Vernetzt in eine sicherere Zukunft

Derzeit revolutioniert die Digitalisierung die Mobilität. ZF stellt sich dafür zunehmend digital auf und ist mit der Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien sowie Geschäftsmodellen gut darauf vorbereitet.

Sie ist eine Entwicklung, die in Industrienationen längst die Gesellschaft in allen Lebensbereichen erfasst hat: die Digitalisierung. „Always online“ ist die Philosophie der Generation Y, jener Menschen, die um die Jahrtausendwende im Teenager-Alter waren. Internet, Smartphone, Tablet-PC oder Wearables, also am Körper tragbarer Computersysteme, prägen den Alltag dieser Millennials. Doch auch die ältere Generation hat längst gelernt, mit Online-Bestellungen, Whatsapp oder Facebook umzugehen. Diese Digitalisierung aller Lebensbereiche verändert die Bedürfnisse mobiler Kunden.

Dabei ist das Zeitalter der Digitalisierung durch drei Entwicklungsphasen gekennzeichnet. Etablierte sich das Internet in der ersten Phase von 1995 bis 2005 und schuf so eine digitale Infrastruktur, startete in der zweiten Phase von 2006 bis 2015 der Siegeszug der sozialen Netzwerke sowie der digitalen Transaktionen. Gleichzeitig verlagerte sich das digitale Leben zunehmend vom Desktop-PC auf mobile Endgeräte. Nun, in der dritten Phase, vernetzen sich nach den Menschen immer stärker die Maschinen. Kennzeichen dieses Zeitabschnitts sind in der Produktion die Entwicklung „Industrie 4.0“ sowie allgemein die Automatisierung von Prozessen und Entscheidungen auf Basis von cloud-basierten Algorithmen.

Drei Fragen an Torsten Gollewski

Mobilitätsbranche im Umbruch

Auch erfährt die Mobilität aktuell einen grundlegenden Wandel. Doch ohne Digitalisierung und Vernetzung sind technologische Entwicklungen wie die Elektromobilität, das autonome Fahren oder der Wunsch nach mehr Sicherheit und Effizienz nicht zu realisieren. Entsprechend müssen sich Fahrzeughersteller und Systemzulieferer wie ZF auf die Herausforderungen einstellen, die diese disruptiven Veränderungen mit sich bringen. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung jedoch auch riesige Chancen, neue Geschäftsfelder zu erschließen. So leisten beispielsweise Softwareprodukte zunehmend einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung und werden zum Differenzierungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb. „Mit der Vernetzung von intelligenten und selbst lernenden Systemen erreichen wir eine neue Dimension“, betont Torsten Gollewski, Leiter der Vorentwicklung bei ZF und ergänzt: „Die Transformation von der reinen Mechanik hin zu intelligenten mechanischen Systemen, die Situationen erfassen, analysieren und entsprechend handeln können, fassen wir in dem Dreiklang ‘See – Think – Act‘ zusammen.“

Weil ZF in all diesen Bereichen maximale Kompetenz anstrebt, gehören Freiräume beim Denken und bei der Ideenfindung ebenso zur Unternehmensstrategie wie Zukäufe oder strategische Allianzen.

Mehr Sicherheit durch Digitalisierung

Auf der im Januar 2017 in Las Vegas stattfindenden Consumer Electronics Show (CES) präsentiert das Unternehmen den in der ZF-Denkfabrik entwickelten X2Safe-Algorithmus. Diese digitale Anwendung vernetzt erstmals das Automobil mit schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Radfahrern in der Cloud. So warnt X2Safe alle Beteiligten frühzeitig vor drohenden Kollisionen. Damit hat der Algorithmus das Potenzial, die Zahl der im Straßenverkehr Verletzten und Toten drastisch zu senken. Weil ZF über das Wissen zur intelligenten Vernetzung mechanischer Systeme mit Umfeldsensoren wie Kameras, Radar oder Lidar verfügt, treibt das Unternehmen die Digitalisierung in der Mobilität voran und leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit.

Mit der Telematik-Plattform Openmatics ist ZF bereits seit dem Jahr 2010 als Vernetzungsspezialist für Flottenbetreiber präsent. Die innovative Cloud-Lösung kann beispielsweise durch Überwachung der Ladetechnik wesentlich zur Akzeptanz von Elektromobilität im Flottenbereich beitragen – sowohl bei Managern von Firmenfahrzeugen als auch bei Autovermietern und Werkstätten.

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