Formula E Big Apple unter Strom

Mit Vollgas durch New York: Das gibt es nur in der FIA Elektrorennserie.

Die dritte Saison der FIA Formula E biegt mit quietschenden Reifen auf die Zielgerade ein. Nach spannenden Rennen in Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika fanden die vier Rennen der letzten Monate in Europa statt. In New York stand nun vor einmaliger Kulisse das vorletzte Doppelrennen der Saison und das erste in Nordamerika auf dem Programm. Auf dem Hafengelände von Brooklyn im kreativen, industriell geprägten Viertel Red Hook hat die FIA das in die Realität umgesetzt, was mehrere Rennserien in der Vergangenheit vergeblich versucht hatten: ein Stadtrennen in einer der aufregendsten Metropolen der Welt zu organisieren. Rund um das Brooklyn Cruise Terminal haben die Veranstalter eine temporäre Rennstrecke gebaut, die auf einer Länge von 1,953 Kilometern nicht nur anspruchsvoll für Fahrer und Fahrzeuge ist, sondern die den Besuchern auch spektakuläre Ausblicke auf die atemberaubende Skyline von Lower Manhattan, die Freiheitsstatue und den East River bietet. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio setzt in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung seiner Stadt gezielt auf das Wachstum und die Förderung nachhaltiger Technologien. Das macht die umweltfreundliche Formula E, die rein elektrisch und emissionsfrei angetrieben wird, zu einem logischen Aushängeschild für die größte Stadt der USA.

Für ZF-Partner Venturi verlief das Wochenende nicht ganz reibungslos. Im ersten Rennen am Samstag ging Maro Engel nach technischen Problemen im Qualifying nur vom letzten Startplatz ins Rennen und konnte auch das Rennen nicht beenden. Immerhin gelang ihm die schnellste Rennrunde, die ihm einen wertvollen Meisterschaftspunkt einbrachte. Sein Teamkollege Tom Dillmann dagegen kam auf Platz 13 ins Ziel, konnte aber im Sonntagsrennen als Siebter punkten. Engel verfehlte am Sonntag als Sechster des Qualifyings nur knapp den Einzug in die Superpole der besten fünf Piloten, bevor er im Rennen nach einer schuldlosen Kollision aufgeben musste. In zwei Wochen zieht der Formula E-Tross bereits weiter zum Saisonfinale in Montreal. Die vierte Saison startet Anfang Dezember in Hong Kong, dann wird Venturi mit einem komplett neu entwickelten Getriebe von ZF an den Start gehen.

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