2019

©ZF
#zfexperts

Happy International Women’s Day

min Lesezeit
Dawn Swindle, 08. März 2019
author_image
Dawn Swindle verantwortet die interne Kommunikation in Nordamerika. Sie verbindet in ihrem internen Netzwerk alle Unternehmensbereiche und Regionen miteinander.
Am Weltfrauentag werden die Leistungen von Frauen gewürdigt – dieses Jahr steht der 8. März unter dem Motto „Balance for Better“, eine Erinnerung daran, weiterhin auf eine Welt in Gleichgewicht hinzuarbeiten. Diese Botschaft erinnert uns auch daran, dass es bei ZF vielseitige Frauen gibt, die jeden Tag daran arbeiten uns zu einem weltweit führenden Unternehmen in der Automobilindustrie zu machen.

Anlässlich des Weltfrauentags haben wir uns mit mehreren dieser Frauen zusammengesetzt, um ihre Sichtweise auf den Erfolg und die Voraussetzungen für „Balance for Better“ kennenzulernen.
Wenn es um den Erfolg geht, scheinen harte Arbeit, Entschlossenheit und die Fähigkeit, Aufgaben bis zum Ende zu verfolgen, bei den Frauen unumgänglich zu sein.
„Ich schreibe meinen Erfolg meiner Einstellung zu“, meint Tonya Todd Reeves, Quality Engineer. „Die Automobilindustrie kann frustrierend sein. Die einzige Konstante ist die Veränderung. Meine Einstellung hilft mir, mich ohne Probleme von einer Sache auf die nächste zu konzentrieren und dabei in Bewegung zu bleiben.“
„Disziplin ist sehr wichtig. Es ist auch sehr wichtig, offen und lernbereit zu sein."
— Edith Gutierrez, Mexico Country Communications Lead

Mentoren sowie Hilfestellung durch Führungskräfte und Kollegen sind ebenfalls entscheidend, besonders in der Anfangsphase der Karriere. Oftmals prägen die Ratschläge eines Mentors nicht nur die Arbeit, sondern auch die eigene Einstellung.
„Ein ehemaliger Mentor von mir hat mir in sehr jungem Alter gesagt, dass Titel nicht wichtig sind, sondern Menschen“, erzählt Areaun Taylor, SR IT and Business Analys. „Wenn du alle gut behandelst, wird dir dieser gute Wille folgen. Egal in welcher Branche, es geht um Menschen. Sie werden immer unser größtes Kapital sein.“
„Eine weibliche Führungskraft hat mir einmal geraten, sicherzustellen, dass ich meine Karriere in einem Unternehmen aufbaue, das Vielfalt schätzt.“
— Julie Moe, Senior Manager Portfolio

„Ich hätte nicht erwartet, welche Auswirkungen Vielfalt auf mich haben würde. Ich bin umgeben von Kollegen mit verschiedenen Hintergründen und Kulturen, die mich ständig mit neuen Denkweisen konfrontieren. Das hat meiner eigenen Karriere wirklich geholfen.“
Herausforderungen und Rückschläge sind ein natürlicher Teil des Lebens. Oftmals kommen diese Herausforderungen, denen wir als Frauen gegenüberstehen, von Dingen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen.
„Eine große Herausforderung war es, arbeitslos zu werden“, bemerkt Reeves. „Es gab keine Anzeichen dafür, dass es eine Rezession geben und Automobilindustrie in diese Lage kommen würde. Glücklicherweise fand ich eine neue Position, die mich faszinierte. Es war ein großer Schritt, aber ich würde nichts anders machen. Es macht mir Spaß, was ich tue.“
„Es gab viele Herausforderungen, mit denen ich konfrontiert war – ich weiß nicht, ob das darauf zurückzuführen ist, Afroamerikanerin oder eine Frau in den USA zu sein", gesteht Brittani Blackwell, Senior University Relations Lead Global Recruitment Center. „Aber ich denke, dass solche Situationen die Quelle für Stärke und Selbstvertrauen sein können. Ich bewältige diese Herausforderungen, indem ich Teammitglieder und Kollegen über kulturelle Unterschiede aufkläre.“

„Wir sind als Frauen einen langen Weg gegangen“, äußert Judy Bender, Machine Operator. „Wir haben noch so viel zu tun. Es ist so wichtig, Selbstgefälligkeit zu vermeiden, um nicht die Errungenschaften zu riskieren, für die Frauen bereits hart gekämpft haben.“
„Herausforderungen sind in einer Karriere normal“, betont Jeannine Rapp, Head of Corporate and Marketing Communications for Car Chassis Technology. „Manchmal sind es Gelegenheiten, um zu wachsen, wie z.B. ein neues Projekt, mangelnde Erfahrung in einem bestimmten Bereich oder ein Standortwechsel für einen Job. Das sind die Herausforderungen, die mir geholfen haben, mich als Person und in meiner Karriere zu entwickeln. Einige Herausforderungen sind jedoch nicht so einfach zu meistern, wie z.B. als junge Frau ernst genommen zu werden oder mit Selbstzweifel und Unsicherheit konfrontiert zu sein.“
„Meine größte Herausforderung war es, meinem eigenen Wissen und meiner Kompetenz zu vertrauen“
— Tannistha Roy, Design and Simulation engineer for Power Electronics, E-Mobility

„Meine größte Herausforderung war es, selbst meinem eigenen Wissen und meiner Kompetenz zu vertrauen“, gibt Tannistha Roy, Design and Simulation engineer for Power Electronics, E-Mobility, zu. „Ich habe von meinem ersten Chef bei ZF einen Rat erhalten, der mir geholfen hat. Er sagte mir, ich solle Vertrauen in mich selbst haben.“
Wenn man über das Gleichgewicht diskutiert, waren die meisten befragten Frauen der Meinung, dass die Balance entscheidend für den Erfolg ist. Sie waren auch der Meinung, dass ein Gleichgewicht dadurch entsteht, dass sie die Zeit außerhalb der Arbeit das zu tun, was ihnen Spaß macht: Sei es, sich mit Freunden und Familie zu treffen oder andere Aktivitäten wie Gartenarbeit ausüben.
„Ich musste erkennen, dass Gleichgewicht nicht unbedingt 50/50 bedeutet“, verrät Reeves. „Es gibt Tage, an denen die Arbeit einen größeren Anteil hat, und andere Tage, an denen meine Familie mehr im Mittelpunkt steht.“
„Ich habe eine Leidenschaft für Produktivität“, sagt Moe. „Ich sehe meine Arbeit so, als ob eine Betriebsleiterin ihre Anlage besichtigt: Ich arbeite ständig daran, meinen Output zu optimieren – egal, ob es sich um ein Projekt handelt, an dem ich arbeite oder um eine gute Zeit mit meinen Kindern. Mein bester Rat für jeden, der versucht, Arbeit und Freizeit in Einklang zu bringen, ist, sich kritisch mit dem zu beschäftigen, was man tagsüber tut, und sicherzustellen, dass es einen Mehrwert bringt.“
Was raten die Frauen der nächsten Generation im Fachbereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)? Vertrauen, Mut und Zuversicht.
„Höre auf deine Instinkte“, meint Roy.
„Sei standhaft in deinem Streben“, rät Madeline Gilmer, Praktikantin bei ZF Chassis Systems in Tuscaloosa. „Du betrittst ein Feld, indem du zur Minderheit gehörst. Lass dich davon nicht einschüchtern.“
„Man kann in allem, was man tut, so lange erfolgreich sein, wie es einem Spaß macht. Wenn dir gefällt, was du tust, wirst du die Kraft haben, erfolgreich zu sein.“
— Katrin Fichtl, Personalchefin für Nutzfahrzeuglenksysteme

Zusätzlich zu den Ratschlägen führen diese erstaunlichen Frauen die nächsten Generationen an.
„Ich habe meine Tochter zu einer starken Frau erzogen“, erzählt Bender. „Sie zog ihre Tochter genauso auf. Wenn ich meine Enkelin heute ansehe, sehe ich die vierte Generation von starken, unabhängigen Frauen.“
Vielen Dank an alle Frauen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben und die als Vorbild vorangehen.