2019

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Meilenstein in Hong Kong

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Moritz Nöding, 12. März 2019
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Moritz Nöding verbringt viel Zeit an den internationalen Rennstrecken. Er arbeitet als Pressesprecher für den Bereich Motorsport bei ZF und verantwortet die interne und externe Motorsportkommunikation des Konzerns.
Das Venturi Formula-E-Team hat beim 50. Rennen der Formel E-Geschichte in Hong Kong einen fulminanten Sieg gefeiert. Edoardo Mortara sorgte mit seinem ersten Triumph gleichzeitig für den allerersten Venturi-Sieg in der Formel E. Dieser Sieg ist zudem der erste, der mit dem neuen elektrischen ZF-Antriebsstrang eingefahren wurde. HWA Racelab, als Kundenteam von Venturi ebenfalls mit dem ZF-Antriebsstrang ausgestattet, überraschte in Hong Kong ebenfalls mit einer starken Leistung und sicherte sich mit der Pole Position im Qualifying durch Stoffel Vandoorne sowie P8 im Rennen durch Gary Paffett die ersten Meisterschaftspunkte in dieser Saison.

Nach Rennende ließ sich zunächst Virgin-Fahrer Sam Bird als Rennsieger feiern, doch eine nachträglich ausgesprochene Strafe warf Bird auf den sechsten Platz zurück. Mortara profitierte davon und wurde zum Sieger des Rennens gekürt. Ein fantastisches Wochenende wurde durch den fünften Platz von Teamkollege Felipe Massa gekrönt, der sich für ein starkes Rennen mit zehn Meisterschaftspunkten belohnte.

Konstante Performance

Konstante Performance

Nach dem ersten Saisonpodium in Mexiko City hat Venturi auch in Hong Kong bewiesen, dass dieses Ergebnis kein Zufall war. Sowohl in den freien Trainingssessions als auch im Qualifying mischte Venturi vorne mit. Edoardo Mortara, der als „Meister der Straßenkurse“ bekannt ist, kämpfte sich vom sechsten Startplatz im Rennen ganz nach vorne. Nach seinem zweiten Platz in Hong Kong in Season 4 konnte er nun erstmals das oberste Siegertreppchen erklimmen.
„Das Team hat brillante Arbeit geleistet. Sie haben Stunden um Stunden investiert und alle Register gezogen“
— Edoardo Mortara, Fahrer Venturi Formula E Team

Das erste Formel E-Rennen der Geschichte, das im Regen gestartet wurde, bot allen Fahrern schwierige Bedingungen mit einer äußerst rutschigen Strecke. Insgesamt drei Mal musste das Safety Car das Feld anführen und ein früher Crash sorgte sogar für eine komplette Rennunterbrechung in der Boxengasse.
Auch Teamkollege Massa ist endgültig in der Formel E angekommen. Mit Platz 5 holte der ehemalige Formel-1-Star sein bisher bestes Ergebnis in der Elektroserie.
„Unser erster Sieg, und wieder mit beiden Autos in den Punkten. Da gehören wir hin!"
— Felipe Massa, Fahrer Venturi Formula E Team

Venturi steht mit den insgesamt 35 Punkten aus Hongkong - kein Team holte mehr - bei insgesamt 66 Zählern nach fünf Rennen. Damit haben die Monegassen sogar BMW überholt und liegen nun auf dem vierten Gesamtrang. Mortara steht ähnlich gut da: In der Fahrerwertung belegt der Schweizer ebenfalls den vierten Platz, ist allerdings sogar punktgleich mit dem Drittplatzierten Lucas di Grassi. Massa rückte durch seine zehn Punkte aus Hongkong auf Gesamtrang 14 vor. Venturi hat sich gemacht - von der buchstäblich grauen Maus zum Saisonstart hin zum regelmäßigen Podiumskandidaten.

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