E-Mobility Überall elektrisch unterwegs

Elektromobilität ist keine neue Erfindung, sondern bereits fester Bestandteil unseres Alltags. Hier sehen Sie, wo uns Elektromobilität wie selbstverständlich begleitet, neue Impulse setzt oder Geschwindigkeitsrekorde bricht.

Elektroautos

Das Elektroauto ist keine neue Erfindung. Seine erste große Zeit hat es bereits im 19. Jahrhundert gehabt. So war es auch ein Elektroauto, das 1899 mit knapp 106 km/h den damaligen Geschwindigkeitsrekord für ein Straßenfahrzeug aufstellte. Bald könnten Elektroautos dank steigender Reichweite und ihrer Umweltfreundlichkeit wieder die Vorherrschaft in der individuellen Mobilität übernehmen.

Elektrofahrräder

Weit verbreitet ist der elektrische Antrieb schon bei Fahrrädern. Die häufigste Form ist dabei das Pedelec (Pedal Electric Cycle). Dort schaltet sich der Motor nur beim Treten ein, und auch das nur bis zu einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h. Dafür ist das Pedelec gesetzlich aber auch dem klassischen Fahrrad gleichgestellt, man benötigt weder eine Fahrerlaubnis noch eine Kfz-Versicherung.

Segways

Sie gehören inzwischen zum Stadtbild fast jeder größeren Stadt: so genannte Segways. Mit ihrer langen Lenkstange sehen sie aus wie Roller – nur stehen die Räder nebeneinander. Und sie fahren elektrisch und transportieren vor allem Touristen, die damit an Sehenswürdigkeiten vorbeisurren. Dabei halten die Segways mithilfe von Sensoren selbstständig das Gleichgewicht, der Fahrer lenkt allein mit Gewichtsverlagerung und ist damit bis zu 20 km/h schnell unterwegs. Bisher sind die E-Gefährte aber noch nicht massentauglich, was auch an den hohen Anschaffungskosten von rund 8.000 Euro liegt.

Schienenfahrzeuge

E-Mobilität und Schienenfahrzeuge gehören oft zusammen. Die erste elektrische Lokomotive hatte Siemens bereits 1879 auf einer Gewerbeausstellung in Berlin vorgestellt. Heute kann elektrische Energie den schnellsten Zug der Welt, eine Magnetschwebebahn in Japan (Bild), auf gut 600 km/h beschleunigen. Anders als Diesel-Loks können Elektrolokomotiven über Oberleitungen mit Energie versorgt werden, ohne nachtanken zu müssen. Zudem sind Elektromotoren bei gleicher Kapazität leichter als Verbrennungsmotoren.

Elektroboote

Die Sorge des Prinzregenten Luitpold um sein Jagdrevier am Königssee (Bild) stand am Anfang der elektrifizierten Ausflugsschifffahrt. Seit 1909 verkehren Elektroboote auf dem bayrischen See. Möglich machte die Elektrifizierung eine unweit des Sees verkehrende Eisenbahnlinie, an deren Stromversorgung auch die Boote andocken konnten. Batteriebetrieb wie am Königssee ist eine Möglichkeit, die Boote mit Strom zu versorgen. Brennstoffzellen oder Solarzellen zur Stromerzeugung sind weitere, und auf Segelbooten werden Windgeneratoren eingesetzt. Nicht nur bei Ausflugsbooten kommen E-Lösungen zum Einsatz. In Norwegen wurde 2015 die weltweit erste batterieelektrische Autofähre eingesetzt, in Rotterdam verkehren hybridgetriebene Wassertaxis. Und vor Island ist ein Segelschiff unterwegs, das während des Segelns mit der Schiffsschraube Energie erzeugt und bei Flaute elektrisch unterwegs ist. Sein Einsatzzweck: Whalewatching. Da geht es dann wie bei Luitpold darum, keine Tiere zu erschrecken.


Fotos: Getty Images, Fotolia, Pictures Press

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