Die Führung der Vorderräder erfolgt mittels Doppelquerlenkern, den sogenannten A-Arms.
Vorderachse mit Einzelradaufhängung
Das Fahrwerk ist die wichtigste Systemgruppe am ATV, weit vor der Motorleistung. Denn wenn das Fahrwerk nicht richtig funktioniert, kann die Motorleistung nicht vollständig genutzt werden.
Die Führung der Vorderräder erfolgt mittels Doppelquerlenkern, den sogenannten A-Arms.
Vorderachse mit Einzelradaufhängung
An der Hinterachse kommen drei Bauarten zum Einsatz. In der leichteren Sportausführung haben ATVs in der Regel eine kettengetriebene Starrachse, die durch eine Schwingenkonstruktion geführt wird. Bei allradgetriebenen ATVs, SxS und UTVs ist eine Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenkern oder Längslenkern an der Hinterachse üblich.
Hinterachse mit Schwingenkonstruktion
Hinterachse mit Doppelquerlenkeraufhängung
Hinterachse mit Längslenkeraufhängung
Das Fahrverhalten unterscheidet sich massiv, je nachdem ob der Untergrund fest oder lose ist. ATVs sind vor allem für den Offroad-Einsatz konzipiert. Sie haben, bedingt durch die für Geländefahrten benötigte Bodenfreiheit, einen hohen Schwerpunkt mit entsprechender Kippneigung. Dieser wirkt der Fahrer durch entsprechende Gewichtsverlagerungen bei Kurven- und Hangfahrten entgegen.
Außerdem spielt die Auslegung der Stoßdämpfer an Vorder- und Hinterachse eine wichtige Rolle. Durch Aufschaukeln des Aufbaus kann die Motorleistung nicht gänzlich genutzt werden. Zusätzlich wird der Fahrer physisch sehr stark gefordert und kann somit leicht die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren. Lange Federwege und grobstollige Ballonreifen begünstigen zudem das typische, schwammige Fahrgefühl auf festem Untergrund. Inzwischen gibt es immer mehr Fahrzeuge, die serienmäßig bezüglich Fahrwerk, Dämpfung, Spurbreite, Schwerpunkt und Bereifung für das Fahren auf der Straße optimiert sind.
Vor diesem Hintergrund liefert ZF heute eine große Bandbreite von Dämpfern an alle namhaften ATV, SxS, UTV, Electric Cart, Trike und Snowmobile Hersteller und trägt so in hohem Maße zur Fahrsicherheit und zum Fahrspaß bei. Zum Einsatz kommen neben Nivomat-Dämpfer mit automatischer, beladungsabhängiger Dämpfkraftanpassung auch Zweirohrdämpfer. Hier ermöglichen mehrstufige Kolben- und Bodenventile eine variable Kennliniengestaltung sowohl für die Zug- als auch für die Druckstufe. Um die große Diskrepanz bei der Auslegung zwischen Geländefähigkeit und Straßensicherheit deutlich zu minimieren, werden zukünftig auch semiaktive, regelbare Assistenzsysteme zum Einsatz kommen.