Qualität zählt Risiko durch minderwertige Ersatzteile

Der Internethandel mit Ersatzteilen nimmt zu und dadurch auch die Gefahr, dass verstärkt Produkte aus unbekannter Herkunft und möglicherweise zweifelhafter Qualität in den Umlauf gelangen. Die Folgen können gravierend sein.

Als Preisvergleichsplattform und erste Informationsquelle wird das World Wide Web schon längst intensiv genutzt. Mit Verzögerung ist auch der Online-Handel im Automobil-Ersatzteilbereich angekommen. 2013 entfielen bereits elf Prozent des Gesamtmarktes für Pkw-Ersatzteile auf den Online-Handel – Tendenz steigend. Neben vielen seriösen Händlern bieten auch fragwürdige Anbieter Ersatzteile an – billig im Preis, aber mit mangelhafter Qualität. Gerade für den Endkunden ist schwer erkennbar, ob es sich beim angebotenen Produkt beispielsweise um ein gefälschtes Markenteil handelt. Die Gefahren, die dies insbesondere bei sicherheitsrelevanten Ersatzteilen mit sich bringen kann, mag man sich gar nicht vorstellen.

Gefälschte Markenteile sind nicht immer sofort erkennbar.

Trotz Kostendruck, der auf Autofahrern und Werkstätten lastet: Sparen am Ersatzteil ist keine Lösung. Wie eine Online-Werkstattbefragung der Initiative „Qualität ist Mehrwert“ ermittelte, gaben 85 Prozent der 1.700 befragten Werkstätten an, dass sie bereits Probleme bei der Verwendung von billigen Ersatzteilen hatten. Davon entfallen allein 43 Prozent auf Probleme qualitativer Art und weitere 33 Prozent hatten Schwierigkeiten beim Einbau.

Im schlimmsten Fall steht die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf dem Spiel: So können beispielsweise defekte Stoßdämpfer sich nicht nur negativ auf das Fahrverhalten eines Fahrzeugs auswirken, sondern aufgrund mangelhafter Materialgüte auch schneller verschleißen oder ganz versagen. Die Folge: Das Auto lässt sich trotz elektrischer Stabilitätsprogramme nicht mehr kontrollieren und bei einer Vollbremsung können so wichtige Meter verschenkt werden. Bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h kann man von einer Wagenlänge ausgehen.

Helmut Ernst, Vorsitzender der Geschäftsleitung ZF Services

In der Regel entstehen Kfz-Komponenten in einem langwierigen Entwicklungs- und Erprobungsprozess. Daher stellt nur die Entwicklungs- und Produktionskom­petenz der großen Automobilhersteller und -zulieferer sicher, dass die Teile in der entspre­chenden Fahrzeugumgebung höchste Sicherheit und höchsten Komfort bieten.

Mit dem Ziel, den Verbraucher und Werkstätten für die Vorteile qualitativ hochwertiger Ersatzteile zu sensibilisieren, initiiert die Brancheninitiative „Qualität ist Mehrwert“ – ein Zusammenschluss namhafter Automobilzulieferer – gezielt Kampagnen und bietet aufklärende Informationen an. Helmut Ernst, Vorsitzender der Geschäftsleitung ZF Services, betont: „Als After-Sales-Experten der ZF Friedrichshafen AG, einem der führenden Entwickler und Hersteller von Originalteilen, sehen wir uns gefordert, dafür zu sorgen, dass die beste Produktqualität beim Verbraucher ankommt.“

ZF Services ist Gründungsmitglied der Initiative und bietet über die Lieferung von Ersatzteilen in OE-Qualität hinaus als globaler Lösungsanbieter zahlreiche Serviceleistungen aus einer Hand: von praxisnahen Trainings über technische Informationen bis hin zu detaillierten Werkstattkonzepten.

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