Disruptive Entwicklungen wie der fortschreitende Klimawandel, Ressourcenknappheit, geopolitische Spannungen oder regulatorische Anforderungen – etwa durch den EU Green Deal – verändern die Rahmenbedingungen grundlegend. Gleichzeitig stellt die Transformation hin zur Elektromobilität neue Anforderungen an Materialverfügbarkeit und Lieferkettenstruktur. In diesem dynamischen Umfeld sind robuste, transparente und nachhaltige Liefernetzwerke entscheidend, um langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele zu sichern.
ZF begegnet diesen Herausforderungen mit einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie für eine integrierte, belastbare und nachhaltige Wertschöpfungskette. Unsere bestehenden und zukünftigen Lieferanten sind aufgefordert, ihr Engagement für Nachhaltigkeitsstandards transparent darzulegen. Dies wird systematisch bewertet und fließt in die Vergaben ein.
Gemeinsam mit unseren Lieferanten gestalten wir die Lieferkette als Ausgangspunkt für nachhaltige Wertschöpfung – transparent, verantwortungsvoll und im Einklang mit unseren Klimazielen.
Nachhaltigkeitsanforderungen im Beschaffungsprozess
ZF hat im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie verbindliche Nachhaltigkeitsanforderungen im Beschaffungsprozess eingeführt. Die überarbeiteten Corporate Sustainability Bid Conditions definieren klare Anforderungen an Lieferanten in den Bereichen Klimaschutz, Naturschutz und soziale Verantwortung.
Diese Anforderungen orientieren sich nicht nur an den Zielen von ZF, sondern spiegeln auch die Erwartungen unserer Kunden wider. Sie sind daher ein integraler Bestandteil der Angebotsbewertung und fließen direkt in die Entscheidungsfindung bei Vergaben ein.
Bewertungsinstrument der Nachhaltigkeitsperformance unserer Lieferanten
Zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten nutzt ZF einen strukturierten Nachhaltigkeits-Score, der auf drei zentralen Kennzahlen basiert:
· Anteil Strom aus erneuerbaren Quellen 2025 (GE 2025)
· Nachhaltigkeitsselbstauskunft der Lieferanten (NQC-Fragebogen)
· Annahme des ZF-Verhaltenskodex für Geschäftspartner (BPCoC)
Der Sustainability Score wird sowohl im Beschaffungsprozess als auch bei der Zulassung neuer Lieferanten eingesetzt. Er schafft Transparenz hinsichtlich der Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards, stellt sicher, dass Mindestanforderungen erfüllt werden, und unterstützt gezielt die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie.
Selbstauskunft zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen
ZF fordert neue und bestehende Lieferanten auf, den Selbstauskunftsfragebogen (SAQ) über die NQC-Plattform auszufüllen – einem etablierten Branchenstandard in der Automobilindustrie.
Angesichts steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit – seitens Kunden, Gesetzgebern und weiteren Stakeholdern – ist ZF überzeugt, dass ein gemeinsamer, standardisierter Ansatz innerhalb der Branche entscheidend ist, um Nachhaltigkeitsrisiken frühzeitig zu erkennen, zu minimieren und zu vermeiden. Der Einsatz des SAQ bietet Vorteile wie:
- höhere Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsleistung
- mehr Transparenz für ZF und unsere Partner
- geringerer Aufwand für Lieferanten durch branchenweite Akzeptanz
Weiterentwicklung und Unterstützung
ZF unterstützt seine Lieferanten aktiv durch regelmäßige und kostenfreie Schulungen über die ZF Supplier Academy. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Schulungen für Lieferanten.