Soma Paróczai - Simulationsingenieur bei ZF Ungarn Soma Paróczai - Simulationsingenieur bei ZF Ungarn

Von der DIY-Faszination zum Ingenieurwesen

Ich begann meine Ingenieurlaufbahn an der Technischen Universität Budapest, was zu Praktika und einer Festanstellung bei ZF in Eger führte. Jetzt arbeite ich als Simulationsingenieur und konzentriere mich auf die Finite-Elemente-Analyse für E-Mobilitätsprojekte. Die spannenden Herausforderungen und die ausgewogene Work-Life-Balance erfüllen mich.

Autor: Soma Paróczai - Simulation Engineer, 2024-09-16

Mein Weg ins Ingenieurwesen

Meine Begeisterung für das Ingenieurwesen begann schon in meiner Kindheit. Mein Vater war Architekt und mein Großvater arbeitete als Maschinenbauingenieur. Auch mein Opa mütterlicherseits war als Schweißer tätig. Schon als Kind habe ich ihnen bei ihren vielen Heimwerkerprojekten über die Schulter geschaut, was mich total fasziniert hat. Wenn ich heute zurückblicke merke ich, dass ich damals schon – ohne es zu wissen – den ersten Schritt in Richtung Ingenieurkarriere gemacht habe.

Mein Ingenieurstudium habe ich an der Technischen Universität Budapest absolviert. Während des Studiums entdeckte ich meine Begeisterung für Antriebssysteme, vor allem in Fahrzeugen und so bin ich auf ZF gestoßen, einen der führenden Hersteller von Getrieben. Auf einer Jobmesse an der Uni habe ich dann meinen Weg zu ZF gefunden. Ein Gespräch mit einem Engineering Leader aus Eger über den Arbeitsalltag und das Unternehmen hat mein Interesse geweckt und so habe ich mich für ein Sommerpraktikum beworben, das später in ein richtiges Praktikum überging.

Oliver Malis - Projektleiter Organisation (Value Engineering & Wertanalyse),

Mein Sommerpraktikum bei ZF

Im ungarischen Bildungssystem gehört ein sechs Wochen langes Sommerpraktikum zum Pflichtprogramm. Im Sommer 2021 hatte ich die Chance, mein Praktikum bei ZF zu machen. Ich habe mich für ZF entschieden weil ich hoffte, auch nach dem Praktikum dort bleiben zu können. Die Zeit bei ZF hat mir wirklich gut gefallen, besonders weil ich die Ingenieurteams kennenlernen konnte. Im Team für Simulationstechnik habe ich mich intensiv mit der Finite-Elemente-Analyse (FEA) beschäftigt. Als mein Studium dann zu Ende ging, bekam ich das Angebot, als Simulationsingenieur-Praktikant weiterzumachen und ein Thema für meine Abschlussarbeit zu bearbeiten. So habe ich immer mehr dazugelernt und als ich im Januar 2022 meinen Abschluss gemacht habe, bekam ich eine Vollzeitstelle als Simulationsingenieur und begann parallel mein Masterstudium im Maschinenbau.

Herausforderungen und Motivation

Heute arbeite ich im Engineering Center von ZF in Eger in einem Team, das sich auf Finite-Elemente-Simulationen für Getriebeteile spezialisiert hat, wie zum Beispiel Strukturanalysen und Ermüdungsanalysen. Unser Ziel ist es, schnelle Entscheidungen zu unterstützen. Sowohl vor als auch nach physischen Tests, um die Entwicklung bestimmter Teile und Produkte voranzutreiben. Zu meinen Aufgaben gehören Simulationen für E-Mobilitätsprojekte wie CeTrax und AxTrax sowie für Seriengetriebe wie EL58 und TraXon. Mein Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich und reicht von Meetings über Datenerfassung und Modellbau bis hin zu Berechnungen und der Auswertung von Ergebnissen. Dies kann - je nach Komplexität - einige Zeit in Anspruch nehmen.

ZF TraXon Hybrid

Zur Zeit arbeite ich unter anderem an Berechnungen für TraXon Hybrid.

Schlüsselkompetenzen

Um in meiner Rolle erfolgreich zu sein, braucht man ein paar wichtige Fähigkeiten. Ein solides Wissen in Mechanik ist unerlässlich, denn als Simulationsingenieur muss ich reale Ereignisse in eine virtuelle Umgebung übertragen. Hierfür braucht man Kreativität und Genauigkeit. Man sollte auch großes Interesse an diesem Fachgebiet haben und sich schnell an eine neue Software anpassen können. Während das theoretische Wissen meist gleich bleibt, verlangen verschiedene Software-Tools eine gewisse Flexibilität, da nicht alle Programme die gleichen Menüs, Werkzeugleisten oder Layouts haben. Außerdem sind Entschlossenheit und Leidenschaft wichtig, da man in diesem Job eine große Verantwortung trägt. Es ist auch entscheidend, offen für neue Ideen und Lösungsansätze zu sein und immer weiter lernen zu wollen. Nicht zuletzt ist es wichtig, dass man gut im mechanischen Modellieren ist, um die Aufgaben effektiv erledigen zu können.