Erfindungspreis Gemeinschaft der hellen Köpfe

Menschen mit guten Ideen zu beschäftigen ist für einen Technologiekonzern lebenswichtig. Seit dem Jahr 2013 zeichnet ZF einfallsreiche Mitarbeiter mit dem Graf-von-Soden-Erfindungspreis aus.

Der Graf-von-Soden-Erfindungspreis honoriert die Leistungen der Entwickler und motiviert zu neuen Erfindungen.

Der Erfindergeist der Mitarbeiter zählt zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren von ZF. Ein moderner Technologiekonzern braucht nicht nur die Kreativarbeit der offiziellen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, die bei ZF auf weltweit acht Hauptentwicklungsstandorte verteilt sind. Gefragt ist auch der Einfallsreichtum jedes einzelnen Mitarbeiters. Nicht zuletzt dank seiner kreativen Belegschaft konnte ZF im Jahr 2014 909 Erfindungen beim Deutschen Patent- und Markenamt anmelden. Diese Innovationskraft honoriert und fördert der Konzern seit dem Jahr 2013 mit dem Graf-von-Soden-Erfindungspreis. Vom Hallsensor über das E‑Antriebsmodul bis hin zur elektrischen Rotorsteuerung im Hubschrauber reichen die insgesamt elf Erfindungen, die 2013 und 2014 mit dem Preis ausgezeichnet werden.

Alfred Graf von Soden-Fraunhofen, der Namensgeber des Erfindungspreises, hätte sich angesichts dieser Erfindungen wahrscheinlich hocherfreut gezeigt: Schließlich war der Adelige 1915 nicht nur einer der ersten Geschäftsführer, sondern über mehrere Jahrzehnte hinweg auch einer ihrer wichtigsten technischen Vordenker. Als ähnlich visionär gelten die in diesem Jahr mit dem Erfindungspreis ausgezeichneten Patentanmeldungen. Sie spiegeln sowohl den Ideenreichtum der Belegschaft als auch die breiten Technologiekompetenzen von ZF wider.

Vitali Fribus aus dem Geschäftsfeld Elektronische Systeme wurde für das Shift-by-Wire via Touchdisplay ausgezeichnet.

Ende Mai 2015 wurden die herausragenden Mitarbeiterideen nun wieder ausgezeichnet: Fortschrittliche Hybridkonzepte und stufenlose Arbeitsmaschinengetriebe trafen dabei auf gewichtsparende, lenkbare Hinterachsen und Systeme, die noch mehr Ruhe in den Downsizing-Antriebsstrang bringen.

Auch die fingerleichte Fahrstufenwahl per Touchscreen konnte die Jury überzeugen. Vitali Fribus aus dem Geschäftsfeld Elektronische Systeme erfand die smarte Alternative zu konventionellen Getriebe-Wahlhebeln: Beim Shift-by-Wire via Touchdisplay können Fahrzeuglenker die Automatgetriebe-Fahrstufen P, R, N, D einfach auf einem Display einstellen. Für jede einzelne gibt es ein Symbol in dem berührungsempfindlichen Auswahlfeld. Tatsächlich eingelegt ist die Fahrstufe jedoch erst, wenn man sie mit dem Finger per „Drag and Drop“ in ein benachbartes Bestätigungs- und Anzeigefeld verschoben hat. Das verhilft dieser Anwendung zu einem wesentlichen Sicherheitsplus gegenüber ähnlichen, bisherigen Ansätzen. Zusätzlich kann beim ZF-System eine Handauflage zum Einsatz kommen, die auch haptisch zurückmeldet, dass der Fahrstufenwechsel wunschgemäß erfolgt ist.

Fotos: Sebastian Vollmert

Weitere Artikel zu dem Thema