Hilfe für Erdbebenopfer im Kaschmir / Pakistan

Am 8. Oktober 2005 ereignete sich ein schweres Erdbeben in Pakistan. Das Ausmaß der Katastrophe für die Bevölkerung in der Bergregion Kaschmir und in den nordwestlich angrenzenden Gebieten war unermesslich: Neben unzähligen Toten und Verletzten verloren dabei ca. 3,5 Millionen Menschen ihre Unterkunft.

Notunterkünfte

„ZF hilft“ finanzierte den Bau von wetterfesten, beheizbaren Notunterkünften, die für die Erdbebenopfer in Nordpakistan kurz vor dem Wintereinbruch im November 2005 lebensnotwendig waren.

Mit den Spenden von „ZF hilft“ konnten in Zusammenarbeit mit dem „Technischen Hilfswerk“ 290 solcher Unterkünfte errichtet und damit für knapp 2.000 nur notdürftig untergebrachte Menschen eine sichere Bleibe geschaffen werden. Die Unterkünfte können mindestens drei bis fünf Jahre bewohnt werden und danach als Speicher oder zur Viehhaltung genutzt werden. Es wurden für das Projekt nur Familien ausgewählt, die keine sonstige Förderung erhalten haben.

Wiederaufbau zerstörter Häuser

Die neuen „erdbebensicheren“ Häuser erhalten Stabilität durch Betonsäulen, die in das Mauerwerk integriert werden. Die Betroffenen selbst leisten unter Begleitung eines deutschen Architekten eine individuell nach ihren Möglichkeiten festgelegte Eigenleistung bei der Errichtung der Unterkünfte. So erhalten die Hilfeempfänger ein „Ausbauhaus“. Das heißt, sie müssen sich selbst um den Putz und die Fenster kümmern und damit „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten.

Die mit Hilfe der ZF-Spenden errichteten Häuser waren in der Region die ersten festen Bauten nach dem Erdbeben. Durch die spezielle Konstruktion konnte der bewohnbare „Rohbau“ in vergleichsweise kurzer Zeit fertig gestellt werden. Insgesamt bekamen dadurch bis Ende Oktober 2006 etwa 200 Familien ein neues Zuhause.

"ZF Hilft." Vorwärts mit Verantwortung