Umwelt

Bei ZF ist der Umweltschutz seit vielen Jahren in den Unternehmenswerten verankert und wird konzernweit gelebt. Im Fokus steht der sparsame Umgang mit Energie.

Strategie und Ziele

Der Erhalt von natürlichen Ressourcen sowie der schonende Umgang damit bilden die Grundlagen für die Umweltstrategie von ZF. Sie basiert auf der 1996 verabschiedeten Umweltpolitik, die weltweit für alle Standorte verbindlich ist.

Als Teil der Umweltpolitik wurde u.a. im Handlungsfeld Klimaschutz ein Unternehmensziel zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen ausgegeben: Bis 2020 soll weltweit 20 Prozent weniger CO₂ gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 2006 bis 2010 ausgestoßen werden. Dieses Ziel soll durch die Steigerung der Energieeffizienz an den Standorten und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien an der Versorgung erreicht werden.

Umwelt- und Energiepolitik

Wir nehmen Rücksicht auf die natürliche Lebensgrundlage unseres Planeten und engagieren uns für Ressourcenschonung und Reduzierung der Umweltbelastung. Dieses Bekenntnis zu einem nachhaltigen Umweltschutz ist in den ZF-Unternehmensleitlinien verankert und Grundlage unserer Arbeit. Daraus ergeben sich folgende Grundsätze. Diese werden regelmäßig überprüft und sind weltweit bindend für alle Mitarbeiter, unsere Führungskräfte sind Vorbild in der Umsetzung.

1. Wir engagieren uns für umweltverträgliche Produktgestaltung

Wir gestalten Produkte möglichst energie- und ressourceneffizient. Unser Streben nach technologischen Innovationen und exzellenten Lösungen schließt umweltverträgliche Produktgestaltung ein. Wir sind der Überzeugung, dass unsere Innovationsstärke in Umweltbelangen zu unserer Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.

2. Wir reduzieren die Umweltauswirkungen unserer Betriebsprozesse auf ein Minimum

Wir gestalten unsere Prozesse möglichst energie- und ressourceneffizient und reduzieren Umweltbelastungen durch unsere Tätigkeiten auf ein Minimum. Wir stellen durch geeignete Maßnahmen sicher, dass umweltschädigende Ereignisse vermieden und im Schadensfall begrenzt werden. Wir setzen hierfür bei Investitionen umweltfreundliche Technologien ein. Insbesondere unterstützen wir aktiv die weltweiten Klimaschutzbestrebungen.

3. Wir verbessern unser Energie- und Umweltleistung kontinuierlich

Wir setzen unsere Umwelt- und Energieziele mit Hilfe geeigneter Managementsysteme weltweit um, überprüfen die vereinbarten Leistungen regelmäßig und ergreifen bei Abweichungen die notwendigen Verbesserungsmaßnahmen. Bei Vorhaben der Unternehmensentwicklung führen wir Umweltrisikobewertungen durch.

4. Wir streben an, weltweit Vorbild zu sein

Wir wollen Vorbild im Umgang mit Umwelt und deren Ressourcen sein. Um unseren Anspruch auf Exzellenz einzulösen, halten wir nicht nur die jeweils geltenden Rechtsvorschriften ein, sondern arbeiten darüber hinaus an der weltweiten Umsetzung ZF-interner Standards.

5. Wir beziehen Mitarbeiter, Zulieferer, Dienstleister und Kunden aktiv ein und suchen den Dialog mit Behörden und Gesellschaft

Unsere Mitarbeiter binden wir in die Entwicklung und Umsetzung unserer Umwelt- und Energiepolitik ein. Wir qualifizieren und motivieren sie regelmäßig, unsere Mitarbeiter gestalten den Umweltschutz und das Energiemanagement aktiv mit. Von unseren Zulieferern und Dienstleistern erwarten wir die Einhaltung der jeweils gültigen Umwelt- und Energievorschriften, von Lieferanten mit besonders umweltrelevanten Prozessen fordern wir ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Wir suchen in Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes den Dialog mit Behörden und allen interessierten Kreisen vor Ort. Darüber hinaus berichten wir regelmäßig über die Auswirkungen unserer Tätigkeit.

Umweltmanagement

ZF hat seit 1996 eine weltweite Umweltorganisation auf- und ausgebaut. Sie umfasst alle Ebenen des Unternehmens über die Divisionen und Regionen bis in die Standorte. Die Verantwortung auf Konzernebene trägt der Konzernumweltbeauftragte, auf Ebene der Divisionen sind leitende Umweltbeauftragte benannt. In einzelnen Regionen unterstützen Regionalkoordinatoren die Sicherstellung der Compliance, die Umsetzung von ZF-Standards sowie die Steuerung des Umweltmanagementsystems.

95 Prozent der Produktionsstandorte zertifiziert

Alle ZF-Standorte sind zum aktiven Umweltmanagement verpflichtet. 2014 waren 102 Produktionsgesellschaften und Organisationseinheiten weltweit nach dem internationalen Standard ISO 14001 zertifiziert, dies entspricht 95 Prozent der Produktionsstandorte. Das konzernweite Umweltmanagementsystem erstreckt sich auf alle Regionen, in denen ZF tätig ist: Ost- und Westeuropa, Afrika, Nordamerika, Südamerika und Asien-Pazifik. Für den Vorstand wird jährlich ein Konzern-Review erstellt, aus dem strategische Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele für das Gesamtunternehmen abgeleitet werden.

Interner Preis für Umweltschutz

Um die Mitarbeiter für den Umweltschutz zu begeistern, verleiht ZF seit 1995 einen internen Preis für besondere Leistungen im Umweltschutz. Der Preis ging 2014 an das Projekt „Entfall der Phosphatierung an Winkelgelenken“ am Standort Dielingen. Durch eine alternative Oberflächenbehandlung vor dem Härten entfällt die Notwendigkeit zum Phosphatieren von Fertigungsteilen. Nach der Umstellung der Produktion, die 2015 abgeschlossen sein wird, werden jährlich etwa 550.000 Euro an Material- und Produktionskosten eingespart. Zusätzlich schonen wir wertvolle Ressourcen wie Wasser, Strom und Chemikalien und dadurch entstehende Umweltbelastungen werden in einem wesentlichen Umfang reduziert.

Energiemanagement

ZF will seinen spezifischen Energieverbrauch kontinuierlich reduzieren. Zur Erreichung des Ziels wird die Kennzahl Energieverbrauch pro Umsatz innerhalb des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 gesteuert. An den Standorten werden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung geplant. Im Jahr 2014 konnte so in Kombination mit dem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 in Deutschland die Effizienz um rund zehn Prozent gesteigert werden. Ab dem Jahr 2015 wird das systematische Energiemanagementsystem auf alle europäischen Produktionsstandorte erweitert.