„And the Winner is…?“

Spektakuläre Zahlen gab es schon im Vorfeld der Preisverleihung des internen Projektwettbewerbs ZF Excellence Award 2017 zu berichten. Mehr als 3000 Mitarbeiter weltweit reichten 620 Projekte ein. „Das Interesse am diesjährigen Wettbewerb war wieder überwältigend“, sagt Sven Bohnert, Projektleiter des Excellence Awards.

Es hatte etwas von der Oscar-Verleihung: „And the winner is…?“ fragten sich die 15 konkurrierenden Projektteams gleichermaßen wie die Teilnehmer des Executive Management Meetings. Spannung pur also bei der diesjährigen Entscheidung, wer sich mit dem ZF Excellence Award 2017 schmücken darf. Erstmals standen die Sieger des internen Ideenwettbewerbs nicht schon vor der Zeremonie fest. Stattdessen stimmte das Top-Management des Unternehmens live per Tablet für seine Favoriten in den fünf Award-Kategorien ab.

Vier Minuten Zeit hatte jedes Team für die Präsentation auf der Bühne des Auditoriums im ZF Forum in Friedrichshafen. „Puh, ganz schön nervös bin ich“, sagte Werner Freisler, als er gleich zu Beginn des Pitches die Bühne betrat. Klar, eine Präsentation zu halten vor den obersten Führungskräften des Konzerns macht man ja auch nicht jeden Tag. Doch es hat sich für sein Team aus Alfdorf gelohnt: In der Kategorie „Produkte und Herstellungsverfahren“ hatte Freislers Projekt „Knie-Airbag mit Gewebe-Ummantelung“ die Nase vorn. Sein Team hat ein kostengünstiges Produkt entwickelt, das, und darauf ist er besonders stolz, insbesondere vom Wettbewerb als technisch nicht zu realisieren eingestuft worden war.

In der Kategorie „Geschäftsprozesse und Methoden“ hat mit Andrzej Mencina und Tomasz Kantoch ein Projektteam der Division A aus Czestochowa (Polen) gewonnen. Mit einem Algorithmus haben die Kollegen ein Kalkulationsprogramm erstellt, um Fehlerhäufigkeiten im Risikomanagement zu ermitteln.

Umweltbelastungen zu minimieren ist der Kern des Projekts der Inderin Sam Sasikala aus dem Werk in Coimbatore. Ihr Siegerteam in der Kategorie „Gesundheit, Arbeitssicherheit, Umwelt und Soziales“ hat sich eine effektive Recyclingmethode einfallen lassen. Statt den anfallenden Ölschlamm entsorgen zu lassen, wird mit einer Hydraulikpresse das Öl aufgefangen und wiederverwertet, was sich wiederum kostensenkend fürs Werk auswirkt.

Kleine Projekte ganz groß

Von wegen klein, „das sind große Projekte“: Mit diesen Worten begann Vorstandsmitglied Wilhelm Rehm als Pate für die Kategorie „Kleinprojekte“ seine Laudatio auf Annette Trautmann und Annika Schreier. Das Duo aus Friedrichshafen hat mit ihrem „ZF Meeting Portal“ den Excellence Award in dieser Kategorie gewonnen. Mit Hilfe ihres neuen Tools lassen sich Meetings kostengünstiger und schneller organisieren.

In der Kategorie „Voneinander lernen“ schließlich sicherten sich Barbara Dyraga und Sabina Niemczyk den Award. Sie präsentierten erfolgreich ihr Trainingssystem, mit dem Mitarbeiter im Werk Gliwice in Polen eingearbeitet werden. Wichtigen Input zu diesem Programm haben sie sich von Kollegen weltweit geben lassen.

Voneinander lernen kann im Übrigen über dem gesamten Excellence Award stehen „Der Wettbewerb bietet einen Querschnitt der herausragenden Kreativität und Fähigkeiten unserer Mitarbeiter“, sagt Vorstandsmitglied Dr. Franz Kleiner, Pate des ZF Excellence Award. „Der Einfallsreichtum dieser Projekte begeistert mich und ich glaube fest daran, dass ZF von ihnen profitieren wird. Wir müssen die Projekte nun innerhalb des Konzerns bekannt machen und sicherstellen, dass diese innovativen Vorhaben auch in die Tat umgesetzt werden“, fordert Dr. Kleiner.

Sonderpreis: „Best Performing Plant“

Neben den fünf genannten Kategorien gab es bei der diesjährigen Award-Verleihung erstmals einen Sonderpreis: Das Werk im mexikanischen Santa Rosa erhält den Preis „Best Performing Plant“ (Leistungsfähigstes Werk). Vorstandsmitglied Michael Hankel überreichte dem überglücklichen Standortchef Abiel Villareal die Urkunde. Daneben erhielt er – wie auch alle fünf Award-Gewinnerteams – eine Einladung zum ZF Technology Day 2018. Er findet im Juni in Friedrichshafen statt.

Nach 90 Minuten war der Pitch um die fünf Awards vorbei. Die Teilnehmer des EMG-Meetings fanden ihre Rolle als Juroren äußerst spannend. Mitja Schultz, Leiter Geschäftsfeld Nkw-Lenksysteme: „Mit diesem interaktiven Verfahren gewinnt das Finale an Spannung und Dramaturgie. Ich denke, dass damit auch die Motivation zur Teilnahme künftiger Awards steigt.“

Sven Bohnert, Projektleiter ZF Excellence Award, zieht ein positives Fazit: „Mit diesem Wettbewerb haben wir die Möglichkeit geschaffen, Wissen in den ganz Konzern zu verteilen. Wir hoffen, dass dieses Finale zu neuen Inspirationen und zur Teilnahme am nächsten Excellence Award anregt.“

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