Ein zentrales Handlungsfeld im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist die Sicherstellung von Sozialstandards und die verantwortungsvolle Gestaltung der Lieferketten.
Um unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in der Materialwirtschaft gerecht zu werden, hat ZF einen mehrstufigen Due-Diligence-Prozess etabliert. Dieser Prozess ist integraler Bestandteil des ZF-Verhaltenskodex sowie des Beschaffungsprozesses.
ZF Verhaltenskodex für Geschäftspartner
Alle neuen und bestehenden Lieferanten sind verpflichtet, den ZF-Verhaltenskodex für Geschäftspartner (Business Partner Code of Conduct) zu akzeptieren. Dieser Kodex definiert zentrale Werte und Prinzipien, die für ZF unverzichtbar sind und die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bilden.
Er formuliert Grundsätze und grundlegende Anforderungen für die Geschäftsbeziehung mit ZF – darunter in folgenden Bereichen:
- Menschenrechte & Arbeitsnormen
- Gesundheitsschutz & Arbeitssicherheit
- Umweltschutz & Nachhaltigkeit
- Ethisches Verhalten & Compliance
- Datenschutz & Informationssicherheit
- Schutz geistigen Eigentums
Weitere Informationen finden Sie unter:
MENSCHENRECHTLICHE SORGFALTSPFLICHT
In den letzten Jahren wurden die internationalen Anforderungen an Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte deutlich verschärft. Neben dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und der geplanten EU-Richtlinie zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht (CS3D) gelten auch in anderen Ländern verbindliche Regelungen – darunter Frankreich, Niederlande, Norwegen und Schweiz. Auch außerhalb Europas – etwa in den USA, Kanada, Mexiko und Asien – gewinnen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten zunehmend an Bedeutung.
Diese Regelwerke verpflichten Unternehmen dazu, menschenrechtliche und ökologische Risiken entlang ihrer gesamten Lieferkette zu identifizieren, zu bewerten und wirksam zu minimieren. Die ZF Group nimmt diese Verantwortung ernst und setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten, um gemeinsam eine nachhaltige und rechtskonforme Lieferkette sicherzustellen.
INITIATIVE FÜR EINE VERANTWORTUNGSVOLLE LIEFERKETTE
Ein zentraler Bestandteil zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen ist die transparente Bewertung von Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette. ZF setzt hierfür gezielt auf etablierte Instrumente zur Lieferantenbewertung und hat sich der branchenweiten Initiative Responsible Supply Chain Initiative (RSCI) angeschlossen.
Diese Initiative unterstützt die Automobilindustrie dabei, Arbeitsbedingungen systematisch zu überprüfen und im Sinne einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Lieferkette, Verbesserungen anzustoßen –
KRITISCHE ROHSTOFFE
ZF setzt sich aktiv für eine verantwortungsvolle und resiliente Lieferketten für kritische Rohstoffe (Critical Raw Materials, CRM) ein – wie im Material Change Report von Drive Sustainability definiert. Diese Rohstoffe sind nicht nur von hoher wirtschaftlicher Bedeutung, sondern auch mit erheblichen Versorgungsrisiken sowie ökologischen und sozialen Herausforderungen verbunden.
Um ESG-Risiken bei der Gewinnung und Verarbeitung dieser Materialien zu vermeiden und zu minimieren, konzentriert sich ZF auf: Transparenz, Rückverfolgbarkeit und ressourcenschonende Kreislaufsysteme.
Diese Prinzipien sind in den ZF-Standards zur Rohstoffbeschaffung verankert und Bestandteil vertraglicher Vereinbarungen mit unseren Lieferanten.
Unsere Erwartungen an Lieferanten umfassen:
- Verpflichtende Meldung von 3TG-Schmelzen und -Raffinerien (Zinn, Wolfram, Tantal, Gold) über das Conflict Minerals Reporting Template (CMRT)
- Verpflichtende Meldung von Kobalt- und Glimmer-Schmelzen über das Extended Minerals Reporting Template (EMRT)
- Anforderungen zur Erfüllung der ZF Zirkularitätszielen, z. B. durch den Einsatz von recycelten Rohstoffen
Weitere Informationen zum Due-Diligence-Prozess für Konfliktmineralien entnehmen Sie bitte dem Conflict Minerals Due Diligence Report 2024