ZF auf der Agritechnica 2017Intelligent Mechanical Systems

Über die Messe

Die Agritechnica in Hannover ist die Weltleitmesse für Landtechnik. Im Turnus von drei Jahren präsentieren führende Unternehmen der Branche ihre Neuheiten und Innovationen. 2.900 Aussteller tauschen sich hier sieben Tage lang mit Geschäftspartnern und Kunden aus. Traditionell zeigt auch die ZF-Division Industrietechnik neueste Technologien. Dieses Jahr im Fokus: „Intelligent Mechanical Systems“.

Daten & Fakten

  • Zeitraum: 12. bis 18. November 2017
  • Standort ZF: Halle 15/C06
  • Mehr Informationen zur Messe finden Sie hier: Homepage Agritechnica

See > Think > Act für intelligente Mobilität

Unter dem Motto „See – Think – Act“ realisiert ZF autonome Fahrerassistenzsysteme über alle Fahrzeugsegmente hinweg.

Daher verbindet ZF-Kompetenz Umfeldsensoren wie Kamera und Radar („Sehen“) mit zentralen elektronischen Steuergeräten des Fahrzeugs („Denken“) und setzt diese über intelligente Mechatronik in Antrieb, Fahrwerk und Lenkung um („Handeln).

Ein Musterbeispiel dafür, wie ZF landwirtschaftliche Maschinen eigenständig sehen, denken und handeln lässt, bietet der Innovation Tractor.

ZF ProAI

Durch ZF ProAI lernen Fahrzeuge sehen, denken und handeln. Die NVIDIA DRIVE PX 2 Artificial Intelligence Plattform stellt enorme Rechenleistung zur Verfügung, sodass Fahrzeuge ihr 360-Grad-Umfeld verstehen und daraus Handlungen ableiten können.

Megatrend Elektrifizierung

Systemoptimierung durch Elektrifizierung

  • Erhöhung von Produktivität und Verfügbarkeit: Traktionsmanagement und elektrische Traktion am Anbaugerät selbst erzielen eine Steigerung der Zuladung beziehungsweise Reduktion der Schlupfwerte.
  • Erhöhung der Präzision und Dokumentation (PrecisionFarming): Weitere Sensoren und elektrische Aktuatoren auf Anbaugeräten ermöglichen Reduktionen der Betriebsmittel, Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeiten und genauere Dokumentation der Arbeitsergebnisse.
  • Null Emissionen: Rein elektrisch angetriebene Traktoren, betrieben durch Batterien oder Brennstoffzellen, lassen diese Vision Wirklichkeit werden.

Elektrische Antriebslösungen

Systeme mit elektrischem Traktionsantrieb an Anbaugeräten und entsprechendem Traktionsmanagement können in der Anwendung in weichem Boden deutliche Vorteile erzielen.

Produktivitätssteigerung oder Schlupfreduktion sind daher mögliche Zielsetzungen der Systemoptimierung mit elektrisch verteiltem Traktionsmanagement. Um den elektrischen Traktionsantrieb Anbaugerät mit der nötigen Performance zum Durchbruch zu verhelfen, wurde ein modulares Antriebssystem entwickelt, mit dem sich Synergien zu anderen Applikationen bestmöglich erreichen lassen.

Megatrend Automated Operations

ZF Automatik-Getriebe mit den zugehörigen Seriensteuergeräten machen hochautomatisierte Fahr- und Assistenzfunktionen möglich:

Umfeldüberwachung: Kameras bieten dem Fahrer eine 360 Grad Rundumsicht sowie Hinweise auf Personen im Gefahrenbereich durch automatische Personenerkennung.

Assistenzfunktionen: Die integrierte Sensorik ist in der Lage einen Schwad ("Schwadführung") oder eine Schnittkante ("Schnittkantenerkennung") zu erkennen und führt das Fahrzeug entlang dieser Linie.

Prozessautomatisierung
"Folge-Funktion": Ein zweites Fahrzeug kann mit Hilfe von GPS und Radardaten einem vorausfahrenden Fahrzeug im definierten Abstand fahrerlos folgen, anhalten und wieder anfahren.

"Copy-und-Paste-Funktion": Ein mit dem Fahrzeug einmalig durchgeführte Arbeitsprozess wird aufgezeichnet und kann in individuellen Zeitabstanden exakt automatisiert (fahrerlos) wiederholt werden.

Produkthighlights Agritechnica 2017

ZF eTRAC: Elektrische Radantriebe für landwirtschaftliche Anwendungen

ZF eTRAC mit 3-Phasen-Asynchronmotor ist eines der Highlights auf der Agritechnica. Diese Technologie findet Anwendung bei der Elektrifizierung von kompakten Arbeitsmaschinen oder von Anhängern und Anbaugeräten.

  • Höhere Produktivität durch potentiell größere Arbeitsgeräte
  • Höhere konstante Fahr- und Arbeitsprozessgeschwindigkeit
  • Optimierte Schlupfregelung (Traktionsmanagement)
  • Verbesserte Traktion, erhöhte Fahrsicherheit, Bodenschonung
  • Verwendung eines leichteren Traktors bei gleichem Anbaugerät oder eines leistungsstärkeren Anbaugeräts bei unveränderter Größe der Zugmaschine

Generatormodul ZF-TERRA+

Das ZF TERRA+ Generatormodul sorgt für bedarfsgerechten Antrieb elektrischer Nebenverbraucher am Fahrzeug. Es erhöht die Arbeits- bzw. Zugleistung, während CO2-Emissionen reduziert werden.

Niedervolt-Ausführung

  • Erzeugt elektrische Leistung in Niedervolt (10kW – 20kW kontinuierlich)
  • Ermöglicht Optimierung von Arbeitsprozessen, -präzision und -geschwindigkeit durch elektrische Aktuatoren auf Anbaugeräten

Hochvolt-Ausführung

  • Der Hochvolt-Generator und Wechselrichter wird zur Leistungsgenerierung im Traktor eingesetzt und kann bis zu 80 kW kontinuierlicher elektrischer Leistung erzeugen
  • Start/Stopp mit Betrieb von elektrifizierten Nebenaggregaten
  • Erweiterung zum Hybridsystem möglich

eFAD Elektrischer Vorderachsenantrieb

Der stufenlos regelbare Vorderachsenantrieb ZF eFAD (Electric Front AxleDrive) hilft Traktion und Wirkungsgrad im gesamten Antriebsstrang zu optimieren. Er ist einer Nieder- und einer Hochvoltvariante verfügbar.

Die Vorteile dieser elektrischen Vorderachsenlösung gegenüber einer starren Allradverbindung:

  • Reduzierung des Wendekreises
  • Komfortabler und dauerhafter Allradantrieb
  • Fahrsicherheit
  • Reduzierter Kraftstoffverbrauch
  • Erhöhte Zugleistung

eCALM Kabinenfederung für Fahrerhausanwendungen

Die konsequente Weiterentwicklung des erfolgreichen CALM (Cabin Air Leveling Module) Moduls regelt die Kabinenfederung elektronisch und pneumatisch. Dank intelligenter Steuerung wird der Energieverbrauch deutlich reduziert.

  • reduzierter Luft- und Energieverbrauch ermöglicht Downsizing von Kompressor und Speicher
  • Kontinuierlich verstellbare Dämpfung (optional)
  • Nivellierung / Absenken / Anheben der Kabine für Hangausgleich, Serviceposition und Transport
  • Geringe Anfälligkeit für externe Einflüsse
  • Datenbereitstellung für Fremdsysteme wie GPS oder Kamera für autonomes Fahren