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Mit Partnern und Plattformstrategie in die Zukunft

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Interview mit Dr. Otmar Scharrer, oberster Vordenker der Elektromobilität bei ZF und als Leiter Entwicklung für elektrische Antriebe in der neuen Division Electrified Powertrain Technology verantwortlich. Bestandsaufnahme und Ausblick.
Andreas Kohlmeyer, 11. Januar 2021
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Andreas Kohlmeyer hat 25 Jahre Marketing- und Kommunikationserfahrung in der Automobilindustrie. Sein aktuelles Steckenpferd sind die ZF-Produkte und Lösungsansätze für die Elektromobilität.

Durch Ihre bisherigen beruflichen Stationen kennen Sie die Perspektive von Zulieferern und die von OEMs. Wo steht ZF in diesem Wettbewerbsumfeld mit seinen elektrischen Antriebslösungen?
ZF ist mit seinem aktuellen Technologieportfolio recht gut aufgestellt. Das ist in dieser Bandbreite – bezogen auf die Fahrzeugtechnik – schon ein Alleinstellungsmerkmal. Wir können von der Einzelkomponente bis zum System alles anbieten. Von der E-Maschine mit 80 Kilowatt Leistung im Hybridmodul bis zum rein batterieelektrischen 800-Volt-Hochleistungsantrieb. Unser Elektrifizierungsversprechen „ZF electrifies everything“ gilt für Pkw und Nutzfahrzeuge sowie für Arbeitsmaschinen, dazu die Formel E als Hightech-Labor.
Arbeitet in der Elektromobilität an skalierbaren Baukästen: Dr. Otmar Scharrer, Entwicklungschef für elektrische Antriebe in der neuen Division Electrified Powertrain Technology bei ZF.

Gibt es weitere Erfolgsfaktoren?
Neben der E-Maschine bieten insbesondere die Leistungselektronik und die Software für Unternehmen wie uns wesentliche Möglichkeiten zur Differenzierung. Mit Partnern wie Danfoss für Power-Module, sowie Cree und VisIC als Spezialisten für Leistungshalbleiter, sind wir in diesem Segment gut aufgestellt. Nun liegt es an uns, aus der Kombination des eigenen Wissens mit dem Know-how unserer Partner profitable Produkte zu machen.

Was beschäftigt das Unternehmen in Ihrem Bereich derzeit?
Wir wollen und wir müssen uns bei unserem Produktportfolio noch konsequenter fokussieren. Deshalb werden wir uns mit unseren vorhandenen Ressourcen in nächster Zeit darauf konzentrieren, eine Plattformstrategie zu entwickeln und umzusetzen. Konkret heißt das, dass wir in der Elektromobilität an skalierbaren Baukästen arbeiten, mit denen wir im vorhandenen scharfen Wettbewerb stark profitieren werden. Unser elektrischer Achsantrieb mit seinen vielfältigen Möglichkeiten der Konfiguration zeigt sehr gut, in welche Richtung wir gehen wollen.