Zuhause in Michigan Das Herz der Automobilindustrie

ZF ist in Michigan tief verwurzelt. Nun baut das Unternehmen seine Präsenz im Zentrum der globalen Automobilindustrie weiter aus.

Wo neue Technologien Wirklichkeit werden

Sie wurden „Mechaniker“ genannt und im Michigan des 19. Jahrhunderts, besonders in Detroit, lebten besonders viele von ihnen. Sie waren der Grund, warum die Region während der Industrialisierung zu dem Ort wurde, an dem neue Technologien realisiert wurden – Schiffsmotoren, Eisenbahnwagen, metallurgische Produkte, Messingwaren, Fahrgestelle, Radiatoren und Küchenherde – in all diesen Bereichen wurde Detroit Spitze.

Dank seiner einzigartigen Entwicklungshistorie im Automobilbereich und der revolutionären Erfindungen, die aus der Stadt hervorgingen, wie zum Beispiel das Modell T oder die Einführung des Fließbands, wurde Detroit zum globalen Zentrum der Automobilindustrie.

Nach einer ganzen Reihe von Rückschlägen hätte niemand gedacht, dass Michigan beziehungsweise Detroit zurückkommen würden, doch die Stadt erlebt gerade einen unvergleichlichen Wiederaufstieg. Der Aktivismus, durch den die Stadt sich schon immer auszeichnete, bekam in jüngster Zeit eine neue Dimension. Zu dessen Protagonisten gehören langjährige Bewohner der Stadt, Studenten und Unternehmer, aber auch internationale Träumer und Technologie-Startups.

"Die Menschen in Detroit haben einen starken Innovationsdrang und arbeiten sehr hart - manche sagen gar, wir haben einfach Mumm", sagt Glenn Stevens, Vice President der lokalen Initiative MICHauto und Strategische Entwicklung bei der Industrie- und Handelskammer Detroit. "Dazu kommt noch die große Bandbreite an Musik, Kunst und Industriezweigen - Detroit hat wirklich viel zu bieten."

Seit 2009 wurden im Großraum Detroit fast 186.000 Arbeitsplätze im privaten Sektor geschaffen – damit liegt die Region 4,4 Prozent über der nationalen Wachstumsrate. Immer mehr Erfinder, Denker, Träumer und Konstrukteure, die mobil sein und etwas Neues schaffen möchten, nennen Detroit ihr Zuhause.

Reich an Erfindern von morgen ist Detroit bestens aufgestellt, um zum unternehmerischen Knotenpunkt und Innovationsführer aufzusteigen.

Video: Wie ist es, in Michigan zu leben und zu arbeiten?

Erfahren Sie, wodurch sich Detroit von allen anderen Städten abhebt und weshalb ZF und seine Mitarbeiter diese Stadt als Arbeitsplatz und Wohnort so sehr schätzen.

Ein Zuhause in Michigan

Die Bewohner von Michigan haben buchstäblich eine Karte auf ihrer Handinnenfläche. Sie zeigen nämlich immer auf ihre Hand, um zu zeigen, wo sie im „Mitten State“ wohnen.

Als Unternehmen, das sich der Innovation verschrieben hat, scheint es selbstverständlich, dass auch ZF in der Region präsent ist. ZF schlug bereits vor 30 Jahren Wurzeln in Michigan, als das Unternehmen eine Vertriebsniederlassung in Farmington Hills gründete – eine Kleinstadt westlich von Detroit, in der mehrere Automobilzulieferer ansässig sind.

Da die Mehrheit der wichtigsten ZF-Kunden und großen Fahrzeughersteller „the Mitten“ (wie Michigan in den USA auch genannt wird) ihr Zuhause nennen, war es für ZF ein logischer Schritt, seine Präsenz weiter auszubauen, um die eigenen Kunden besser unterstützen zu können. Im Jahr 2000 eröffnete ZF ein Technical Center in Northville, Michigan, das schon 2004 erweitert wurde, um die regionale Hauptverwaltung des Unternehmens beherbergen zu können. So festigte ZF seine Position als Branchenführer in der Region mithilfe Hunderter Mitarbeiter, die aus den weltweiten Standorten nach Michigan kamen, um diese Entwicklung zu unterstützen.

Kurze Zeit später wuchs ZF weiter, als das Unternehmen vor nur acht Jahren die Fertigstellung eines Werks von Chrysler (heute FCA) übernahm. Das Werk in Marysville am St. Clair River, der Michigan von Kanada trennt, produziert jedes Jahr eine halbe Million Leichtbauachsen und Achsantriebe.

Aufbau der zweitgrößten ZF-Region

Alle Standorte in Michigan (außer einem) befinden sich in der Metropolregion von Detroit.

Das jüngste und aufregendste Projekt für ZF war die Übernahme von TRW im Jahr 2015, durch die das Unternehmen zu einem der weltweit größten Automobilzulieferern wurde. Mit einem Netzwerk von Ingenieuren, Prüfzentren sowie Entwicklungs- und Produktionsstandorten bündelten ZF und TRW seine Kompetenzen, um Produkte zu entwickeln, die die ganze Branche verändern. Heute hat ZF in Michigan zehn wichtige Standorte – einer davon die nordamerikanische Hauptverwaltung des Unternehmens – sowie zwei Prüfzentren.

Beide Unternehmen waren bereits vor dem Zusammenschluss bekannt für ihre ausgezeichnete Produktqualität und arbeiten weiterhin kontinuierlich an Innovationen: Das neue integrierte Bremssystem (Integrated Brake Control – IBC) ist das erste ZF-Produkt, das als Leuchtturmprojekt in Michigan entworfen und entwickelt wurde und nun dort produziert wird. Dank der am ZF-TRW-Standort Fowlerville bereits verfügbaren Kompetenzen, kann das neue motorgetriebene IBC-System an alle elektrischen, hybriden oder konventionellen Fahrzeugmotoren angebunden werden und revolutioniert die Zukunft der Bremstechnologie.

„Aus Innovationssicht ermöglichen uns unsere komplementären Produktportfolios größeres Wachstum, um als globaler Technologieführer in der Automobilindustrie zu agieren“, so Dr. Franz Kleiner, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für die Division Aktive und Passive Sicherheitstechnik sowie die Region Nordamerika. „Mit unseren globalen Kompetenzzentren wie etwa den Entwicklungs- und Prüfzentren in Michigan sind wir einzigartig aufgestellt, um den Anforderungen der globalen Megatrends Effizienz, Sicherheit und automatisiertes Fahren gerecht zu werden.“

Das IBC-System ist erst der Anfang des Wachstums in Michigan. Das ZF-Entwicklungszentrum für Insassenschutzsysteme (Occupant Safety Systems – OSS) in Washington Township, Michigan, unterstützt das globale Netzwerk regionaler Kunden sowie Fahrzeughersteller weltweit und ist der Ort, an dem kontinuierlich geforscht wird, um Insassenschutzsysteme weiter zu verbessern.

Positive Aussichten

Seit dem 19. Jahrhundert bis heute sind Ingenieure, Erfinder, Geschäftsleute und Unternehmer die Basis der technologischen Kompetenz des Bundesstaats Michigan. Seit Jahrzehnten bringt Michigan dank qualifizierter Arbeitskräfte Innovationen hervor. Das Gleiche gilt für ZF. Der US-Bundesstaat bietet dem Konzern einen einzigartigen Standort, um seinen Rang als Innovationsführer und einer der größten Automobilzulieferer weltweit aufrechtzuerhalten.

Mehr als 3,5 Millionen Euro wurden seit Januar 2013 für Detroit als Investitionssumme in neue Entwicklungen bereitgestellt und seit 2009 wurden in der Metropolregion 186.000 Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft geschaffen.

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