Vorwärts denken

Vorwärts denken. Systemvernetzung im Nutzfahrzeug.

Das Fahrverhalten eines Nutzfahrzeugs ist von zahlreichen Einflussgrößen abhängig, z. B. Zustand und Neigung der Fahrbahn, momentane Geschwindigkeit, Querbeschleunigung, Lenkwinkel, Ladungsverteilung und Motordrehzahl. Soll sich das Fahrzeug jederzeit optimal verhalten, ist ein koordiniertes Agieren aller elektronisch gesteuerten Aggregate unumgänglich. Die dabei entstehende Datenmenge kann nur dann ohne Schnittstellen- und Anpassungsprobleme bewältigt werden, wenn eine durchgängig strukturierte Software mit einheitlichen Datenprotokollen auf gleicher Plattform vorhanden ist. Deshalb arbeitet ZF als Entwicklungs- und Systempartner der Fahrzeughersteller an der Vernetzung von Getriebe, Fahrwerk- und Kabinendämpfern, Lenkung und weiteren Fahrwerkkomponenten im Lkw. Lastwechselreaktionen, Giermomente und Schwingungen lassen sich so noch besser kompensieren, Lenkwinkel und Stabilität werden optimiert.

Ein vernetztes System ist u. a. auch Voraussetzung für die fahrerlose Fuhrparkdisposition. Das betreffende Zukunftsszenario könnte folgendermaßen aussehen: Der Fahrer steigt an der Spedition aus seinem Lkw. Das Fahrzeug fährt autonom an die Laderampe und wird be- oder entladen, bewegt sich vollautomatisch an die Tankstation und anschließend durch die Waschstraße. Die Standzeiten des Lkw sind deutlich verringert und der Fahrer hat mehr Spielraum für Ruhezeiten.

Ein Schritt in die Zukunft

Wie positiv sich die Entwicklung von elektronisch vernetzten Aggregaten auf das Fahrverhalten von Nutzfahrzeugen auswirken kann, lässt schon der Fahrvergleich von Serien- Lkw mit CDC-Dämpfern und ohne CDC-Dämpfer erahnen.

 

Komforsteigerungen beim Anfahren und kürzere Schaltzeiten

Die CDC-Dämpfer des Fahrwerks und der Kabine reduzieren das Nicken und Wanken des Fahrerhauses beträchtlich. Außerdem schaltet das Getriebe innerhalb kürzester Zeit in den nächsten Gang. Im Zusammenspiel verbessern sich die Fahreigenschaften.

 

Mehr Sicherheit durch bessere Stabilisierung

Lastwechselreaktionen bei Ausweichmanövern verlieren ihre Schrecken: Die Überlagerungslenkung optimiert den Lenkwinkel, während die CDC-Dämpfer für eine perfekt angepasste radindividuelle Dämpfung sorgen. Dadurch beherrscht der Fahrer sein Fahrzeug besser und hat weniger Lenkarbeit bei plötzlichen Ausweichmanövern und Seitenwind.

 

AS Tronic: auf Datenkommunikation vorbereitet

Die elektronische Steuerung des automatischen Getriebes AS Tronic lässt heute schon den Datenaustausch mit anderen elektronisch gesteuerten Aggregaten zu, wie z.B. den CDC-Dämpfern.

 

CDC: Gegensteuerung bei Schräglage

Sensoren melden den elektronisch gesteuerten CDC-Dämpfern jede Fahrsituation. Innerhalb von Millisekunden wird die optimale Dämpfkraft eingestellt.

 

Servotwin: Anpassung an die aktuelle Fahrsituation

Die Lenkung Servotwin kommuniziert mit der Fahrzeugelektronik. Über die Sensorik und das Steuergerät wird die erforderliche Lenkkorrektur in Millisekunden berechnet und über den Elektromotor auf die Lenkung übertragen.

 

Last Update: 30.01.2008