ZF kombiniert Mechanik, Elektronik und digitale Technologien zu intelligenten Konnektivitätslösungen für Anwendungen im Schienenverkehr.
ZF stellt Technologien vor, mit deren Hilfe komplexe Abläufe besser vernetzt und so vereinfacht werden. Viele Dinge des alltäglichen Lebens sind heute elektronisch vernetzt und können dadurch intelligent agieren. Vom einfachen Gegenstand bis hin zu komplexen Autos oder Maschinen erleichtert das „Internet der Dinge“ (englisch „Internet of Things“, Kurzform: IoT) den menschlichen Alltag. Dieser technologische Fortschritt hat großes Potenzial für die Industriebranche. ZF hat diesen Trend erkannt und setzt im Bereich Forschung und Entwicklung einen Schwerpunkt auf IoT.
Mit dem intelligenten Condition Monitoring System connect@rail zeigt ZF, wie dank integrierter Sensorik und fortschrittlichen Datenanalysetools die Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Bahnverkehrs noch weiter gesteigert werden kann.
Als Teil des Gesamtsystems connect@rail bietet das ZF Smart Typeplate großes Potential für ein effizientes Flotten- und Wartungsmanagement. Mit dem Smart Typeplate integriert ZF erstmals einen RFID-Chip mit eindeutiger ID ins Getriebetypenschild. Durch diese ID können Daten wie Name, Material- und Identifikationsnummer sowie technische Details des Getriebes mit eine übergeordneten Anwendung verknüpft und dargestellt werden.
Effizienz erhöhen, Kosten reduzieren
Kabellose Bluetooth-Sensoren, die ZF Heavy Duty TAGs, werden auf dem ungefederten Achsgetriebe oder dem Drehgestell angebracht und erfassen Beschleunigung, Temperatur- und Neigungsverhalten. Damit werden während der Fahrt der Zustand des Gleissystems und Auffälligkeiten beim Rad-Schiene Kontakt wahrgenommen. Verschleiß (wie Flachstellen am Rad), und Schäden werden frühzeitig erkannt. Die Analyse, Auswertung und Visualisierung der Mess- und Streckendaten erfolgt in der ZF IoT-Cloud. Der Betreiber erhält Echtzeit-Analysen die ihm helfen, Wartungszyklen zustandsbezogen zu planen, die Effizienz zu erhöhen und ungeplante Stillstände zu vermeiden.
Heute müssten Fahrzeugführer vor dem Anfahren mehrere Bildschirme und Spiegel checken, um sicherzustellen, dass keine Menschen oder Objekte beim Losrollen gefährdet werden. Hier kann eine Sicherheitsfunktion mithilfe eines smarten Algorithmus unterstützen. Dieser errechnet aus Kamera-, Lidar- und Radar-Daten ein detailliertes Umgebungsbild. Somit hat der Fahrer das Umfeld in einem Radius von sechs Metern stets im Blick. Ein weiterer Bonus: Das System erkennt automatisch Gefahren, markiert diese auf dem Bildschirm und macht den Lokführer auf die Hindernisse aufmerksam.
Weniger Unfälle an Haltestellen: Neue Sicherheitsfunktionen ermöglichen dem Bahnführer einen detaillierten Blick auf das Zugumfeld und helfen, mögliche Gefahrenquellen zu erkennen.