Antriebstechnik und Fahrwerktechnik

Verbrauchseinsparung und Minimierung des CO2-Ausstoßes

Sechs Prozent weniger Kraftstoffverbrauch

Den aktuellen Stand der Technik im Hinblick auf Verbrauchseinsparungen durch automatische Getriebe hat das neue 8-Gang-Automatgetriebe (8HP) von ZF neu definiert: Im Vergleich zum bereits verbrauchsoptimierten Vorgänger mit 6 Gängen erreicht es weitere sechs Prozent Verbrauchseinsparungen und reduziert somit den CO2-Ausstoß.

Viele Verbesserungen - ein Ziel: weniger Verbrauch!

Viele Verbesserungen - ein Ziel: weniger Verbrauch! Das 8-Gang-Automatgetriebe von ZF

Zum geringeren Kraftstoffverbrauch tragen beim neuen 8HP viele Innovationen bei: das vollständig neue Getriebekonzept mit vier Radsätzen und nur zwei geöffneten Schaltelementen, eine höhere Getriebespreizung, eine variable Ölpumpe, neue Drehmomentwandler und eine optimierte Hydraulik und Getriebesteuerung. Als Zusatzfunktion wird eine Start-Stopp-Funktion angeboten. Der Motor wird beim Stillstand im Leerlauf automatisch abgeschaltet. Geht der Fahrerfuß von der Bremse, springt der Motor automatisch an. Schon bei Stillstandzeiten von 10 Sekunden senkt das Abschalten des Motors den Durchschnittsverbrauch merklich - die CO2-Emission ebenfalls.

Möglich macht das der Hydraulische Impulsspeicher (HIS). Er versorgt die zum Anfahren benötigten Schaltelemente des Getriebes mit Hydrauliköl. Bereits 350 Millisekunden nach dem Start des Motors ist das Auto fahrfähig.

Abschied von herkömmlichen Radsatzkonzepten

Der Hydraulische Impulsspeicher macht die spritsparende Start-Stopp-Funktion im 8-Gang-Automatgetriebe möglich.

HIS macht aufwändigere Lösungsansätze überflüssig, wie etwa eine leistungskräftigere Ölpumpe im Getriebe oder eine elektrische Hydraulikpumpe – diese hätten zudem kaum Verbrauchsvorteile.

Die ZF-Entwickler machten sich auf die Suche nach einem völlig neuen Getriebesystem. Und nahmen Abschied von allen bisherigen, gängigen Radsatzkonzepten. Mit einer umfangreichen Kriterienliste bewerteten sie systematisch Tausende möglicher Planetengetriebesysteme und ihre Anordnungsvarianten. Am Ende blieb ein 8-Gang-Automatgetriebesystem mit vier einfachen Radsätzen und fünf Schaltelementen übrig.

Weniger Schleppverluste und höherer Verzahnungswirkungsgrad

Der Clou ist jedoch der Schaltplan. Denn von den fünf Schaltelementen - Lamellenkupplungen und -bremsen im Getriebeinneren - sind pro Gang immer nur zwei geöffnet. Je weniger offene Schaltelemente, desto weniger relativ zueinander drehende Getriebeteile. Unter dem Strich ergab das eine deutliche Minimierung der so genannten Schleppverluste im Getriebe. Auch den Verzahnungswirkungsgrad konnten die Entwickler mit dem neuen Getriebekonzept noch einmal erhöhen.

Deutlich geringerer CO2-Ausstoß

Wenn weniger Kraftstoff verbraucht wird, ist eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen die logische Folge – konkret bedeutet das zum Beispiel bei einem 3.0 L 6-Zylinder-Motor eine Senkung des CO2-Ausstoßes von 200 g/km auf 178 g/km - und das bei gleichzeitig verbesserten Fahrleistungen.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Holger Kirsch
Pressereferent Pkw

Tel. +49 7541 77-2488
Fax. +49 7541 77-90 2488
E-mail: holger.kirsch@zf.com

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