposition zu halten; der Airbag hingegen ist ein lebensrettendes Polster, etwa zwischen dem Fahrer und dem Lenkrad.

ZF dreht das Lenkrad weiter

Vom Design über Funktionen für Sicherheit und Interaktion bis hin zu Elektronik und Software: ZF steuert das wichtige Kontrollinstrument Lenkrad in die Zukunft.

ZF ist Experte und ein führender Entwickler und Hersteller von Sicherheitsgurt- und Airbagtechnologie:

Innenverteidiger für Klein- und Kompaktfahrzeuge

Luftkissen in der Fahrzeugmitte können den Seitenaufprallschutz wirkungsvoll verstärken. Dank neuem Transverse-Airbag von ZF jetzt noch effektiver in kompakten City-Flitzern.

Neuer Airbag aus dem Himmel

ZF gilt als Pionier des Beifahrer-Dachairbags. Dieses innovative Rückhaltesystem wird oberhalb der Windschutzscheibe montiert und hilft, den Beifahrer in unterschiedlichsten Sitzpositionen zu schützen.

Ein Airbag, der blitzschnell zur Seite steht

Studien zeigen, dass ein Seitencrash bei Pkws einer der gefährlichsten Szenarien auf der Straße sein kann. Das gilt sogar für die gegenüberliegende Seite des Insassen - denn der Impuls kann seinen Oberkörper in Richtung Fahrzeugmitte schleudern. Ein neuer Airbag von ZF soll helfen, das zu vermeiden.

Auf der Suche nach Innovationen: Knie-Airbag

Der Trend, Gewicht und dadurch Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, und gleichzeitig kleinere Module, die sich gut in die neuen Innenraumdesigns integrieren ließen, führten zu der Idee, einen Knie-Airbag mit Gewebegehäuse zu entwickeln.

Intelligente Sicherheitsgurte

Neue Technologien optimieren die Positionierung der Sicherheitsgurte und können damit auch den Schutz der Insassen erhöhen.

Kurz vor einem unvermeidbaren Unfall – in der sogenannten Pre-Crash-Phase – können beispielsweise Sicherheitsgurte gestrafft oder ein externer Airbag als zusätzliche Knautschzone in Position gebracht werden. Das macht die passive Sicherheit noch wirkungsvoller.


Ein Beispiel hierfür ist das Sicherheitssystem mit externem Seitenairbag von ZF.

Auf der sicheren Seite

Pkw-Insassen sind bei einem Unfall von der Seite nur durch eine kleine Knautschzone geschützt. ZF ließ das keine Ruhe: Heraus kam das weltweit erste Pre-Crash-System mit Airbags außen an der Fahrzeugseite.

Integrated Safety @ZF

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Gesetzgebung und Verbraucherschutz

Treiber der Fahrzeugsicherheit

Zusätzlich zu Techniktrends wie autonomes und automatisiertes Fahren und Elektromobilität beeinflussen auch die Gesetzgebung, Verbraucherschutzratings und neue Erkenntnisse der Unfallforschung die Weiterentwicklung der Fahrzeugsicherheit.

Gesetzgebung

  • EU General Safety Regulation (GSR):
    Ab Mitte 2022 werden neue fortschrittliche Sicherheitstechnologien für alle neuen auf dem EU-Markt verkauften Fahrzeuge sukzessive verbindlich vorgeschrieben, einschließlich Spurverlassenswarnung, Systemen zur Erkennung der Schläfrigkeit des Fahrers und fortgeschrittener Notbremssysteme. Die Überarbeitung der GSR wurde im Dezember 2019 angenommen und in den europäischen Typgenehmigungsrahmen integriert. Ziel der Verordnung ist es, die Zahl der Straßenverkehrsopfer deutlich zu senken, mit dem Schwerpunkt auf den ungeschützten Verkehrsteilnehmern (Radfahrer, Fußgänger).
  • US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit (NHTSA):
    Die National Highway Traffic Safety Administration ist unter anderem zuständig für die Bewertung der Sicherheit auf Amerikas Straßen. So setzt die NHTSA sowohl Leistungsstandards für Fahrzeuge und kooperiert in Partnerschaften mit bundesstaatlichen und lokalen Regierungen. Auf diese Weise will diese Bundesbehörde dazu beitragen, nicht nur die Zahl der Toten und Verletzten zu senken, sondern auch die wirtschaftlichen Verluste durch Autounfälle zu reduzieren.

New Car Assessment Program (NCAP)

  • Global NCAP:
    Das Global New Car Assessment Programme (Global NCAP) ist ein Projekt der Stiftung “Towards Zero” die für die Verbesserung der Fahrzeugssicherheit in allen Regionen der Welt arbeitet.
  • Euro NCAP:
    Euro NCAP hat ein Bewertungsschema mit 5 Sternen konzipiert, um allen Automobilkäufern bei der Fahrzeugwahl eine Vergleichsbasis für die Fahrzeugsicherheit zu bieten.
  • U.S. NCAP:
    Hinter dem United States New Car Assessment Program (U.S. NCAP) steht ein herstellerunabhängiges Verbraucherinformations- und Testprogramm der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Die NHTSA ist dem US-Verkehrsministerium unterstellt.

Unfallforschung

Als einer der führenden Hersteller im Bereich Sicherheitstechnik setzt sich ZF intensiv mit den Themen Unfallforschung und Crashtest auseinander.

Aus Crashs lernen

Aus Verkehrsunfällen kann man lernen. Wer versteht, wie sie entstehen, kann ihnen in Zukunft mehr entgegensetzen. Das motiviert die Unfallforscher von ZF.

Der Crash-Clan schützt

Von wegen "Dummys": Es ist eine Familie von intelligenten Spezialisten, die Enormes für den Insassenschutz leistet. Zeit also, sie näher kennenzulernen.

Produkte für Integrierte Sicherheit

In unserem ProduktFinder erhalten Sie einen umfassenden Überblick

Vernetzte Lösungen

Systempartner für integrierte Sicherheit

Auch nach einem Unfall – in der sogenannten Post-Crash-Phase – kann integrierte Sicherheitstechnik helfen, indem zum Beispiel Assistenzsysteme die Rettung von Insassen und anderen Verkehrsteilnehmern unterstützen.

ZF bietet als Systempartner für integrierte Fahrzeugsicherheit vernetzte Lösungen:

Autonomes Fahren

Von der Technik übers Testen bis hin zur Zukunft: Wir geben einen Überblick über das autonome und automatisierte Fahren von Autos und anderen Fahrzeugen.

Elektromobilität

Für lokal emissionsfreie Transportmittel sind vollelektrische Antriebe die einzige Option. ZF bietet diese für Pkw, Lkw und Busse als hocheffiziente Systemlösungen an, darunter E-Maschinen und Leistungselektronik.

Vehicle Motion Control

Das Fahrwerk spielt eine zentrale Rolle für die Sicherheit, den Komfort und die Effizienz von Fahrzeugen.

Digitalisierung und Software

Künstliche Intelligenz in immer mehr Produkte zu integrieren, sie miteinander zu vernetzen und auch lernfähig zu machen: Dafür steht die Digitalisierung. ZF revolutioniert damit die Mobilität als einer der Vorreiter.