CDC - Schneller und sicherer in jeder Lage

Besser unterwegs: mit CDC auf zwei Rädern

Bisher waren Motorradfahrwerke mit dem Schraubendreher an unterschiedliche Streckenverhältnisse anzupassen. Mit dem CDC-Dämpfungssystem von ZF geht das nun bequem per Knopfdruck. Verschlungen windet sich der Streckenverlauf durchs Flusstal. Leichtfüßig folgt das Motorrad dem kurvigen Asphaltband. Beim Schräglagenwechsel mit vielen Brems- und Beschleunigungsmanövern kommt viel Arbeit aufs Fahrwerk zu. Schließlich soll es Straßenaufbrüche glattbügeln, gleichzeitig mit Komfort verwöhnen und beim Soziusbetrieb noch Reserven bieten. Wer vorher weiß, wohin er fährt, passte bisher bei hochwertigen Fahrwerkkomponenten mit einem Schraubendreher die Dämpfungscharakteristik von Gabel und Stoßdämpfer an und suchte sich aus vielen Einstellungsoptionen den besten Kompromiss. Dennoch löst dieser bei einem konventionellen Dämpfungssystem den Zielkonflikt zwischen Fahrkomfort und Fahrstabilität nicht auf. Doch nun reicht ein Knopfdruck, wenn der Pilot auf einem Motorrad mit adaptivem CDC-System von ZF sitzt.

Erfolgsgeschichte CDC seit 1994

Für Automobile gehört das adaptive Dämpfungssystem CDC von ZF längst zum Standard: 18 Millionen Einheiten hat ZF von dem System bis heute gebaut. Da CDC dank Sensoren und Prozessoren die jeweils benötigte Dämpfkraft in Echtzeit berechnet und ebenso schnell einstellen kann, ist das System auch für andere Fahrzeuggattungen und Verkehrsteilnehmer attraktiv.

Auch Motorradfahrer können von CDC profitieren. Hier bringt die Möglichkeit, an Stelle einer starren Dämpfer-Kennlinie ein breites Kennfeld für die Dämpferregelung zur Verfügung zu haben, gleich mehrfach Vorzüge.

ZF hat deshalb in den vergangenen Jahren CDC auch für Motorräder adaptiert. In der Bordelektronik sind verschiedene Set-up-Varianten fürs Fahrwerk hinterlegt, die dem Fahrer so eine Vorwahl der Grundeinstellung erlauben. Egal, ob der Favorit „Sport“, „kommod“ oder „Sozius-Betrieb“ heißt: Über ein entsprechendes Bedienelement in Griffweite stellt der Pilot vor dem Start oder während der Fahrt einfach die gewünschte Grund-Charakteristik des Fahrwerks ein. Ventile in den CDC-Dämpfern passen automatisch die Dämpfung von Gabel und Federbein an. Das macht den bisher benötigten Schraubendreher überflüssig. Ein Motorradfahrwerk mit CDC bietet weitere Vorzüge, vor allem bei Fahrkomfort, Sicherheit und Fahrstabilität:

  • Effektive Schwingungsdämpfung
  • Besserer Bodenkontakt der Reifenaufstandsfläche
  • Besserer Ausgleich von Bodenunebenheiten
  • Mehr Fahrstabilität beim Bremsen, Beschleunigen und bei der Kurvenfahrt
  • Höhere Flexibilität bei der Zuladung (Sozius-Betrieb)
  • Weniger Eintauchen über die Vordergabel beim Bremsen

Besonders gut ergänzt sich CDC mit weiteren elektronischen Regelsystemen im Motorrad: In Verbindung mit einem ABS oder ESP verkürzt es den Bremsweg spürbar. Auch der Reifenverschleiß nimmt dank des kontinuierlichen Bodenkontakts auf lange Sicht ab. Diese Pluspunkte überzeugen auch die Hersteller. Aprilia, BMW und Ducati bieten mittlerweile semi-aktive Fahrwerke auf Grundlage von CDC an.

Das Proportionalventil verengt oder weitet den Ölfluss im Dämpfer.

Technische Grundlage des Systems ist ein Proportionalventil im Dämpfer. Dieses verengt oder weitet den Ölfluss innerhalb des Dämpfers, was eine sportlich-straffe oder eine komfortabel-weiche Dämpfereinstellung ergibt. Während der Fahrt liefern Sensoren ständig Informationen zum Verhalten der Federelemente an die Bordelektronik. Diese stehen der Steuerungssoftware zur Verfügung, die über Sensoren die Fahrsituation analysiert und innerhalb von Millisekunden die ideale Dämpfkraft errechnet und sie über das Ventil einstellt. So sorgt CDC für besten Komfort und konstante Sicherheit mit dem Ziel, das Bike wie an einem Haken am Himmel („Skyhook“) aufzuhängen. CDC ist eine ideale Antwort auf die fahrdynamischen Herausforderungen und das komplexe Schwingungsverhalten von Motorrädern – vom antrittsstarken Supersportler bis zur komfortablen Reise-Enduro.

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