Wege bei ZF Einsatz bei minus 20 Grad

Demnächst geht das automatische Getriebesystem TraXon in den Serienstart. Doch vorher nehmen die ZF-Experten wie Applikationsingenieur Achim Chiandetti im schwedischen Arjeplog die letzten Feinabstimmungen vor.

Sie unterziehen das automatische Getriebesystem TraXon einem letzten Praxistest: Das ZF-Team in Arjeplog.

Knopfgroße Schneeflocken segeln vom Himmel, Wind brennt auf der Haut, das Thermometer zeigt minus 21,5 Grad Celsius. Im schwedischen Arjeplog, knapp hundert Kilometer südlich des Polarkreises herrscht eisige Kälte, die Finger in den Handschuhen sind schnell klamm.

Bevor das automatische Lkw-Getriebesystem TraXon demnächst in den ersten Serienfahrzeugen effizient und komfortabel schalten wird, nimmt ZF in Lappland finale Details unter die Lupe.15 Experten sind im Wechsel vor Ort dabei, darunter Achim Chiandetti, der Applikationsingenieur aus Friedrichshafen.

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Applikationsingenieur Achim Chiandetti testet im schwedischen Arjeplog das automatische Getriebesystem TraXon.

Bemerkt Achim Chiandetti verbesserungswürdige Details, dokumentiert er diese in seinem Laptop.

Er prüft, ob sich bestimmte TraXon-Getriebefunktionen in der extremen Kälte genauso bewähren wie unter Normalbedingungen – falls nötig, passt er die Software an. „Ich feile mit an letzten Kleinigkeiten des Kupplungsverhaltens im Winter – zum Beispiel, wie genau sie beim Bremsen auf eisglatter Fahrbahn oder nach Kaltstarts bei minus 30 Grad öffnet und schließt“, erklärt Chiandetti.

Nicht nur im Zuge von Auslandseinsätzen wie jetzt in Nordschweden, sondern auch innerhalb des Technologiekonzerns ist der 27-jährige weit herumgekommen. „2005, also schon vor zehn Jahren, habe ich bei ZF als Industriemechaniker-Azubi angefangen. Dann ging’s in den Kundendienst und weiter in den Versuch; nach der Fortbildung zum Techniker und einem Bachelor-Abschluss bin ich schließlich bei meiner aktuellen Aufgabe gelandet“, sagt Chiandetti, den man rein von der Erfahrung her also getrost bereits zu den „alten Hasen“ zählen darf.

Die Kälte und Dunkelheit im winterlichen Nordschweden machen ihm nichts aus. „Für zwei Testwochen ist das schon o.k.“, schmunzelt der Ingenieur. „Es überwiegt das tolle Gefühl, zu sehen, wie die Ergebnisse jahrelanger ZF-Teamarbeit auch unter Extrembedingungen richtig gut funktionieren.“

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