Openmatics Visionen vernetzter Mobilität

Speditionen und Verkehrsbetriebe profitieren bereits davon, doch die Grenzen von Telematik sind noch lange nicht erreicht.

Weniger Spritverbrauch und mehr Komfort sind schon heute große Vorteile des Systems. Openmatics, die flexible Telematikplattform von ZF, kann Technik wie in der Formel 1 in den Automobilsektor bringen und die Arbeit von Herstellern, Zulieferern und Händlern vereinfachen – ein Zukunftsszenario.

Wenn Lkw-Lenker um bis zu fünf Prozent sparsamer fahren, weil sie dank einer App auf aggressives Beschleunigen oder abruptes Bremsen verzichten, wenn Busreisende sich bequem via WLAN einen Literaturklassiker auf ihren E-Book-Reader herunterladen oder im Internet surfen, dann ist Openmatics im Einsatz. „Openmatics wird nicht nur auf Lkw und Busse fokussiert bleiben“, sagt Thomas Rösch, Geschäftsführer der Openmatics s. r. o., die im tschechischen Pilsen ihren Sitz hat. Auch Pkw, Schiffe und andere Verkehrsträger werden ins Visier genommen. „Außerdem lassen sich die Daten, die Openmatics in und aus den Fahrzeugen gewinnt, für noch bessere und marktgerechtere Produkte und Angebote nutzen“, so Rösch. Das betrifft insbesondere das Geschäft mit Flottenfahrzeugen.

Per Smartphone den Verbrauch einsehen

Openmatics setzt sich aus der „onboard unit“ (OBU), ein elektronisches Hightech-Gerät im Fahrzeug, und unterschiedlichsten Apps zusammen. Die OBU kommuniziert mit einem zentralen Server, der die Daten – beispielsweise zu Fahrzeugposition, Kraftstoffverbrauch sowie Lenk- und Ruhezeiten, aber auch zum Komponentenverschleiß – sammelt und verarbeitet. Über ein Webportal kann man auf die Daten zugreifen und sie auswerten – per Computer, Smartphone oder Tablet. Hinzu kommen zahlreiche Apps: Dank dieser Anwendungen lässt sich Openmatics nahezu beliebig erweitern – unabhängig von der Fahrzeugmarke.

Die Informationen, die Openmatics sammelt, sind nicht nur für Fuhrparkmanager wertvoll. Fahrzeughersteller, aber auch Zulieferer wie ZF können sie nutzen, um kommende Modelle und Komponenten zu optimieren. Das in Hunderttausenden Alltagskilometern angesammelte Datenmaterial wird so zur Basis zukünftiger Technologieentwicklung. „Es gibt bereits Hersteller, die von ihrem bisherigen System zu Openmatics wechseln wollen“, so Rösch. „Ihnen werden wir die Gelegenheit bieten, unsere Telematik unter ihrem Markenlogo zu vertreiben.“

Wertvoll für Hersteller und Zulieferer

Interessant sind aktuelle Verschleißdaten auch für Händler oder Vertragswerkstätten. Sie können damit – ähnlich wie die Technik-Teams in der Formel 1 – vor drohenden Defekten an Pkw, Lkw und Bussen frühzeitig warnen und die Fahrzeuge zum Service beordern, bevor sie liegenbleiben. Auch lassen sich Reparaturanleitungen und Wartungsdetails über eine App auf der Openmatics-OBU bereitstellen – ein echter Gewinn für die Mechaniker. Die Suche nach dem Fehler entfällt. Mit weiteren Apps könnten Verkäufer auslesen, wie Firmen ihre Flottenfahrzeuge tatsächlich nutzen, und den Kunden gegebenenfalls zu anderen Modellen raten. Auch so können mittels Openmatics Fuhrparks effizienter gemacht werden – basierend auf einer Vision, die mit jedem Tag ein Stück mehr zur Realität wird.

Weitere Informationen zu Openmatics finden Sie hier.

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