INNOVATIONEN Technologien für die Zukunft

Elektrische Antriebe, Telematik oder Leichtbau – ZF entwickelt zukunftsweisende Produkte für eine nachhaltig angelegte Mobilität.

Wie stark hat sich die Welt in den vergangenen 25 Jahren verändert? Gar nicht so sehr, könnte man meinen. Und doch ist heute vieles anders, vor allem schneller: Menschen und Güter sind heute fast immer in Bewegung. Diese Dynamik setzt sich weiter fort und mit ihr auch die Nachfrage nach innovativen Mobilitätslösungen – für den Individual- und den Güterverkehr. ZF entwickelt schon heute zukunftsweisende Antworten für eine nachhaltig gestaltete Zukunft. Und das mit ehrgeizigen Zielen: Mobilität verbessern, Effizienz steigern und Ressourcen schonen.

E-Mobilität leicht gemacht

Der ZF-Innovationsträger kombiniert E-Mobility und Leichtbau

Bei seinem Pkw-Innovationsträger hat ZF fortschrittliche Elektromobilität intelligent mit neuen Leichtbau-Ansätzen kombiniert. Wesentlich für den Vortrieb der Kleinwagen-Studie ist ein elektrisches Antriebsmodul inklusive Leistungselektronik, beides mittig auf der Vorderachse platziert.

Der E-Antrieb bietet dank Hochdrehzahlkonzept eine hohe Leistungsdichte und geringes Gewicht. 90 Kilowatt Leistung und hohes Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen sorgen für dynamische Fahrleistungen. Damit eignet sich das elektrische Achsantriebssystem perfekt als effizienter Antrieb für rein elektrische Klein- und Kompaktwagen oder als elektrische Hinterachse im Achshybrid. Der ZF-Innovationsträger beschleunigt dadurch ähnlich schnell wie Autos mit starken Verbrennungsmotoren.

Damit die Batterie lange durchhält - das E-Auto also möglichst wenig Strom verbraucht und hohe Reichweiten erzielt - hat ZF das Fahrzeuggewicht stark reduziert. Zahlreiche Fahrwerkkomponenten im Innovationsträger sind aus alternativen, gewichtssparenden High-Tech-Materialien gefertigt: An der Vorderachse beispielsweise besteht das Federbein-Radträgermodul aus Faser-Kunststoff-Verbund (FKV). Dort leitet auch eine Stabilisatoranbindung in Hybridbauweise alle Längs- und Querkräfte weiter – sie ist aus Kohlefaser (CFK), Polyamid und hochfestem Stahl gefertigt. Hinten senkt eine neuartige Verbundlenkerachse das Gewicht – in ihr sind Faserverbund-Stabilisator und Leichtbau-Dämpfer integriert. Gegenüber herkömmlichen Stahlbauteilen können die fortschrittlichen ZF-Komponenten viele Fahrwerke – ob in Autos mit Elektro- oder Verbrennungsmotor – deutlich leichter machen.

Video: E-Mobility trifft Leichtbau

Großer Fahrspaß bei null Emission – ZF kombiniert beim Pkw-Innovationsträger E-Mobilität mit Leichtbau. Mehr erfahren Sie im Video.

NEUES POTENZIAL DURCH VERNETZTE TECHNOLOGIE

Der ZF-Innovationstruck kombiniert fortschrittliche Getriebe-, Lenk- und Telematiksysteme. Dank derer Vernetzung kann der ZF-Innovationstruck über eine Tablet-App ferngesteuert rangiert werden – einfach, schnell und präzise sowie dank Hybridantrieb lokal emissionsfrei.

Möglich machen dies verschiedene ZF-Technologien. Antriebsseitig kommt das neue automatische Getriebesystem TraXon für schwere Lkw zum Einsatz. Die Variante TraXon Hybrid bietet alle Hybridfunktionalitäten bis hin zum rein elektrischen Rangieren. Die modifizierte Nfz-Überlagerungslenkung Servotwin setzt die Lenkmanöver ohne Fahrereingriff am Lenkrad um. Die Telematik-Anwendung Openmatics – bestehend aus einer Onboard- beziehungsweise Connectivity-Unit, Sensorik zur Datenerfassung und spezieller Software – liefert und verarbeitet die Daten für die Lenkungssteuerung. Herzstück des Rangier-Assistenten ist ein Prototypen-Steuergerät das die automatische Regelung von Lenkradwinkel und Fahrgeschwindigkeit übernimmt.

Der bedarfsgerecht entwickelte Rangier-Assistent erleichtert den Fernfahreralltag sowie die Logistikabläufe auf den Betriebshöfen. Der Lastzug kann von Fahrern oder Disponenten über die Tablet-App präzise an die gewünschte Stelle fernsteuern werden – intuitiv nur mit einem Finger.

Vernetztes Fahren: Komplexität nutzen

Ein Fahrzeug, das lernt und vorhersieht, was der Fahrer als nächstes will oder was auf das Fahrzeug zukommt – assistiertes Fahren ist bereits in vielen Serienfahrzeugen Realität. Der nächste Schritt hin zum automatisierten Fahren und sogar zum autonomen Fahren ist schon heute absehbar. ZF kann hier sein erweitertes Kompetenzspektrum nutzen: beginnend bei der Mechanik, über die elektronische Steuerung sowie die Sensorik und Software. Neue prädiktive und adaptive Systeme in der Antriebs- und Fahrwerktechnik, deren Vernetzung untereinander, vor allem aber auch die Vernetzung des Fahrzeugs mit seiner Umwelt und mit anderen Verkehrsteilnehmern, werden Sicherheit, Fahrdynamik und Effizienz weiter steigern.

Lesen Sie mehr zum Thema vernetztes Fahren im Kommentar von Dr. Harald Naunheimer, Leiter Forschung und Entwicklung der ZF Friedrichshafen AG.

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