E-Mobility Im Schulterschluss mit Hochschulen

ZF engagiert sich im Hochschulbereich auf vielfältige Weise und setzt sich für eine enge Verzahnung von Lehre und Praxis ein. Bei Projekten wie der „Formula Student“ sammeln Studenten mit ZF-Technik Praxiserfahrung in Konstruktion und Fertigung.

Den Rennwagen von morgen bauen – mit Elektromotor. Dieser Herausforderung stellen sich jedes Jahr internationale Hochschulteams bei der „Formula Student“. In der Formel-1-Atmosphäre auf dem legendären Hockenheimring oder dem Michigan International Speedway testen die angehenden Ingenieure bei einem fünftägigen Wettbewerb jährlich ihre neuen Fahrzeuge.

Internationale Forschungsprojekte

Beim ZF Race Camp in Friedrichshafen messen sich jedes Jahr Studenten-Teams mit ihren selbst konstruierten E-Rennwagen.

In der Sparte „Formula Student Electric“ treten mit E-Motoren betriebene Boliden gegeneinander an. Mit dabei in allen Bereichen: Technik und Know-How von ZF. Seit über zehn Jahren sponsert der Automobilzulieferer den internationalen Wettbewerb, derzeit werden 37 Hochschulteams unterstützt. „Das ist Uni-Wissen im Praxistest, die Teilnehmer erwerben hier Schlüsselqualifikationen, die ihnen beim Berufseinstieg helfen“, erklärt der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer.

Das Hochschul-Engagement von ZF geht weit über die Formel 1 der Studenten hinaus. Vor drei Jahren rief der Konzern das Forschungsprojekt EMiLE (Elektro-Motor integrierte Leistungs-Elektronik) mit Partnern aus Forschung und Industrie ins Leben. Das Projekt verfolgte zwei Ziele: die Leistungsfähigkeit von Elektromotoren um 50 Prozent zu steigern und die Kosten ihrer Herstellung um 40 Prozent zu senken. Praktisch umgesetzt werden sollte das durch die Integration der Leistungselektronik direkt in den E-Motor.

Schrumpfkur für E-Maschinen

Gefördert von ZF und anderen Industriepartnern sowie der Europäischen Union arbeiteten Forscher aus neun europäischen Ländern drei Jahre lang an dem Projekt „MotorBrain“. Ihr Ziel: Elektromotoren kleiner, leichter und sicherer machen. Die dabei entwickelten Prototypen waren durch die Integration von Motor, Getriebe und Leistungselektronik um ein Viertel kleiner als marktübliche Elektromotoren. Und sie kamen ohne Seltene Erden aus, deren Förderung teuer und umweltbelastend ist.

Die Ergebnisse des Projekts „MotorBrain“ wurden im Forschungs- und Entwicklungszentrum von ZF vorgestellt.

Elektrotechnik-Studenten auf der IAA

Auch jenseits der Ausbildung an der Hochschule können Studierende von ZF-Initiativen profitieren. Regelmäßig holt das Unternehmen Nachwuchswissenschaftler zum Studententag zur IAA. Mehr als 500 Schüler und Studenten technischer Fachrichtungen nutzten 2015 diese Chance. Christoph Döhl, Elektrotechnik-Student im 6. Semester an der Technischen Hochschule Nürnberg, nutzte die Gelegenheit, um sich über das ZF-Produktportfolio speziell für Elektromobilität näher zu informieren. „Ich will schauen, in welche Richtung die Automobilindustrie geht und wie ZF da mitspielt“, sagte der 23-Jährige.

Zudem bietet das Unternehmen Praktikumsplätze, betreut Abschlussarbeiten, Dissertationen und vergibt Stipendien für ehemalige Praktikanten und Mitarbeiter. Im Anschluss an das Studium können die Absolventen ihre Karriere starten – in einem Unternehmen, das zu den drei größten Automobilzulieferern der Welt gehört. Kein Zweifel: Absolventen und Forscher werden die E-Mobilität mit ihrer Innovationskraft weiter voranbringen – und davon wird nicht nur ZF profitieren. Denn wenn Elektromotoren noch leistungsstärker, effizienter, kostengünstiger und damit weiter verbreitet werden, dient das auch der Umwelt.

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