Digitale Kompetenz für die Industrie ZF@HANNOVER MESSE 2016

Die HANNOVER MESSE ist die bedeutendste Industriemesse der Welt. Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Discover Solutions“ beschäftigen sich im Jahr 2016 über 5.000 Aussteller mit Trends rund um die Industrietechnik. ZF ist mit dabei und präsentiert spannende Innovationen von morgen.

ZF Intelligent Mechanics

Digitalisierung – eine Entwicklung, die die Wirtschaft verändert. Dieser enorme technologische Wandel bietet ZF die Chance neue Märkte zu erobern. ZF nimmt diese Herausforderung an und verbindet bei Industrieanwendungen Mechanik, Elektronik und digitale Technologien. Mit dieser "Intelligenten Mechanik" zeigt ZF auf der HMI 2016 einige Highlights rund um Connectivity, Internet of Things (IoT) und Predictive Maintenance.

Daten & Fakten ZF@HMI

  • Zeitraum: 25.04. bis 29.04.2016
  • ZF-Stand: Halle 17, Stand B42
  • Predictive Maintenance: Area & Showcases, Halle 17, Stand A38
  • TechForum: 25.04. bis 29.04. täglich um 11 und 15 Uhr am ZF-Stand
  • Initiative Tec2You: 28.04.16 am ZF-Stand
  • Partnerland: USA

Produkthighlights ZF@HMI

Openmatics & deTAGtive logistics

Openmatics – Der Connectivity-Spezialist von ZF Services.

Openmatics, der Connectivity-Spezialist von ZF Services, präsentiert auf der HMI mit „deTAGtive logistics“ eine Datenplattform, mit der Transporte besser kontrolliert und dokumentiert werden können. Damit ermöglicht ZF Services die lückenlose Kontrolle der wertvollen Fracht. So dokumentiert die bedienfreundliche Software alle Details bei sensiblen Transporten, beispielsweise ob der vorgeschriebene Temperaturbereich eingehalten wurde oder ob Erschütterungen das Transportgut beeinträchtigt haben.

deTAGtive – Herzstück der Interaktiven Technologie

Die Tags von „deTAGtive“ sind kleine, leistungsstarke Überwachungsspezialisten. Dank Bluetooth-Smart-Technologie können die batteriebetriebenen Sensoren mit der Grundfläche kleiner als eine Visitenkarte überall problemlos installiert werden und haben eine Reichweite von bis zu 30 Metern – ohne aufwändige Verkabelung.

Drei verschiedene Tags stehen zur Verfügung:

  • TAG 1 ermöglicht Standortinformationen und Identifizierung
  • TAG 2 informiert zusätzlich über Beschleunigung und Stöße, Temperatur und Licht
  • TAG 3 misst auch die Luftfeuchtigkeit

Großgetriebe für Industrieanwendungen & fahrbare Maschinen

Bewegt Minenfahrzeuge mit einem Gewicht bis zu 800 Tonnen – mit dem Industriegetriebe GPT-1300 ist der Antrieb von Mining-Baggern eine Leichtigkeit.

Mit der Übernahme der Großgetriebesparte der Bosch Rexroth AG steigt ZF in den Markt mit Großgetrieben für Industrieanwendungen und fahrbare Maschinen ein und bietet ein breites Programm an Industrie-, Fahr-, Winden- und Schwenkgetrieben für industrielle Anlagen und fahrbare Maschinen. Auf der HMI 2016 präsentiert ZF mit dem Fahrantrieb für Mining-Bagger erstmalig ein Produkthighlight aus dem Portfolio des neuen Geschäftsfeldes Industriegetriebe mit Hauptsitz in Witten.

Technische Informationen

  • Standard-Fahrgetriebeaufbau
  • Zweistufiges Planetengetriebe
  • Stirnrad-Eingangsstufe
  • Anbaumöglichkeit für zwei Hydraulikmotoren je mit interner statischer Bremse
  • Abtrieb über Hohlradgehäuse
  • Nennmoment max. 1.300 kNm
  • Permanente Maschinenlaufzeit, Betriebsart Start und Stop
  • Hohe Radiallast auf tragender Achse

Potenzial erkannt – IoT@ZF

Internet of Things: Die intelligente Kombination von Mechanik, Elektronik und digitalen Technologien ist entscheidend, um adäquate Lösungen für die Mobilitätstrends der Zukunft zu entwickeln.

Aus dem einfachen Kauf und Verkauf von Produkten wird im „Internet der Dinge“ (englisch „Internet of Things“, Kurzform: IoT) eine Produkt- und Servicewelt, in der dem Kunden Mehrwertdienste rund um das ursprüngliche Produkt bereitgestellt werden. Auch Services werden auf Bedarf konsumiert, anstatt diese dauerhaft zu kaufen. Dadurch ändern sich auch die Businessmodelle und Anforderungen an ein Produkt. ZF hat diese Entwicklung erkannt und baut bei der Umsetzung der neuen Technologie auf drei Säulen: Die Effizienz wird erheblich gesteigert, die Vernetzung garantiert die Optimierung der Produkte und die Entwicklung neuer Produkte und Services erfolgt auf Basis digitaler Geschäftsmodelle.

Intelligentes Windgetriebe von ZF

Mehr Ertrag, weniger Ausfallzeiten und Servicekosten – das „Intelligente Windgetriebe“ von ZF nimmt hier eine Vorreiterrolle ein.

ZF stellt das Konzept für das „Intelligente Windgetriebe“ als Beitrag zur Vision des intelligenten Windturbinen-Leistungsmanagements vor: Mit dieser Reihe von innovativen Ansätzen zeigt ZF, wie modernste Sensorik und Datenanalyse die Effizienz und Zuverlässigkeit von Windenergieanlagen erhöhen können.

Technische Informationen

  • Modernste Funktionen zur Erfassung von realen Lasten und des Getriebezustandes während des Betriebs sowie neue Verfahren zur Senkung der Servicerechnungen
  • Steigerung des Ertrages durch modernste Lastüberwachung und zugleich Verlängerung der Getriebelebensdauer
  • Nutzung der prädiktiv erzeugten Datenströme der im Getriebe integrierten Geräte und Sensoren ermöglichen die Fernüberwachung von Getriebefunktion und -zustand sowie eine frühzeitige Erkennung potentieller Fehler
  • Reduzierung von Ausfallzeiten der Windturbinen durch effiziente Planung von vorbeugenden Wartungsmaßnahmen, damit ungeplante Ausfallzeiten vermieden werden können
  • Wirtschaftliche Gestaltung des Ressourceneinsatzes, der bei Reparaturen benötigt wird

Weitere Trends ZF@HMI

ZF Concept Cockpit

Die Vision des autonomen Fahrens ist einer der wesentlichen Treiber für den automobilen Fortschritt in Richtung höhere Sicherheit bei gleichzeitig gesteigertem Komfort. Ein Schlüssel dazu liegt in der zuverlässigen und eindeutigen Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrzeug. In seinem Concept Cockpit zeigt ZF auf der HMI vier innovative Ansätze für die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine (Human Maschine Interface – HMI):

1: Spezielles Lenkrad u.a. mit Hands-On-Detection
2: Display mit fühlbarer Touch-Oberfläche
3: Neuartige, hochpräzise Gesichts- und Emotionserkennung
4: Aktiv agierende und kommunizierende Sicherheitsgurte

Elektrischer Radantrieb

Verbesserte Traktion, erhöhte Fahrsicherheit und Bodenschonung – ZF präsentiert auf der diesjährigen HMI einen elektrischen Einzelradantrieb für landwirtschaftliche Anwendungen sowie für Nutzfahrzeuge. Mit diesen elektrisch angetriebenen Radköpfen entwickelten die ZF-Ingenieure eine innovative Antriebslösung für Anwendungen, die auf professionelle Einsätze mit höchsten Anforderungen abgestimmt sind.

ZF E-Drive

ZF E-Drive: Technische Informationen

  • Elektrischer Einzelradantrieb für landwirtschaftliche Anwendungen
  • 400 V AC-Motor
  • 15 kNm maximales Abtriebsmoment
  • 50 kN maximale Radlast
  • Integrierte Bremse

ZF-Elektroportalachse

ZF-Elektroportalachse: Technische Informationen

  • Elektrischer Einzelradantrieb für Nutzfahrzeuge
  • Flüssigkeitsgekühlte Asynchronmotoren
  • 400 V AC-Motor, Gelenkzug mit nur einer Antriebsachse möglich
  • 2x 125 kW Motorspitzenleistung
  • Umweltfreundlich: sauber und geräuscharm
  • Flexibel: für Hybridantriebe und Energiequellen wie Brennstoffzelle, Oberleitung und Batteriebetrieb

TraXon mit PreVision GPS

PreVision-GPS

Als im wahrsten Sinne wegweisend zeigt sich die vorausschauende, GPS-basierte Fahrstrategie PreVision GPS. ZF bietet damit den Herstellern die Möglichkeit, das modular aufgebaute ZF-TraXon-Getriebe mit GPS-Daten und digitalem Kartenmaterial zu vernetzen. Durch die intelligente Vernetzung können Gradient und Länge von Steigungen und Gefällen bereits im Vorfeld erkannt und bei der Wahl der Schaltzeitpunkte berücksichtigt werden.

Getriebesystem TraXon

Technische Informationen

  • Mehrwert für mittlere bis schwere Sonder- und Kranfahrzeuge
  • Reduzierte Geräuschentwicklung
  • Höchster Getriebewirkungsgrad seiner Klasse
  • Extreme Getriebespreizung für weniger Kraftstoffverbrauch
  • Weniger Anpassungsaufwand dank Plattformkonzept
  • Maßgeschneiderte und umfassende Systemlösungen für jede Anwendung
  • Vereinfachtes Mechanik-Konzept und modularer Aufbau erleichtern Service und Reparatur

ZF-Servoplan Planetengetriebe

Die ZF-Servoplan-Getriebe zeichnen sich durch eine spielarme Verzahnung aus und sind damit auf exakte Positionieraufgaben spezialisiert.

ZF-Servoplan Planetengetriebe wurden für den direkten Anbau an Servomotoren entwickelt. Durch unterschiedliche Baugrößen und einem grundlegenden Baukastensystem sind diese in nahezu allen Bereichen der Automatisierungstechnik einsetzbar: Überall dort, wo hochdynamisch und exakt positioniert werden muss, finden ein- und zweistufige Servoantriebe mit ZF-Servoplan-Getrieben ihre Anwendung. Die Servogetriebe bieten zusammen mit einem Servomotor einen koaxialen An- und Abtrieb. Über eine kraftschlüssige Klemmkupplung ist die Abtriebswelle des Servomotors mit dem Sonnenrad des Servogetriebes verbunden. Dieses Sonnenrad treibt drei in einem Planetenträger gelagerte Planetenräder an. Diese rollen auf einem Hohlrad mit Innenverzahnung ab. Durch die Aufteilung auf drei Planetenräder ergibt sich eine ausgeglichene Kräfteverteilung und führt somit zu einer sehr kompakten Bauform mit hoher Leistungsdichte.

Technische Informationen

  • Nennabtriebsmomente von 25 bis 3.000 Nm
  • ZF-Servoplan-Getriebe arbeiten präzise, mit großer Dynamik und garantieren eine exakte Reproduzierbarkeit
  • Energiekosten der Maschine sinken durch hohen Wirkungsgrad
  • Bieten einen stabilen Fertigungsprozess und wartungsfreie Arbeit

Zweigang-Schaltgetriebe Duoplan 2K 450 und 2K 600

Eine Lösung für jede Anforderung: Die neuen Zweigang-Schaltgetriebe Duoplan 2K 450 und Duoplan 2K 600 komplettieren die 2K-Getriebebaureihe von ZF für Maschinenantriebe.

Als Produktneuheiten ergänzen nun die neuen Zweigang-Schaltgetriebe Duoplan 2K 450 und 2K 600 die Angebotspalette von ZF. Die ab sofort lieferbaren Getriebe sind für Nenn-Antriebsdrehmomente von 450 bzw. 600 Nm konfiguriert und ergänzen so die 2K-Baureihe für Werkzeugmaschinen, die bereits Drehmomente bis 300 und über 800 Nm abdeckt. Mit dem erweiterten Angebot stellt ZF mehr als zehn verschiedene Getriebevarianten für unterschiedliche Anwendungen und Einbaulagen zur Auswahl. Mit ihnen lassen sich Motoren mit einer Achshöhe von 100 bis 280 Millimeter betreiben; das Spektrum der übertragbaren Nennleistungen liegt zwischen 19 und 120 kW, das der Nenn-Antriebsdrehmomente zwischen 120 und 2.100 Nm.

Technische Informationen

  • Niedrige Drehzahlen und hohe Drehmomente bei der Bearbeitung von harten Materialien
  • Hohe Geschwindigkeiten im oberen Drehzahlbereich bei der Behandlung weicher Werkstoffe
  • Effizienzsteigerung und Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von Maschinenbauunternehmen und Produktionsbetrieben durch eine optimal abgestimmte Motor-Getriebeeinheit, welche den Energieverbrauch deutlich senkt

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