Zukunftsfähig seinVielfalt macht flexibel

Das Innovationstempo bei Nutzfahrzeugen zieht an: Neue Technik macht den Transportbetrieb wirtschaftlicher und nachhaltiger.

Vielseitigkeit ist Trumpf: Das modulare Getriebesystem TraXon von ZF wird all diesen Ansprüchen gerecht.

Seit ihrer Einführung vor etwa 15 Jahren haben sich automatische Getriebesysteme für schwere Nutzfahrzeuge fest etabliert – als wirtschaftliche, zuverlässige und komfortable Antriebslösung. Das Einsatzfeld im Logistik- und Transportwesen hat sich seither kontinuierlich gewandelt. Inzwischen ist mehr Vielfalt gefragt. Ein Getriebesystem muss im schweren Fernverkehr ebenso gut einsetzbar sein wie im Kommunalfahrzeug, es muss den Kühltransport ebenso erleichtern wie den Baustelleneinsatz.

Ein "entweder-oder" akzeptieren immer weniger Entscheider von Nutzfahrzeugflotten. Es geht um ein "sowohl-als auch": Komfort und Verbrauchseinsparungen, weniger Gewicht und mehr Leistung, höhere Lebensdauer und weniger Wartung – all das muss ein Nutzfahrzeuggetriebe der Zukunft möglichst vereinen.

Flexibler Baukasten

Mit dem automatischen Getriebesystem TraXon gelingt ZF dieser Spagat. Denn TraXon kombiniert ein vielseitiges Grundgetriebe mit einem Baukasten von Antriebskomponenten, einem motorseitigen Nebenabtrieb und einer vorausschauenden Schaltsoftware zu einem flexiblen Baukastensystem. Doch nicht nur die Kombinationsfähigkeit ist Trumpf beim TraXon. Jedes Element für sich genommen weist Innovationen auf, die mit Blick auf die Marktbedürfnisse viele zusätzliche Funktionen möglich machen.

Herzstück der Neuentwicklung ist ein Grundgetriebe, das sehr kompakt ausgelegt ist. Platzsparendes Design und neu konstruierte Radsätze machen TraXon zum neuen Benchmark beim Leistungsgewicht: Das Getriebe, das ZF mit 12 und 16 Gängen anbietet, kann Drehmomente deutlich oberhalb von 3.000 Newtonmetern übertragen. Einen 60-Tonner bewegen? Mit TraXon kein Problem. Auch nicht mit Blick auf Anfahren oder Rangieren: Die feine Gangabstufung schont die Ein- oder Zweischeibenkupplung – und spart dem Spediteur bares Geld. Spezialfahrzeuge brauchen einen zweiten Rückwärtsgang? Mit TraXon machbar. Das Grundgetriebe ist so ausgelegt, dass Endkunden TraXon optional sogar mit insgesamt vier Rückwärtsgängen ordern können. Beim Bremsen unterstützt die ZF-Getriebebremse Intarder alle TraXon-Varianten, und das verschleißfrei.

Schwere Lasten sanft und komfortabel rangieren – das geht mit TraXon Torque noch besser. Denn in dieser Variante ist dem TraXon-Grundgetriebe eine Wandlerschaltkupplung vorgeschaltet. Dank der hydrodynamischen Kraftübertragung können etwa Kranfahrzeuge oder Spezialtransporte mit ihren hohen Eingangsdrehmomenten verschleißfrei anfahren und millimetergenau rangieren. Sobald es schneller vorangeht, überbrückt eine Kupplung den Wandler, so dass die Antriebskraft mechanisch übertragen wird. Das ist deutlich effizienter.

Erstmals Hybrid und Doppelkupplung im schweren Lkw

Das Stichwort Hybrid verbindet man bislang vor allem mit Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Doch ein Parallelhybrid lohnt sich auch im Fernverkehr – dies haben neueste Studien ergeben. ZF setzt das in die Praxis um: Bei TraXon Hybrid ist das Grundgetriebe mit einer elektrischen Maschine kombiniert. Deren Leistung von 120 kW trägt auch in einem 40-Tonner zur Kraftstoffersparnis bei: durch Start-Stopp-Funktion, durch Wiedergewinnung von Bremsenergie, durch Unterstützung des „Verbrenners“ (Boosten) oder durch rein elektrisches Fahren.

Höhere Wirtschaftlichkeit steht im Mittelpunkt einer weiteren TraXon-Variante: Im Zusammenspiel mit einem Doppelkupplungsmodul eröffnet TraXon Dual Lkw-Herstellern ganz neue Möglichkeiten: Sie können ihre Fahrzeuge mit sehr langen Hinterachsübersetzungen ausstatten. Diese technische Lösung, die die Motordrehzahl und damit auch den Kraftstoffverbrauch senkt, erhöht die Schalthäufigkeit. Denn schon bei leichten Steigungen muss das Fahrzeug in den nächstkleineren Gang zurückschalten. Mit TraXon Dual erfolgen diese Rück- und Hochschaltungen unter Last, also ohne Unterbrechung der Zugkraft und für den Fahrer fast nicht zu spüren: So komfortabel kann Spritsparen sein.

Die Schaltstrategie kennt die Strecke schon

Im wahrsten Sinne wegweisend ist die GPS-basierte Fahrstrategie PreVision GPS, die ZF zusammen mit TraXon-Getrieben anbietet.

Dank GPS-Daten und digitalem Kartenmaterial wählt die Getriebesteuerung die Gänge ebenso vorausschauend wie ein aufmerksamer Fahrer, der die Strecke in- und auswendig kennt: Hochschaltungen, die angesichts einer kommenden Steigung wenig Sinn ergeben, unterbleiben. Bei langen, steiler werdenden Strecken schaltet TraXon dank PreVision GPS rechtzeitig in einen niedrigeren Gang, der ausreichend Motorleistung und Drehzahl bereithält. Die neue Rollfunktion des TraXon-Getriebes setzt PreVision GPS virtuos in Szene: Schon bei kleineren Gefällestrecken schaltet die Steuerung auf „neutral“, der Motor läuft dann nur noch in Leerlaufdrehzahl. Auf diese Weise kommt der Lkw im Durchschnitt sowohl sparsamer als auch schneller voran – was sich angesichts der im Fernverkehr üblichen extrem langen Strecken positiv auf die Transportkapazität auswirken kann.

TraXon von ZF ist die Antwort auf alle aktuellen Fragen der Transport- und Logistikbranche. ZF hat es entwickelt, um auch den künftigen Bedürfnissen der Branche gerecht zu werden – es bringt Widersprüche in Einklang.

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