ZF in Luxusfahrzeugen
Exklusives Schaltgefühl
Ob Bentley, Rolls-Royce oder Maserati: Wer derartige Luxusfahrzeuge fährt, sucht das individuelle Fahrerlebnis. ZF-Ingenieure passen die Automatgetriebe perfekt an die jeweiligen Modelle an.
ZF-Automatgetriebe im Premiumeinsatz
Wenn Patrick Peter mit dem Aston Martin durch die Landschaft fährt, dann ist das keine Spritztour. Peter befindet sich dann meistens mit einem Kunden auf Testfahrt, genauer gesagt: in Applikationsklausur. Mit Applikation ist die genaue Anpassung des Automatgetriebes an einen Antriebsstrang gemeint. Auf den Testfahrten überprüft der Kunde gemeinsam mit dem Applikateur von ZF, wie das Getriebe bei verschiedenen Witterungen reagiert und wann das Getriebe schaltet. Doch nicht zuletzt geht es auch um etwas sehr Subjektives. Es geht um das typische Schaltgefühl.
„Jeder Fahrzeugtyp soll sich anders anfühlen“, sagt Peter. Die Vorstellungen der Hersteller unterscheiden sich hier oft nur um Nuancen. Doch es sind wichtige Nuancen, und die Applikateure kennen sie. Peter hat es im Fuß, das Aston-Martin-Gefühl. Und er weiß, wie es sich herstellen lässt. „Aston Martin will, dass sich das Auto sportlich anfühlt. Die Schaltung soll schnell sein, und man darf den Schaltvorgang gern auch einmal spüren“, sagt Peter.
Cleveres Getriebekonzept
Von Aston Martin über Maserati und Alpina bis hin zu Bentley und Rolls- Royce – so unterschiedlich die Fahrzeuge auch sind, die Ansprüche der Hersteller an die Qualität und die Charakteristik der Getriebe sind vergleichbar hoch. Dieses Spektrum deckt ZF mit dem 6-Gang-Automatgetriebe und dem 8-Gang-Automatgetriebe ab. Sie sind auf eine Drehmomentspanne von 300 bis 1000 Newtonmeter ausgelegt. Im Luxussportwagen mit 650 PS verrichten sie ihre Arbeit so präzise und zuverlässig wie in der Limousine mit Vollhybridantrieb, dem Allrad-Offroader oder dem Großserienfahrzeug.
Vom Knowhow und den Qualitätsstandards, die ZF bei seinem 8-Gang-Automatgetriebe zugrunde legt, profitieren alle Kunden. Die Großserienhersteller erhalten ein Getriebe, das breit genug ausgelegt ist, um auch bei extremen Motorisierungen und Fahranforderungen eine gute Figur zu machen. Den Kleinserienherstellern kommt die Qualität eines Basisgetriebes zugute, das den Standards einer großen Serienproduktion entspricht.
Mit Gefühl und Messgerät
Die filigranen Unterschiede, die den Luxusfahrzeugen ihr ganz eigenes Schaltgefühl verleihen, liegen in der Steuerung, genauer gesagt: Sie liegen in den Daten, mit denen die Steuerungssoftware des Getriebes bestückt wird. Großserienhersteller haben meist sehr konkrete Vorstellungen vom Schaltverhalten ihrer Autos. Die entsprechenden Datensätze entwickeln sie selbst und liefern sie an ZF zum Überspielen. „Kleinserienhersteller hingegen übernehmen diese Aufgabe nicht selbst, schon aus Personalgründen“, erklärt Patrick Peter. „Deshalb schätzen sie es, mit einem erfahrenen Zulieferer zusammenzuarbeiten.“