Truck Grand-Prix Bärenstarke Trucks am Nürburgring

Einmalige Mischung: Beim Truck Grand-Prix trifft kerniger Motorsport auf Festival-Stimmung und Arbeitsatmosphäre.

Für die Bremsen ist es die Hölle, für alle anderen ein Riesenspaß. Beim Truck Grand-Prix auf dem Nürburgring waren am Wochenende wieder die Bremsanlagen schutzlos den 1150 PS Motoren der Renntrucks ausgeliefert. Wenn in den Kurven der weiße Dampf der Bremskühlung aufsteigt und die 5,3 Tonnen-Gefährte durch die Kurven fliegen, jubeln die Fans am Streckenrand. Aber die Rennen der FIA Europameisterschaft (European Truck Racing Championship) und um den ADAC Mittelrhein Cup sind hier eigentlich Nebensache. Das Wochenende ist eine Mischung aus kernigem Motorsport, Nutzfahrzeug-Branchentreff und Trucker-Party.

Beim Truck Grand-Prix trifft sich die Kraftfahrer-Szene, um drei Tage lang sich und ihre geliebten Lastwagen zu feiern, mit denen die Fahrer den Rest des Jahres auf Achse sind. Einmal im Jahr gönnen sich die Trucker hier eine Auszeit, um bei dem großen Familientreffen dabei zu sein. Auch ZF mischt hier mit. Der Technologiekonzern liefert Getriebe an die Rennteams und unterstützt den Truck Grand-Prix als Sponsor. „Hier sind die Fahrer und Spediteure, die tagtäglich mit ZF Produkten in den Lkw‘s auf den Straßen unterwegs sind. Darum zeigen wir hier Flagge“, sagt Winfried Gründler, der Leiter des ZF-Geschäftsfeldes Lkw- und Van-Antriebstechnik. Viele Speditionen kommen jedes Jahr mit der gesamten Mannschaft, die Auflieger zu improvisierten Küchen und Wohnzimmern umgebaut. 1150 Lastzüge standen dieses Jahr dicht an dicht in den Trucker-Camps, 450 davon auf der legendären Müllenbachschleife, wo überall die Grills und am Samstag zum EM-Viertelfinale Deutschland-Italien mit nervenaufreibendem Elfmeterschießen die Monitore liefen. Ein schwerer Gegner für Country-Sänger Tom Astor, der als alljährlicher Top-Act auf der Festivalbühne trotzdem seine treuen Fans versammelte, bevor das große Feuerwerk in den Eifelhimmel stieg.

Der Truck Grand-Prix ist neben dem Festivalteil auch als Arbeitstreffen und Leistungsschau der Branche eine feste Größe. 70 Unternehmen zeigten im Ausstellerbereich ihre Neuigkeiten und auf dem Truck-Symposium ging es um die Digitalisierung in der Transportbranche.

Bei den FIA-Rennen, die an den drei Grand-Prix-Tagen 123.000 Zuschauer verfolgten, fuhr übrigens Adam Lacko zwei Mal als erster durchs Ziel, je ein Rennen gewannen Jochen Hahn und Stephanie Halm.

Mehr von dem Event: www.truck-grand-prix.de

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