Internet der Dinge Intelligent vernetzt

Das Internet der Dinge bietet enorme Möglichkeiten und soll vor allem eines: dem Menschen den Alltag und die Arbeit erleichtern. ZF-Technik kann dazu einiges beitragen.

Die Heizung reagiert von ganz alleine auf den plötzlichen Kälteeinbruch, der Kühlschrank gibt die Einkaufsliste direkt an den Supermarkt weiter und das Auto weiß vom Terminkalender auf dem Smartphone, wann es den Fahrer vom Büro abholen soll: Einer Analyse des US-Marktforschungsinstituts Gartner zum Internet der Dinge zufolge, wird die Zahl der Geräte, die miteinander vernetzt sind, bis zum Jahr 2020 auf rund 20 Milliarden anwachsen. „Neben vernetzten Autos spielen intelligent miteinander vernetzte Dinge die größte Rolle bei Verbrauchern“, so Gartner-Analyst Jim Tully.

IoT bei ZF

Intelligent – das heißt in diesem Fall: Datenmaterial sammeln, weitergeben, analysieren, anderen Geräten zur Verfügung stellen und sinnvoll weiterverwenden. Der dabei entstehende Datenstrom ist riesig – und bietet neben vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsmöglichkeiten umfassendes Potenzial für Produktion und Transport. ZF setzt bei der Umsetzung der IoT-Technologie auf drei Säulen:

  • die Effizienz wird erheblich gesteigert
  • die Vernetzung garantiert die Optimierung der Produkte
  • die Entwicklung neuer Produkte und Services erfolgt auf Basis digitaler Geschäftsmodelle

„Als Technologiekonzern ist ZF in all seinen Produktfeldern sehr stark mit innovativen Ansätzen unterwegs“, sagt ZF-Vorstand Wilhelm Rehm. „Mit unserem Konzept der ‚Intelligenten Mechanik‘ zielen wir auf schnelle Umsetzbarkeit bei hohem Kundennutzen. Wir rechnen fest damit, dass der Trend zur Digitalisierung, der auch die Industriebranche seit einigen Jahren prägt, kein technologisches Schaulaufen ist, sondern dass das hohe Innovationstempo bald auch zu einer stärkeren Nachfrage führt.

Das Internet der Dinge macht Geräte und Dienstleistungen smarter. Wie das funktioniert, erfahren Sie in diesem Video.

Intelligente Logistik

Ursprünglich stammt die Idee zum Internet der Dinge aus der Logistik. Täglich werden Millionen von Gegenständen – von Containern über Paletten bis hin zu Kleinstteilen – durch die Welt bewegt. Intelligente Vernetzung ermöglichte hier zuallererst stattliche Effizienzgewinne. Vorreiter bei ZF in diesem Bereich ist Openmatics, der Connectivity-Spezialist von ZF Services. Seit 2010 sukzessive erweitert, bringt Openmatics Vernetzung in Lkw- und Busflotten – mit scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten: vom vereinfachten Auftragsmanagement für Speditionen über proaktives Fahrtraining für mehr Kraftstoffeffizienz bis hin zur Infotainment-Plattform für lange Busreisen.

Mehrwert durch Vernetzung

Als im wahrsten Sinne wegweisend zeigt sich die vorausschauende, GPS-basierte Fahrstrategie PreVision GPS. ZF bietet damit Lkw-Herstellern die Möglichkeit, das automatische Nutzfahrzeuggetriebe TraXon mit GPS-Daten und digitalem Kartenmaterial zu vernetzen. Bei entsprechender Integration im Fahrzeug vermeidet PreVision GPS Schaltungen, die sich im Kontext des Geländes als unnötig erweisen – wenn etwa eine konventionelle Getriebesteuerung vor einer Steigung oder einer engen Kurve heraufschaltet, nur um wenig später wieder in einen niedrigeren Gang zu gehen.

Mehrwert für mittlere bis schwere Sonder- und Kranfahrzeuge: Mit dem modular aufgebauten Getriebesystem TraXon wird der Betrieb noch wirtschaftlicher.

Effizienz in der Produktion erhöhen

RFID-gestützte Großserienproduktion in Saarbrücken

Übrigens spielen Vernetzung und Digitalisierung für ZF nicht nur bei der Produktentwicklung eine wichtige Rolle. Ein Blick in die Produktionshallen verrät: Auch hier hat die digitale Transformation schon längst begonnen, beispielsweise wenn es um die bedarfsbezogene Wartung und Instandhaltung des Maschinenparks oder um die Optimierung des Betriebsablaufs geht. Milkrun-Systeme, bei denen Transportaufträge für die Endmontagelinie in Echtzeit über mobile Scanner an den Fahrer übermittelt werden, gehören schon heute zum Alltag bei ZF.

Auch bei der Identifikation von Einzelteilen über den gesamten Fertigungsprozess hinweg setzt ZF auf digitale Unterstützung: IT-basierte Traceability-Systeme dokumentieren den Produktions- und bald auch den Lebenszyklus einzelner Werkstücke – und bieten dank automatisierter Abläufe noch mehr Zuverlässigkeit.

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