GEMEINSAM GAS GEBEN IN CHINA

Asien-Pazifik ist eine der wichtigsten Marktregionen für ZF. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern im Hauptmarkt China umgerechnet sechs Milliarden Euro um. Für chinesische Kunden besonders interessant sind die auf der Leitmesse „Auto Shanghai“ ausgestellten ZF-Produkte für Elektromobilität und Sicherheitstechnik. Ein Überblick.

Es ist ein klares Statement: „Der chinesische Markt steht immer deutlicher auch für Hightech. Wir tun also gut daran, unsere Position in China nicht nur in Gestalt von Produktionswerken auszubauen, sondern auch durch Entwicklungskapazitäten“, sagt Peter Lake. Als Mitglied des ZF-Vorstands ist er verantwortlich für das Ressort Markt sowie für die Region Asien-Pazifik.

Mit diesen Worten eröffnete Lake am 18. April 2017 im Beisein von Lokalpolitikern, ZF-Beschäftigten und Kunden aus China das baulich erheblich erweiterte Entwicklungszentrum im Schanghaier Stadtdistrikt Songjiang. Dieses Engineering Center hilft dem Konzern, seine Produkte künftig noch schneller für die Märkte der Asien-Pazifik-Region anzupassen.

Nach seiner Erweiterung hat das Entwicklungszentrum in Schanghai nun eine Fläche von 54.000 Quadratmeter. Arbeiten hier bislang rund 400 Entwickler, soll sich die Zahl der Ingenieure bis zum Jahr 2022 auf insgesamt 1000 erhöht haben. In die Erweiterung investiert der Konzern insgesamt 50 Millionen Euro. Das Engineering Center in Schanghai kooperiert eng mit dem bereits bestehenden Entwicklungszentrum im rund 40 Kilometer entfernten Anting. Die ZF-Kollegen dort beschäftigen sich mit aktiver und passiver Sicherheitstechnik.

Starkes Interesse an ZF-Technologie

Einen Tag nach Eröffnung des neuen Entwicklungszentrums begann die „Auto Shanghai“. Die größte Automobilmesse der Welt findet alle zwei Jahre statt. Auf seinem Messestand zeigte der ZF-Konzern, was chinesische Kunden derzeit besonders interessiert: E-Mobility-Lösungen sowie Produkte der aktiven und passiven Sicherheitstechnik. Schließlich ist die Automobilindustrie in China wegen der vom Jahr 2018 an verschärften C-NCAP-Regularien sowie wegen staatlicher Förderprogramme für alternative Antriebe auf der Suche nach zuverlässigen Partnern und geeigneten technischen Lösungen. Auf der Pressekonferenz am zweiten Messetag erläuterte Marktvorstand Peter Lake den anwesenden Medienvertretern die „Strategie ZF 2025“: „Wir verfolgen das langfristige Ziel einer doppelten ‚Vision Zero‘. Unsere Technologie soll einen wesentlichen Beitrag leisten, sowohl die Zahl der Unfälle als auch die Emissionen zu minimieren.“ Er betonte, dass diese Ziele ohne Digitalisierung und autonomes Fahren nicht zu erreichen sind. Beide Voraussetzungen erfülle ZF.

Expertentreffen am Rande der „Auto Shanghai“

Im Umfeld der „Auto Shanghai“ finden stets auch hochkarätig besetzte Fachtagungen statt. Auf dem Chinese CAR Symposium, organisiert vom Center of Automotive Research der Universität Duisburg, trafen sich Automobilexperten aus aller Welt, um sich über Themen wie Elektromobilität und Sicherheit in China auszutauschen. Ulrich Teichert, bei ZF neuer Leiter E-Mobility für den Raum Asien-Pazifik referierte über den starken Zuwachs der Elektromobilität in China und welchen Beitrag die hochintegrierten Antriebslösungen von ZF dabei leisten können. Beim chinesischen Getriebe-Symposium sprach Dr. Jürgen Greiner, Leiter Entwicklung Pkw-Antriebssysteme, über Effizienzpotentiale in Getrieben sowie über aktuelle und künftige Entwicklungen bei Hybridgetrieben von ZF. Im Mittelpunkt stand das neue 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit integriertem Plug-in-Hybridmodul.

Eindrücke von der chinesischen Leitmesse „Auto Shanghai 2017“

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